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ZitatDie TV Spielfilm schreibt dazu: Oliver Stones biografisches Epos über den antiken Eroberer
Als Alexander der Große 323 vor Christus im Alter von 32 Jahren starb, hatte er aus dem kleinen Königreich Makedonien das bis dahin größte Imperium der Weltgeschichte gemacht. Sein Mitstreiter Ptolemäus (Antony Hopkins) wirft Jahre später einen Blick zurück: Angetrieben von der dominanten Mutter (Angelina Jolie) schart Alexander (Colin Farrell) ein treu ergebenes Heer um sich. Begleitet von seinem Freund Hephaiston kämpt er gegen den Perserkönig Darius und zieht dann weiter nach Asien.
ZitatQuelle: kinopolis.de (2004)
Der Film spielt in Alexanders vorchristlicher Welt, deren Sitten und Moralbegriffe sich von der Gegenwart sehr unterscheiden. Er erforscht eine Zeit unübertroffener Schönheit aber auch unvorstellbarer Brutalität, eine Zeit von hochfliegenden Idealen und erschütterndem Verrat.
Mutig und ehrlich zeigt der Film Alexanders Leben und die Beziehungen zu seiner Mutter Olympias, zu seinem Vater Philipp, zu seinem Heeresführer Hephaistion, der ein Leben lang sein bester Freund blieb, zu Roxane, seiner ehrgeizigen und schönen Frau und schließlich auch zu Ptolemaios, seinem zuverlässigen General und Vertrauten.
Alexanders außergewöhnliche Reise beginnt in Makedonien. Hier startet er seinen Feldzug, führt zunächst sein Heer an, um Westasien der persischen Kontrolle zu entreißen, um danach schließlich seine zahlenmäßig enorm unterlegenen Truppen zu einem für unmöglich gehaltenen Sieg über die mächtige persische Armee zu führen.
Alexander dehnt sein Reich bis in die unbekannten Gebiete des heutigen Zentralasiens aus, bevor er sich über den Hindukusch wagt, weiter als jeder andere Abendländer vor ihm, und seine Eroberungszüge fortsetzt bis in die exotische Welt Indiens hinein. Unfassbar und möglicherweise einzigartig in der Geschichte ist dabei, dass Alexander in der Schlacht nie bezwungen wurde.
Unnachgiebig zieht er mit seine Armee durch die Wüsten, Gebirge und Dschungel fremder und geheimnisvoller Länder, besiegt jeden, der sich ihm entgegenzustellen wagt, und übersteht auch Beinahe-Meutereien seiner eigenen Männer.
ZitatQuelle: Wikipedia (ergänzt: 09.09.2007)
Als Grundlage für das Drehbuch diente die renommierte Alexander-Biografie von Professor Robin Lane Fox von der Oxford University, aus dem Jahr 1972.
Das Werk thematisiert die vermutete Homosexualität Alexanders des Großen intensiv. Dies führte zu Protesten aus Griechenland, weil dort befürchtet wurde, der Ruf des griechischen Nationalhelden könnte beschädigt werden. Angedrohte Klagen könnten der Grund sein, warum der Film auf die Darstellung eindeutiger homosexueller Handlungen verzichtet.
Der Film war 2004 für sechs Goldene Himbeeren nominiert, darunter in den Kategorien schlechtester Film, schlechtester Hauptdarsteller (Colin Farrell), schlechteste Hauptdarstellerin (Angelina Jolie) und schlechtester Regisseur (Oliver Stone). Er erhielt keine einzige dieser „Auszeichnungen“ und ging daher „leer“ aus.
Wie häufig in den Filmen des Genres Monumentalfilm, bleibt diese Produktion hinter einigen historischen Fakten zurück und stellt Vermutungen auf. Deutlich hervorzuheben ist aber gerade bei diesem Versuch, die Antike lebendig werden zu lassen. Die Macher bemühten sich, griechische Kleidung und Ausstattung jener Zeit historisch richtig wiederzugeben und auch auf Verfälschungen der Geschichte zu verzichten. Damit grenzt sich Alexander ganz klar von allen vorangegangenen amerikanischen Sandalenfilmen ab und zeigt erstmals, dass es möglich ist, historische Authentizität und filmisches Massenvergnügen zu verbinden.