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Zusammenfassung

Autor Matthias
 - 29.10.2019 20:10
Zitat von: Holger Haehle am 29.10.2019 14:48
Wieso fühlen die Anderen nicht das Gleiche wie ich? Es ist doch so naheliegend was ich fühle und sollte allgemein selbstverständlich sein. Aber selbst in einer langjährigen Partnerschaft wird unterschiedlich gefühlt.

Hallo Holger,

genau das ist glaube ich der Punkt, warum Menschen als höherwertige Lebewesen gelten. Ich denke, andere Menschen fühlen grundsätzlich das gleiche wie du, ich und alle anderen auch. Fühlen ist einer unserer Sinne, also eine primäre Funktion.

Ein Gefühl  wird aber von jedem Menschen in eine persönliche Schublade einsortiert. Die Schubladen werden im Laufe des Lebens gebildet und mit mehr Lebenserfahrung werden es immer mehr Schubladen. Es wird also immer mehr differenziert. Diese Differenzierung hat in der Regel auch zur Folge, dass sich viele angelegte Schubladen nicht öffnen lassen oder eben geöffnete nicht mehr schließen lassen.

Grüße
Matthias
Autor Holger Haehle
 - 29.10.2019 14:48
Micha sagte es schon: "Aber Gefühle sind so eine Sache". Wieso fühlen die Anderen nicht das Gleiche wie ich? Es ist doch so naheliegend was ich fühle und sollte allgemein selbstverständlich sein. Aber selbst in einer langjährigen Partnerschaft wird unterschiedlich gefühlt.

Kann es sein, das Gefühle unsere Erfahrungen wiedergeben? Und macht nicht jeder etwas andere Erfahrungen? Können wir dann überhaupt ein gemeinsames und einheitliches Gefühl in einer Angelegenheit haben? Und korrumpieren nicht auch Politik und Geld unsere Gefühle? Ist nicht z.B. die Gier ein Ausdruck schlechter Gefühle? Triebe und Interessen sind keine guten Influenzer für Gefühle.
Autor MAS
 - 29.10.2019 13:57
Das stimmt, lieber Lars. So erging es mir auch schon, dass ich methodisch korrekt herausfand, was ich vorher schon meinte zu wissen.

Aber Gefühle sind so eine Sache. Das richtige Fühlen müssen wir genau so lernen wie das richtige Denken. Dazu habe ich hier was geschrieben: http://interreligioeser-rundbrief.blogspot.com/2019/10/

LG, Micha
Autor Lars
 - 29.10.2019 13:52
Zitat von: MAS am 29.10.2019 13:32
Allerdings verdanken wir diese Erkenntnisse auch der Wissenschaft.

Es gibt Dinge, die erst von Heerscharen von Wissenschaftlern belegt und bewiesen werden müssen, obwohl sie jeder halbwegs wache Mensch ganz klar fühlen kann. Dem eigenen Gefühl wird einfach nicht mehr vertraut heutzutage, eher den unzähligen studierten Hohlbirnen, die da draußen rumlaufen ...

Sorry, das musste jetzt mal raus. Und es gibt natürlich auch Leute, die sinnvolle Sachen studieren und erforschen ... gar keine Frage.

Viele Grüße,
Lars
Autor MAS
 - 29.10.2019 13:33
Zitat von: husti am 29.10.2019 08:58
Zitat von: MAS am 28.10.2019 20:51

große Firmen bezahlen mitunter Wissenschaftler dafür,wirtschaftlich passende Ergebniss zu liefern. Leider kommen die damit meistens durch.


Hallo Micha,
diese Formulierung ist m.E. nicht ganz richtig...
Die Wissenschaftler bekommen den Auftrag, in bestimmte Richtungen zu forschen.
Das heißt dann natürlich auch, dass evtl. andere Richtungen nicht weiter verfolgt werden, wenn sie dem eigentlichen Zweck und Ziel der Forschung nicht entgegen stehen.


Und dass nicht erwünschte Ergebnisse nicht veröffentlicht oder zumindet nicht berücksichtigt werden

LG, Micha
Autor MAS
 - 29.10.2019 13:32
Zitat von: DesigualHarry am 28.10.2019 22:47
Hallo!

Langsam scheint wohl ein erwachen zu kommen, das aktuelle Technik mehr und mehr Gesundheitsschädlich ist. Nachdem bereits digitale Musik damit "glänzt" nicht gerade gesundheitsfördernd zu sein, kommt jetzt auch noch das leidige Thema zu intensives blaues Licht langsam in der Gesellschaft an.

https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/blaues-led-licht-schadet-den-augen-100.html

Schon merkwürdig wenn da ein Professor zur guten alten Glühbirne rät...

Auch das Autofahren wird immer mehr zur Qual, wenn man andauernd mit diesem blauen Licht geblendet wird.

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wissen/article194235259/Das-fototoxische-Potenzial-hinter-dem-LED-Trend.html





Allerdings verdanken wir diese Erkenntnisse auch der Wissenschaft.

LG, Micha
Autor husti
 - 29.10.2019 08:58
Zitat von: MAS am 28.10.2019 20:51

große Firmen bezahlen mitunter Wissenschaftler dafür,wirtschaftlich passende Ergebniss zu liefern. Leider kommen die damit meistens durch.


Hallo Micha,
diese Formulierung ist m.E. nicht ganz richtig...
Die Wissenschaftler bekommen den Auftrag, in bestimmte Richtungen zu forschen.
Das heißt dann natürlich auch, dass evtl. andere Richtungen nicht weiter verfolgt werden, wenn sie dem eigentlichen Zweck und Ziel der Forschung nicht entgegen stehen.
Autor DesigualHarry
 - 28.10.2019 22:47
Hallo!

Langsam scheint wohl ein erwachen zu kommen, das aktuelle Technik mehr und mehr Gesundheitsschädlich ist. Nachdem bereits digitale Musik damit "glänzt" nicht gerade gesundheitsfördernd zu sein, kommt jetzt auch noch das leidige Thema zu intensives blaues Licht langsam in der Gesellschaft an.

https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/blaues-led-licht-schadet-den-augen-100.html

Schon merkwürdig wenn da ein Professor zur guten alten Glühbirne rät...

Auch das Autofahren wird immer mehr zur Qual, wenn man andauernd mit diesem blauen Licht geblendet wird.

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wissen/article194235259/Das-fototoxische-Potenzial-hinter-dem-LED-Trend.html



Autor MAS
 - 28.10.2019 22:31
Wieso Faschismus, Lars?

LG, Micha
Autor Lars
 - 28.10.2019 21:11
Die sogenannte Wissenschaft wird sehr häufig vorgeschoben, um irgendwelche Interessen durchzusetzen. Die grad wieder massiv laufenden Plakat-Kampagnen für die Masern-Impfung und "Deutschland sucht den Impfpass" sind das beste Beispiel. Das gab es alles schonmal, das geht für mich schon in Richtung Faschismus ....

Viele Grüße,
Lars
Autor MAS
 - 28.10.2019 20:51
Lieber Holger,

große Firmen bezahlen mitunter Wissenschaftler dafür,wirtschaftlich passende Ergebniss zu liefern. Leider kommen die damit meistens durch.


Wissenschaft und Religion treffen sich in Deinem Beispiel, da hier duch wissenschaftliche Ergebnisse religiöse Gefühle erzeugt werden.
Das ist nicht dasselbe, wie wenn aus Interessen eines Systems andere Systeme instrumentalisiert werden.

LG, Micha
Autor Holger Haehle
 - 28.10.2019 13:31
Genau Micha,

auch Wissenschaft kann missbraucht werden, wenn sie wie du sagt, mit den Interessen von Wirtschaft, Politik oder Religionen korrumpiert. Das ist mir ein Grund mehr für Misstrauen und Kontrolle. Aber deswegen gehört ja auch zu einer wissenschaftlichen Behauptung der Nachweis nach den Statuten der jeweiligen Disziplin. Wissenschaftliche Standards müssen zudem von unabhängigen Dritten experimentell bestätigt werden.

Des Weiteren sagst du in Bezug zu meinem Hinweis auf die Metaphysik: ,,Ja, Holger, hier treffen sich Wissenschaft und Religion." Was meinst du damit? Ist das nicht das Gleiche, insbesondere für einen Religionswissenschaftler  ::)?
Autor Holger Haehle
 - 28.10.2019 13:11
Ja Hajo,

ein risikofreies Leben ist nicht möglich. Aber da wo ich kann, versuche ich schon Risiken zu vermeiden. Das Flugzeug muss ich nicht selber checken, dafür bin ich auch zu unqualifiziert. Aber es gibt ein Crash-Register der Airlines, in das ich reinschaue. Und ich weiß, dass das Luftfahrtbundesamt die Flugsicherheit überwacht. Das muss mir dann reichen.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen ist angenehm. Meine Chefs haben mir ihr Vertrauen aber immer erst nach eingehender Prüfung geschenkt. Dazu gehörte in meiner Position auch immer ein Führungszeugnis. Und in gewisser Weise musste ich auch in meiner Beziehung erst eine Art Führungszeugnis ablegen, bevor es intimer wurde  ::).

Da ich auch Angst habe, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte, lebe ich beruhigter nach der Devise: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Und trotzdem fliege ich Gleitschirm. Aber meine Kappe hat natürlich TÜV.
Autor MAS
 - 27.10.2019 17:55
Zitat von: Holger Haehle am 27.10.2019 16:21
Zitat von: Lars am 27.10.2019 12:52
Zitat von: Holger Haehle am 27.10.2019 04:31
Es braucht also noch viel Arbeit dieser Idee Leben einzuhauchen, damit sie wissenschaftlich tragbar wird. Dann wird die Idee, wie Micha sagt: Science. Davor bleibt sie ein visionäres Konstrukt oder einfach SF.  

Lieber Holger,

warum muß eigentlich alles erst wissenschaftlich belegt werden, damit es "tragbar" ist? Wieso vertrauen wir der Wissenschaft, die eigentlich gar nix weiß, so blind?
Es ist verheerend, sonst würde mich das vielleicht gar nicht stören ...

Viele Grüße

Lars

Lieber Lars,

ich vertraue nicht gern, weil Vertrauen missbraucht werden kann. Und da wo ich vertraue, habe ich vorher geprüft, ob ich vertrauen kann. Aber auch dann bleibt ein Restrisiko. Vertrauen ist mit Hoffen und Glauben verbunden. Da kann Wahrheit drin stecken, aber ich weiß es eben nicht. Das hinterlässt Unsicherheit.

Natürlich muss ich eine Menge glauben und vertrauen, weil wir in dieser unendlichen Welt recht wenig wissen. Ich vertraue überall dort, wo ich blind bin. Oft bleibt mir nichts anderes übrig. Aber da wo mir Wissen zur Verfügung steht, sehe ich Licht. Dann fällt die Blindheit von mir. Ich gewinne Sicherheit.

In der Wissenschaft wird Wissen nach den Gesetzen der Logik gebildet. Aristoteles hat die Grundlagen zu der Frage, was wir wissen können gelegt. Über Jahrtausende haben Wissenschaftler seitdem die Erkenntnisprinzipien verfeinert und zu einem allgemeinen und internationalen Standard entwickelt.

Wenn ich mir nur mal anschaue, wie eine Herztransplantation abläuft, dann bin ich sehr beeindruckt, was ein Arzt heute so weiß im Vergleich zu seinen Kollegen aus vergangenen Jahrhunderten. Wo denkst du, ist der Chirurg, ein Ingenieur oder ein Hochspannungstechniker blind, wenn er Wissenschaft zur Grundlage seiner Arbeit macht?



Mir geht es als Wissenschaftler auch so, dass ich weiß, was neben reiner Wissenschaft noch alles so mit rein spielt in die Forschung und die Lehre. Die reine Wissenschaft ist meist sehr bescheiden in ihre Wahrheitsbehauptungen. Aber vieles ist zumindest theoretisch plausibel und einiges auch praktisch verifiziert. Und es besteht immer die Offenheit, eine Falsifiierung zu versuchen, allerdings immer nur mit plausiblen Methoden. Wenn diese Offenheit nicht besteht, liegt das meistens im Hineinspielen außerwissenschaftlicher Interessen, sei es politischer, wirtschaftlicher, religiöser oder noch anderer.

LG, Micha
Autor MAS
 - 27.10.2019 17:51
Zitat von: Holger Haehle am 27.10.2019 15:27
Zitat von: MAS am 27.10.2019 09:04
Das sind schöne Fotos, Holger, danke!

Neulich las ich einen schönen Ausdruck: "Metaphysischer Schauer beim Betrachten des nächtlichen Sternenhimmels."

LG, Micha

Soso Micha,
metaphysischer Schauer. Na dann spannen wir mal den Bogen zur Philosophie von Pythagoras. Der sagte einst ,,Die Zahl ist das Wesen aller Dinge" und suchte mathematische Strukturen (Gesetzmäßigkeiten) nicht nur in der Geometrie, sondern auch in den Bewegungen von Himmelskörpern. Die mathematischen Gesetzmäßigkeiten der Umlaufbahnen beschrieb er, nachdem er sich zuvor mit den Harmoniegesetzen der Musik beschaeftigt hatte, als ,,Sphärenmusik". Ihn hat also nicht nur die Betrachtung des Himmels, sondern auch die Betrachtung der Formeln, die die Bewegungen beschreiben emotional berührt. Kein Wunder, dass er glaubte, die Harmonie der Welt drücke sich in Zahlenverhältnissen aus. Wer so tief Formeln transzendiert hat ganz bestimmt auch ein metaphysisches Erlebnis.


Ja, Holger, hier treffen sich Wissenschaft und Religion.

LG, Micha