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Zitat von: high4all am 29.09.2020 19:55Birgit Kelle hat vor kurzem in einer Talkrunde gesagt, dass "wir es sind (die Frauen) die festlegen, wie Männlichkeit definiert wird und zu welchen Männern wir unsere Söhne erziehen".
Ich zitiere aus dem Artikel die Zusammenfassung am Schluß:ZitatDer Mann dient als Massstab, die Frau nähert sich diesem Status unter anderem mit dem Tragen von Hosen an – der Mann jedoch, der einen Rock trägt, verzichtet damit auf seinen männlichen Status.

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? weiß ich auch nicht warum an ihnen verlohren geht.
!!ZitatMann als Massstab
Lange hatte das Tragen einer – vor allem nicht den Körper betonenden – einheitlichen Hose den bürgerlichen Mann repräsentiert und durfte auf keinen Fall feminisiert werden (denn dies hätte bedeutet, es dem effeminierten Adel gleichzutun). Dies kann eine Erklärung dafür sein, dass Frauen so lange Zeit keine Hosen tragen sollten. Denn damit wäre die alleinige Machtposition des bürgerlichen Manns nicht mehr gewährleistet. Umgekehrt würde das Übernehmen eines weiblich codierten Kleidungsstücks wie des Rocks den Verlust der Männlichkeit und ihrer Position bedeuten. Der Mann würde sich damit einer Abwertung unterziehen. Wohl auch deshalb hat sich der «moderne» Männerrock nie wirklich durchgesetzt. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau wurde zwar durch die Frauenbewegungen theoretisch erreicht und gleichzeitig das Tragen von Hosen für Frauen legitimiert. Trotzdem besteht die hegemoniale Geschlechterordnung, die durch das Bürgertum vor etwa 200 Jahren festgeschrieben wurde, nach wie vor. Der Mann dient als Massstab, die Frau nähert sich diesem Status unter anderem mit dem Tragen von Hosen an – der Mann jedoch, der einen Rock trägt, verzichtet damit auf seinen männlichen Status.