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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 20.02.2020 20:36
Lieber Micky,

Deine Nummern 4 und 5 sind Unterpunkte zu 3, also zum Akkomodieren.
Interessanterweise akkomodieren Menschen meistens nur dann, wenn sie mit assimilieren und nihilieren nicht mehr weiterkommen. Es ist nämlich anstrengender und energieaufwändiger. Letztlich kommt es immer darauf an, ein kognitives Gleichgewicht aufrecht zu erhalten oder bei Störung wieder herzustellen.

Ich habe diese und andere Begriffe nicht selbest entwickelt, sondern das was glaube ich Jean Piaget. Ich habe sie aber, wenn ich mich recht erinnere, zuerst bei Ernst von Glasersfeld gelesen, einem Hauptvertreter des radikalen oder neurobiologischen Konstruktivismus.

LG, Micha



Autor MickyBlueEyes
 - 20.02.2020 19:49
Zitat von: MAS am 09.02.2020 23:25
Na ja, lieber Peter, es kommt auf die Passung an: Ein Konstrukt gilt so lange als valide bzw. viabel, wie man mit ihm ohne unüberwindbare Probleme durch Leben kommt.
Kommt man an so ein Hindernis, und das bisher bewährte Konstrukt bewährt sich nicht weiter, gibt es drei Strategien:
1. Assimilieren: Man versucht, die neue Erfahrung so zu interpretieren, dass sie sich in die alten Konstrukte einpasst. Das machen wir meistens so.
2. Nihilieren: Man merkt zwar, dass es nicht passt, aber verneint einfach die neue Erfahrung als nicht real, gemäß dem Motto: Was nicht sein darf, das nicht sein kann.
3. Akkomodieren: Man merkt, dass die neue Erfahrung nicht zu den alten Konstrukten passt, und beginnt, die alten Konstrukte zu modifizieren oder zu korrigieren. Diese Strategie ist am anstrengensten und wird selten praktiziert. Je älter man wird, desto seltener, nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Das ist eine Erklärung nach der Theorie des radikalen oder neurobiologischen Konstruktivismus.

LG, Micha

Na ja, als vernunftbegabter und lernfähiger Mensch sollte man noch die ein oder andere Strategie auf Lager haben, mit so einem "Hindernis" zurechtzukommen.

Wie wär's denn mit
4) Erkenntnis/Zugeständnis, dass das neu Erfahrene das bisher bewährte Konstrukt ergänzt / ändert und evtl. sogar bereichert. (Ist sogar ein bisschen ähnlich wie oben Stragie Nummer 3.)
5) Toleranz des neu Erfahrenen und damit Zulassen einer Ko-Existenz mit dem bisher bewährten, das sich halt dann "nur" in diesem Punkt/Bereich nicht mehr bewährt.

Schöne Schlagworte kann ich nicht nennen, aber vielleicht sollte ich mir da noch was Prägnantes einfallen lassen und so bekannt und berühmt werden.
Nach dem Motto: "Sage etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal und Du wirst unsterblich." (Marie von Ebner-Eschenbach).

Die Nummern 4) und 5) kann man bestimmt noch verfeinern, aber die habe ich ganz spontan formuliert.

Viele Grüße
MickyBlueEyes
Autor Matthias
 - 10.02.2020 00:51
Micha, das hast du sehr gut und anschaulich beschrieben.
Ich glaube, bei allen drei Beschreibungen kann sich jeder Mensch wiederfinden.
Alles dabei hängt dann aber auch immer irgendwie mit Kompromissen zusammen.

Damit wir gut miteinander zurechtkommen, sind aber auch Kompromisse nötig, weil wir eben alle ein Individuum sind. Anders funktioniert es nicht.
Leben und leben lassen.

Grüße Matthias
Autor MAS
 - 09.02.2020 23:25
Na ja, lieber Peter, es kommt auf die Passung an: Ein Konstrukt gilt so lange als valide bzw. viabel, wie man mit ihm ohne unüberwindbare Probleme durch Leben kommt.
Kommt man an so ein Hindernis, und das bisher bewährte Konstrukt bewährt sich nicht weiter, gibt es drei Strategien:
1. Assimilieren: Man versucht, die neue Erfahrung so zu interpretieren, dass sie sich in die alten Konstrukte einpasst. Das machen wir meistens so.
2. Nihilieren: Man merkt zwar, dass es nicht passt, aber verneint einfach die neue Erfahrung als nicht real, gemäß dem Motto: Was nicht sein darf, das nicht sein kann.
3. Akkomodieren: Man merkt, dass die neue Erfahrung nicht zu den alten Konstrukten passt, und beginnt, die alten Konstrukte zu modifizieren oder zu korrigieren. Diese Strategie ist am anstrengensten und wird selten praktiziert. Je älter man wird, desto seltener, nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Das ist eine Erklärung nach der Theorie des radikalen oder neurobiologischen Konstruktivismus.

LG, Micha
Autor Peter
 - 09.02.2020 22:56
Zitat von: MAS am 09.02.2020 20:54
Eines muss ich Jule aber zugestehen: Er blockt nicht gleich ab und verschwindet, wenn man ihm widerspricht, sondern schlägt sich ganz gut.
Aber wie wir ja schon festgestellt haben: Wir alle legen uns die Welt zurecht, wie wir sie für uns sinnvoll einordnen können.

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....
Autor MAS
 - 09.02.2020 20:54
Eines muss ich Jule aber zugestehen: Er blockt nicht gleich ab und verschwindet, wenn man ihm widerspricht, sondern schlägt sich ganz gut.

Nur eben führt Rechthaberei nicht zu der not-wendigen Erkenntnis.

Aber wie wir ja schon festgestellt haben: Wir alle legen uns die Welt zurecht, wie wir sie für uns sinnvoll einordnen können.

LG, Micha
Autor MAS
 - 09.02.2020 18:33
Bevor Du ausgreifend eingreifst, lieber Matthias, wollen wir es lieber begreifen. ;D

LG, Micha
Autor Matthias
 - 09.02.2020 18:09
Hajo hat es sehr gut beschrieben.
Nehmt euch das bitte zu Herzen, sonst muss ich entsprechend eingreifen.

Grüße Matthias
Autor high4all
 - 09.02.2020 17:22
Ich wollte, es wäre anders. Aber in anderen Themen kauen wir wieder das durch, was wir schon vor zwei Jahren durchgekaut haben.

Wir können die damaligen Beiträge einfach kopieren und nur das Datum ändern.
Autor MAS
 - 09.02.2020 16:39
Magst Recht haben, lieber Hajo!

LG, Micha
Autor high4all
 - 09.02.2020 15:55
Zitat von: MAS am 09.02.2020 15:05
Du hast ein ideologisch gefärbtes Weltbild, Jule.

LG, Micha

Nicht antworten, sonst geht es wieder los....
Autor MAS
 - 09.02.2020 15:05
Du hast ein ideologisch gefärbtes Weltbild, Jule.

LG, Micha
Autor culture skirt
 - 09.02.2020 14:44
Die Mädchen aus dem Weltall habe ich mir alle 13 Folgen angesehen. Schon interessant, dass man 74 schon wusste, wie die Gesellschaft aufgebaut ist.
Ich sehe zu der Welt der Frauen auf der Medora keinen Unterschied zur der auf unserer Erde, wo ebenfalls Matriarchate als Staatsdoktrin erhoben werden.
Auf der Medora werden Männer, die sich nicht unterordnen, zu Strafdiensten nach oben geschickt. Bei uns übernehmen Männer die gleichen schweren und unangenehmen, undankbaren Arbeiten. Frauen habe ich noch nicht auf dem Bau oder in Bergwerken gesehen. Witzig, dass bei den Männern von Abhängigen und Unabhängigen gesprochen wird und die Kleiderordnung bestätigt auch in den Filmen mal wieder, warum es eine Standesanmaßung ist, wenn Männer sich Frauensachen bedienen, derer sie nicht würdig sind.

Grüße
Jule
Autor MickyBlueEyes
 - 28.01.2020 08:49
Hallo zusammen!

Bei Micky Maus gab's ein mehrdimensionales Wesen mit Namen "Gamma", das einen Rock anhatte - und sonst nix.

Ob das männlich oder weiblich war, kann ich aus der Erinnerung nicht sagen, aber wahrscheinlich keines von beiden.


Oh, gerade nochmal nachgeschaut:
Gamm soll ein Mann aus der Zukunft sein, der eine kurze Hose trägt ...

Auf den ganzen Bildern schaut das aber für mich eher wie ein Rock aus.


Viele Grüße
MickyBlueEyes
Autor Hansi1973
 - 27.01.2020 23:46
Einzig bei dem von Richard O'Brien in ROCKY HORROR SHOW genannten
planet transsexual in the galaxy of transylvania scheint die Welt in Ordnung.  ;)