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Zusammenfassung

Autor JJSW
 - 10.04.2019 16:30
Gerne würde ich öfter mal öffentliche Verkehrsmittel benutzen, dann würden mehr Leute meine Röcke zu sehen bekommen, als wenn ich mit dem Auto unterwegs bin.



Dies war in der Straßenbahn in Straßburg auf dem Weg zum dortigen Rocktreffen im Mai 2016

Grüßle
Jürgen
Autor MAS
 - 10.04.2019 00:26
Zitat von: DesigualHarry am 09.04.2019 20:57
Wie klug macht wohl Google? Wollte man vor dem Internet an eine bestimmte Information kommen brauchte es wesentlich mehr Gehirn Power, als das einfache Suchen in Google heutzutage.

Das stimmt!

LG, Micha
Autor DesigualHarry
 - 09.04.2019 20:57
Hallo!

Fortschritt kommt aus meiner Sicht eher von einzelnen Persönlichkeiten als von der Masse. Die Masse hat das Smartphone nicht erfunden, sie hat es in riesigen Mengen produziert. Aber mit der Benützung eines Massenphänomens, kommt es eher zu einem Stillstand der Menschlichen Entwicklung, als zu einem Fortschritt.

Wie klug macht wohl Google? Wollte man vor dem Internet an eine bestimmte Information kommen brauchte es wesentlich mehr Gehirn Power, als das einfache Suchen in Google heutzutage.

Autor Skirtedman
 - 09.04.2019 15:03
Politiker sind in demokratisch basierten Systemen eigentlich dafür da, für einen Interessenausgleich innerhalb der Gesellschaft zu sorgen. Die einen machen´s so, die anderen so.

Es ist nicht schlimm, wenn ein Politiker keine breite Bildungsbasis hat. Es reicht, wenn er mit seiner natürlichen Klugheit den Menschen zuhört und einer breiten Schar von Beratern Beachtung schenkt. Leider gibt es unter Politikern aber auch einige Narzisten, denen ausser sich fast alles andere egal ist.

Ob ein Politiker seine Sache gut macht, oder schlecht, stellt sich meistens erst mit zeitlichem Abstand nach seinem Wirken heraus. Alle anderen Beurteilungen unterliegen Moden, manche Moden werden auch mit Populismus in Verbindung gebracht. Und ob diese Moden förderlich oder schädlich sind, stellt saich meistens auch erst hinterher mit zeitlichem Abstand heraus.

Es tut immer gut, auf Politiker schimpfen zu können. Meistens trottet man selber aber in einem Trott mit, wogegen auch der klügste Politiker nicht viel ausrichten kann.

Es ist so wie in der katholischen Kirche. Der reformwilligste Papst kann nicht viel ändern, so sehr er es auch wollte. Fortschritt und Stillstand kommt immer aus der Masse.
Autor cephalus
 - 09.04.2019 09:35
Zitat von: Günter am 08.04.2019 22:11
Denkt überhaupt niemand darüber nach wovon wir hier in D eigentlich leben ?? Bestimmt nicht vom Auto...nein gar nicht. Gibt es noch nennenswert andere Industrie?
Also weg mit dem Auto, dann haben wir endlich europäisches Wirtschaftsniveau erreicht.

Ich denke nicht, dass man das Auto los werden will, zumindest nicht da, wo es sinnvoll ist.
Offensichtlich hat aber die Industrie von sich aus nicht den Antrieb Entwicklungen schnell genug voran zu treiben, die im Bezug auf den Erhalt unserer Ressourcen erforderlich sind.
Der Erhalt unseres derzeitigen Lebensstils, des Komforts, unseres Wirtschaftssystems, für einen kurzfristigen Zeitraum, steht in Konkurrenz zum  langfristigen Erhalt unserer Lebensgrundlagen - beim Auto und in anderen Lebensbereichen.

Ein Rückgang des Lebensstandards ist schwer zu vermitteln, aber in meinen Augen das geringere Problem - außer für Menschen, die in den nächsten paar Jahrzehnten mit ihrem Ableben rechnen können.


Autor Matthias
 - 08.04.2019 23:22
@Günter

Im Grunde bin ich da schon deiner Meinung.
Deutschland war mal Vorreiter was Innovation und Qualität angeht, besonders was Ingenieure und deren Schaffen betrifft. Die Zeiten haben sich nach meinem Empfinden leider geändert.
Die Autoindustrie war da ganz vorne dabei. Jetzt lacht uns die ganze Welt aufgrund des Dieselskandals aus.
Wer wirklich ursächlich schuld hat ist schwierig nachzuvollziehen.

Grüße
Matthias
Autor Günter
 - 08.04.2019 22:49
Hallo Micha, ich denke da anders. Da spreche ich wohl gegen dein Überzeugungen, aber Fortschritte werden nicht durch wirtschaftler, nicht durch Politiker sondern nur durch Techniker gemacht. Oft auch entgegen aller kurzfristiger wirtschftlicher Interessen oder oder von populistischen Ideologien und Doctrinen gemacht. Ich kenne jedenfalls keinen einzigen Politiker der technischen Fortschritt erzeugt hat. Was politiker können ist eigentlich nur dumm rum philosophieren... Beispiel : Wohnungen erzeugtman n dem man Investoren verscheuct weil man sie zu enteignen droht. Verbrennungsmotoren verbessert man wenn man sie verbieten will um umweltunverträgliche Technologien zu forcieren...alles Dummschwätzer...Und am schlimmsten sind die nicht mal eine abgeschlossene Ausbildung haben und dann enteigenen und verbieten wollen...
Autor MAS
 - 08.04.2019 22:41
Zitat von: Günter am 08.04.2019 22:11
Alles eine endlose Diskussion. Die nicht zu Ergebnissen führen kann, solange Doctrinen die von nahezu ungelernten Politikern gemacht werden ausschlaggebend sind. Seltsamerweise vertreten alle Techniker und Ings, eine den Politikern völlig Konträre Lösun. Denkt überhaupt niemand darüber nach wovon wir hier in D eigentlich leben ?? Bestimmt nicht vom Auto...nein gar nicht. Gibt es noch nennenswert andere Industrie?
Also weg mit dem Auto, dann haben wir endlich europäisches Wirtschaftsniveau erreicht.

Ich befürchte, die Politiker sind es weniger als die Wirtschafter, die vor allem an den eigenen Profit denken, weniger also die echten, verantwortungsbewussten Unternehmer als die Shareholder. Denen sind die Leistungen der Techniker und Ingeneure nur dann interessant, wenn sie unmittelbaren Profit versprechen.

LG, Micha

Autor Günter
 - 08.04.2019 22:11
Alles eine endlose Diskussion. Die nicht zu Ergebnissen führen kann, solange Doctrinen die von nahezu ungelernten Politikern gemacht werden ausschlaggebend sind. Seltsamerweise vertreten alle Techniker und Ings, eine den Politikern völlig Konträre Lösun. Denkt überhaupt niemand darüber nach wovon wir hier in D eigentlich leben ?? Bestimmt nicht vom Auto...nein gar nicht. Gibt es noch nennenswert andere Industrie?
Also weg mit dem Auto, dann haben wir endlich europäisches Wirtschaftsniveau erreicht.
Autor MAS
 - 06.04.2019 20:25
Zitat von: Seravajan am 06.04.2019 12:08
Und sobald man mit dem ÖV vom einen Verkehrsverbund in den anderen fahren muss, wird es richtig teuer. Denn dann braucht man bis zu drei Monats- oder Jahreskarten kaufen. Unter Unständen kommt die Bahncard 100 schon günstiger, falls die auch in den Verkehrsverbünden gilt. In der Schweiz gilt das Generalabonnement auch in den Verkehrsverbünden und in den meisten Regionalbuslinien und sogar Schiffslinien.

Ich finde, dann wird es billiger, zunmindest in NRW. Denn innerhalb eines Verkehrsverbundes kann ich meine Bahncard 50 nicht benutzen und muss den vollen Preis zahlen, so dass es manchmal billiger ist, sich als Zielbahnhof einen im nächsten Verkerhrsverbund auszusuchen, damit ich meine Banhcard nutzten und die Hälfte zahlen kann. Kommst natürlich darauf an, wie weit von der Verundsgrenze der ort liegt, zu dem ich tatsächlich will.

In anderen Bundesländern ist es oft anders, da kann man die Bahncard auch in Verlehrsverbünden nutzen Ich habe mich schon mal über diese Ungleichbehandlung von Kunden in verschiedenen Bundesländern beschwert, aber es wurde noch nicht mal verstanden, was ich wollte.

LG, Micha
Autor Albis
 - 06.04.2019 18:18
Zitat von: high4all am 06.04.2019 05:38
Zitat von: Albis am 05.04.2019 22:17
Es ist sinnvoll, möglichst nah am Arbeitsplatz zu wohnen, auch wenn dort die Wohnkosten ggf. höher sind. 
Gut gebrüllt, Löwe!

Nur sind die Wohnkosten nicht nur ggf. höher, sondern tatsächlich oft höher. Und zwar soviel höher, dass sich viele Leute eine arbeitsplatznahe Wohnung nicht leisten können. Die Diskussion über stark steigende Mietkosten sollte Dir nicht entgangen sein, oder?

Mag Deine Formel einfach sein, die Umsetzung ist es nicht. Und sie dauert Jahrzehnte, weil die aktuellen Strukturen in Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten gewachsen sind. Ohne gesellschaftliche und wirtschaftliche Verwerfungen lässt sich das nicht im Handumdehen verändern.

Selbst eine so einfache Sache wie das Einführen von Röcken bei der Männermode dauert Jahrzehnte oder Jahrhunderte.

Ja, natürlich ist das leicht gesagt. Man kann sich umgekehrt natürlich auch einen Arbeitsplatz suchen, der möglichst nah am Wohnort liegt. Und bei der derzeit niedrigen Arbeitslosenquote hat man dazu vielleicht sogar eine Chance. Fakt ist, dass viele, die sich ihr Häuschen auf dem Land bauen, weil dort die Grundstückskosten niedriger sind, häufig ausblenden, dass die Verkehrskosten und auch der tägliche Stress steigen, wenn man dementsprechend lange Pendelwege auf sich nimmt. Klug ist, wer bis zum Ende seines Arbeitslebens durchkalkuliert, welche Variante in Summe wirklich die günstigere ist. Ich weiß natürlich, dass ich hier ziemlich klugscheiße und man schwer absehen kann, wie sich die Arbeitswelt und die Wohnkosten in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden.

Im übrigen kann man auch alle paar Jahre sein Kreuzchen machen und somit mitentscheiden, welche Verkehrs- und Standortpolitik gemacht werden soll.
Autor Seravajan
 - 06.04.2019 12:08
Und sobald man mit dem ÖV vom einen Verkehrsverbund in den anderen fahren muss, wird es richtig teuer. Denn dann braucht man bis zu drei Monats- oder Jahreskarten kaufen. Unter Unständen kommt die Bahncard 100 schon günstiger, falls die auch in den Verkehrsverbünden gilt. In der Schweiz gilt das Generalabonnement auch in den Verkehrsverbünden und in den meisten Regionalbuslinien und sogar Schiffslinien.
Autor MAS
 - 06.04.2019 08:02
Zitat von: high4all am 06.04.2019 05:38
Zitat von: Albis am 05.04.2019 22:17
Es ist sinnvoll, möglichst nah am Arbeitsplatz zu wohnen, auch wenn dort die Wohnkosten ggf. höher sind. 
Gut gebrüllt, Löwe!

Nur sind die Wohnkosten nicht nur ggf. höher, sondern tatsächlich oft höher. Und zwar soviel höher, dass sich viele Leute eine arbeitsplatznahe Wohnung nicht leisten können. Die Diskussion über stark steigende Mietkosten sollte Dir nicht entgangen sein, oder?

Mag Deine Formel einfach sein, die Umsetzung ist es nicht. Und sie dauert Jahrzehnte, weil die aktuellen Strukturen in Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten gewachsen sind. Ohne gesellschaftliche und wirtschaftliche Verwerfungen lässt sich das nicht im Handumdehen verändern.

Selbst eine so einfache Sache wie das Einführen von Röcken bei der Männermode dauert Jahrzehnte oder Jahrhunderte.

Deswegen schreibt Albis ja "möglichst". Was nicht möglich ist, geht nicht.

LG, Micha
Autor high4all
 - 06.04.2019 05:38
Zitat von: Albis am 05.04.2019 22:17
Es ist sinnvoll, möglichst nah am Arbeitsplatz zu wohnen, auch wenn dort die Wohnkosten ggf. höher sind. 
Gut gebrüllt, Löwe!

Nur sind die Wohnkosten nicht nur ggf. höher, sondern tatsächlich oft höher. Und zwar soviel höher, dass sich viele Leute eine arbeitsplatznahe Wohnung nicht leisten können. Die Diskussion über stark steigende Mietkosten sollte Dir nicht entgangen sein, oder?

Mag Deine Formel einfach sein, die Umsetzung ist es nicht. Und sie dauert Jahrzehnte, weil die aktuellen Strukturen in Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten gewachsen sind. Ohne gesellschaftliche und wirtschaftliche Verwerfungen lässt sich das nicht im Handumdehen verändern.

Selbst eine so einfache Sache wie das Einführen von Röcken bei der Männermode dauert Jahrzehnte oder Jahrhunderte.
Autor MAS
 - 06.04.2019 00:06
Zitat von: Albis am 05.04.2019 22:17
Das Thema Verkehr ist sehr komplex. Dennoch gibt es eine relative einfache Formel, was die Gesellschaft machen kann, um hier voranzukommen:
1. Vermeiden von (unnötigem) Verkehr
2. Verlagern auf Verkehrsmittel des Umweltverbunds
3. Verbessern der nicht vermeidbaren Verkehre.

Vermeiden kann man Verkehr durch eine sinnvollere Standortpolitik. Gäbe es in kleineren Orten Lebensmittelmärkte, müsste dorthin vielleicht in LKW am Tag fahren. Dafür müssen nicht 100 PKW-Fahrer zum Einkaufen in die nächste Stadt. Standortpolitik betreibt übrigens jeder auch privat. Es ist sinnvoll, möglichst nah am Arbeitsplatz zu wohnen, auch wenn dort die Wohnkosten ggf. höher sind. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens für eine Obergrenze bei der Arbeitsplatzdichte von z. B. 5000 Arbeitsplätzen / km², damit insbesondere die überlasteten Zentren von z. B. München und Frankfurt am Main von diesen wahnsinnigen Pendlerströmen entlastet werden.

Generell schwächelt der ÖPNV vielfach bei tangentialen Verbindungen, was zum einen darin liegt, dass traditionell Verkehre zentrumsorientiert waren und zum anderen daran, dass sie sich schwerer bündeln lassen. Dennoch besteht hier in vielen Fällen noch einiges Potenzial.

Was auch nicht vernachlässigt werden sollte, ist, dass deutsche Politik das tut, was die Autoindustrie will. Das es auch anders gehen kann, zeigt z. B. die Schweiz.

Sehr gut!  :)

Ich habe zwar auch über 200km bis zu meinem Arbeitsplatz, muss aber nur zweimal in der Woche dorthin und erreiche ihn mit Eisen- und Stadtbahn.

LG, Micha