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Zusammenfassung

Autor Ce_Jäger
 - 18.03.2011 22:19
Zitat von: cephalus am 17.03.2011 23:38[...]
an manchen Tagen sollte man es eben lassen, sich unkonventionell zu kleiden - speziell, wenn man es nicht spontan aus der eigenen Stimmung heraus tut, sondern es eigentlich geplant hat.

da hab ich eher andere Erfahrungen. Bin jetzt auch nur ein gelegentlich-ab-und-zu :) Rockträger - aber gerade wenn ich den Tag in der nahen Großstadt verbringen muss - da hab ich mir schon manchmal regelrecht geplant, "am dienstag (o-ä.) wirds gemacht". Ansonsten hab ich sonst viel zu schnell die Hose wieder an...
Ich wundere mich immer wieder über mich, wieviel doch "klar gegen den Rock" spricht... - und welch Unsinn das dann meist ist :)

gruß
Ce.
Autor Peter
 - 18.03.2011 14:49
Zitat von: Peterjo am 18.03.2011 09:03
... ein riesiger Hund stand. Der ! war das Objekt der Betrachtung, überhaupt nicht mein Rock.

So kriegt man zum Blaulicht noch einen roten Kopf, -nachher ärgert man sich grün, weil alles unnötig war ;-)

"reste ZEN", wie der Franzose sagt...
Autor Peterjo
 - 18.03.2011 09:03
Zitat von: Ingo_ZS am 18.03.2011 07:20

Habe wie schon mal beschrieben ein Selbstexperiment in Berlin gemacht, wo sie weit hinter mir die
Leute beobachtet hatte und...
Keine Auffälligkeiten, nur vereinzelt wurde geschaut. Ich selbst hatte einen anderen Eindruck.

Ingo

Vor längerer Zeit stand ich  - es war heisser Sommer, ich hatte einen knielangen Rock an - an einer Haltestelle und beobachtete, wie ein jüngeres Paar ständig in meine Richtung schauten und tuschelten. Ich wollte gerade auf sie zu gehen, um mit ihnen zu reden, als ich feststellte, dass hinter mir ein riesiger Hund stand. Der ! war das Objekt der Betrachtung, überhaupt nicht mein Rock.

Auch so kanns gehen.
Gruß
Peterjo
Autor Ingo_ZS
 - 18.03.2011 07:20
Zitat von: McMorghey am 17.03.2011 14:42


Kümmert euch nicht um die Blicke! Tragt Röcke!

Gruess us Züri
McMorghey


Süpi,

GENAU!
Sicherlich schaut man sich die anderen Leute an, aber ich habe es mit meiner Frau auch schon durch.
Habe wie schon mal beschrieben ein Selbstexperiment in Berlin gemacht, wo sie weit hinter mir die
Leute beobachtet hatte und...
Keine Auffälligkeiten, nur vereinzelt wurde geschaut. Ich selbst hatte einen anderen Eindruck.

Ingo
Autor cephalus
 - 17.03.2011 23:38
Zitat von: Jörg HH am 17.03.2011 19:32
Wenn man diese Barrieren erstmal überwunden hat, lebt es sich wesentlich leichter.
Also Cephalus, geh als Moderator dieses Forums mit gutem Beispiel voran.

Tja, daran arbeite ich noch,
und,
an manchen Tagen sollte man es eben lassen, sich unkonventionell zu kleiden - speziell, wenn man es nicht spontan aus der eigenen Stimmung heraus tut, sondern es eigentlich geplant hat.

Autor Peter
 - 17.03.2011 21:00
Zitat von: cephalus am 17.03.2011 15:31
Genau genommen mustern sich in einer U-Bahn permanent alle Leute gegenseitig, weil sie nichts besseres zu tun haben - das habe ich vorhin mal bewusst beobachtet.

Hallo Cephalus,

ich nenne es mal "scannen": der Blick geht immer langsam nach unten und wieder nach oben, fehlt nur das Scannergeräusch dazu "bwie-bwie-tssssssssssss-tssssss.oink-oink".

Ist jeden morgen, -alle gegenseitig, oft mit einem bewertenden Blick, aber selten mit Kommentar.

Als Deutscher versucht man bewusst *nicht* hinzuguggen, in Frankreich freut man sich anscheinend über ein bischen Beachtung, wenn man sich aufbretzelt.

LG

Peter aus T.

Autor Jörg HH
 - 17.03.2011 19:32
Ich kann Jürgen da nur zustimmen. Wir sind nunmal "Exoten" in der breiten Masse der Gesellschaft. Aber - wie auch schon X-Mal geschrieben - ist man mit einem guten Schuss Selbstvertrauen schon auf der Siegerseite. Es sind immer die eigenen Blockaden, die einem oftmals an sich selbst zweifeln lassen. Wenn man diese Barrieren erstmal überwunden hat, lebt es sich wesentlich leichter.

Also Cephalus, geh als Moderator dieses Forums mit gutem Beispiel voran.

Gruß Jörg :)
Autor Jürgen64
 - 17.03.2011 19:05
Hallo Cephalus,

das ist aber normal: wenn ich etwas ungewöhnliches sehe, schaue ich auch genauer/länger hin. Dass der Mann im Rock für den Großteil der Bevölkerung noch kein gewohntes Bild darstellt, darüber brauchen wir glaube ich nicht diskutieren. Also darf ich mich nicht wundern, wenn mal genauer gemustert wird - ja und?

Gruß
Jürgen
Autor cephalus
 - 17.03.2011 15:31
Zitat von: McMorghey am 17.03.2011 14:42
Paris oder Zürich oder Schöftland oder London oder Berlin oder New York oder Fochabers oder Sassnitz.
Geguckt wird immer und das Blaulicht ist doch IM Kopf und nicht auf dem Kopf...


Vermutlich ist genau das der Punkt...

Bezüglich negativer Reaktionen oder mangelder Akzeptanz, wie weiter oben geschrieben, habe ich nichts bemerkt, ich kam mir nur interessiert beobachtet vor.

Vermutlich war es für mich einfach nicht der richtige Tag.

Genau genommen mustern sich in einer U-Bahn permanent alle Leute gegenseitig, weil sie nichts besseres zu tun haben - das habe ich vorhin mal bewusst beobachtet. Nur gestern blieben die Blicke einen Augenblick lang länger an mir hängen und das war mir zu viel...

Cephalus
Autor McMorghey
 - 17.03.2011 14:42
hoi zäme
Paris oder Zürich oder Schöftland oder London oder Berlin oder New York oder Fochabers oder Sassnitz.
Geguckt wird immer und das Blaulicht ist doch IM Kopf und nicht auf dem Kopf...

Also ist es doch völlig egal wo ihr seid und ob im Kilt unterwegs: nur eure eigene Selbstsicherheit und das -vertrauen macht die Barriere!

Somit verweise ich auch auf diesen Thread: http://www.rockmode.de/index.php?topic=2797.msg25094#msg25094

Kümmert euch nicht um die Blicke! Tragt Röcke!

Gruess us Züri
McMorghey
Autor ChrisBB
 - 17.03.2011 14:08
Sommer 1989 in Paris:
Ich hatte mir einen France-Vacance-Pass geleistet, der mir erlaubte, an 4 Tagen unterwegs zu sein, jeweils inklusive dem Abend vorher ab 19 Uhr (ermöglicht weite Liegewagen-Reisen von/nach Paris).
Im Frühjahr 1989 hatte ich mir damals bei Horten im Schweiße meines Angesichts und mit zittriger Hand meinen ersten Jeans-Mini zugelegt. Das war damals noch jenes stone-washed Wolkendesign. Diesen zog ich dann auch bei einem meiner beiden Aufenthalte in Paris an. Und das war ok so. Stadtteil Pigalle war eh etwas, wo einem damals jungen Mann das Herz heftiger schlug. Und dort war ich dann auch im Rock unterwegs. Klar ging ich auch durch die Grands Magasins.
Als ich mich gerade in eine Ecke verziehen wollte, um zur Hose zurück zu wechseln, sehen mich ein paar offensichtliche Touristen, und einer sagt den Satz: "On y voit tout à Paris." (etwa: "In Paris sieht man aber auch alles.") Damit war ich wohl als komischer Vogel abgestempelt...

Der unten erwähnte Verein heißt übrigens Association HeJ und betreibt die Webseite
http://asso.i-hej.com/. Einen kleinen Text habe ich für die Leute dort schon eingedeutscht, aber es liegt noch Arbeit vor mir.

Gruß,
ChrisBB
Autor AsiaHarry
 - 17.03.2011 10:09
Hallo

Ähnlich habe ich den Tagesausflug letzten Sommer auch erlebt. Mein Outfit damals war aber nur normaler Rock ohne Strumpfhose. Aber ich habe diesen Tag damals voll genossenen ;D Zeitweise fühlte ich mich ein bisschen wie eine Berühmtheit, wenn man die ganze Zeit so angestarrt wird ;D :D ;D
Autor Peter
 - 17.03.2011 09:42
Zitat von: silixflox am 17.03.2011 08:32
Dann noch hautfarbene FSH.........das wahr den stilsicheren Franzosen zu viel.

Hallo Cephalus,

um das zu beurteilen, müsste man mal ein Foto davon sehen, wir hatten an anderer Stelle schon mal darüber diskutiert. Wenn ich mich recht entsinne, ging es damals um Schuhe, -und du warst auch in Paris?

Zitat von: silixflox am 17.03.2011 08:32
Obschon es in Paris eine Gruppierung "Les hommes en Jupe" gibt und das dort eigentlich aufgrund der doch zahlreicheren Sendungen bei FT1, eher auf Akzeptanz stossen sollte.

@Cephalus: Ich hatte in Frankreich noch nie ein ähnliches Empfinden wie du, das mit dem "Blaulicht auf dem Kopf" bildet man sich doch eher ein. Das passiert eher IM Kopf als darauf ;-). Mit der nötigen Portion Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein verschwindet das Blaulicht ganz schnell. Ist 'ne Sache von ein paar Tagen. Und: der Tipp von Gregor mit dem Kilt ist 100% richtig: da der eindeutig ein "männliches" Kleidungsstück ist, hat man schon mal eine "Schere" weniger im Kopf. Im Rock gibt es ab und zu schon mal jemanden, dem die Augen rausfallen, im Kilt höchstens mal ein belustigendes Lächeln, ansonsten nur Zustimmung. Der Kilt ist viel, viel akzeptierter.

Wenn ich gewusst hätte dass du in Paris bist -und gewollt hättest- hätte ich dich in Kontakt mit unseren Kollegen von HeJ bringen können. Die freuen sich immer über nette Kontakte.

@Silixflox: Trotz der gelegentlichen Präsenz in den Medien ist der Männerrock auch in Frankreich doch ein Ausnahmekleidungsstück. Man sieht den nicht öfter, als in Deutschland. Und was im Forum von HeJ über Akzeptanz und Probleme geschrieben wird, deckt sich in etwa mit den deutschen in Rockmode.de.
Der einzige Unterschied ist, dass es bei HeJ immer mal wieder jemanden gibt, der unsere Idee mit grossen Einsatz in die Öffentlichkeit trägt. Anfangs war das Jerome, danach andere aus dem Vorstand von HeJ (ich bedanke mich ab und zu mal bei denen für ihren Einsatz...)

LG

Peter aus T.




Autor silixflox
 - 17.03.2011 08:32
Denke ich auch.
Der Kilt sieht anders aus, fällt anders.
Dann noch hautfarbene FSH.........das wahr den stilsicheren Franzosen zu viel.
Obschon es in Paris eine Gruppierung "Les hommes en Jupe" gibt und das dort eigentlich aufgrund der doch zahlreicheren Sendungen bei FT1, eher auf Akzeptanz stossen sollte.
Autor GregorM
 - 17.03.2011 08:28
Hallo Cephalus,

im Kilt hättest du es bestimmt anders (=positiver) erlebt, und du hättest den ganzen Tag im Kilt verbringen können, anstatt eine Stunde Rock und den restlichen Tag in Hosen. 
So was ist letztendlich am besten?

Gruß
Gregor