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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 06.12.2019 08:24
Mode muss einen ja auch nicht interessieren.
Niemand kann sich für alles interessieren.

LG, Micha
Autor GregorM
 - 06.12.2019 07:32
Zitat von: high4all am 03.12.2019 12:35
Neben Menschen, die ein bewusstes Understatement praktizieren gibt es solche, die das Thema Mode überhaupt nicht auf dem Schirm haben, weil es sie nicht interessiert.

Und das könnte für sehr viele der Fall sein.

Gruß
Gregor
Autor GregorM
 - 06.12.2019 07:30
Zitat von: Skirtedman am 03.12.2019 11:55

Ja, für mich gehört es dazu, mich zu zeigen. Denn ich kann für mich keine Normalität herbeiführen, indem ich mich systematisch verstecke. Denn ich will zeigen, dass es anders geht (sich zu kleiden) und z.T. auch wie es anders geht. Denn so normal es für mich selbst auch ist, so unnormal ist es noch für die Welt da draussen. Es ist Teil meines Anliegens, auch andere zum Nachmachen anzuregen. Diesen Anspruch habe ich nicht immer, mal mehr, mal weniger, aber latent zumindest unterschwellig vorhanden.



Finde ich SEHR gut und treffend geschrieben.

Gruß
Gregor
Autor Barefoot-Joe
 - 06.12.2019 07:26
Hallo Micha,

ZitatAnderssein setzt aber immer einen Maßstab voraus, an dem man sein Anderssein festmacht. Gäbe es keinen Mainstream, gäbe es auch keine Devianz.

Ja. Ich habe mir auch schon mal überlegt, was ich machen würde, wenn plötzlich alle Männer Röcke tragen. Dann müsste ich mir wohl etwas neues suchen... ;)
Aber der Mainstream ist immer da und der Rock ist ja nicht die einzige Front, an der ich aktiv bin.

ZitatWer in einem solchen Pluralismus jemand anders was nachmacht, statt es anders zu machen, der weicht von der Norm des Andersseins ab.

Allerdings wäre das ein Widerspruch in sich, weil es in einem Pluralismus keine Norm gibt. Die Abweichung wäre keine Abweichung, weil die Abweichung die Norm ist und die Norm die Abweichung ist. ;)
Autor Skirtedman
 - 06.12.2019 01:53
und an den Diskrepanzen zwischen Willen und Fleisch, oder zwischen Lippenbekenntnis und innerer Absicht, oder Schönsprech (political correctness) und dem still heimlich Gedachten...
Autor MAS
 - 05.12.2019 23:59
Zitat von: M.L. am 05.12.2019 21:02
was ist das für eine Geselschaft sie spricht von Gleichberechtigung und freiheit und hält sie nicht ein .

Ja, Menschen halten sich nicht an das, was sie predigen. Das liegt wohl an der Diskrepanz zwischen dem intuitiv Gefühlten und dem intellektuell Gedachten.

LG, Micha
Autor M.L.
 - 05.12.2019 21:02
Hallo Ihr lieben .
Ich möchte auch meinen Senv dazu geben
Natürlich guken alle .Ich als  Mann  guk auch Es ist ein für mich reizender Anblik  und ich liebe es .
Schade das gibt es nicht mehr Sie trägt ja nur Hosen .
Wenn Männer Rock tragen Guken Sie Alle Hallo was ist das den . Das bin ich nich gewohnt  geht ja nu garnich .
Und das ist der punkt .
Die Algemeine meinung ist sowas macht man nicht und das gehört sich nicht.
Ich fühle mich als Aussetzig und das kann nicht sein .
was ist das für eine Geselschaft sie spricht von Gleichberechtigung und freiheit und hält sie nicht ein .
Ich als Mann habe das gleiche Recht auf Kleidungsfreiheit wie die Frauen und deswegen nehme  ich mir auch das recht dazu
Tragen darf ich alles und davon wird mich keiner abhalten.
Ich mus deswege mich nicht dem Geschlächt angleichen  ( Warum auch . Die Kleidung macht mir spass.) Und das sollte jeder tun dürfe op Mann oder Frau .
Liebe Grüße M.L.
Autor Lars
 - 05.12.2019 20:29
Ob ich anders bin als andere, ist mir eigentlich völlig latte ... Wichtig ist, daß ich ICH bin, frei raus, so wie ich eben bin ...
Das kann rein zufällig anders sein, als die breite Masse ...  ;D :D

Viele Grüße,
Lars
Autor MAS
 - 05.12.2019 14:17
Das ist schön gesagt, Joe!

Anderssein setzt aber immer einen Maßstab voraus, an dem man sein Anderssein festmacht. Gäbe es keinen Mainstream, gäbe es auch keine Devianz. Das habe ich gestern im Seminar erklärt. Gäbe es nur Pluralismus, wäre jeder anders als der andere und daher keine Norm, von der man abweichen könnte. Oder so: Wer in einem solchen Pluralismus jemand anders was nachmacht, statt es anders zu machen, der weicht von der Norm des Andersseins ab. Der letztgenannte Gedanke kam mir jetzt beim Schreiben.

LG, Micha
Autor Barefoot-Joe
 - 05.12.2019 13:32
Zitatvielleicht kennt das ja auch noch jemand unter uns Foristen. Manchmal habe ich das Gefühl, an diesem Tag "noch nicht genügend" beachetet worden zu sein, dann suche ich bewusst noch mal die Gelegenheit, gesehen zu werden, statt zum Beispiel den kürzeren, aber unbelebten Weg zu wählen.

Ja, nur zu gut. Ich werde hibbelig, wenn ich nicht oft genug unter die Leute komme und ich mache etwas, zu dem man mich früher mit Gewalt und Drohungen zwingen musste: Ich gehe ins Einkaufszentrum, shoppen. Freiwillig. Weil es Spaß macht. Denn da sind die Leute, da kann ich auffallen. :) Ich freue mich, wenn Frau Rentnerin ihren Mann anstubst, wenn Kinder ihre Mutter am Mantel ziehen oder Männer zweifelnd schauen, denn dann weiß ich, dass ich etwas in ihnen bewege. :)

ZitatEs ist Teil meines Anliegens, auch andere zum Nachmachen anzuregen. Diesen Anspruch habe ich nicht immer, mal mehr, mal weniger, aber latent zumindest unterschwellig vorhanden.

Mein Anliegen ist weniger, dass mir das jemand nachmacht, sondern ich versuche damit Toleranz und Akzeptanz zu erzeugen und ein Stück weit den Weg für diejenigen zu ebnen, die Angst vor der Gesellschaft haben und den Menschen zeigen, dass Anderssein nichts schlimmes, sondern eine Bereicherung ist.
Autor Albis
 - 04.12.2019 22:33
Natürlich gucken sie! Und ich gucke ja auch, wenn ich nen Kerl im Rock sehe. Allerdings versuche ich möglichst unauffällig zu gucken.

Die extrovertierten freut es, die introvertierten werden ggf. noch schüchterner...
Autor Goldie
 - 03.12.2019 13:10
Mode als solches hat mich eigentlich bisher noch nie interessiert. Man ist gezwungen Kleidung zu tragen. Wenns ohne ginge wäre das meine Welt  ;D
Eigentlich ist es heute noch genauso. Aber man beschäftigt sich nun zwangsläufig mehr damit damit zusammenkommt was zusammen passt bei der
Kleidung. Ich liebe ausserdem seit neustem Kleider weil ich da keine Probleme mit dem zusammenpassen habe. Ein Teil über den Kopf ziehen. Schuhe
an und fertig. Ggf. noch etwas Schmuck und ein paar Strümpfe.
Frag mal meine Frau wie lange es manchmal abends am Schrank dauert bis ich das Outfit für den nächsten Tag richtig zusammen habe.
Autor high4all
 - 03.12.2019 12:35
Neben Menschen, die ein bewusstes Understatement praktizieren gibt es solche, die das Thema Mode überhaupt nicht auf dem Schirm haben, weil es sie nicht interessiert.
Autor Skirtedman
 - 03.12.2019 11:55
Hi Ludwig,

vielleicht kennt das ja auch noch jemand unter uns Foristen. Manchmal habe ich das Gefühl, an diesem Tag "noch nicht genügend" beachetet worden zu sein, dann suche ich bewusst noch mal die Gelegenheit, gesehen zu werden, statt zum Beispiel den kürzeren, aber unbelebten Weg zu wählen.

Ja, für mich gehört es dazu, mich zu zeigen. Denn ich kann für mich keine Normalität herbeiführen, indem ich mich systematisch verstecke. Denn ich will zeigen, dass es anders geht (sich zu kleiden) und z.T. auch wie es anders geht. Denn so normal es für mich selbst auch ist, so unnormal ist es noch für die Welt da draussen. Es ist Teil meines Anliegens, auch andere zum Nachmachen anzuregen. Diesen Anspruch habe ich nicht immer, mal mehr, mal weniger, aber latent zumindest unterschwellig vorhanden.

Und dabei will ich keineswegs im Rampenlicht stehen. Und manchmal trotz allem auch mal noch ein wenig unauffälliger, als immer mit Glitzer, Pomp und Gloria um unbedingte Aufmerksamkeit zu buhlen.

Und soo anders bin ich gar nicht als manche, die sich programmatisch unauffällig geben. Ich kenne einige, die beachtet und geachtet werden wollen, gerade weil sie sich so unauffällig kleiden.
Autor Skirtedman
 - 03.12.2019 11:38
Zitat von: flummi am 02.12.2019 22:00
Hier mal ein Kommentar zum Satz :
Sie werden gelebt.

...
Ich weis also nicht, ob diese vielen "Unauffälligen" auf unseren Straßen nicht doch leben, egal wie.


Hi Flummi,

Danke für Deine geschilderte Geschichte.

Ganz sicher werden nicht alle "Unauffälligen" "gelebt". Es gibt davon sicherlich genügend, die sich ganz bewusst zurückhalten und sich an ganz anderen Dingen und Spielräumen vollends entfalten.

Nicht alles, was unsere pauschalisierten Sätze hier im Forum an Botschaften ausdrücken, hatten wir so gemeint oder gar in ihrer Vielfalt der möglichen Botschaften auch überhaupt bedacht.

"Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom" halte ich für einen schönen, treffenden Satz. Dennoch lässt er aussen vor, dass es in der Tat auch Fische gibt, die wirklich auch mit dem Strom schwimmen - und das sogar, um zu leben - auf ihre Weise eben.

Die von uns Schreibern hier im Forum oft so selbstbewusst verallgemeinert geäußerten Behauptungen über andere Menschen, sagen oftmals weniger über die gemeinten anderen Menschen aus, als über uns selber.

Danke für Deinen Hinweis, Flummi!