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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 24.07.2018 12:25
Zitat von: Skirtedman am 24.07.2018 12:16
Zitat von: MAS am 24.07.2018 08:03
Nico hat mich schon aufgeklärt, dass er wohl den Fußballspieler Özil meinte, der sich mit Erdogan hat ablichten lassen, und der nun die Kritik daran als Rassismus versteht. Özdemir hat das gestern im Fernsehen sehr gut und ausgewogen kommentiert.

Mein Gott! Özil und der Untergang des Abendlandes!

Ein gefundenes Fressen in der Sauren-Gurken-Zeit, wo doch die Gurken bei dieser Trockenheit gar nicht richtig wachsen wollen. Wir sind wirklich arm dran! Die einen sehnen sich nach einem neuen Osmanischen Reich und die anderen sind noch im alten Deutschen Reich.
Reich sind wir nur dann, wenn es viele sind, die mit kühlem Kopf ausgewogene Gedanken fassen können.

Mit kühlem Kopf und warmem Herzen! :)

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 24.07.2018 12:16
Zitat von: MAS am 24.07.2018 08:03
Nico hat mich schon aufgeklärt, dass er wohl den Fußballspieler Özil meinte, der sich mit Erdogan hat ablichten lassen, und der nun die Kritik daran als Rassismus versteht. Özdemir hat das gestern im Fernsehen sehr gut und ausgewogen kommentiert.

Mein Gott! Özil und der Untergang des Abendlandes!

Ein gefundenes Fressen in der Sauren-Gurken-Zeit, wo doch die Gurken bei dieser Trockenheit gar nicht richtig wachsen wollen. Wir sind wirklich arm dran! Die einen sehnen sich nach einem neuen Osmanischen Reich und die anderen sind noch im alten Deutschen Reich.
Reich sind wir nur dann, wenn es viele sind, die mit kühlem Kopf ausgewogene Gedanken fassen können.
Autor MAS
 - 24.07.2018 08:03
Zitat von: husti am 24.07.2018 07:51
Zitat von: MAS am 23.07.2018 19:08
Zitat von: Hansi1973 am 23.07.2018 18:57
Ich würde ja lieber über die Doppel-Moral eines Gelsenkircheners diskutieren... aber das würde wohl den Rahmen sprengen.
:-X

Von wem sprichst Du?

LG, Micha

Er spricht wahrscheinlich von dem im Ausland lebenden, aus Gelsenkirchen stammenden Multimillionär Süd-Ost Europäischer Abstammung.

Nico hat mich schon aufgeklärt, dass er wohl den Fußballspieler Özil meinte, der sich mit Erdogan hat ablichten lassen, und der nun die Kritik daran als Rassismus versteht. Özdemir hat das gestern im Fernsehen sehr gut und ausgewogen kommentiert.

Da ich mich nicht für Fußball interessiere, wusste ich nicht, dass er Gelsenkirchener ist.

LG, Micha
Autor husti
 - 24.07.2018 07:51
Zitat von: MAS am 23.07.2018 19:08
Zitat von: Hansi1973 am 23.07.2018 18:57
Ich würde ja lieber über die Doppel-Moral eines Gelsenkircheners diskutieren... aber das würde wohl den Rahmen sprengen.
:-X

Von wem sprichst Du?

LG, Micha

Er spricht wahrscheinlich von dem im Ausland lebenden, aus Gelsenkirchen stammenden Multimillionär Süd-Ost Europäischer Abstammung.
Autor MAS
 - 23.07.2018 19:08
Zitat von: Hansi1973 am 23.07.2018 18:57
Ich würde ja lieber über die Doppel-Moral eines Gelsenkircheners diskutieren... aber das würde wohl den Rahmen sprengen.
:-X

Von wem sprichst Du?

LG, Micha
Autor Hansi1973
 - 23.07.2018 18:57
Ich würde ja lieber über die Doppel-Moral eines Gelsenkircheners diskutieren... aber das würde wohl den Rahmen sprengen.
:-X
Autor Seravajan
 - 23.07.2018 18:51
Hallo Joe

Auch beim Bio wird beschissen, dass sich die Balken biegen. Soviel Bio wie angeboten wird, soviel kann gar nicht produziert werden. Am ehesten Bio kriegt man, wenn man direkt ab zertifiziertem Biohof gekauft wird. Olivenöl ist nicht gerade ideal, wenn es erhitzt wird. Gilt speziell für kaltgepresstes und unraffiniertes Öl. Olivenöl ist am Besten im Salat. Distelöl ist leider viel zu teuer.
Autor Barefoot-Joe
 - 23.07.2018 15:59
Zitat von: MAS am 23.07.2018 08:09
Im Übrigen ist Sonnenblumenöl gar nicht so gesund. Rapsöl ist gesünder.

Tatsächlich war Rapsöl nie zum menschlichen Verzehr geeignet, u.a. wegen der enthaltenen Erucasäure. Als man dann eine Sorte züchten konnte, die diese Säure nicht mehr hatte, konnte man das Öl endlich auf den Markt bringen und natürlich tat man das, indem man es als gesund anpries. Raps enthält aber möglicherweise noch mehr Stoffe, die gesundheitlich nachteilig sind, aber um die kümmert man sich wie immer erst, wenn die Folgen nicht mehr vertuscht werden können. So gesehen wäre ich bei Rapsöl äußert vorsichtig. In meiner Küche hat das Zeug jedenfalls nichts verloren, ich verwende ausschließlich unerhitztes, unraffiniertes Bio-Olivenöl aus einer Ölmühle in Griechenland, von der ich den Müller persönlich kenne.

Ob Öl gesund ist oder nicht hängt ansonsten weniger von der Ölsorte ab, sondern davon, ob es raffiniert wurde oder nicht. Und da sieht es äußerst übel aus, denn das meiste, was man kaufen kann, ist natürlich erhitzt und raffiniert, selbst dann, wenn "kaltgepreßt" oder "nativ" darauf steht. Fast alles im Supermarktregal ist gepanscht - in der Regel immer dann, wenn keine eindeutige Ölmühle angegeben ist. Bei keinem Lebensmittel wird so viel betrogen, wie beim Öl, denn da merkt es kaum jemand und die Gewinnspannen sind extrem hoch.
Autor Skirtedman
 - 23.07.2018 13:37
Zitat von: MAS am 23.07.2018 10:11
Leinsamenöl soll auch gesund sein.

Ja, und Traubenkernöl und Distelöl.

Da tu ich mir schon ein wenig schwer vorzustellen, wo denn die ganzen Disteln wachsen, um dieses Öl flächendeckend im Grossverteiler zu verkaufen. Und bei Raps zum Beisiel ebenso.

Zitat von: high4all am 22.07.2018 16:00
Ein langes Kleid (= ein Teil) ersetzt eine Hose + ein Oberteil + eine Unterhose (=drei Teile). Wo ist also der Luxus?

Das Kleid ist Luxus, wenn es die Unterhose mit ersetzen soll.

Sieben Unterhosen einmal die Woche zu waschen und ein Kleid ist sparsamer als sieben Kleider pro Woche.

Zitat von: high4all am 22.07.2018 16:00
Folglich brauchts:

1 Winterkleid (lange Ärmel)
1 Übergangskleid (kurze Ärmel)
1 Sommerkleid (ärmellos)
1 Paar Winterstiefel
1 Paar Schuhe (im Sommer barfuß)
2 Paar Socken (eins wird immer gewaschen)
1 Übergangsjacke
1 Wintermantel
...

Eure Überlegungen finde ich sehr spannend, aber ich sehe auch schon, wie dort persönliche Ideologien mitschwingen. Ich möchte die nicht in Einzelheiten diskutieren.

Aber meine Überlegungen zu einer Minimalausstattung schließen noch andere Faktoren ein:

Zunächst: ich würde sagen, eine Minimalausstattung an Kleidung ist Menschenrecht.
Und das Menschenrecht darf auch Röcke und Kleider für jeden umfassen.
Für mich gehört in diesem Grundfundus auch noch:
eine Ausstattung für festliche Anlässe
eine Ausstattung für ausschließlich freudige Anlässe (Gute-Laune-Kleidung)
zwei strapazierfähige Ausstattungen für besondere körperliche Anlässe (wie Rumwurschteln, Rumwuchten, Drecksarbeit, Feldarbeit, Fensterputzen etc)
und all diese und Eure Ausstattungen in unterschiedlichen Ausführungen zu den verschiedenen klimatischen Bedingungen, die erwartbar sind - und schon sind wir wieder bei einem sich füllenden Kleiderschrank.
Autor MAS
 - 23.07.2018 10:11
Zitat von: Skirtedman am 23.07.2018 09:57
Zitat von: MAS am 23.07.2018 08:09
Im Übrigen ist Sonnenblumenöl gar nicht so gesund. Rapsöl ist gesünder. Aber Rapsfelder, so schön sie auch aussehen, sind gefährlich für die Tier- und Pflanzenwelt, zumindest, wenn sie so groß und viele sind.

Deswegen habe ich als Beispiel ja auch nicht Rapsöl verwendet. Ob das gar nicht so gesunde Sonnenblumenöl aber ungesünder ist als die ganzen Transporte, um das Olivenöl zu uns zu bringen - wer weiß das schon!

Ja, es ist alles sehr komplex, lieber Wolfgang!

Leinsamenöl soll auch gesund sein.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 23.07.2018 09:57
Zitat von: MAS am 23.07.2018 08:09
Im Übrigen ist Sonnenblumenöl gar nicht so gesund. Rapsöl ist gesünder. Aber Rapsfelder, so schön sie auch aussehen, sind gefährlich für die Tier- und Pflanzenwelt, zumindest, wenn sie so groß und viele sind.

Deswegen habe ich als Beispiel ja auch nicht Rapsöl verwendet. Ob das gar nicht so gesunde Sonnenblumenöl aber ungesünder ist als die ganzen Transporte, um das Olivenöl zu uns zu bringen - wer weiß das schon!
Autor MAS
 - 23.07.2018 08:09
Ich habe fünf Flugreisen gemacht, also pro Jahrzehnt eine, im Durchschnitt. Billigfliegerei meide ich tunlichst. Eine der fünf war eine solche von Köln/Bonn nach Wien und zurück. Und nächstes Jahr werde ich zu einer solchen eingeladen nach Dublin und zurück.

Wenn die wirtschaftliche Globalisierung keine (neo)liberale, sondern eine sozial-ökologische wäre, sähe das Ganze schon ganz anders aus. Produkte aus Brasililien oder Bangadesh sind ja nur deshalb billiger, weil man den Produzenten dort weniger zahlt und weil die Umweltauflagen dort lascher sind. Würden weltweit für dieselbe Arbeit dieselben Löhne bezahlt, und gälten überall hohe Umweltstandards, gäbe es weniger Warentransport rund um die Erde. Dann würden noch die Waren transportiert werden, die man nicht überall herstellen kann. Derswegen bin ich für eine Globalisierung mit strengen sozialen und ökologischen Regeln. Und natürlich für die Einhaltung der Menschenrechte überall.

Im Übrigen ist Sonnenblumenöl gar nicht so gesund. Rapsöl ist gesünder. Aber Rapsfelder, so schön sie auch aussehen, sind gefährlich für die Tier- und Pflanzenwelt, zumindest, wenn sie so groß und viele sind.

LG, Micha
Autor GregorM
 - 23.07.2018 07:52
Die meisten meiner traditionellen Kilts sind in Schottland nach meinen Maßen genäht worden, von Wollstoffen, die von britischen Webereien stammen. Ein solches Prachtstück kostet mindestens 250 Euro, und ich habe wohl niemanden ausgebeutet.

Ich habe aber auch dabei einigen etwas bezahlt, die vermutlich nicht vom Verhungern bedroht sind. Hätte ich nun 250 Euro für Röcke ausgegeben, die irgendwo in Fernosten hergestellt waren, hätte ich vielleicht mehreren Menschen – ihrem Maßstab nach - zu einem besseren Leben geholfen. Was ist richtiger?

Würde ich mir anstatt eines Rockes bei H&M einen mit dem Namen Tommy Hilfiger kaufen, würde er vermutlich das Fünffache kosten, aber könnte ich dabei sichersein, dass die Leute am (selben) Produktionsort mehr verdient hätten?   

Das Leben ist nicht ganz einfach.

Gruß
Gregor

Autor Seravajan
 - 23.07.2018 07:12
Das Fiese an der ganzen Sache ist auch, wenn man regionale und lokale Produkte will, dafür viel mehr bezahlt, als wenn das Produkt zB aus Brasilien kommt. Und der lokale Bauer oder Verarbeiter (bei Kleidung) kriegt nicht mal genug Geld von den Händlern, Verarbeitern (bei von Bauern produzierten Produkten) oder Detailisten, dass er davon leben könnte.
Autor Skirtedman
 - 23.07.2018 01:29
Zitat von: MAS am 22.07.2018 23:07
Aber auch ohne Ideologisierung weiß ich, dass das alles noch sehr suboptimal ist, was unsere Gesellschaft so ausmacht.

Ganz konsequent gedacht, müsste man eigentlich ein extremer Globalisierungsgegner werden. Eigentlich müsste man sich auf die lokale / vielleicht noch regionale Ebene beschränken.

Da kämen unsere Klamotten zum Beispiel von hier, gefertigt unter Bedingungen, die unseren lokalen Standards entsprächen. Man müsste nicht mehr so viel rumgurken, sondern ganz in der Nähe von dort, wo man wohnt auch arbeiten.

So im Mittelalter hat man das geschafft oder auch zum Beginn der Industrialisierung. Dann hat man das gearbeitet, was seine Region hergab. Inzwischen lernt man das, was man möchte und findet nur weit weg einen Job. Oder die überregionale Firma schickt einen zu einem anderen Standort und pendelt jahrelang zum Wochenende hin und her.

Und es langt nicht, den Käse von den örtlichen Bauern zu essen, sondern man will Greyerzer, Gouda und Manchego zur Auswahl. Und es muss ja das achso gesunde Olivenöl sein, statt heimisches Sonnenblumenöl. Und wir wollen gar nicht wissen, wieviel Transportkilometer in der Summe zustandekommen, bis ein Auto mit all seinen Einzelteilen fertig montiert ist. Und die achso ökologisch bewussten Bahnfahrer glauben, dass sie eine bessere Ökobilanz haben als Autofahrer - eine Mogelpackung wie die E-Autos. Und die Bahnen fahren auch, obwohl sie nur dünn besetzt sind.

Mit meinen 3 Flugreisen, die ich bislang absolviert habe, weiß ich nicht, ob ich mit meinen Einkäufen bei KiK, NKD oder Aldi (da war ich dieses Jahr noch gar nicht) mehr der Menschheit geschadet habe, als jemand, der bereits 4 Flugreisen auf seinem Lebenskonto hat.

Wir leben in einer vernetzten Welt - und es wird immer vernetzter. Aus dieser Nummer rauszukommen, ist ziemlich schwer. Wie müssten lokalen Wein trinken, lokale Schweine essen, in benachbarten Regionen Urlaub machen und nicht in Sri Lanka, Kolumbien oder Namibia.