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Zitat von: deRocker am 21.04.2023 18:28Zitat von: GregorM am 19.04.2023 17:33
Deshalb: Wer als mutig gelten möchte, schenkt dem Roten Kreuz Kleid, Absatzschuhe und was auch, kehrt zum Rock zurück und zeigt aller Welt, dass ein Mann den Mut dazu haben kann, einen Rock zu tragen.
Was ist das denn für ein Quatsch?!
Eine ultrakonservative Sichtweise zum Rocktragen als Mann?
Zitat von: MAS am 22.04.2023 00:46Zitat von: deRocker am 21.04.2023 18:28Zitat von: GregorM am 19.04.2023 17:33
Deshalb: Wer als mutig gelten möchte, schenkt dem Roten Kreuz Kleid, Absatzschuhe und was auch, kehrt zum Rock zurück und zeigt aller Welt, dass ein Mann den Mut dazu haben kann, einen Rock zu tragen.
Was ist das denn für ein Quatsch?!
Eine ultrakonservative Sichtweise zum Rocktragen als Mann?
Gregor meint, um als Trans oder Queer durchzugehen, brauche man heutzutage keien Mut mehr, denn diese Lebensweisen seien schon allgemein akzeptiert. Ein "normaler" Cismann, der Rock trägt, dagegen kämpfe noch gegen Unverständnis und Unwissen und werde komisch angeguckt, weshalb es Mut brauche, einfach so als Cismann einen Rock zu tragen.


Zitat von: Peter55Muc am 22.04.2023 07:53
Ich mache mir natürlich darüber Gedanken, warum das bei mir so ist, aber ich denke nicht umsonst sind die meisten hier im Forum 50 +, weil sie wohl noch etwas ausgefallenes in ihrem, sonst etwas eintönigen Leben, erleben wollen.
Zitat von: MAS am 22.04.2023 00:49
Lieber Zwurg,
der Artikel handelt nicht von Dir, sondern von einem anderen Menschen. Warum bekommst Du ein ungutes Gefühl, beim Lesen dieses Beitrages? Hast Du Angst, man erwarte von Dir, so zu sein wie Jochen*Julia?
Zitat von: deRocker am 21.04.2023 18:36Zitat von: JoHa am 19.04.2023 22:17
Oh, ja. Ich glaube aus leidvoller Erfahrung, was ich hier lese.
Wer patriarchalische Strukturen kennt, weiß, daß ein Mann, der vermeintlich weibliche Kleidungsstücke trägt, freiwillig Zacken aus seiner Krone bricht. Er verzichtet auf Insignien seiner Machtposition. Die Frau hingegen, die sich Hose und Karohemd erobert, erweitert lediglich ihr "Revier". Der Mann darf sich viele Blößen geben, jedoch nicht die einer limitierten Männlichkeit. Wo kämen wir denn sonst hin? Vielleicht, o Graus, zur Gleichberechtigung, zur Gleichwertigkeit?Zitat von: MAS am 19.04.2023 22:46
Also ich entdecke einige Ähnlichkeiten zu mir, z.B. habe auch ich mal einen Rock in die Altkleidersammlung gegeben aus einem Anflug von Scham, und habe zu allererst einen Spaziergang im Dunkeln gemacht und habe auch schon mehr als nur den Rock aus der Damenabteilung getragen bzw. tue das recht oft.
Im Unterschied zu Jochen*Julia trete ich aber nie en femme auf, sondern immer als Mann in Rock und eben auch anderen Kleidungsstücken aus der Damenabteilung.
LG, Micha
Haben diese Erfahrung nicht viele hier gemacht?
Selbst wenn man sich endlich das Herz gefasst hatte und das Teil seiner Wahl gekauft hat,
dann doch vom schlechten Gewissen geplagt zu werden oder von "Mutti" einen Rüffel zu bekommen und die Sachen zu entsorgen?
Traurig!
Zitat von: Zwurg am 21.04.2023 18:30Zitat
Gregor schrieb:
Wer es am schwierigsten hat, ist tatsächlich der Mann, der deutlich zeigen will, dass er den Mut dazu hat, als MANN in der Kleidung abzuweichen.
Denn er hat es ja überhaupt nicht nötig. Er ist einfach ein Sonderling und genießt deshalb nicht dieselbe Akzeptanz der Gesellschaft.
Es ist tatsächlich schwer für mich als Mann abzuweichen.
Um so schwerer da ich gewisse feminine Tendenzen gar nicht abstreiten kann. Dennoch empfinde ich mich ganz deutlich als Mann, und natürlich möchte ich auch als Mann wahrgenommen werden, auch wenn ich die Mitte 50 mittlerweile überschritten habe und finde man sieht mir das langsam auch an.
Aber mein Aussehen, mein ungeschminktes, etwas faltiges Gesicht, mein Zurückweichendes Haupthaar und meine eindeutige männliche Figur, gehören nun einmal zu meiner Identität.
Ich bin gerne Mann, liebe die Kraft die mein Körper bietet, ich finde auch den Körper ganz ok, ich möchte gar keine Brüste, oder schmale Hüften und ein breites Becken haben.
Würde ich mir eine Perücke aufsetzten, Brüste ankleben, mich schminken, wäre ich nicht mehr ich, sondern ein verkleidetes verändertes Wesen, das manche vielleicht gar nicht mehr als mich erkennen würden.
Es ist auch nicht so, dass ich ungerne Jeanshosen, T-Shrit und Lederjacken trage. Nur manchmal möchte ich eben auch eine größers Auswahl haben.
Ich trage auch gerne Stiefel und Strumpfhosen zum Rock. Und würde auch gerne Kleider tragen, wenn es Männerkleider gäbe. Und tatscächlich es gibt sie ja, im Mittelaltershop, und ich trage sie auch auf dem Mittelalterfest.
Zitat von: deRocker am 21.04.2023 18:28Zitat von: GregorM am 19.04.2023 17:33
Deshalb: Wer als mutig gelten möchte, schenkt dem Roten Kreuz Kleid, Absatzschuhe und was auch, kehrt zum Rock zurück und zeigt aller Welt, dass ein Mann den Mut dazu haben kann, einen Rock zu tragen.
Was ist das denn für ein Quatsch?!
Eine ultrakonservative Sichtweise zum Rocktragen als Mann?
Zitat von: JoHa am 19.04.2023 22:17
Oh, ja. Ich glaube aus leidvoller Erfahrung, was ich hier lese.
Wer patriarchalische Strukturen kennt, weiß, daß ein Mann, der vermeintlich weibliche Kleidungsstücke trägt, freiwillig Zacken aus seiner Krone bricht. Er verzichtet auf Insignien seiner Machtposition. Die Frau hingegen, die sich Hose und Karohemd erobert, erweitert lediglich ihr "Revier". Der Mann darf sich viele Blößen geben, jedoch nicht die einer limitierten Männlichkeit. Wo kämen wir denn sonst hin? Vielleicht, o Graus, zur Gleichberechtigung, zur Gleichwertigkeit?
Zitat von: MAS am 19.04.2023 22:46
Also ich entdecke einige Ähnlichkeiten zu mir, z.B. habe auch ich mal einen Rock in die Altkleidersammlung gegeben aus einem Anflug von Scham, und habe zu allererst einen Spaziergang im Dunkeln gemacht und habe auch schon mehr als nur den Rock aus der Damenabteilung getragen bzw. tue das recht oft.
Im Unterschied zu Jochen*Julia trete ich aber nie en femme auf, sondern immer als Mann in Rock und eben auch anderen Kleidungsstücken aus der Damenabteilung.
LG, Micha
Zitat
Gregor schrieb:
Wer es am schwierigsten hat, ist tatsächlich der Mann, der deutlich zeigen will, dass er den Mut dazu hat, als MANN in der Kleidung abzuweichen.
Denn er hat es ja überhaupt nicht nötig. Er ist einfach ein Sonderling und genießt deshalb nicht dieselbe Akzeptanz der Gesellschaft.
Zitat von: Jean am 19.04.2023 19:08
Manchmal kann ich kaum glauben was ich hier lese!
Zitat von: GregorM am 19.04.2023 17:33
Deshalb: Wer als mutig gelten möchte, schenkt dem Roten Kreuz Kleid, Absatzschuhe und was auch, kehrt zum Rock zurück und zeigt aller Welt, dass ein Mann den Mut dazu haben kann, einen Rock zu tragen.