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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 03.12.2018 19:18
Zitat von: Mann im Rock am 03.12.2018 18:27
Zitat von: Ludwig Wilhem am 03.12.2018 08:39Ich wollte eigentlich nur für Newcomer berichten, dass Mann im Rock oder Kleid extrem selten ist, aber die Umwelt unser Rocktragen fast immer akzeptiert. Wir fallen nicht besonders auf. Wer auffallen möchte darf sicherlich auch auffallen. Ich will mich nur im Rock oder Kleid auch in der Öffentlichkeit bewegen und als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden, egal wie ich mich anziehe.

Ich neige zu einer etwas vorsichtigeren Formulierung und ersetze "akzeptieren" durch "tolerieren". Man nimmt es hin, wenn ich im Rock unterwegs bin, man wirft mir keine unflätigen Wörter nach, man haut mir nicht in die Fresse. So ist das schon alles in allem in Ordnung. Unter "akzeptieren" verstehe ich, dass ich als rocktragender Mann positive Reaktionen auslösen und mit der Zeit immer mehr Männer im Rock sehen würde.
Gruß
Matthias


Lieber Matthias,

ich halte die Wörter auch auseinander:

"tolerieren" = "dulden, erdulden", wobei man noch zwischen passiver und aktiver Toleranz unterscheiden kann, wobei aber die aktive Toleranz schon übergeht in

"respektieren" = "berücksichtigen, Achtung erweisen", manchmal auch "Angst haben"
und
"aktzeptieren" = "annehmen, übernehmen".

Dabei unterscheide ich noch, ob man eine Person toleriert, respektiert, akzptiert oder die Meinung, Ansicht, den Glauben usw. einer Person. Ich kann z.B. einen Menschen als Mitglied meiner Gemeinschaft akzeptieren, seine Meinung über etwas aber bloß tolerieren.

Ich erlebe in Bezug auf mich als rocktragende Person alle drei Reaktionen, in meinem direkten privaten und beruflichen Umfeld aber vor allem Respekt und Akzeptanz. Mein Rocktragen habe indes noch kein männlicher Kollege, Freund, Verwandter usw. für sich akzeptiert, ich habe also noch keinen vom Rocktragen überzeugen können, höchsten Gedanken angeregt wie "ja, eigentlich könnte ich auch, aber ... ".

LG, Micha
Autor MAS
 - 03.12.2018 19:12
Zitat von: GregorM am 03.12.2018 17:57
Zitat von: MAS am 02.12.2018 12:02

Ich verstehe nicht, was daran vernünftig sein soll, sich dagegen auszusprechen, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in diesem Forum einzusetzen.

Erinnerst Du Dich, lieber Gregor, an unseren gemeinsamen Apell für eine Nichtdiskriminierung von Queers? Und sprichst Du dagegen. Warum? Was ist Deiner Meinung nach an Diskriminierung vernünftig?


Lieber Micha,

in den Diskussionen, die sich in der letzten Zeit in mehreren Themen abgespielt haben, ist es mein Eindruck, dass wir zum Beispiel Queere nicht nur akzeptieren und anerkennen sollen, sondern uns nun auch mit ihnen identifizieren. Jo sagt solidarisieren, aber meint vermutlich dasselbe wie ich.

Das will ich nicht. Das heißt aber lange nicht, dass ich sie diskriminiere.
Ich identifiziere mich auch nicht mit Frauen, was aber nicht bedeutet, dass ich sie diskriminiere. Ich denke sogar, dass keine Frau mir es übel nimmt, dass ich nicht versuche, eine(r) von ihnen zu sein. 

Und auch ist kaum ein Queerer damit unzufrieden, dass ich nicht behaupte, einer von ihnen zu sein. Was wären aus ihnen als Begriff, würden ganz normale Männer in Mengen sich als queer bezeichnen? 

Sie haben ihr Leben. Lassen wir sie es haben, wie jeder normaler Mensch es tun wird. Die Queere brauchen keine Unterstützung von ausgerechnet Männern im Rock. Was sollte ihnen das überhaupt helfen? Und wir brauchen keine von ihnen. Eher im Gegenteil.

Gruß
Gregor


Lieber Gregor,

mit Rücksicht auf Ludwig habe ich hier geantwortet: https://www.rockmode.de/index.php?topic=7011.msg106900#msg106900

LG, Micha
Autor Mann im Rock
 - 03.12.2018 18:27
Zitat von: Ludwig Wilhem am 03.12.2018 08:39Ich wollte eigentlich nur für Newcomer berichten, dass Mann im Rock oder Kleid extrem selten ist, aber die Umwelt unser Rocktragen fast immer akzeptiert. Wir fallen nicht besonders auf. Wer auffallen möchte darf sicherlich auch auffallen. Ich will mich nur im Rock oder Kleid auch in der Öffentlichkeit bewegen und als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden, egal wie ich mich anziehe.

Ich neige zu einer etwas vorsichtigeren Formulierung und ersetze "akzeptieren" durch "tolerieren". Man nimmt es hin, wenn ich im Rock unterwegs bin, man wirft mir keine unflätigen Wörter nach, man haut mir nicht in die Fresse. So ist das schon alles in allem in Ordnung. Unter "akzeptieren" verstehe ich, dass ich als rocktragender Mann positive Reaktionen auslösen und mit der Zeit immer mehr Männer im Rock sehen würde.
Gruß
Matthias
Autor GregorM
 - 03.12.2018 17:57
Zitat von: MAS am 02.12.2018 12:02

Ich verstehe nicht, was daran vernünftig sein soll, sich dagegen auszusprechen, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in diesem Forum einzusetzen.

Erinnerst Du Dich, lieber Gregor, an unseren gemeinsamen Apell für eine Nichtdiskriminierung von Queers? Und sprichst Du dagegen. Warum? Was ist Deiner Meinung nach an Diskriminierung vernünftig?


Lieber Micha,

in den Diskussionen, die sich in der letzten Zeit in mehreren Themen abgespielt haben, ist es mein Eindruck, dass wir zum Beispiel Queere nicht nur akzeptieren und anerkennen sollen, sondern uns nun auch mit ihnen identifizieren. Jo sagt solidarisieren, aber meint vermutlich dasselbe wie ich.

Das will ich nicht. Das heißt aber lange nicht, dass ich sie diskriminiere.
Ich identifiziere mich auch nicht mit Frauen, was aber nicht bedeutet, dass ich sie diskriminiere. Ich denke sogar, dass keine Frau mir es übel nimmt, dass ich nicht versuche, eine(r) von ihnen zu sein. 

Und auch ist kaum ein Queerer damit unzufrieden, dass ich nicht behaupte, einer von ihnen zu sein. Was wären aus ihnen als Begriff, würden ganz normale Männer in Mengen sich als queer bezeichnen? 

Sie haben ihr Leben. Lassen wir sie es haben, wie jeder normaler Mensch es tun wird. Die Queere brauchen keine Unterstützung von ausgerechnet Männern im Rock. Was sollte ihnen das überhaupt helfen? Und wir brauchen keine von ihnen. Eher im Gegenteil.

Gruß
Gregor
Autor MAS
 - 03.12.2018 12:14
Zitat von: Skirtedman am 03.12.2018 11:55
Ja, Ludwig, so sehen wir das sicher alle oder die meisten hier: "Ich will mich nur im Rock oder Kleid auch in der Öffentlichkeit bewegen und als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden, egal wie ich mich anziehe." (Dein Satz). Und aus diesem Grund ist unser Forum hier auch so wertvoll - und soll es bitte auch bleiben.

Eben! Genau!  :)

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 03.12.2018 11:55
Zitat von: Ludwig Wilhem am 03.12.2018 08:39
Hallo Jürgen, danke dass ihr wieder zum Ursprungsthema Rock und Kleid im Alltag zurückkommt. Der andere Diskussionsfaden ist sicher auch hochinteressant, sollte aber unter einem anderen Thread laufen, hat aber m.E. hier unter Erfahrungsberichte Rock und Kleid im Alltag keinen Platz. Ich wollte eigentlich nur für Newcomer berichten, dass Mann im Rock oder Kleid extrem selten ist, aber die Umwelt unser Rocktragen fast immer akzeptiert. Wir fallen nicht besonders auf. Wer auffallen möchte darf sicherlich auch auffallen. Ich will mich nur im Rock oder Kleid auch in der Öffentlichkeit bewegen und als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden, egal wie ich mich anziehe.

Genau. Und das ist richtig und wichtig. Und genau so verstehe ich ein Forum, das den "Rock AUCH am Mann" im Hauptlogo stehen hat, also dieses.

Und zwar unabhängig davon, was bei jedem einzelnen so alles im Kopf oder in der Freizeit abläuft - oder nicht abläuft.

Und wer dies doch äußern möchte, na klar, nur zu! Ist doch auch interessant. Doch in diesem Punkt schwingen nicht alle Rock-am-Mann-Interessenten gleich. Ist doch auch klar. Uns alle eint das Interesse, Röcke oder Kleider zu tragen. Und in allen anderen Punkten sind wir Individuen. Und wie individuell, das darf JEDER über sich sagen dürfen, ohne dass ein anderer sich darüber verletzt fühlen muss.

Ja, Ludwig, so sehen wir das sicher alle oder die meisten hier: "Ich will mich nur im Rock oder Kleid auch in der Öffentlichkeit bewegen und als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden, egal wie ich mich anziehe." (Dein Satz). Und aus diesem Grund ist unser Forum hier auch so wertvoll - und soll es bitte auch bleiben.
Autor MAS
 - 03.12.2018 10:22
Zitat von: Jo 7353 am 03.12.2018 08:34
Zitat von: MAS am 02.12.2018 12:02
Ich verstehe nicht, was daran vernünftig sein soll, sich dagegen auszusprechen, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in diesem Forum einzusetzen.

Erinnerst Du Dich, lieber Gregor, an unseren gemeinsamen Apell für eine Nichtdiskriminierung von Queers? Und sprichst Du dagegen. Warum? Was ist Deiner Meinung nach an Diskriminierung vernünftig?
Man kann sich gegen die AfD aussprechen und dabei gleichzeitig die Menschenrechte der AfD-Mitglieder achten, und sogar dagegen einschreiten, wenn die Unversehrtbarkeit der Person von AfD-Mitgliedern bedroht wird. Gleiches gilt auch für Queers.

Gruß,
Jo

Jo, lass uns hier: https://www.rockmode.de/index.php?topic=7011.msg106868#msg106868 darüber weiter diskutieren.

LG, Micha
Autor Express
 - 03.12.2018 09:49
Hallo Ludwig,

schön dein Alltagsbericht, ist viel wichtiger als manches sinnloses "auf alles eine Antwort geben müssen" hier im Forum.

Ist es denn so schwer mal den Standpunkt eines anderen einfach so stehen zu lassen? Schont Eure Tastaturen ;)

Vielen Dank für die Fotos und den Bericht dazu, genau dafür sollte das Forum sein zu 99% das wäre perfekt aber wohl nur ein Wunschgedanke.

Gruß Express
Autor Ludwig Wilhem
 - 03.12.2018 08:39
Hallo Jürgen, danke dass ihr wieder zum Ursprungsthema Rock und Kleid im Alltag zurückkommt. Der andere Diskussionsfaden ist sicher auch hochinteressant, sollte aber unter einem anderen Thread laufen, hat aber m.E. hier unter Erfahrungsberichte Rock und Kleid im Alltag keinen Platz. Ich wollte eigentlich nur für Newcomer berichten, dass Mann im Rock oder Kleid extrem selten ist, aber die Umwelt unser Rocktragen fast immer akzeptiert. Wir fallen nicht besonders auf. Wer auffallen möchte darf sicherlich auch auffallen. Ich will mich nur im Rock oder Kleid auch in der Öffentlichkeit bewegen und als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden, egal wie ich mich anziehe.
Autor Jo 7353
 - 03.12.2018 08:34
Zitat von: MAS am 02.12.2018 12:02
Ich verstehe nicht, was daran vernünftig sein soll, sich dagegen auszusprechen, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in diesem Forum einzusetzen.

Erinnerst Du Dich, lieber Gregor, an unseren gemeinsamen Apell für eine Nichtdiskriminierung von Queers? Und sprichst Du dagegen. Warum? Was ist Deiner Meinung nach an Diskriminierung vernünftig?
Man kann sich gegen die AfD aussprechen und dabei gleichzeitig die Menschenrechte der AfD-Mitglieder achten, und sogar dagegen einschreiten, wenn die Unversehrtbarkeit der Person von AfD-Mitgliedern bedroht wird. Gleiches gilt auch für Queers.

Gruß,
Jo
Autor MAS
 - 03.12.2018 07:32
Zitat von: JJSW am 03.12.2018 03:23
Hmm,  dieses Thema wird doch schon  in einem anderen Diskussionsfaden behandelt
(Wie es Skirtedman bereits erwähnt hatte)
Wieso musstet ihr nun diesen hier auch noch kapern?

Meiner Meinung zeugt das von mangelndem Respekt Ludwig gegenüber, seinen Bildern und Erfahrungen mit Rock und Kleid im Alltag.

Gruß
Jürgen

Lieber Jürgen,

es kommt halt immer wieder durch: Darf Mann auch andere Gründe haben, einen Rock oder ein Kleid zu tragen, als dass man es schön und bequem findet.

Respektlos gegenüber Ludwig soll das aber auf keinen Fall sein.

Ich finde seine Begründung ja gut und meine, dass man darüber hinaus auch noch andere Gründe haben kann, aber sie nicht nennen muss, wenn man nicht will. Das meinte ich mit meiner Antwort auf sein Posting ziemlich am Anfang des Threads. Und dann wurde das diskutiert.

LG, Micha
Autor JJSW
 - 03.12.2018 03:23
Hmm,  dieses Thema wird doch schon  in einem anderen Diskussionsfaden behandelt
(Wie es Skirtedman bereits erwähnt hatte)
Wieso musstet ihr nun diesen hier auch noch kapern?

Meiner Meinung zeugt das von mangelndem Respekt Ludwig gegenüber, seinen Bildern und Erfahrungen mit Rock und Kleid im Alltag.

Gruß
Jürgen
Autor MAS
 - 03.12.2018 00:20
Zitat von: Skirtedman am 03.12.2018 00:11
Ich dachte, die Differenzierung in

Nur-Plätzchenbäcker
Plätzchen- und Kuchenbäcker
Nur-Kuchenbäcker

in einem Plätzchenback-Forum

sei schon differenziert genug, und abstrahiert, um nicht noch weitere Differenzierungen einführen zu müssen, auch noch solche, die kaum noch abstrahiert sind. Bitte entschuldige, wenn ich Deiner Verkomplizierung und Re-Abstrahierung gerade nicht mehr folgen mag.
;)

Es geht einfach darum, dass eine Teilgruppe der Forenmitglieder in den Augen einiger oder vieler Mitglieder der Gesamtgesellschaft abnorm ist und einige anderen Forenmitglieder in dasselbe Horn stoßen.

Von mir aus nimm ein Forum der Bäcker, von denen die Plätzchenbäcker in der Gesamtgesellschaft diskriminiert werden, woraufhin sich die Kuchenbäcker von ihnen distanzieren, um ihre Kuchen auch weiterhin an die Nichtbäcker verkaufen zu können.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 03.12.2018 00:11
Ich dachte, die Differenzierung in

Nur-Plätzchenbäcker
Plätzchen- und Kuchenbäcker
Nur-Kuchenbäcker

in einem Plätzchenback-Forum

sei schon differenziert genug, und abstrahiert, um nicht noch weitere Differenzierungen einführen zu müssen, auch noch solche, die kaum noch abstrahiert sind. Bitte entschuldige, wenn ich Deiner Verkomplizierung und Re-Abstrahierung gerade nicht mehr folgen mag.
;)
Autor MAS
 - 02.12.2018 23:50
Lieber Wolfgang,

um Dein Beispiel aufzugreifen: Wir sind also Kuchenbäcker. Nun gibt es Kuchenbächer, die Kuchen bachen wollen, wei es sie gerne Kuchen essen und Kuchenbäcker, die wollen gerne Kuchen backen, weil es bisher als rein weibliche Tätigkeit galt, Kuchen zu backen. Einge von ersteren sagen nun, mit Kuchenbäckern, die solche Gründe nennen, möchten sie nicht in einen Topf geworfen werden, weil in der allgemeinen Geselllschaft männliche Kuchenbäcker eh schon komisch angeschaut werden. Lieber betont man, dass man mit den Kuchenbäckern, die durch das Kuchenbacken ihre weiblichen Anteile ausleben wollen, nichts zu tun hat, damit die männlichen Nicht-Kuchenbäcker. für das das Ausleben von weiblichen Eigenschaften durch einen Mann abnormal ist, vielleicht auch mal anfangem Kuchen zu backen. Sollte das gelingen, können alle rein männlichen Kuchenbäcker ja dann gemeinsam auf die sich ein bisschen weiblich fühlenden männlichen Kuchenbäckern herumhacken.

LG, Micha