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Zusammenfassung

Autor Skirtedman
 - 15.04.2021 12:58
Dann fang doch endlich damit an!
Autor culture skirt
 - 15.04.2021 12:49
weniger sabbeln, mehr Fotos machen.
Autor Skirtedman
 - 15.04.2021 12:04
Ja, kenne ich.

Aber das Konzept der belebten Mutter Erde schließt weitaus mehr ein als nur die in/auf ihr beheimateten Lebewesen. Einbezogen wird alles komplett mit Gebirgen, Meeren, Meeresströmungen, Atmosphäre, Winden, Flüssen, Erdkrume, Kontinentaltrift etc.

Bei Organisationen wie Firmen z.B. von einem Organismus zu sprechen schließt ja auch die Mitarbeiter in erster Linie ein, aber auch deren Funktionen, Abteilungen als Organe z.B., aber auch die Dienstleistungen, Produkte, Produktionsmasse, Kapital, Know-How, Gebäude, jeden Bürostuhl etc. Dieser Organismus im übertragenen Sinne wird nicht nur ausschließlich von Menschen (Organismen) gebildet.

Die Menschenmasse z.B. bei der Loveparade in Duisburg als einen Organismus zu bezeichnen, gar als lebendigen Organismus, hingegen ist pille-palle. Da wäre eine Fügung "wie ein einziger (lebendiger) Organismus" allenfalls noch angebracht. Alles andere ist irreführend. Und gar, wenn es um einzelne Organismen geht, die man so oder so ähnlich nicht jeden Tag im Spiegel sieht, wie z.B. die (lebendigen) Korallentierchen im Barrier Reef.
Autor MAS
 - 15.04.2021 10:59
Lieber Wolfgang,

kennst Du die Gaia-Theorie: https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/gaia-theorie/5354?

LG, Micha

Autor Skirtedman
 - 15.04.2021 10:28
@Jule

Na, dann zeig doch mal her!


@Micha

Ich habe das Gefühl, dass ich all Deine Fragen schon in meinem Beitrag beantwortet habe.

Ausser das mit dem Weltall, aber daran hatte ich unweigerlich auch gedacht. Als 2012 Felix Baumgartner aus der Stratosphäre mit seinem Fallschirm sprang, betitelten das die Dumpfbackenmedien vielfach auch als Sprung aus dem Weltall (40 km Höhe laut Wikipedia, ich hatte 28 km im Sinn).

Die Frage, ob die ISS mit ihren paar Hundert Kilometern auch schon im Weltall ist, ist allgemeinsprachlich längst entschieden, wobei es mit dem richtigen Weltall ("Völlig losgelöst") noch nicht so viel zu tun hat. Das ist aber eine andere Frage.

Jedenfalls ist es fast schon verwerfliche Tautologie, von einem Organismus, gar 'lebendigen Organismus' zu sprechen, wenn das, was man meint, überwiegend aus einer Vielzahl von Einzelorganismen gebildet wird.

Ökosystem, Biotop, Lebensraum oder dergleichen wären da deutlich angebrachtere Ausdrücke, und schon gar nicht derart irreführend. Auch für einen Regenwald.
Autor culture skirt
 - 15.04.2021 00:18
Zeigt mehr Rockfotos und sabbelt weniger.

Gruß
Jule
Autor MAS
 - 14.04.2021 23:30
Ach so. Ja, stimmt, aber so war meine Gedankenführung nicht. Auch wenn man unter "Organismus" auch verschiedene Gebilde verstehen kann, dachte ich sofort nur an Biologie, zumal von einem lebenden Organismus die Rede war. Gut, ja, auch unter "lebend" kann man verschiedenes verstehen.
Aber meine Gedankenführung war die: Es gibt doch viele lebende Organismen auf der Erde, nicht nur eines. Aber kein anderes ist vom Weltall aus zu sehen. Wobei die Frage ist, ab wann eine Höhe "aus dem Weltall" genannt werden darf. Vor allem aber kam mir die Frage: Ist denn dieses Riff ein Organismus oder ist es nicht viel mehr ein Okysystem? Und wenn man es als ein Organismus versteht, kann man den tropischen Regenwald nicht auch als einen Organismus verstehen? Oder eine von Menschen gebaute Stadt? Da sprechen sicher jeweils Gründe dafür und dagegen. Da ist halt die Frage, wo wir die Außengrenze eines Organismus sehen -> Konstruktivismus.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 14.04.2021 22:10
Nun, als Organismus im übertragenen Sinne kann man vieles bezeichnen.

Zum Beispiel einen Staat, oder Teile eines Staats, zum Beispiel die Judikative.
Oder einen Verein. Oder eine Firma.

Jemand, der in seiner Schullaufbahn Biologie übersprungen hat, wird vielleicht bei 'Organismus' eher an das eben genannte denken.
Der Rest der Bevölkerung wird mit Sicherheit bei diesem Wort in diesen Verwendungen daran denken, dass es ein Wort ist, das im übertragenen Sinne eingesetzt wird.

'Organismus' ist im ursprünglichen Sinne ein belebtes Objekt - also lebendig. Dieses Leben existiert durch das Zusammenspiel zum Beispiel von einzelnen Organen. Selbst in Einzellern definiert die Biologie Organellen - also kleine Organe. Dieses Zusammenspiel, das eine Einheit bildet, die lebensfähig ist, ist eben ein Organismus.

Es ist schön, wenn bei der Verwendung des Wortes 'Organismus' bei dieser inflationären Verwendung im übertragenen Sinne das beschreibende 'lebendig' zugesetzt wird, um sicherzugehen, dass eben nicht der übertragene Sinn damit verbunden wird.

Gemein wird es aber, wenn 'lebendiger Organismus' dann doch angewendet wird auf den übertragenen Sinn.
Und das tut es auf der von mir verlinkten Seite. Im übrigen hat mich das Windows-Startbild mit seinen eingeblendeten Textfragmenten dorthin gelockt.

Man sieht ein Bild aus dem Great Barrier Reef und erfährt, dass dieses Riff 'der größte lebendige Organismus ist, der aus dem Weltraum sichtbar ist.' - wobei der Nachhalbsatz auf dem Startbildschirm noch nicht zu sehen war, was es aber auch nicht besser macht.

Das Great Barrier Reef wurde geformt von Abermillionen, bestimmt Abermilliarden Einzellebewesen. Ich habe keine Ahnung, wie groß ein einzelnes Korallentierchen ist, jedenfalls ist jedes einzelne von ihnen ein eigenes Lebewesen, ein einzelner Organismus.

Die Formation Great Barrier Reef ist die größte von Lebewesen geschaffene Struktur weltweit, die aufgrund ihrer Größe also auch vom Weltraum aus zu erkennen ist, aber bestehend aus Abermilliarden lebenden Organismen und Rückständen von ungleich höher zu beziffernden ehemals lebenden Organismen.

Diesen ganzen Komplex, also das Riff, als 'Organismus' zu bezeichnen, ist mehr als nur irreführend. Und dann dazu noch zu formulieren 'der größte lebendige Organismus' ist fast schon perfide irreführend. An Stammtischen, wenn es derzeit denn welche gibt, könnte das dann von interessierten Menschen, die in ihrer Laufbahn bildungstechnisch unterversorgt blieben, dann verlauten: "Das größte Lebewesen ist das Great Barrier Riff."

Demgegenüber umfasst der bisher entdeckte größte lebendige Organismus eine Ausdehnung von 900 Hektar(en), ein Hallimasch.

Deswegen erzürnt mich die oben erwähnte Irreführung.

Abschließend noch interessante Links:
Physarum polycephalum - der größte bekannte Einzeller lt. dieser Quelle kann quadratmetergroß werden (Arte März 2020)
Mehrdeutigkeit des Wortes 'Organismus'
Autor MAS
 - 14.04.2021 19:59
"den man aus dem Weltall sieht" darf man dann aber nicht unterschlagen. Aber wenn der erste Teil des Satzes eine Überschrift bildete, die Zeitung unter der Überschrift gefaltet wäre und so der zweite Satzteil im Automaten nicht zu lesen wäre, und man ginge vorbei und läse nur den ersten Satzteil, dann hätte man den Sinn des ganzen Satzes nicht verstanden.

Oder wie meinst Du es, Wolfgang?

LG, Micha
Autor culture skirt
 - 14.04.2021 18:45
Zitat von: Skirtedman am 14.04.2021 18:34
Der folgenden bin ich gerade auf den Leim gegangen:
"...warum das Barrier-Reef der einzige lebende Organismus ist..."
https://www.easyvoyage.de/australien/das-great-barrier-reef-220
was ist daran wieder falsch zu verstehen?
Autor Skirtedman
 - 14.04.2021 18:34
Nicht nur in Zeitungen, in der alltäglichen Sprache, sondern auch in unserer alltäglichen Dosis Internet begegnet man auch außerhalb dieses Forums auf Mehrdeutigkeiten in der deutschen Sprache.

Der folgenden bin ich gerade auf den Leim gegangen:
"...warum das Barrier-Reef der einzige lebende Organismus ist..."
https://www.easyvoyage.de/australien/das-great-barrier-reef-220
Autor MAS
 - 09.04.2021 20:24
Zitat von: culture skirt am 09.04.2021 19:30
Zitat von: MAS am 09.04.2021 18:10
wenn man an einem Zeitungsautomaten vorbei geht. Ob es dabei um Schach oder Tierquälerei geht, ist nicht immer sofot ersichtlich.
Doch. Ich weiß ja nicht was du für Zeitungen liest.

Oder besser, welche ich nicht lese.

LG, Micha
Autor culture skirt
 - 09.04.2021 19:30
Zitat von: MAS am 09.04.2021 18:10
wenn man an einem Zeitungsautomaten vorbei geht. Ob es dabei um Schach oder Tierquälerei geht, ist nicht immer sofot ersichtlich.
Doch. Ich weiß ja nicht was du für Zeitungen liest.
Autor MAS
 - 09.04.2021 18:10
Mensch Jule, sei doch froh, dass wir letztlich doch auf die gemeinsame Meinung gekommen sind, dass die Eindeutigkeit von Wörtern vom Kontext und seiner Kenntnis abhängt. Du brauchst doch nicht immer noch weiter Widersprüche zu konstruieren.

Manchmal liest man eine Überschrift und macht sich ein Bild von dem, was dadrunter stehen könnte, z.B. wenn man an einem Zeitungsautomaten vorbei geht. Ob es dabei um Schach oder Tierquälerei geht, ist nicht immer sofot ersichtlich.
Schachspieler oder Reiter, die sich in diesem jeweiligen Kontext treffen, haben sich dadruch schon auf das Sprachspiel geeinigt. Und entsprechend geht es Menschen in anderen Kontexten auch.

Und nein, es war keine Auschweifung, sondern nur das Wort "Männerrock".

So, jetzt gib Dich doch mal zufrieden.

LG, Micha
Autor culture skirt
 - 09.04.2021 15:59
Zitat von: MAS am 09.04.2021 13:01
Eindeutig kann es sein, wenn Sender und Empfänger den Kontext kennen und sich auf eine gemeinsames Sprachspiel geeinigt haben.
Wenn du mit jemanden Schach spielst, musst du dich doch nicht erst auf ein "Sprachspiel" oder Kontext einigen, wenn über Bauer und Pferd und König geredet wird.

ZitatSo wissen wir, dass "Männerrock" im Sinne dieses Forums keine Musikrichtung ist. Aber außerhalb dieses Kontextes wurde das Wort schon des Öfteren von Gesprächspartner*innen so verstanden, so dass ich erklären musste, was ich meine.
Wer weiß, wie sehr du mit deinen Ausschweifungen Verwirrung gestiftet hast, die ohne die erst gar nicht passiert wären.

Gruß
Jule