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Zusammenfassung

Autor Forgotten Fashion
 - 19.06.2025 13:17
Man kann es gar nicht oft genug sagen:

Es gibt keine "Geschlechtsumwandlung" oder "Geschlechtsangleichung".

Es läuft immer auf eine vollständige, unumkehrbare Sterilisation hinaus, die in einem erheblichen Teil der Fälle auch mit einem ganzen Bündel an lebenslangen Komplikationen (Schmerzen, Emfindungsstörungen, Inkontinenz) verbunden ist.

Von daher bin ich der Meinung, dass solche Eingriffe (auch chemischer Natur, wie die Gabe von Pubertätsblockern) an Minderjährigen strikt verboten werden sollten.
Autor doppelrock
 - 18.06.2025 16:46
Ist den hier philosophierenden Menschen eigentlich, bewusst, dass die sogenannte "Umwandlung" eine unumkehrbare GeschlechtsENTFERNUNG ist?  Wenn man also ein Kind zu so einem Eingriff drängt oder es dabei unterstützt, wird es nie wieder fortpflanzungsfähig sein, weil es keine funktionierenden Organe dafür besitzt.
Möchte hier jemand so etwas verantworten, dass ein Junge sein Zipfelchen entfernen lässt und das mit etwa 20 bereut, weil er gern heiraten und Vater werden möchte? Wird dem Jungen dann jemand sagen, dass man es aus ideologischen Gründen für richtig hielt, so zu handeln?

Für mich ist der einzige richtige Weg, ein Kind darin zu bestärken, dass es das liebt und akzeptiert, was es ist und gleichzeitig entgegen allen Rollenerwartungen an Mann oder Frau  tun oder anziehen kann, was es mag. alles andere führt meiner Ansicht nach zu einer Katastrophe, wenn aus dem Kind ein Erwachsener wird, der später gelernt hat, sein Geschlecht zu akzeptieren und eben eine Familie gründen möchte. Was ja das selbstverständlichste in der Natur ist.
Autor MAS
 - 18.06.2025 07:57
Ja, lieber Gregor, über den besten Weg, jungen Menschen den Gedanken nahe zu bringen, kann man diskutieren. Ein Kind dazu zu bringen, etwas zu tun, was in den Augen konservativer Mitmenschen, die ja meistens irgendwie den Mainstream verkörpern, nicht gut ist, kann das Kind überfordern. Das sollte man vermeiden. Ich bin sowohl dagegen, ein Kind zu zwingen, sich konform zu konservativen Vorstellungen noch sich genau nicht-konform zu ihnen zu kleiden. Ein Kind sollte sich da frei entfalten können. Besser ist es, als Erwachsener Vorbild zu sein, als Zwang auszuüben.

LG, Micha
Autor GregorM
 - 18.06.2025 07:37
Zitat von: MAS am 17.06.2025 23:49
Lieber Gregor, aber so geht es doch oft in der Erziehung: Den Erwachsenen fällt ein, was die Kinder lernen und machen sollen. Ich wurde zum Beispiel gezwungen, in die Schule zu gehen. Ob ich das wollte oder nicht, spielte keine Rolle. Heute bin ich froh, dass ich in die Schule gehen musste. Andererseits musste ich manchmal Kleidung anziehen, die ich auch nicht anziehen wollte und wäre heute noch froh, sie nicht hätte anziehen zu müssen. Ich wurde da aber nicht großartig gefragt.

Einig. Doch es ist alles innerhalb generell akzeptierten Normen. Das ist mit einem Jungen in Mädchenkleidung nicht der Fall. Ein Junge im Kleid wird von den meisten als grenzüberschreitend empfunden, stelle ich mir vor.
Das gesagt, wäre es sein Wunsch gewesen, was auch sein Grund, einen Rock oder ein Kleid zu tragen, sollte ihm seine Mutter natürlich dabei unterstützt haben.

Wenn die Mutter ihrem Sohn Toleranz hätte beibringen wollen, hätte sie ihm nur wiederholt sagen können, dass es nicht falsch wäre, wenn er eines Tages einen Jungen im Rock oder Kleid sähe.

Ich akzeptiere und respektiere Transfrauen, aber um das zu tun, brauche ich nicht, mich selbst als eine zu kleiden.
Autor MAS
 - 17.06.2025 23:49
Lieber Gregor, aber so geht es doch oft in der Erziehung: Den Erwachsenen fällt ein, was die Kinder lernen und machen sollen. Ich wurde zum Beispiel gezwungen, in die Schule zu gehen. Ob ich das wollte oder nicht, spielte keine Rolle. Heute bin ich froh, dass ich in die Schule gehen musste. Andererseits musste ich manchmal Kleidung anziehen, die ich auch nicht anziehen wollte und wäre heute noch froh, sie nicht hätte anziehen zu müssen. Ich wurde da aber nicht großartig gefragt.

LG, Micha
Autor GregorM
 - 17.06.2025 14:46
Ja, lieber Micha, wenn der Junge die Initiative nimmt, dann schon. Aber das war im Video nicht der Fall. Er war skeptisch, ließ sich aber von der Mutter überreden, weil SIE meinte, er solle lernen, Röcke/Kleider zu tragen.
Autor MAS
 - 17.06.2025 12:30
Das würde ich so nicht verallgemeinern, lieber Gregor. Ich habe schon im Vor- oder Grundschulalter gerne die Röcke einer Freundin anprobiert. Hätte meine Mutter mich damals in ein Kleid gestreckt, hätte ich das sicher begrüßt und genossen.

Jungs sollten von klein auf die Möglichkeit haben, Röcke und Kleider zu tragen, so wie Mädchen heutzutage von klein auf Hosen tragen dürfen!

Ob das dann etwas mit Genderidentität zu tun hat, ist eine komplizierte Frage, und hängt auch sehr von der Gesellschaft ab und wie diese Hosen, Röcke, Kleider und Kleidung generell geschlechtlich einordnet. Ordnet sie Kleidung als genderneutral ein, hat die Kleidungsvorliebe eines Jungen oder Mädchens sicher keine Auswirkung auf die jeweilige Geschlechtsidentität.



LG, Micha
Autor GregorM
 - 17.06.2025 08:24
Ich muss ehrlich sagen, dass mir gefällt das Video bestimmt nicht. Der achtjährige Junge hat, sofern wir wissen, keine Probleme mit 1) dem eigenen Geschlecht und 2) auch nicht mit denen, die es haben könnten. 3) Vermutlich hat er nie einen Crossdresser gesehen und nicht gewollt, einer zu sein. Allein von der eigenen Mutter hat er darüber gehört. Deshalb hat nicht er, nur seine Mutter, ein Interesse an das Thema, und sie hat ihn zum Geisel genommen.
Denn warum soll ein Junge mit acht Jahren nicht nur darüber lernen, sondern es auch am eigenen Körper probieren? Sexualkunde, ob wohl den meisten relevanter, beginnt auch viel später im Leben.

Ich sitze zurück mit dem Gefühl, es könnte sehr wohl darüber handeln, was man auf dem englischen Child Abuse nennt. Dass nur Platzhalterbilder verwendet worden sind, macht das Video übrigens nicht legaler. 
Autor Kurt
 - 16.06.2025 21:58
Dafür brauchts keine Geschlechtsumwandlung
Autor MAS
 - 14.03.2025 11:38
Ich verstehe diesen Satz auch so: Kleidung verändert nicht die Genderidentität, sie kann nur herauslocken, was schon da ist.

Aber ja, in dieser Hinsicht, dass die männliche Identität eines Kleides nicht explizit für möglich gehalten wird, hast Du recht.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 14.03.2025 11:25
Hm... Auch wenn das in diesem "Video" explizit so gesagt wird...

Die Hauptbotschaft dieses mit schönen, aber bestenfalls Platzhalter-Bildern gespickten Redebeitrags ist, - von mir wohlwollend formuliert - für Empathie und Andersartigkeit zu werben. Diesen Schritt, als Mutter ihrem Sohn solche Erfahrungsräume zu eröffnen, halte ich für wertvoller als immer stetig zu wiederholen, dass Jungs gefälligst nur Hosen anziehen sollen.
Dennoch ist die Aussage dieses Medienstücks letztlich die, dass Kleider oder Röcke definitiv weiblich / mädchenhaft sind.
Die Botschaft, dass Jungs und Männer auch Röcke oder Kleider ganz selbstverständlich wählen können sollen ohne sich als etwas "dazwischen" definieren zu müssen, bleibt völlig auf der Strecke.
Insofern widerspricht das dem darin enthaltenen Passus: Kleidung verändere nicht das Geschlecht, das jemand im Inneren hat. Das "Video" wirbt dafür, sein Inneres als etwas abweichendes zu entdecken, wenn man (Junge oder Mann) nicht immerzu nur Hosen tragen will. Und genau das ist konträr zu dem, was hier im Thread diese Frage aufwarf.
Autor MAS
 - 14.03.2025 10:42
Ich fand hier ein schönes Video zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=hlnWZY_hE6I
Ganz klare Botschaft: Kleidung verändert nicht das Geschlecht, das jemand im inneren hat.

LG, Micha
Autor doppelrock
 - 12.03.2025 07:16
Die Beobachtung kann ich nicht teilen. Ich kenne mehrere schwule Männer, die sich normal männlich kleiden, auch wenn sie feiern gehen.  Offensichlich sind sie Männer, die statt einer frau eben einen Mann lieben, deshalb aber sich nicht als frau verkleiden wollen. Schwul ist unabhängig von Drag oder queer.
Autor cephalus
 - 11.03.2025 18:41
Da hast Du Recht, Yoshi!

Ich habe in meinem Freundeskreis auch ein schulen Pärchen, die ganz gerne mal in die Damenkiste greifen.

Nicht weil sie weiblich erscheinen möchten, sondern einfach weil es Spaß macht und neue Möglichkeiten bringt.
Sie vertreten die Ansicht, dass viele Männer gerne täten, unabhängig von der Orientierung,  dass sie, im Gegensatz zu den meisten, aber keine Angst haben müssen, dass sie jemand für schwul hält, weil sie es offen leben.

Autor Yoshi
 - 11.03.2025 16:38
Zitat von: Zareen am 11.03.2025 00:14
Meiner Meinung nach geht schwulsein und weiblich konnotierte Kleidung irgendwie nicht. Aber ich kann's nicht beurteilen.

Da fallen mir gleich einige prominente Männer ein, die schwul sind und weibliche konnotierte Kleidung tragen, von Drag Queens über Modeschöpfer bis hin zu Musikern.