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Zusammenfassung

Autor Albis
 - 02.08.2020 00:51
Bei mir verstärkt sich der Eindruck, dass die "Prenzlberg-Fraktion" so überhöht dargestellt wird, wie sie in keinem Fall ist. Hat jemand von Euch Bekannte/Verwandte, auf die die Beschreibung genau zutrifft? Oder soll das Bashing, was ich aus einigen Beiträgen herauslese, nur von den eingen Unzulänglichkeiten ablenken?

Im Übrigen bin ich gern im Prenzlauer Berg, wenn ich mal nach Berlin komme, gerade weil dort manches anders ist als vielerorts woanders.
Autor Hansi1973
 - 01.08.2020 16:46
Auch wenn es jetzt so angeklungen haben mag - die Selbstgerechtigkeit überlasse ich anderen.

Ich behaupte nicht von mir, den einzige wahren Lebensstil gefunden zu haben. Mein bisheriges Leben besteht aus einer Menge Fehler und Fehlentscheidungen und so wird das auch weiter gehen.
(es gab aber auch gute und richtige Entscheidungen ;) )
Autor high4all
 - 01.08.2020 08:29
Wie schön, dass es hier im Forum Gutmenschen gibt, die nicht zu "denen da" gehören.

Das Herabschauen auf "die da" ist ja so gut für die eigene Psyche. Man selbst fühlt sich sofort besser.

ZitatDarum, wer sich lässt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle.
1.Korinther 10,12

Hajo
Autor GregorM
 - 01.08.2020 05:27
Hallo Hannes,

genau auf den Punkt gebracht. So kennen wir sie.

Gruß
Gregor
Autor Hansi1973
 - 31.07.2020 20:29
Jeht det hier noch um de Prenzlberjer Jentrifizierer?
Oder um Plattitüden zum Fleischkonsum- / Verzicht?

Je stärker der Glaube und die Überzeugung, genau das richtige zu tun,
desto mehr lügen sie sich in die Tasche und machen sich selber etwas vor.

"Ich trinke meinen doppelten Latte Machiato Frappé nur mit chilenischen Mocca-Bohnen aus biologisch-dynamischen Anbau,
welche mit Alpakkas über die Anden transportiert werden und deren handgeklöppelte Milch dieses besondere Aroma ausmacht.
Natürlich alles Fair-Trade!" "Wenn es schnell gehen muss, schon mal als Coffee-Togo - aber nur mit Einwegbechern aus lizenziertem Bambus-Anbau."

"Ich fahre täglich (die 2,3 km) ganz ökologisch mit dem (5.000-EUR-teuren) E-Bike zur Firma, da achte ich schon auf meine CO2-Bilanz.
Dennoch jetten wir 4-5mal im Jahr zum Golfen nach Südafrika oder Kamschadka - hier spielen ja nur noch Prolls und Neureiche."

"Es geht mir nicht ums Angeben. Der X7 ist erstens ein Firmenwagen und außerdem ganz praktisch, wenn ich die Klara-Sophie mit ihren Sachen zum Reiten oder den Maximilian-Hector zum Tennis fahren muss. Außerdem liegt die Uli-Hoeness-Privatschule auf dem  Weg zur Arbeit. Da kann ich die Kinder morgens hinbringen und nachmittags abholen. Der Verkehr ist ja fürs Fahrradfahren viel zu gefährlich und ich möchte auch nicht, dass meine Kinder wie Asoziale mit dem Bus fahren müssen."

"Meine Tofu-Schnitzel stammen aus nachhaltigem Anbau. Die Produkte werden in Sierra Leone nach ISO 9001 und allen erdenklichen Ökosiegeln hergestellt und täglich nach Europa geflogen. Genauso wie meine Avocados (aus Peru) - ohne die ich nicht leben könnte!" 


usw.


Borniert, oberflächlich und vollkommen eogzentrisch.
Aber dem guten Gefühl genau das Richtige zu machen!





Autor culture skirt
 - 31.07.2020 17:32
Zitat von: Mac am 31.07.2020 13:39
Damit habe ich kein Problem, ich habe nur ein Kinder, alles Söhne. ;)
Du armer.  ::) ;D
Autor Mac
 - 31.07.2020 14:05
Zitat von: sentinel am 31.07.2020 13:53
Zitat von: Mac am 31.07.2020 13:39
Nein, der hat nur seine paar Rinder, Enten und Hühner (Breitbrusthühner, so groß wie eine Gans) und der Schlachter kommt zu ihm auf den Hof.

Entweder ist er, der eine wirklich Gute oder keiner prüft seine Bücher ;-)

Wenn du eine Tonne Rind hast und 15 Tonnen verkaufst, wer, außer im besten Fall das Finanzamt, bekommt das mit??? ... und wo kommen die anderen 14 Tonnen her??? ;-)

Zitat
(Veganer, ich habe dieses Rind für euch getötet, es wollte euer Essen futtern)

Yeehaw ..... ;-)
Yepp!
er verkauft nur, was er hat.
Wenn weg, dann weg.
Ist uns schon oft passiert.
Der Fleischverkauf ist für ihn nur ein Zubrot.
Er hat seinen Job und macht als Jäger, Jagdausbilder und Stadtratsmitglied der Grünen, auf Nebenerwerbslandwirt. (Hobbybauer)
Wer will, kann vor dem Schlachten zu ihm fahren und sich "sein" Stück Fleisch markieren.  :D
So,
Wochenende.
Grill rausholen
Slán leat,
Mac
Autor sentinel
 - 31.07.2020 13:53
Zitat von: Mac am 31.07.2020 13:39
Nein, der hat nur seine paar Rinder, Enten und Hühner (Breitbrusthühner, so groß wie eine Gans) und der Schlachter kommt zu ihm auf den Hof.

Entweder ist er, der eine wirklich Gute oder keiner prüft seine Bücher ;-)

Wenn du eine Tonne Rind hast und 15 Tonnen verkaufst, wer, außer im besten Fall das Finanzamt, bekommt das mit??? ... und wo kommen die anderen 14 Tonnen her??? ;-)

Zitat
(Veganer, ich habe dieses Rind für euch getötet, es wollte euer Essen futtern)

Yeehaw ..... ;-)
Autor Mac
 - 31.07.2020 13:39
Zitat von: sentinel am 31.07.2020 13:17



Hallo,

das hört man immer wieder ... wenn es mehr kostet wird das Fleisch besser und den Tieren geht es besser ... allein fehlt mir der Glaube!

Ich denke, dass selbst wenn das Fleisch teurer verkauft werden würde, wäre das lediglich Gewinnmaximierung zum Wohl des Kapitalismus.

Deshalb sollte man erst für das Tierwohl sorgen und dann die Preise machen.
Zitat
Für diejenigen mit einem guten Einkommen stellt zudem der Preis von Fleisch keine Hürde dar, aber was ist mit Menschen denen es weniger gut geht? Meine Generation war es gewohnt, das es nicht jeden Tag Fleisch gibt und ist auch völlig OK so, aber man kann auch nicht argumentieren wenn du keine Kohle hast dann kannste halt kein Fleisch essen!!
So war es früher, so wird es bleiben. Es sei denn, die Diskounter werfen weiter das Pfund Fleisch für €1,25 auf den Markt.
Zitat
Das Hauptproblem ist doch die Bevölkerungsexplosion ... wir nähern uns langsam der Zahl von > 10 Mrd. Menschen auf dieser Erde.
Die Meere sind langsam leergefischt, für Ackerbau und Viehzucht wird immer mehr Platz benötigt. Es gibt gar keinen Ausweg wen man alle Menschen gleich gut ernähren möchte. Letzteres klappt schon heute nicht in allen Regionen der Erde.

Altruistische Denkmodelle haben keine Aussicht mehr auf Erfolg.
wenn du das sagst, ich kann dem nicht wiedersprechen.
Zitat

Schön auch wenn der eine oder andere seinen "Grünen" Landwirt hat. Für die Städter ist das kaum praktikabel.

Oma Erna mit kleiner Rente die Mitten inner Stadt wohnt hilft das so gar nicht.

Dann bleibt auch die Frage wie ehrlich ist der tolle Landwirt ... hat er nur seine Vorzeige-Landwirtschaft und verkauft trotzdem das billige Fleisch aus Massentierhaltung? Dort wo Geld zu holen ist, werden es die meisten ausnutzen. Die wenigen für die Gewinnmaximierung nicht auf dem Plan steht, sind eher zu vernachlässigen, halten nicht lange durch oder sind halt die wirklich seltene Ausnahme.
Nein, der hat nur seine paar Rinder, Enten und Hühner (Breitbrusthühner, so groß wie eine Gans) und der Schlachter kommt zu ihm auf den Hof.
Zitat
Wie du richtig schreibst bringt auch vegetarische oder gar vegane Nahrung keinen Erfolg, weil auch das irgendwo herkommen muss.

Jede Ackerfläche tötet Tiere und Insekten allein dadurch das man den Tieren und Insekten den Lebensraum nimmt.

Dumm gesagt, wenn die Vegetarier den Tieren Ihr Futter wegfressen, dann gehen die Tiere auch ein.

Ich bin froh zu einer der wenigen Generationen auf dieser Erde zu gehören, der es überwiegend gut ging. Ich musste keine Kriege erleben und konnte in einem kleinen Wohlsstand ohne Existenzangst leben. Ich habe mit den Generationen die jetzt erst geboren werden großes Mitleid, weil ich nicht glaube das sich der Wahnsinn aufhalten lässt.

Ein Virus ist fast die letzte Hoffnung für diese Erde, falls es jemand falsch versteht, der Virus muss nicht tödlich sein, es reicht völlig wenn er die Fruchtbarkeit der Menschen deutlich herabsetzt.

Beste Güße
Damit habe ich kein Problem, ich habe nur ein Kinder, alles Söhne. ;)
Es kommen auch keine mehr dazu.
(Veganer, ich habe dieses Rind für euch getötet, es wollte euer Essen futtern)

Gruß,
Mac
Autor sentinel
 - 31.07.2020 13:17
Zitat von: Mac am 31.07.2020 12:11
Allerdings gebe ich Micha recht insoweit, dass ich eher den ein oder anderen Euro mehr ausgebe, wenn sichergestellt ist, dass die Kuh, das Schwein vernünftig gehalten wurde. Wir haben da eine super Bezugsquelle, über einen "Grünen" Landwirt. :P

Hallo,

das hört man immer wieder ... wenn es mehr kostet wird das Fleisch besser und den Tieren geht es besser ... allein fehlt mir der Glaube!

Ich denke, dass selbst wenn das Fleisch teurer verkauft werden würde, wäre das lediglich Gewinnmaximierung zum Wohl des Kapitalismus.

Für diejenigen mit einem guten Einkommen stellt zudem der Preis von Fleisch keine Hürde dar, aber was ist mit Menschen denen es weniger gut geht? Meine Generation war es gewohnt, das es nicht jeden Tag Fleisch gibt und ist auch völlig OK so, aber man kann auch nicht argumentieren wenn du keine Kohle hast dann kannste halt kein Fleisch essen!!

Das Hauptproblem ist doch die Bevölkerungsexplosion ... wir nähern uns langsam der Zahl von > 10 Mrd. Menschen auf dieser Erde.
Die Meere sind langsam leergefischt, für Ackerbau und Viehzucht wird immer mehr Platz benötigt. Es gibt gar keinen Ausweg wen man alle Menschen gleich gut ernähren möchte. Letzteres klappt schon heute nicht in allen Regionen der Erde.

Altruistische Denkmodelle haben keine Aussicht mehr auf Erfolg.

Schön auch wenn der eine oder andere seinen "Grünen" Landwirt hat. Für die Städter ist das kaum praktikabel.

Oma Erna mit kleiner Rente die Mitten inner Stadt wohnt hilft das so gar nicht.

Dann bleibt auch die Frage wie ehrlich ist der tolle Landwirt ... hat er nur seine Vorzeige-Landwirtschaft und verkauft trotzdem das billige Fleisch aus Massentierhaltung? Dort wo Geld zu holen ist, werden es die meisten ausnutzen. Die wenigen für die Gewinnmaximierung nicht auf dem Plan steht, sind eher zu vernachlässigen, halten nicht lange durch oder sind halt die wirklich seltene Ausnahme.

Wie du richtig schreibst bringt auch vegetarische oder gar vegane Nahrung keinen Erfolg, weil auch das irgendwo herkommen muss.

Jede Ackerfläche tötet Tiere und Insekten allein dadurch das man den Tieren und Insekten den Lebensraum nimmt.

Dumm gesagt, wenn die Vegetarier den Tieren Ihr Futter wegfressen, dann gehen die Tiere auch ein.

Ich bin froh zu einer der wenigen Generationen auf dieser Erde zu gehören, der es überwiegend gut ging. Ich musste keine Kriege erleben und konnte in einem kleinen Wohlsstand ohne Existenzangst leben. Ich habe mit den Generationen die jetzt erst geboren werden großes Mitleid, weil ich nicht glaube das sich der Wahnsinn aufhalten lässt.

Ein Virus ist fast die letzte Hoffnung für diese Erde, falls es jemand falsch versteht, der Virus muss nicht tödlich sein, es reicht völlig wenn er die Fruchtbarkeit der Menschen deutlich herabsetzt.

Beste Güße
Autor Mac
 - 31.07.2020 12:11
 ;D ;D ;D
Hallo Sentinel,
ich kenne Berlin nur vom einmal Darüberfliegen im Hubschrauber, vor ca. 30Jahren, von den Nachrichten aus diesem merkwürdigen Rundbau und durch Bekannte von der Hunderunde.
Dagewesen bin ich noch nie. Es zieht mich auch nix hin.
Ik denke ma, du bis Balina, wa?
Diese Leute, die du da beschreibst, gibt es aber überall.
Sogar in unserer eher ländlichen Gegend.
Wenn ich denen dann sage, dass ich "Sekundärveganer" bin, geht der Spaß aber richtig los. ;D ;D ;D
Allerdings gebe ich Micha recht insoweit, dass ich eher den ein oder anderen Euro mehr ausgebe, wenn sichergestellt ist, dass die Kuh, das Schwein vernünftig gehalten wurde. Wir haben da eine super Bezugsquelle, über einen "Grünen" Landwirt. :P
Zum Beispiel kenne ich für "TOFU", was immer das heißt oder ist, nur eine Zubereitungsart: Deckel auf, Tofu rein, Schnitzel in die Pfanne.
Wenn ich bedenke, wieviel Regenwald abgefackelt wird, nur um Soja und Raps anzubauen? Naja.
Ich bleibe auf jedenfall dabei: Der Mensch ist ein Allesfresser.
Ich muss nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben, aber verzichten werde ich auch nicht.
Sekundärvegane Grüße,
Mac
Der gerade Hunger auf Haggis hat.
Autor culture skirt
 - 31.07.2020 01:24
Zitat von: sentinel am 30.07.2020 13:51
wenns euch auffen Keks geht halt nicht ;-)

Beste Grüße
Ick kof dit Buch. Kann ja wo nit anjehn dat de Helijopterellis de Jinder mit de Hohsfrohnpanzer noch in de 6. Klasse gejutscht kommen. Was soll denne aus dene mal werde?  ::)
Autor MAS
 - 30.07.2020 22:18
Zitat von: Luan am 30.07.2020 21:29
Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich zuerst von der Prenzlschwäbin gehört habe. Hier mal ein Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=rxf-VdyZEAE

Herrlich, die Kehrwoche in Berlin einführen, damit die auch mal was von der Zivilisation mitkriegen! ;D

Passend dazu die heutige Folge von "Soko Stuttgart": https://www.zdf.de/serien/soko-stuttgart/ein-ehrenwertes-haus-104.html
Noi, do goats net um de Prenzlauer Berg.

LG, Micha
Autor Luan
 - 30.07.2020 21:29
Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich zuerst von der Prenzlschwäbin gehört habe. Hier mal ein Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=rxf-VdyZEAE

Autor doppelrock
 - 30.07.2020 16:51
Sentinel, berichte ruhig mal weiter deine Eindrücke. In dem Teil Berlins war ich noch nicht und überhaupt selten in der Hauptstadt...
Beim letzten Besuch in Hamburg hatte ich den Eindruck, dass Eppendorf sich in eine ähnliche Richtung entwickelt hat.