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Zitat von: Jo 7353 am 14.11.2018 22:26Zitat von: MAS am 12.11.2018 07:33Ich habe den Eindruck, daß mehr Frauen nach dem Motto: "Weisungsgebunden für Bezahlung zu arbeiten ist nicht freier als selbstbestimmt für sich und die Familie zu arbeiten, wenn das Geld des Mannes dazu ausreicht." leben, wenn auch nicht reden, als den Feministen lieb ist.
Ich meinte die Emanzipation der Frau von dem Nicht-selbst-Geld-verdienen-dürfen-sondern-vom-Verdienst-des-Mannes-abhängig-sein.Zitat von: MAS am 12.11.2018 07:33Immerhin war das indische Patriachat nicht stark genug, eine Frau an der Spitze der Regierung zu verhindern. Aber was reden wir von Indien? Auch von deutschen Feministen kann man erzählt bekommen, daß sie in einem üblen Patriachat leben. Die haben aber den Nachteil, daß ich deren Glaubwürdigkeit anhand eigener Erfahrungen beurteilen kann, und nicht nur auf Berichte angewiesen bin.
Zu Indien: frage mal die indischen Frauen, die dort für ihre Emanzipation kämpfen.
Sicher trifft das nicht auf alle indischen Männer zu. Aber Freunde von mir, die Kleinkredite geben, erzählten mir, dass sie diese aus genanntem Grund nur an Frauen vergeben.
Vor allem sehe ich aber das Rocktabu als ein in Europa entstandenes Phänomen an, das als Folge des Kolonialismus nun auch weltweit sich auswirkt. Daher sind europäische Denkweisen zu betrachten, wenn man die Hindergründe verstehen will.
Der Link lädt dazu ein, nachzudenken wie weit fehlende Wertschätzung des Mannes an sich zum Rocktabu geführt haben kann, und inwiefern der Rock einem Mann hinderlich sein kann, Wertschätzung zu erlangen.
Gruß,
Jo
Zitat von: Mann im Rock am 14.11.2018 20:37Zitat von: DesigualHarry am 13.11.2018 21:38Die Sache funktioniert nicht... Frauen wollen nach oben...Erst wenn der Rock oder das Kleid einen höheren Status erlangt wie die Hose wird die Sache Interessant. Und im übrigen Strebt das Leben immer zum höherwertigen. Also gilt es erst den Rock einen besseren Status zu verschaffen...
Frauen wollen nach oben? Es gab die Frauenbewegung gegen den 218. Es gab Frauen, die für die Beibehaltung waren. Es gibt Frauen, die gegen das Werbeverbot sind, es gibt Frauen, die gegen das Werbeverbot sind. Es gibt Frauen, die gegen die Kirche und den katholischen Papst sind, und es gibt Frauen, die den Papst anbeten. Es gibt Frauen, die Mitglieder in für mich per se frauenfeindlichen Parteien wie AfD, CSU, CDU. Es gibt andere Frauen, die diese Parteien ablehnen. Es gab jetzt wieder eine Studie, nach denen es Frauen wieder in geringerem Maße in Führungspositionen drängt. Was von diesen Positionen ist oben oder unten?
Das Leben strebt immer zum Höherwertigen? Was ist das Höherwertige? Für uns individuell ist es etwas Höherwertiges, einen Rock zu tragen. Gemäß dem obigen Artikel ist es eher eine Abwertung.
Gruß
Matthias
Zitat von: MAS am 12.11.2018 07:33Ich habe den Eindruck, daß mehr Frauen nach dem Motto: "Weisungsgebunden für Bezahlung zu arbeiten ist nicht freier als selbstbestimmt für sich und die Familie zu arbeiten, wenn das Geld des Mannes dazu ausreicht." leben, wenn auch nicht reden, als den Feministen lieb ist.
Ich meinte die Emanzipation der Frau von dem Nicht-selbst-Geld-verdienen-dürfen-sondern-vom-Verdienst-des-Mannes-abhängig-sein.
Zitat von: MAS am 12.11.2018 07:33Immerhin war das indische Patriachat nicht stark genug, eine Frau an der Spitze der Regierung zu verhindern. Aber was reden wir von Indien? Auch von deutschen Feministen kann man erzählt bekommen, daß sie in einem üblen Patriachat leben. Die haben aber den Nachteil, daß ich deren Glaubwürdigkeit anhand eigener Erfahrungen beurteilen kann, und nicht nur auf Berichte angewiesen bin.
Zu Indien: frage mal die indischen Frauen, die dort für ihre Emanzipation kämpfen.
Sicher trifft das nicht auf alle indischen Männer zu. Aber Freunde von mir, die Kleinkredite geben, erzählten mir, dass sie diese aus genanntem Grund nur an Frauen vergeben.
Zitat von: DesigualHarry am 13.11.2018 21:38Die Sache funktioniert nicht... Frauen wollen nach oben...Erst wenn der Rock oder das Kleid einen höheren Status erlangt wie die Hose wird die Sache Interessant. Und im übrigen Strebt das Leben immer zum höherwertigen. Also gilt es erst den Rock einen besseren Status zu verschaffen...
Erst wenn der Rock oder das Kleid einen höheren Status erlangt wie die Hose wird die Sache Interessant. Und im übrigen Strebt das Leben immer zum höherwertigen. Also gilt es erst den Rock einen besseren Status zu verschaffen...Zitat von: Jo 7353 am 11.11.2018 23:20Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Der Wert des Mannes kommt also durch den Wert der Frau, deren leben er finanziert. Ist das wirklich was andersartiges, als dort steht? Warum braucht der Mann eine Frau, um etwas zu gelten?
Die Frau erfüllt somit die Funktion, Schmuckstück und Statussymbol ihres Mannes zu sein.Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Machtstellung aufgegeben? Was soll das in diesem Zusammenhang bedeuten? Welche Macht meinst Du?
Das Beispiel der sich für die Alimente abrackernden Männer ist ein sehr modernes, das noch vor wenigen Jahrzehnten so nicht möglich gewesen wäre und in vielen Gesellschaften der Erde immer noch nicht ist. Es ist die Folge des erfolgreichen Emanzipationskampfes der Frauen. Wären Frauen immer schon die Ranghöhren gewesen, hätte es dieses Kampfes nicht bedurft. Denn er würde ja bedeuten, dass sie i(re gute funktionslose Machtsteldung mit Absicht aufgeben.
Auch in früheren Zeiten gab es die Pflicht für einen Mann den Lebensunterhalt seiner Frau zu sichern. Konnte er es nicht, mußte er allein bleiben. Nur daß er von dem, was er finanziert, nichts mehr sehen darf, ist neu. Ob das aber wirklich die Bezeichnung "Emanzipation" verdient, wage ich zu bezweifeln.Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Wie gut daß es noch Indien gibt, über das man alles Schlechte behaupten kann, weil hier keiner so richtig Bescheid weiß! Ein Student aus Afrika erklärte mir vor längerer Zeit, daß er es als rassistisch fände, wenn die afrikanischen Männer als zurückgebliebene Patriarchen, die Frauen die ganze schwere Arbeit machen lassen, und nur faul herumlungern, dargestellt werden. Er nannte auch Beispiele von schweren Arbeiten, die in Afrika nur Männer verrichten. Zu Indern hatte allerdings noch keinen derartigen Kontakt. Welch ein Glück für Dich!
Eine der patriachalischsten Gesellschaften ist die indische. Dort ist es tatsächlich sehr weit verbreitet, dass Männer die Frauen die meiste Arbeit machen lassen, und das in sehr schönen Saris, und selber lieber in der Hängematte liegen. Kleinkreditgeber geben diese desalb lieber an Frauen, weil sie den Kredit wirtschaftlich sinnvol investieren, statt nur zum eigenen Vergnügen.
Ich finde aber schön, daß das Rocktragen auch damit in Beziehung sehen kann, daß der Mann auch einen Wert an sich hat. Es bedarf keiner Frau,um ihm einen Wert zu geben.
Gruß,
Jo
Zitat von: Jo 7353 am 11.11.2018 23:20Aus weltlicher Sicht:Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Der Wert des Mannes kommt also durch den Wert der Frau, deren leben er finanziert. Ist das wirklich was andersartiges, als dort steht? Warum braucht der Mann eine Frau, um etwas zu gelten?
Die Frau erfüllt somit die Funktion, Schmuckstück und Statussymbol ihres Mannes zu sein.
Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Der Wert des Mannes kommt also durch den Wert der Frau, deren leben er finanziert. Ist das wirklich was andersartiges, als dort steht? Warum braucht der Mann eine Frau, um etwas zu gelten?
Die Frau erfüllt somit die Funktion, Schmuckstück und Statussymbol ihres Mannes zu sein.
Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Machtstellung aufgegeben? Was soll das in diesem Zusammenhang bedeuten? Welche Macht meinst Du?
Das Beispiel der sich für die Alimente abrackernden Männer ist ein sehr modernes, das noch vor wenigen Jahrzehnten so nicht möglich gewesen wäre und in vielen Gesellschaften der Erde immer noch nicht ist. Es ist die Folge des erfolgreichen Emanzipationskampfes der Frauen. Wären Frauen immer schon die Ranghöhren gewesen, hätte es dieses Kampfes nicht bedurft. Denn er würde ja bedeuten, dass sie i(re gute funktionslose Machtsteldung mit Absicht aufgeben.
Zitat von: MAS am 10.11.2018 23:03Wie gut daß es noch Indien gibt, über das man alles Schlechte behaupten kann, weil hier keiner so richtig Bescheid weiß! Ein Student aus Afrika erklärte mir vor längerer Zeit, daß er es als rassistisch fände, wenn die afrikanischen Männer als zurückgebliebene Patriarchen, die Frauen die ganze schwere Arbeit machen lassen, und nur faul herumlungern, dargestellt werden. Er nannte auch Beispiele von schweren Arbeiten, die in Afrika nur Männer verrichten. Zu Indern hatte allerdings noch keinen derartigen Kontakt. Welch ein Glück für Dich!
Eine der patriachalischsten Gesellschaften ist die indische. Dort ist es tatsächlich sehr weit verbreitet, dass Männer die Frauen die meiste Arbeit machen lassen, und das in sehr schönen Saris, und selber lieber in der Hängematte liegen. Kleinkreditgeber geben diese desalb lieber an Frauen, weil sie den Kredit wirtschaftlich sinnvol investieren, statt nur zum eigenen Vergnügen.
ZitatAls vor einigen Jahren einmal ,,Crossdressing" Thema war, fiel mir etwas Interessantes auf. Die Mädchen, die in Jungen- bzw. Männerkleidung gekommen waren, trugen berufstypische Kleidung – entweder im Blaumann oder in Anzug und Krawatte.
Zitat
Die betont vormoderne Position der Prinzessin bewahrt so das Bild eines Menschen, der nicht in seinen Funktionen aufgeht, sondern der schon deshalb bedeutend ist, weil er einfach da ist. Es müsste eigentlich jeden Menschen, der sich schon einmal mit Kindererziehung beschäftigt hat, beunruhigen, dass diese Bedeutung als mädchentypisch präsentiert wird.
Farrell pointiert solche Beobachtungen in der Bemerkung, dass in traditionellen Geschlechterbildern die Frau ein ,,human being", der Mann aber ein ,,human doing" sei – er gewinne seine Bedeutung erst durch die Funktion, die er erfülle.