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Zusammenfassung

Autor GregorM
 - 11.09.2023 18:10
Zitat von: Jean am 09.09.2023 15:56
Ja wie auch immer ich fühle mich in hosen sehr wohl.
Natürlich trage ich nur damenhosen und ich brauche keinen rock um mich weiblich zu fühlen.
Das geht auch mit hosen denn die person die darin steckt ist ja die gleiche.

Nun geht es ja grundlegend nicht, wenn überhaupt, darum, dass wir uns weiblich fühlen sollen. Für uns ist das Tragen von Röcken Kernthema. Macht schon einen Unterschied.

Gruß
Gregor
Autor Jean
 - 09.09.2023 15:56
Ja wie auch immer ich fühle mich in hosen sehr wohl.
Natürlich trage ich nur damenhosen und ich brauche keinen rock um mich weiblich zu fühlen.
Das geht auch mit hosen denn die person die darin steckt ist ja die gleiche.
Autor cephalus
 - 07.09.2023 17:42
Zitat von: Timper am 05.09.2023 11:40
Wer das ändern will muss ihm eine neue Symbolik geben. Vielleicht das mit dem Rock der neue, sozialere Mann kommt der Windeln wechselt und Elternzeit nimmt. Also neuer sozialer Status und nicht der protz SUV machen ihn heute aus. Nur Modeszene wird nicht reichen.

Das sehe ich auch so, und ganz ehrlich ist das bei vielen Männern die in ähnlicher Weise Grenzen übertreten, wie Nagellack, Schmuck, oder eben auch Rock bereits wirklich so. Vor allem bei den Jüngeren.

Bei denen, die nach wie vor auf dem SUV Machotum und traditionellen Rollenmustern beharren, hat der Rock auch weniger Chancen.
Rock an den Machomann zu bringen, sehe ich als sinnlosen Versuch und wird auch nicht gelingen.

Und ja, ich bin ein Exemplar wie oben beschreiben und unterstütze auch die entsprechende galamäßigere Verteilung der Aufgaben und Rollen - wie meine Frau ausdrücklich auch. Vermutlich auch ein Grund, warum meine Frau zu 100% eben auch Röcke und Kleider unterstützt.
Autor Timper
 - 07.09.2023 17:28
Zitat von: Skirtedman am 07.09.2023 14:38
Zitat von: Jean am 07.09.2023 12:22.
Die männer müssten es ihnen mit dem rock gleichtun und dann wäre es auch kein thema mehr.
Es liegt einzig und alleine an den männern ob sich der rock in der herrenmode durchsetzt.

Ja, ganz richtig.
Und dann müsste man sich auch nicht mehr lang und breit seiner Liebsten erklären.

Aber noch machen die Männer sich in die Hose dabei.

Und was Du sonst noch gesagt hast, Jean, das ist auch richtig. Kommt eben noch hinzu, dass die Frauen in Hosen der Männerhose noch mal das Gewicht der "richtigen Kleidung" verliehen hat.

@Micha

Was soll ich noch dazu sagen? Bemühe ich noch mal den Vergleich mit der Migration.

Wieviele Europäer wollen zum dauerhaften Leben nach Afrika auswandern?
Wieviele Afrikaner wollen zum dauerhaften Leben nach Europa auswandern - oder haben es bereits gemacht?

Du wirst sehen, der Drang, nach Afrika zu gehen, ist geringer.
Der Drang, nach Europa zu gehen, deutlich größer.

Und schwupps! sehen sich die Europäer darin bestätigt, dass sie in besseren Bedingungen leben. Dass es besser ist, in Europa zu leben. Dass sie gar nicht erst auf Idee kommen, in Afrika leben zu wollen.

Setze Rock/Kleid mit Afrika gleich. Setze Hose mit Europa gleich.

Die in Hosen sehen, dass Hosen beliebter sind. Das nehmen die in Hosen dann als das wahr, dass die Hose die richtigere Kleidung ist.

Message an alle Hosenmätze: "Da bleiben!!!"; "Ihr seid richtig!!!"; "Alles andere fühlt sich falsch an."
Es steht dir doch frei nach Afrika auszuwandern. Niemand hindert dich. Du darfst nur nicht erwarten das dir alle nachlaufen. Das typische Problem von Missionaren das sie es nicht verstehen das ihnen niemand ins gelobte Land folgt. Jeder wandert woanders hin, jeder hat seine Richtung.
Autor MAS
 - 07.09.2023 16:04
Klar, wer will schon in ein ärmeres Land, das zudem noch viel mehr vom Klimawandel betroffen ist, auswandern.

Einen ähnlichen Vergleich bzgl. des Rocks finde ich aber auch interkulturell:

So wie der Rock als Frauenkleidung als Kleidung der rangniederen Menschen galt, so auch als Kleidung der Menschen in kolonisierten Ländern, so den Bereich des Indischen Ozeans. Als ich 1986 in Sri Lanka war, erklärte mir ein Gastgeber, er trage im Büro Hose und zu Hause Sarong. Und dass ich als Europäer Sarong trug, wurde ein paar mal lobend erwähnt. Die Hose galt damals und gilt wohl immer noch als Kleidung der überlegenen Europäer, der ehem. Kolonialherren, der Rock als Kleidung der unterlegenen Asiaten, der ehem. Kolonisierten. Das mag sich aber ändern mit dem steigenden wirtschaftlichen Erfolg der asiatischen Länder.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 07.09.2023 14:38
Zitat von: Jean am 07.09.2023 12:22.
Die männer müssten es ihnen mit dem rock gleichtun und dann wäre es auch kein thema mehr.
Es liegt einzig und alleine an den männern ob sich der rock in der herrenmode durchsetzt.

Ja, ganz richtig.
Und dann müsste man sich auch nicht mehr lang und breit seiner Liebsten erklären.

Aber noch machen die Männer sich in die Hose dabei.

Und was Du sonst noch gesagt hast, Jean, das ist auch richtig. Kommt eben noch hinzu, dass die Frauen in Hosen der Männerhose noch mal das Gewicht der "richtigen Kleidung" verliehen hat.

@Micha

Was soll ich noch dazu sagen? Bemühe ich noch mal den Vergleich mit der Migration.

Wieviele Europäer wollen zum dauerhaften Leben nach Afrika auswandern?
Wieviele Afrikaner wollen zum dauerhaften Leben nach Europa auswandern - oder haben es bereits gemacht?

Du wirst sehen, der Drang, nach Afrika zu gehen, ist geringer.
Der Drang, nach Europa zu gehen, deutlich größer.

Und schwupps! sehen sich die Europäer darin bestätigt, dass sie in besseren Bedingungen leben. Dass es besser ist, in Europa zu leben. Dass sie gar nicht erst auf Idee kommen, in Afrika leben zu wollen.

Setze Rock/Kleid mit Afrika gleich. Setze Hose mit Europa gleich.

Die in Hosen sehen, dass Hosen beliebter sind. Das nehmen die in Hosen dann als das wahr, dass die Hose die richtigere Kleidung ist.

Message an alle Hosenmätze: "Da bleiben!!!"; "Ihr seid richtig!!!"; "Alles andere fühlt sich falsch an."
Autor Jean
 - 07.09.2023 12:22
Ich denke vielen männern ist die hose wichtig als äusseres zeichen ihres geschlechts und im rock würden sie sich nicht mehr richtig als mann fühlen.
Sie wollen eben die hosen anhaben.
Für frauen aber ist der rock oder die hose schlichtweg ein bekleidunsstück das man nach lust und anlass wählt.
Darum haben die frauen auch keine probleme mit hosen.
Die männer stehen den männern im weg wenn es um  mode geht.
Das tragen von hosen für frauen war für viele männer ein angriff auf dieses privileg darum waren vor allem am anfang viele dagegen.
Das hat die frauen aber nicht besonders gestört sie haben sie einfach in ihre garderobe übernommen und darum ist die hose heute unisex.
Die männer müssten es ihnen mit dem rock gleichtun und dann wäre es auch kein thema mehr.
Es liegt einzig und alleine an den männern ob sich der rock in der herrenmode durchsetzt.
Autor MAS
 - 07.09.2023 11:25
Ja, das habe ich ja gelesen, lieber Wolfgang, aber trotzdem nicht ganz verstanden.

Es ging, wie Jean und Timper es ja erklärt haben, nicht nur um die Hose, sondern um gesellschaftlichen Aufstieg zur Gleichberechtigung. Die Hose war dafür teilweise ein Symbol. Und umgekehrt war der Rock ein Symbol für Weiblichkeit und eine niedrigere Stellung in der Gesellschaft.

In dieser Symbolik sehe ich vor allem den Grund dafür, warum die meisten Männer in unsererer Kultur sich weigern bzw. gar nicht mal auf den Gedanken kommen, einen Rock zu tragen.
Die Weiblichkeits-Symbolik beinhaltet zudem eine erotische: Röcke an Frauen wirken auf die meisten heterosexuellen Männer erotisch. Somit haben sie Angst, im Rock erotisch auf andere Männer zu wirken, was sie nicht wollen.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 07.09.2023 10:06
Nun, mit ein bisschen zeitlichem Abstand hätte ich die Überschrift wohl so etwas klarer formulieren sollen:

Der Griff der Frauen zur Hose hat diese für die Männer als Männerkleidung zementiert.

Oder für grammatisch Ungeübte:

Der Griff der Frauen zur Hose hat die Hose für die Männer als Männerkleidung zementiert.

Oder für Menschen, die mit Bildsprache nicht viel anfangen können:

Der Griff der Frauen zur Hose hat die Hose für die Männer noch viel stärker zur Männerkleidung gemacht.
oder zu guter Letzt:
Frauen in Hosen haben die Männer noch sehr viel stärker in den Hosen gehalten.

Und die Begründung für diese These, die eigentlich zum Beweis nur des Nachdenkens bedarf, habe ich, denke ich, im Startbeitrag ausreichend gegeben.
Autor MAS
 - 07.09.2023 08:58
Ich verstehe immer noch nicht den Sinn der Überschrift dieses Threads.

Ich würde eher Jean recht geben, dass die Hose unisex geworden ist.

Röcke sind es im Bereich des Indischen und südlichen Pazifischen Ozeans auch.

LG, Micha
Autor Timper
 - 07.09.2023 08:14
Wohl wahr!
Ich sehe bei der männlichen Jugend im Bereich Streetwear auch nichts von Röcke. Klar kann man sich das einreden wenn mal einer irgendwo mit einem Rock bei einer Veranstaltung rumläuft. Dabei bleibt es dann aber auch.
Die Altersstrukturen hier geben doch ein gewisses Bild ab. Die Jugend hat andere Dinge im Kopf als sich hier über Röcke den Kopf heiß zu reden.
Die Parallel von Jean zu Frauen und Hosen ist nicht von der Hand zu weisen.
Die Jugend hatte den Trend und die Richtung zur Hose für Frauen auf den Weg gebracht. Nicht alte Leute.
Die Jugend sagt sich heute-soll doch jeder machen wie er es will. Und wenn er es nicht will auch gut. Da muss man niemanden was mit der Brechstange aufdrängen.
Missioniert werden ist das letzte was die Jugend will. Und alte Leute reagieren erst recht allergisch darauf.
Autor Jean
 - 07.09.2023 07:53
Zitat von: Zwurg am 06.09.2023 08:51
Ich stimme Gregor zu:

Männer in Röcken.
Mann zu sein, heißt für mich auch in 20 Schritt Enternung als Mann erkannt zu werden.

Und klar es ist selten einen Mann im Rock zu sehen. Trotzdem kaufe ich vermehrt Männerröcke im Internet.
Da werden sie tatsächlich angeboten.
Den rock muss man nicht neu erfinden.
Ob es euch nun passt oder nicht er ist immer noch weiblich da ändert auch ein männerrock nichts daran.
Anders die hose die ist ganz klar unisex geworden.
Ich habe ja auch das vergnügen gehabt das aufkommen der hose in der damenmode mitzuerleben.
Erstens kam das nicht von heut auf morgen und zweitens waren es vor allem junge frauen die zuerst hosen trugen.
Damit sich wirklich was ändern würde müssten die jungen männer vermehrt röcke tragen.
Aber ich sehe in die richtung gar keine tendenz.


Autor Skirtedman
 - 06.09.2023 12:06
Naja, ganz ohne wird das nicht funktionieren. Die Lust an was Neuem wird immer wieder mal siegen.

Allerdings könnte ich in der Tat wohl die nächsten 20 Jahre alle meine Oberbekleidung auftragen und ich müsste mir noch immer nichts nachkaufen.

Aber natürlich gibt es neue Formen, Farben, Muster, Effekte, die mich auch in Zukunft inspirieren werden, mir etwas Neues zu kaufen.

Falls mal ein innovativer neuer Männerrock daherkommt, den ich in vergleichbarer Weise noch nicht in meinen Schränken habe, dann werde ich da bestimmt auch irgendwann mal zugreifen. Allerdings bin ich ein Anprobier-Käufer. Das heisst, die Sachen, die es real in Läden gibt, haben eine viel größere Chance, von mir entdeckt zu werden. Da müssten also auch Männerröcke auftauchen, also im realen Handel.
Autor GregorM
 - 06.09.2023 10:50
Zitat von: Skirtedman am 06.09.2023 10:23
Mich als Kunden zu erwischen, ist für die Männerrock-Anbieter inzwischen ein hartes Brot. Weil meine Schränke sind voll. Sie kommen irgendwie 10, 15, 20 Jahre zu spät.

Hallo Wolfgang,

soll ich es so verstehen, als wirst du dir in Zukunft nichts mehr neues kaufen?

Gruß
Gregor

Autor Skirtedman
 - 06.09.2023 10:23
Zitat von: Zwurg am 06.09.2023 08:51
Und klar es ist selten einen Mann im Rock zu sehen. Trotzdem kaufe ich vermehrt Männerröcke im Internet.
Da werden sie tatsächlich angeboten.

Tja, eigentlich müsste man diese Hersteller mehr unterstützen.

Wenn Zara, H&M oder New Yorker Männerröcke angeboten haben, dann habe ich die auch fast immer automatisch gekauft, nicht zuletzt, um dieses Angebot zu unterstützen (da war nicht immer ultimativ tragfähiges dabei). Das ist z.T. schon gut 20 Jahre her.

Inzwischen schätze ich aber die große Auswahl, die mir der Handel mit Damenröcken bietet, und auch da entwickele ich mich (abgesehen von Mustern und Materialien) vor allem mit neuen Formen (Schnitten) in einem Repertoire weiter.

Da habe ich, ehrlich gesagt, das Angebot der Männerröcke aus dem Blick verloren. Die meist ja doch recht eintönig daherkommen, und ich dergleichen schon längst im Schrank habe (und meist gar nicht mehr trage). Und ausserdem sind ausgesprochene Männerröcke fast immer verhältnismässig teuer.

Schade drum.

Mich als Kunden zu erwischen, ist für die Männerrock-Anbieter inzwischen ein hartes Brot. Weil meine Schränke sind voll. Sie kommen irgendwie 10, 15, 20 Jahre zu spät.