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Zusammenfassung

Autor GregorM
 - 14.07.2018 12:48
Männer im Frack, Frauen in langen Kleidern. Seit Jahrhunderten gang und gäbe, wenn es wirklich feierlich vor sich gehen muss – wie im Konzertsaal und bei vielen Hochzeiten und dergleichen auch.

Sowas ändert sich nicht über Nacht, nur ist es allmählich akzeptiert worden, dass Frauen Hosen tragen dürfen, nur müssen auch sie feierlich sein, was heißt, dass die Hosenbeine meistens so weit sind, dass man beim ersten Blick nicht sieht, dass es sich um Hosen handelt.

Für (schottische) Männer gibt es als Alternative zum Frack den Kilt, aber NUR mit korrektem Zubehör, wie hier bei der dänischen königlichen Hochzeit 2004:

http://nyheder.tv2.dk/nyheder.tv2.dk/nyheder/article.php/id-776921.
   
In einigen Orchestern, wie bei den Berliner und Wiener Philharmonikern, wollte man übrigens lange keine Frauen. 2014 waren bei den Berliner Philharmonikern noch nur 19 Musikerinnen angestellt, was knappe 15% beträgt. Bei den Wienern kaum mehr. In vielen anderen Orchestern liegt der Frauenanteil aber um die 50%, und dort ist es meistens den Frauen erlaubt – weil keine Minderheit mehr - in Hosen zu spielen. Ich erlebe aber, dass die meisten in der Praxis das Kleid wählen – auch die jungen Musikerinnen.

Frack bzw. Kleid/Hose ist also als eine Uniform zu betrachten. Und das finde ich eigentlich gut.

Ausnahmen im Orchester:

Dirigent und Solisten. Herbert von Karajan war vermutlich der erste, der nicht im Frack, sondern im selbstentworfenen Anzug dirigierte. Auch bei männlichen Solisten sind Alternative zum Frack üblich geworden. Bei weiblichen Solisten dominiert das Kleid. Anne-Sophie Mutter konzertierte schon als junge Solistin mit nackten Schultern.

(Fußball-Trainer sieht man oft im Anzug und mit Krawatte im grellen Kontrast zu den Spielern.)

Ehrlich, ich sehe kein Problem, worüber man sich erregen könnte.

Gruß
Gregor

Autor MAS
 - 13.07.2018 21:26
Zitat von: Hansi1973 am 13.07.2018 20:33
Siehe anbei.



Sehr gut!

Bin gespannt auf ihre Antwort!

LG, Micha
Autor Hansi1973
 - 13.07.2018 20:33
Siehe anbei.

Autor MAS
 - 13.07.2018 19:33
Zitat von: Hansi1973 am 13.07.2018 18:53
Ich habe die Autorin von DPA mal per Twitter angeschrieben. Mal sehen, ob sie sich dazu äußert.

Was hast Du denn geschrieben?

LG, Micha
Autor Hansi1973
 - 13.07.2018 18:53
Ich habe die Autorin von DPA mal per Twitter angeschrieben. Mal sehen, ob sie sich dazu äußert.
Autor Ludwig Wilhem
 - 13.07.2018 16:25
Hallo
ich kann mich euch voll anschließen, der Dressode im Orchester gehört beendet. Aber auch wenn ich nur als Zuschauer im Theater, selten Konzert bin, habe ich für mich zwar kein Problem, im Kleid zu erscheinen, aber meine Frau weigert sich, mit mir im Kleid ins Theater zu gehen. Einen Rock im Theater hat sie akzeptiert und es ist nichts passiert.
Gruß Ludwig
Autor Hansi1973
 - 13.07.2018 15:47
Zitat von: Skirtedman am 13.07.2018 10:11
Ich lese aus unseren Kommentaren eine grundsolide Verbitterung heraus.

Ja, die Verbitterung gegenüber der Blödheit, solche Artikel unter dem Aspekt "Gleichberechtigung" verkaufen zu wollen!
Und noch schlimmer: die Menschen, die dies schreiben, bemerken nicht einmal den Widerspruch, den sie da eins zu eins runter schreiben. 
>:(

Autor MAS
 - 13.07.2018 14:48
Zitat von: cephalus am 13.07.2018 13:45

Klar!

Aber je kleiner eine Minderheit ist, desto wahrscheinlicher werden die Einzelnen als Spinner betrachtet.

Eine Minderheit von ein paar% der Bevölkerung hat  in der Praxis mehr Gewicht als eine von nicht mal einem Promille.

Das ist leider wahr!

Nun muss man als Mehrheit aber auch nicht gleich als Spinner bezeichnen, nur weil es sich um eine kleine Minderheit handelt, zumal diese Minderheit von der Mehrheit ja nicht verlangt, alles genau so zu tun, wie die Minderheit, sondern nur, der Minderheit zu erlauben, das zu tun, was sie für richtig hält. Da hat ja niemand einen Schaden davon.

LG, Micha
Autor cephalus
 - 13.07.2018 13:45
Zitat von: MAS am 13.07.2018 11:34
Zitat von: cephalus am 13.07.2018 10:55
Zitat von: Skirtedman am 13.07.2018 10:11

Ich lese aus unseren Kommentaren eine grundsolide Verbitterung heraus.




Wenn,  dann ist es die Verbitterung, dass es nur so wenige von uns gibt.

Frauen setzen viele Dinge in dieser Richtung durch, weil viele von ihnen den Wunsch haben.
Aber wie viele Männer wollen wirklich im Kleid im Orchester sitzen?
Und wie viele davon wollen dafür kämpfen?

Es geht ja nicht nur um Chor oder Orchester.

Aber auch Minderheiten haben Rechte.

LG, Micha

Klar!

Aber je kleiner eine Minderheit ist, desto wahrscheinlicher werden die Einzelnen als Spinner betrachtet.

Eine Minderheit von ein paar% der Bevölkerung hat  in der Praxis mehr Gewicht als eine von nicht mal einem Promille.
Autor MAS
 - 13.07.2018 11:34
Zitat von: cephalus am 13.07.2018 10:55
Zitat von: Skirtedman am 13.07.2018 10:11

Ich lese aus unseren Kommentaren eine grundsolide Verbitterung heraus.


Wenn,  dann ist es die Verbitterung, dass es nur so wenige von uns gibt.

Frauen setzen viele Dinge in dieser Richtung durch, weil viele von ihnen den Wunsch haben.
Aber wie viele Männer wollen wirklich im Kleid im Orchester sitzen?
Und wie viele davon wollen dafür kämpfen?

Es geht ja nicht nur um Chor oder Orchester.

Aber auch Minderheiten haben Rechte.

LG, Micha
Autor cephalus
 - 13.07.2018 10:55
Zitat von: Skirtedman am 13.07.2018 10:11

Ich lese aus unseren Kommentaren eine grundsolide Verbitterung heraus.


Wenn,  dann ist es die Verbitterung, dass es nur so wenige von uns gibt.

Frauen setzen viele Dinge in dieser Richtung durch, weil viele von ihnen den Wunsch haben.
Aber wie viele Männer wollen wirklich im Kleid im Orchester sitzen?
Und wie viele davon wollen dafür kämpfen?
Autor MAS
 - 13.07.2018 10:42
Zitat von: Skirtedman am 13.07.2018 10:11
Ja, "sexistisch", dieses Wort muss in diesem Zusammenhang in die Köpfe der Gesellschaft gebracht werden!

Zitat von: MAS am 13.07.2018 00:39
Im Grunde wird dort sexuelle Diskriminierung als Gleichberechtigung gehandelt, und die Spackos merken das nicht einmal! :-\

LG, Micha

Ich lese aus unseren Kommentaren eine grundsolide Verbitterung heraus.

Wann werden wir mit Parolen "Lieber gleichberechtigt als später" und "Mein Bauch gehört mir" die Öffentlichkeit wachrütteln? Mir scheint, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Sie ist aber bald reif...

Na ja "Mein Bauch gehört mir" passt nicht so recht in den Kontext, denn da geht es um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Das Problem haben wir Männer nicht, in Bezug auf uns selbst, über so etwas entscheiden zu müssen.
Ich würde es auch nicht übertragen auf das Recht, ein Wohlstandsgewölbe sichtbar besitzten zu dürfen. Das sind zwei ganz verschiedene Themen.

Aber sonst klar: Entweder völlig getrennte Männer- und Frauenkleidung oder alles für alle! Ich bin für letzteres!
Auf keinen Fall aber darf es sein, dass die Menschen eines Geschlechtes mehr dürfen als die eines anderen.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 13.07.2018 10:11
Ja, "sexistisch", dieses Wort muss in diesem Zusammenhang in die Köpfe der Gesellschaft gebracht werden!

Zitat von: MAS am 13.07.2018 00:39
Im Grunde wird dort sexuelle Diskriminierung als Gleichberechtigung gehandelt, und die Spackos merken das nicht einmal! :-\

LG, Micha

Ich lese aus unseren Kommentaren eine grundsolide Verbitterung heraus.

Wann werden wir mit Parolen "Lieber gleichberechtigt als später" und "Mein Bauch gehört mir" die Öffentlichkeit wachrütteln? Mir scheint, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Sie ist aber bald reif...
Autor MAS
 - 13.07.2018 09:16
Zitat von: high4all am 13.07.2018 08:59
ZitatIch habe selber viele Jahre den hiesigen Unichor bei seinen Konzerten besucht, weil ich einige Mitsingende kannte. Ich wusste, welche Kleidervorschriften da galten - und dass jede dritte Frau genaugenommen dagegen verstoßen hatte: dann doch armfrei, dann doch weit ausgeschnitten, dann doch kürzer als bis zum Knie, dann doch nicht einheitlich schwarz, dann doch Glitzer. Frauen würden solche enge Kleiderregeln, wie sie von Männer eingehalten werden, doch nie akzeptieren. Und kommen damit auch meistens sehr gut durch.

Das ist der Unterschied zu den Pinguinen. Die trauen sich nicht, gegen so eine wahnsinnig überlebenswichtige Regel wie eine Kleiderordnung in einem Chor zu verstoßen. Wenn sich ein Drittel der Männer das trauen würde, wäre wir schon mehr als einen Schritt weiter.

Manchmal überkommt mch die Lust, bei der Kantorei mitzumachen (Männrstimmen sind immer Mangelware). Aber die bescheuerten Kleiderregeln, über die sich auch meine Frau aufregt und gelegentlich Grenzen überschreitet, halten mich davon ab (statt schwarzer Hose würde ich natürlich eine langen, schwarzen Rock tragen wollen, aber.....).


Lieber Hajo,

Du hast doch sicher mit den Chorverantwortlichen darüber gesprochen. Hast Du dabei mal das Wort "sexuelle Diskriminierung" verwendet? Oder "sexistisch"

LG, Micha
Autor high4all
 - 13.07.2018 08:59
ZitatIch habe selber viele Jahre den hiesigen Unichor bei seinen Konzerten besucht, weil ich einige Mitsingende kannte. Ich wusste, welche Kleidervorschriften da galten - und dass jede dritte Frau genaugenommen dagegen verstoßen hatte: dann doch armfrei, dann doch weit ausgeschnitten, dann doch kürzer als bis zum Knie, dann doch nicht einheitlich schwarz, dann doch Glitzer. Frauen würden solche enge Kleiderregeln, wie sie von Männer eingehalten werden, doch nie akzeptieren. Und kommen damit auch meistens sehr gut durch.

Das ist der Unterschied zu den Pinguinen. Die trauen sich nicht, gegen so eine wahnsinnig überlebenswichtige Regel wie eine Kleiderordnung in einem Chor zu verstoßen. Wenn sich ein Drittel der Männer das trauen würde, wäre wir schon mehr als einen Schritt weiter.

Manchmal überkommt mch die Lust, bei der Kantorei mitzumachen (Männrstimmen sind immer Mangelware). Aber die bescheuerten Kleiderregeln, über die sich auch meine Frau aufregt und gelegentlich Grenzen überschreitet, halten mich davon ab (statt schwarzer Hose würde ich natürlich eine langen, schwarzen Rock tragen wollen, aber.....).