Zitat von: Skirtedman am 21.06.2022 10:44
Was also ist anstößig? Wenn ich etwas anstößig empfinde, dann läuft das meinen erlernten Werten, meinen vielleicht im Leben selbständig etwas erweiterten Werten, zuwider. Meine Werte sind mir wertvoll - vermutlich bezeichnet man das ja auch deshalb als Werte. Werden meine Werte verletzt, dann fühle ich mich in meinem Inneren getroffen.
btw. kann ich euch als Rockertreffen nur empfehlen ... so unbeschwert werdet Ihr nie wieder unter Menschen "Ihr selbst" sein können.Zitat von: sentinel am 21.06.2022 09:19
Die Queer-Bewegung mit Ihren Veranstaltungen wirkt leider mitunter wie eine Partymeile in der oftmals anstößiges Verhalten in der Öffentlichkeit vorgelebt wird, vielleicht sollten die Veranstalter hier ein besonderes Augenmerk haben. Ich denke das kommt bei konservativen Menschen nicht immer seht gut an und schafft damit nicht unbedingt Freunde.
Zitat von: Lars am 20.06.2022 08:36
Hmmm .... da wurden meine Worte mal wieder ordentlich verdreht. An welcher Stelle genau habe ich mich denn konkret distanziert?
Mit dem Begriff "Minderheiten" tue ich mich immer etwas schwer, der kann auch ganz schnell anmaßend wirken.
Was ich eigentlich sagen will:
Die Menschen der genannten Szene waren früher kein Thema in der Öffentlichkeit. Wegen ihnen wurde kein Aufhebens gemacht, sie waren einfach da und haben ihr Ding gemacht. Ich glaube, SEHR viel unbehelligter als heute. Damals wurde auch niemand gezwungen, eine verpanschte Sprache, die auf alle Eventualitäten vermeintliche Rücksicht nimmt, zu ertragen. Letzteres nur als Beispiel. Diese ganze Regenbogen-Propaganda fühlt sich einfach falsch an. Das ist nicht das, was die "betroffenen" Menschen wirklich brauchen ....
Zitat von: Lars am 20.06.2022 08:36
Die Menschen der genannten Szene waren früher kein Thema in der Öffentlichkeit. Wegen ihnen wurde kein Aufhebens gemacht, sie waren einfach da und haben ihr Ding gemacht. Ich glaube, SEHR viel unbehelligter als heute.
Zitat von: Skirtedman am 19.06.2022 22:06
Nun, Lars hat irgendwo Recht, diese Veranstaltung hat nicht soooo viel mit uns zu tun.
Allerdings sind "wir" hier ja auch nicht alle so wie Lars, so wie ich, oder so wie sonst einer, sondern auch ein recht bunter Haufen.
Und egal, ob wir uns damit identifizieren oder nicht, wir können durchaus auch für Mitglieder der Regenbogenfraktion gehalten werden.
Insofern überschneiden sich deren Ziele (oder soll ich sagen: Bedürfnisse) mit unseren Zielen (Bedürfnissen), sollten wir noch so sehr Interesse haben, uns von der Regenbogenfraktion zu distanzieren.
Wir entsprechen deutlich nicht der Erwartungshaltung der genormten Gesellschaft. Darum ecken wir an - oder können anecken. Ja, irgendwo sitzen wir allen in einem ähnlichen Boot, jedenfalls auf dem selben Fluss. Und da ist ein Blick über den eigenen Tellerrand hilfreich, vor allem, wenn da die Rede von Anfeindungen ist.
Ich kenne diese Art von Anfeindungen praktisch seit Jahren/Jahrzehnten nicht mehr. Ich halte das und die damit verbundene Angst für überzogen. Aber: ja, in dem Bericht geht es um Gruppen und Situationen, die den meisten von uns wohl fremd sein dürften. Vor allem wird ja auch eine sehr spezielle Sozialstruktur erwähnt, die da eine wesentliche Rolle zu spielen scheint.
Diese Gemengelage haben die meisten von uns wahrscheinlich nicht vor der Haustür.
Danke für den Blick über den eigenen Tellerrand. Aber ich mache mich nicht verrückt: Ich brauche vor Sorge mich nicht erst nach der Bahnfahrt in meine Lieblingsklamotten einzuhüllen. Ich zieh das schon zuhause an, den ganzen Tag durch, und abends zuhause wieder aus. Falls ich mal nach Marzahn komme, dann werde ich das auch nicht anders handhaben.