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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 05.04.2024 15:34
Zitat von: Holger Haehle am 04.04.2024 17:23
Ja Wolfgang,

die Konstruktion mit einem Hosenbein plus Schürze für das andere Bein ist schon sehr speziell. Ich würde es jedenfalls gern mal probieren, aber wahrscheinlich einfachere Konstruktionen, wie den klassischen Rock, bevorzugen.

Und wenn du schon das Beben ansprichst, so lass mich die Gelegenheit nutzen, für all die besorgten Mails zu danken. Die Bilder in den Nachrichten sehen teilweise spektakulär aus, aber die Schäden halten sich doch sehr in Grenzen und betreffen fast ausnahmslos ältere Gebäude in de Nähe des Epizentrums. Bei vergleichbar starken Beben wie zu letzt in Marokko und der Türkei sterben Hunderte bis Tausende. In Taiwan sind derzeit 10 Tote zu beklagen. Das liegt vor allem an den strengen Bauvorschriften, die nach dem großen Beben von 1999 eingeführt wurden. Selbst wenn vereinzelt Häuser einknicken, so stürzen sie nicht in sich zusammen. Die Verletzungen sind meist leichter, weil den Bewohnern nicht die Decke auf den Kopf fällt. Trotzdem bleibt es ein starkes Erlebnis, wenn sich die Decke, je nach Etage, einen halben Meter und manchmal mehr, zur Seite bewegt und nicht mal der Putz von der Wand bröckelt. So beklagen wir nur den Verlust einer antiken Wanduhr, die sich nicht länger an der ca. 40s schwankenden Wand halten konnte.

Ach so, das Beben war in Taiwan. Ich hatte verstanden, es sei in Thailand gewesen.
Giut, dass bei Euch jetzt so gut gebaut wird!

LG, Micha
Autor Holger Haehle
 - 04.04.2024 17:23
Ja Wolfgang,

die Konstruktion mit einem Hosenbein plus Schürze für das andere Bein ist schon sehr speziell. Ich würde es jedenfalls gern mal probieren, aber wahrscheinlich einfachere Konstruktionen, wie den klassischen Rock, bevorzugen.

Und wenn du schon das Beben ansprichst, so lass mich die Gelegenheit nutzen, für all die besorgten Mails zu danken. Die Bilder in den Nachrichten sehen teilweise spektakulär aus, aber die Schäden halten sich doch sehr in Grenzen und betreffen fast ausnahmslos ältere Gebäude in de Nähe des Epizentrums. Bei vergleichbar starken Beben wie zu letzt in Marokko und der Türkei sterben Hunderte bis Tausende. In Taiwan sind derzeit 10 Tote zu beklagen. Das liegt vor allem an den strengen Bauvorschriften, die nach dem großen Beben von 1999 eingeführt wurden. Selbst wenn vereinzelt Häuser einknicken, so stürzen sie nicht in sich zusammen. Die Verletzungen sind meist leichter, weil den Bewohnern nicht die Decke auf den Kopf fällt. Trotzdem bleibt es ein starkes Erlebnis, wenn sich die Decke, je nach Etage, einen halben Meter und manchmal mehr, zur Seite bewegt und nicht mal der Putz von der Wand bröckelt. So beklagen wir nur den Verlust einer antiken Wanduhr, die sich nicht länger an der ca. 40s schwankenden Wand halten konnte.
Autor Skirtedman
 - 04.04.2024 11:51
Schön, Holger, ein Lebenszeichen von Dir zu lesen.

Hört man doch gerade nicht so angenehme Neuigkeiten von Deinem Landstrich. Auch von Deutschen war die Rede, die man aber inzwischen aus ihrer Notlage befreien konnte.

Zum Thema: Ja, könnte.

Ich stelle mir aber gerade das Tragegefühl solch einer Konstruktion vor. Dabei stellt sich dann noch die vermutlich entscheidenste Frage, ob denn der Schritt schnitttechnisch behost oder berockt ist. Wird man da eventuell zum notorischen Rechtsträger gezwungen, oder wird man automatisch zum freiheitssuchenden Linksträger? Oder ist die Mittellage, so wie die Natur es vorgesehen hat, uneingeschränkt möglich?
Von dieser für mich recht bedeutsamen Frage abgesehen: Wie fühlt es sich an, wenn ein Schenkel hosig eingepackt ist, während der andere rockig befreit ist? Ist dieses Gefühl mir wert, solch eine schnitttechnische Zwischenform als Bekleidung zu wählen?
Autor Holger Haehle
 - 04.04.2024 11:05
Zitat von: Skirtedman am 02.04.2024 18:48
Könnte.

Wow Wolfgang,
dieser Post von dir geht bestimmt in die Annalen dieses Forums ein. Ich hätte nie gedacht, dass jemand, der extrem detailliert ein Thema mit epischer Breite angehen kann, sich tatsächlich auch mal auf ein Wort reduzieren kann. :o
Autor Skirtedman
 - 02.04.2024 18:48
Könnte.
Autor Holger Haehle
 - 02.04.2024 17:11
Das Bild ist keine KI, sondern ein Catwalk-Shot von der Valentino Präsentation in Mailand.

Mir gefällt der Schnitt, gerade weil er irgendwie raffiniert und verwirrend ist. Ich finde den "Schlitz" für mich nicht zu hoch. Ich finde auch, das passt so in einen formellen Rahmen. Würde ich glatt so anziehen.

Letztlich ist es mir wurscht, ob ich hier einen Rock oder eine Hose sehe. Aber könnte es sein, dass das Kleidungsstück eine Art Zwitter ist mit einem rechten Hosenbein und einer Rockschürze, die vom linken Bein rüber zum rechten reicht?
Autor Skirtedman
 - 02.04.2024 16:26
Hm... diese Frage ist sehr schwer zu beantworten.

Sollte dies etwas einröhriges sein, dann scheint mir der Schlitz aber doch seeeehr weit nach oben zu gehen.
Hierbei stelle ich mir die Frage, wieviele Männer sich zu sowas vorne hochgeschlitztem tatsächlich begeistern lassen.

Zum einen verlassen sie ja ihre anerzogene "Kofortzone" 'behütet, verhütet, unten rum gut und spürbar eingepackt'. Dann kommt natürlich die Angst, das man was abgeguckt kriegt, mit oder dass was "unten raushängt". Und zum anderen schwingen diese unsäglichen Verlustängste bei Männern mit: "Da friere ich mir einen ab" bzw. "Da fällt mir ja was ab; ich  könnt´ ihn verlieren".
Deswegen frage ich mich, inwieweit Männer als Ein-Rohr-Neueinsteiger sich wirklich in sowas vorn hochgeschlitztes einladen lassen. Vorausgesetzt: sollte es wirklich einröhriges sein.

Andererseits frage ich mich auch, wie kriegt man was zweiröhriges zu solch einem Moment-Look hin? Da müsste ja wirklich ein Hosenbein irgendwie vorne innen oder so geschlitzt sein.

Die Frage ist auch, stimmt dieses Bild wirklich in Gänze aus einer Fotokamera? Oder nicht doch von einer KI?
Der Schatten in seiner Form scheint mir plausibel zu sein. Nur in seiner Länge scheint er natürlicherweise jenseits von Mitteleuropa, gar jenseits von Südeuropa oder vergleichbaren Breitengraden zu stammen.

Wieviele Röhren das Untenrum aufweist, das müsste man wohl nur anhand weiterer Fotos rauskriegen, die man ohne fundierte Recherche nicht so aus der Lameng heraus auffinden wird.
Autor Holger Haehle
 - 02.04.2024 05:13
Ich habe hier noch etwas aktuelles aus der Valentino Menswear Kollektion Frühling 2024 gefunden, das mir recht uneindeutig daherkommt.

Ich meine, letztlich ist es egal. Was zählt ist die Optik. Trotzdem würde ich schon gerne genauer wissen, wie viele Röhren vorhanden sind. Was meint ihr, handelt es sich um einen echten Rock?

Allmählich fange ich an, mich für gerade geschnittene und eher enge Röcke zu interessieren, wenn sie vorne in der Mitte geschlitzt sind. Sie haben ihre eigene Ästhetik, allein weil ich Schlitze bislang nur hinten oder vorne asymmetrisch über einem Bein (wie bei Jessica Rabbit) kannte. Obendrein scheinen sie trotz des engen Schnitts genügend Beinfreiheit zu haben.
Autor Skirtedman
 - 31.03.2024 05:06
Theoretisch müsste man sich die offiziellen Fotostrecken der Shows bzw. der Designerlabels anschauen.
Oder von verschiedenen Fotografen die Bilder der Shows, die sie veröffentlichen.
In der Regel existieren ja drei veröffentlichte Aufnahmen von jedem Model und Modell in verschiedenen Positionen, Posen und Haltungen. Nicht selten sieht man sie ja auch noch auf weiteren Fotos im Hintergrund, auch manchmal klein von hinten oder von der Seite. Bei großen Modemarken ist meist auch pro Modell (Outfit) ein Model engagiert, sodass jedes Modell dann am Ende auch noch mal beim gemeinsamen Defilée zu sehen ist.
Manchmal existiert ja auch ein veröffentlichtes Video.
Doch selbst bei dieser Vielzahl von Ansichten fällt es nicht immer leicht, 100 %ig eindeutig zu entscheiden, worum es sich nun handelt: Rock oder Hose.
Autor Skirtedman
 - 31.03.2024 04:37
Ja, richtig, ich halte das auch für eine Hose auf dem letzten Foto. (Und nicht nur auf dem letzten Foto)
Theoretisch könnte aber auch ein Rock diese Optik bei einer Momentaufnahme erzeugen, je nach Leichte des Stoffs und je nach Material. Und je nach Schrittgeschwindigkeit, -größe und potentiellem Luftgegenzug.
Autor MAS
 - 31.03.2024 01:32
Das letzte Foto halte ich für eines von einem Hosenrock. So einen würde ich nicht tragen wollen, da zu unpraktisch auf der Toilette.
Aber bei den anderen warem es für mich ganz klar Röcke, weil ich keine Trennung zwischen Beinen sah. Die Trennung müsste dann schon sehr gut versteckt sein.

Klar gibt es Männer, die Wert darauf legen, eine Hose anzuhaben. Aber Dum Holger,  meintest, da sei was für mich dabei, weil man bei einigen Röcken den Unterschied zur Hose nicht sehe. Und da meinte ich, es sei mir egal, ob man einen Unterschied sehe.
Da ist mir die Meinung anderer Männer über das, was andere Leute in ihren Beinkleidern sehen, recht egal.

LG, Micha
Autor Holger Haehle
 - 30.03.2024 15:01
Zitat von: MAS am 30.03.2024 09:14
Nun habe ich aber gar nichts dagegen, dass man sieht, dass ich was Einröhriges anhabe, lieber Holger. Und ich sehe auf den gezeigten Fotos auch kein zweiröhriges Beinkleid.

LG, Micha
Micha, klar hast du als Rekord verdächtiger Dauerrockträger nichts dagegen, wenn man sieht, dass du was einröhriges trägst, aber ich habe ne Menge Männer kennengelernt, denen es wichtig ist, dass sie Hosen anhaben. Und da bieten Dior und Co eben auch zweiröhriges mit Rockcharakter.

Was macht dich so sicher, dass auf den gezeigten Fotos kein zweiröhriges Beinkleid ist? Also, ich kann weder unter die Rockschürze sehen, noch einen Blick auf die Rückseite der Rockshorts werfen.

Bei diesem Dior Modell finde ich die Unterscheidung dann schon etwas einfacher:


Der entscheidende Punkt ist, dass die Designer aktuell eine Vielfalt von Möglichkeiten anbieten. Da ist in der Auswahl von GQ für jeden was dabei, vom echten Rock, über Wickelröcke, Rockshorts bis hin zu weiten Bermudas a la skirt.
Autor Skirtedman
 - 30.03.2024 09:44
Zitat von: Holger Haehle am 30.03.2024 02:51
Genau das, lieber Micha, wissen wir eben nicht immer - zumindest nicht so lange wir nicht genauer hingucken können. Ich weiß im Falle der Dior-Modelle, dass wir einröhriges und zweiröhriges sehen, auch nur dadurch, dass ich weitere Fotos sichten konnte.
Aber, ist es letztlich nicht egal, wie eine bestimmte Ästhetik erreicht wird? Ich bin mir sicher da ist so oder so etwas dabei, das dir stehen würde. Und viele deiner Freunde würden nichtmal merken, dass du dann was einröhriges anhast.

Erinnert mich an die Stufenröcke, die Anfang der 80er Jahre modern wurden. Meist wadenlange Röcke, manchmal aber auch kürzer als bis Knie; meist 3 bis 4, selten 5 Stufen; jede Stufe eine andere Farbe, heute würde man Colour Blocking sagen; meist oberste Stufe weiss; meist die nächsten Stufen in einem relativen zwei-, drei-, vierstufigen Farbverlauf; die unterste Stufe war dann meist eine kräftige, satte Farbe - meist dunkelblau, rot oder rosa- bis lilarot, selten mal gelb. Diese Röcke waren so drei, vier, fünf Jahre modern.

Schon bald gab es Freizeitbermudas für Männer in diesem Style. Btw. alleine, ein Kleidungsstück ab Werk als "Freizeit-"irgendwas zu bezeichnen, halte ich schon für eine Anmaßung. Diese Röcke wurden von Frauen im Sommer natürlich auch für die Arbeit angezogen. Natürlich hatten die zwangsläufig kürzeren Shorts für Männer meistens nur drei Stufen. Und natürlich wurden bei den Farbverläufen dann auch die Pastellstufen einfach weggelassen. Später wurden dann auch schon mal weiß, blau, weinrot miteinander gecolourblockt.*

Und in ihrer Machart - gerade auch, wenn die Hosenbeine mal etwas weiter waren - ähnelten diese Shorts für Männer sehr den Stufenröcken für Frauen. Und mich ließ das hoffen, dass das vielleicht das "Missing Link" werden könnte, der den Griff der Männer von der Stufenshorts zum Stufenrock ermöglichen würde.

Wie wir alle leidvoll wissen: Leider weit gefehlt!

Diese optische Annäherung an die Damenmode verhalf dem Rock am Mann leider nicht zum Durchbruch.

Ob das jetzt, siehe Holger, anders wird? - Bleibt zu hoffen!

Und ja, Holger. Mir ist das die letzten Jahre oftmals auch aufgefallen, dass sich einiges, was sich als Rock am Mann in Modenschauen darstellte, letztlich doch als "Ich-darf-nicht-anders-als"-Hose herausstellte. Mir scheint es bei einigen von Dir hier gezeigten Beispielen tatsächlich der Fall zu sein. Weitere Hosenbeine mit in Bewegung sich überlappenden Röhren oder eine teilweise bewusst hosenoptikverschleiernde asymmetrische Faltenführung ab Bund, also so eine Art asymmetrische (aber festgenähte) Wickelhose ab Hosenbund abwärts, etwas den Schritt verdeckend - das scheinen dann Optiken zu erzeugen, die uns glauben machen, wir sähen einen Rock am männlichen Model. Kurzum: nicht alles scheint wirklich Rock zu sein, was uns als Rock vorkommt.

Aber ich gebe Dir recht, Holger. Wenn es Männer gibt, die mit der Hosenlösung eine (vielleicht von ihnen gar nicht so assoziierte) Rockoptik erzeugen, dann ist der Schritt bis zum Griff des Mannes zum wirklichen Rock nicht mehr weit.

Oder für uns wäre es dann fast schon egal, ja legitim, wenn wir den selben Look mithilfe eines Rocks erzielten.

Insofern lässt hoffen, dass diese Looks, seien sie Rock oder Hose in scheinbarer Rock-Optik, beim allgemeinen Mann ankommen. Dann wäre dieses blöde Anzugs- und Jeanshoseneinerlei für Männer wenigstens mal deutlich durchbrochen.



* solche Shorts haben sich bis heute rudimentär (als in zurückgebildeten Resten) in der Herrenmode erhalten. Heute sind sie nur noch zweistufig. Also am Leib eine Farbe, die zweite Farbe beginnt irgendwo rund um die Leiste und endet dann am Shorts-Saum in Bermudalänge. Meist in der Farbkombi (oben/unten) weiss/blau, weiss/schwarz, blau/schwarz oder irgendwas mit frau oder manchmal silbern. Zu finden eher im "maritim" beworbenen Umfeld oder als Badeshorts oder im Sportbereich.
Autor MAS
 - 30.03.2024 09:14
Nun habe ich aber gar nichts dagegen, dass man sieht, dass ich was Einröhriges anhabe, lieber Holger. Und ich sehe auf den gezeigten Fotos auch kein zweiröhriges Beinkleid.

LG, Micha

Autor Holger Haehle
 - 30.03.2024 02:51
Genau das, lieber Micha, wissen wir eben nicht immer - zumindest nicht so lange wir nicht genauer hingucken können. Ich weiß im Falle der Dior-Modelle, dass wir einröhriges und zweiröhriges sehen, auch nur dadurch, dass ich weitere Fotos sichten konnte.
Aber, ist es letztlich nicht egal, wie eine bestimmte Ästhetik erreicht wird? Ich bin mir sicher da ist so oder so etwas dabei, das dir stehen würde. Und viele deiner Freunde würden nichtmal merken, dass du dann was einröhriges anhast.