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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 18.10.2024 10:13
Ja, gut, lieber Gregor, dass lasst uns sagen "das Forum". Nicht dass da noch ein falsches Narrativ draus wird.

LG, Micha
Autor GregorM
 - 18.10.2024 04:42
Zitat von: MAS am 17.10.2024 19:32
Ich würde es ein wenig anders ausdrücken, lieber Gregor: Mit einem Teil von uns kann er sich sehr wohl identifizieren.

Lieber Micha,

wenn ich schrieb, Yoshi wolle uns nicht mehr, meinte ich mit "wir" und "uns" die Gemeinschaft = das Forum. Dass er privat mit einigen hier noch in Verbindung steht, ändert nichts daran, dass er das Forum wohl nun endgültig den Rücken gekehrt hat, was auch seine Gründe. 
Autor MAS
 - 17.10.2024 19:32
Zitat von: GregorM am 17.10.2024 16:29
Ich werde zwar die Berichte/Beiträge von Yoshi vermissen, aber erkennen wir, dass er dabei ist, sich selbst zu finden, und dass wir nicht in seiner "neuen Welt" reinpassen, und dass es nicht mit unserem Alter und nicht mit der Form eines Forums zu tun hat, sondern damit, dass er sich mit uns nicht (länger) identifizieren kann. Er ist einfach dabei, neue Wege zu gehen, und dabei ist auf andere Gruppen gestoßen, die ihm relevanter und interessanter sind, und die ihn besser verstehen und mit ihm anders argumentieren.

Ich würde es ein wenig anders ausdrücken, lieber Gregor: Mit einem Teil von uns kann er sich sehr wohl identifizieren. Mit diesem Teil ist er weiterhin im Austausch. Er sagte mir, er habe sogar Interesse an Treffen in Mainz. Mit einem anderen Teil von uns will er lieber nichts mehr zu tun haben. Und er identifiziert sich nicht so sehr mit dem Forum als ganzem, da er noch nicht so lange dabei ist, um es im Forum auch mit denen aushalten zu wollen, von denen er sich nicht akzeptiert fehlt. Da erscheinen ihm die Auseinandersetzungen fruchtlos.

LG, Micha
Autor GregorM
 - 17.10.2024 16:29
Yoshi in einer PM an Micha:

"Während ich jedoch die Kommentare las, merkte ich, wie sehr mich das langweilte und ich lieber was anderes täte. Ein paar Stunden später versuchte ich es noch einmal. Ich überflog die Kommentare aber nur kurz. Erst beim dritten Male habe ich sie halbherzig gelesen. Geärgert hat mich dabei rein gar nichts, sondern ich fand es einfach nur öde. Ich las auch mal in andere Threads rein, weil ich seit Wochen nichts mehr gelesen hatte und alles langweilte mich so sehr bzw. fühlte ich mich davon nicht mehr angesprochen.

Gleichzeitig lief nämlich mein Discord-Server, wo ich mit anderen Menschen chattete, die mich in dem Moment viel mehr interessierten und mit denen ich mich mittlerweile viel mehr verbunden fühle. Nebenbei schaute ich auch einen Stream von einer Drag Show, wo eine nicht-binäre Person von sich selbst erzählte. Seine Erzählungen und Gedanken konnte ich sehr gut nachempfinden, weil viele Erfahrungen auch auf mich zutrafen.

Ich musste mich reflektieren, warum es für mich nicht mehr so war wie vorher. Mir wurde dadurch klar, dass ich nicht nur die Lust am Austausch verloren hatte, sondern auch die Lust am Schreiben. Ich merkte, dass mich nun ganz andere Themen bewegen als den Rest des Forums. Die Identifikation mit diesem Forum war nicht mehr da, weil ich mich weiterentwickelt habe. Das Forum hatte daran auch einen ziemlich großen Anteil gehabt."


Ich werde zwar die Berichte/Beiträge von Yoshi vermissen, aber erkennen wir, dass er dabei ist, sich selbst zu finden, und dass wir nicht in seiner "neuen Welt" reinpassen, und dass es nicht mit unserem Alter und nicht mit der Form eines Forums zu tun hat, sondern damit, dass er sich mit uns nicht (länger) identifizieren kann. Er ist einfach dabei, neue Wege zu gehen, und dabei ist auf andere Gruppen gestoßen, die ihm relevanter und interessanter sind, und die ihn besser verstehen und mit ihm anders argumentieren. 
Autor MAS
 - 17.10.2024 00:10
Lieber Hajo,

ja, diese Erfahrung hast Du gemacht.

Nun war die Ausgangslage aber Hajos Behauptung: Wenn man nicht Mitglied einer Gemeinde sei, könne man es sich leisten, als Mitglied mancher Gemeinden aber nicht.

Und das war eben der Grund meiner Aussage, dass Hajos Behauptung bzgl. bestimmter Gemeinden und Deine bzgl. von säkularen Institutionen, gegensätzlich sind.

Und darum ging es dann in der Diskussion, die Ingo verwirrt hat.

LG, Micha
Autor JoHa
 - 16.10.2024 23:40
Es sei mir eine flapsige Schlußbemerkung erlaubt:
Wennste drin bist, kannste dir das leisten.
Biste noch nich drin, musste dir anpassen,
sonst lassen se dir nich rin.
Autor MAS
 - 16.10.2024 09:07
Zitat von: Skirtedman am 16.10.2024 01:19
Zitat von: MAS am 15.10.2024 22:26

Ja, in Joachims Gruppe mag das der Fall sein, aber in anderen Gruppen, in denen noch niemand vorgearbeitet hat?


Ich denke, das habt Ihr doch bereits übereinstimmend beantwortet.

Wobei ich ja Hajos und Joachims Aussagen miteinander verglichen habe. Hajo sprach von religiösen Gemeinschaften, Joachim von säkularen. Da wäre ein Vergleich interessant.

LG, Micha
Autor MAS
 - 16.10.2024 09:05
Zitat von: Skirtedman am 16.10.2024 01:10
Naja, ich rede ja auch nicht davon, dass alle so drauf sind, nur von einer Tendenz. Einer wahrnehmbaren Tendenz. Vielleicht betrifft das von den relevanten Gruppen auch nicht mal 50 %, vielleicht auch nicht mal 15 %.
Vielleicht entsprechen Yoshis "jungen Leute", die wesentlich geringe Berührungsängste mit "queer" etc. haben, auch nicht statistisch allen jungen Leuten, vielleicht auch keine 50 %, vielleicht auch nur einer Tendenz, vielleicht überwiegend jene jungen Leute, mit denen Yoshi sich so typischerweise umgibt.

Also ich, vielleicht Yoshi auch, wir sprechen von jeweils einer Tendenz, - jedenfalls ich von einer Tendenz -, die bei jungen Leuten jeweils eben anders ausgeprägt ist als die Tendenz(en) bei uns "alten Säcken".

So, Micha, 😊, jetzt kannst *Du* mal nachzählen bei Deinen jungen Studenten. Aber vielleicht unterliegt Deiner Zählung auch ein gewisser Bias, ausgelöst von einer gewissen religionsaffinen / studiengang-affinen Verzerrung, die nicht durchschnittlich typisch für "alle"  jungen Studenten sind.

Repräsentativ für alle Studierenden wäre eine Erhebung in meinen Kursen sicher nicht.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 16.10.2024 01:19
Zitat von: MAS am 15.10.2024 22:26

Ja, in Joachims Gruppe mag das der Fall sein, aber in anderen Gruppen, in denen noch niemand vorgearbeitet hat?


Ich denke, das habt Ihr doch bereits übereinstimmend beantwortet.
Autor Skirtedman
 - 16.10.2024 01:10
Naja, ich rede ja auch nicht davon, dass alle so drauf sind, nur von einer Tendenz. Einer wahrnehmbaren Tendenz. Vielleicht betrifft das von den relevanten Gruppen auch nicht mal 50 %, vielleicht auch nicht mal 15 %.
Vielleicht entsprechen Yoshis "jungen Leute", die wesentlich geringe Berührungsängste mit "queer" etc. haben, auch nicht statistisch allen jungen Leuten, vielleicht auch keine 50 %, vielleicht auch nur einer Tendenz, vielleicht überwiegend jene jungen Leute, mit denen Yoshi sich so typischerweise umgibt.

Also ich, vielleicht Yoshi auch, wir sprechen von jeweils einer Tendenz, - jedenfalls ich von einer Tendenz -, die bei jungen Leuten jeweils eben anders ausgeprägt ist als die Tendenz(en) bei uns "alten Säcken".

So, Micha, 😊, jetzt kannst *Du* mal nachzählen bei Deinen jungen Studenten. Aber vielleicht unterliegt Deiner Zählung auch ein gewisser Bias, ausgelöst von einer gewissen religionsaffinen / studiengang-affinen Verzerrung, die nicht durchschnittlich typisch für "alle"  jungen Studenten sind.
Autor MAS
 - 15.10.2024 22:30
Zitat von: Skirtedman am 15.10.2024 11:18
Zitat von: MAS am 15.10.2024 10:18
Ich habe in meinem Umfeld auch keine Erfahrung mit jungen Leuten, die eine Polygamie einer Monogamie vorziehen würden. Drei meiner vier Neffen sind verheiratet, einer davon lebt aber in Trennung, der Nichtverheiratete lebt in einer festen Zweierbeziehung seit Jahren. Zwei der Neffen haben Kinder, der eine drei Töchter, der andere zwei Söhne. Zwei meiner Großnichten sind erwachsen und leben in festen Zweierbeziehungen.

Wie meine jungen Studierenden das so halten, weiß ich nicht.

Dir wird doch bestimmt was einfallen, wie Du das mal galant unterschwellig in Erfahrung bringen könntest. Entweder einfach so oder tatsächlich in Verknüpfung mit einem religionstheoretischen Aspekt.  :)
(Z.B. Religionstheoretische Charakteristika in Bindungsmodellen heute heranwachsender Menschen.  ;) )

Ausserdem ist meiner Einschätzung nach der Hang nach konventioneller Zweisamkeit (Monogamie, am besten endloser Monogamie) wohl am stärksten vertreten bei jungen Leuten, deren Eltern in der gehobeneren Mittelschicht beheimatet sind. Je mehr Du Dich aus diesem so näher charakterisierten Wohlhabens-Habitat (bezogen auf die Eltern) nach oben oder unten entfernst, desto weniger - grob gesprochen - wird das monogame Zweisamkeitsmodell als das ultimative Glücksrezept angesehen. Ich glaube, es mag da noch ein kleiner gegenläufiger Einfluss einhergehen, wo mit sinkendem Bildungsstand gleichzeitig der monogame Anspruch an Bedeutung zunimmt.

So mein diffuser Eindruck. So meine Beurteilung nach dem, was ich so mitkriege. Ohne Anspruch auf wissenschaftliche Belastbarkeit meiner These.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass dieser (von mir diagnostizierte) verbreitete Hang der "jungen Leute" zu paralleler Mehrsamkeit in den kommenden Jahren mit deren steigendem Alter auch wieder aufbröseln wird hin zum Zweisamkeitsmodell. (Was das dann wiederum für die nachhaltige Perzeption/Rezeption queerer Lebensentwürfe bedeutet, wage ich mir jetzt nicht auszumalen, das wäre wohl auch höchst spekulativ oder einfach nur von Wunschdenken geprägt.)

Na ja, auch meine Familie ist nicht durchweg gehobene Mittelschicht oder gehören Fachverkäufer:innen dazu?

Aber repräsentative Ergebnisse dazu stehen sicher in diversen Jugendstudien.

LG, Micha
Autor MAS
 - 15.10.2024 22:26
Zitat von: Skirtedman am 15.10.2024 11:05
;D ;D ;D, Micha,

das Verwirrende an Deinem Satz war, dass Du mit Sicherheit meintest,
dass Joachim von der Gruppe, in der er bereits etabliert war, mit seinem späteren Rockauftreten respektiert wurde und wird,
aber wäre er zu diesem Zeitpunkt mit Rock zu der Gruppe hinzugestoßen, er sicherlich Ablehnung erfahren hätte.

Das war aber noch nicht das Verwirrende, das Verwirrende war, dass Dein Satz eigentlich sagt:
Joachim im Rock wird respektiert, käme nun ein Aussenstehender im Rock zu dieser Gruppe, würde der Neue aber trotzdem nicht respektiert werden.

Letzteres wird vermutlich nämlich nicht der Fall sein. Ich denke, durch die Vorarbeit von Joachim würde in seiner Gruppe nun auch ein Neuankömmling im Rock nicht deswegen Ablehnung erfahren.

Soviel nur, was vermutlich Ingo an Deinem Satz als ähnlich verwirrend empfunden hatte wie ich.

Ja, in Joachims Gruppe mag das der Fall sein, aber in anderen Gruppen, in denen noch niemand vorgearbeitet hat?

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 15.10.2024 11:18
Zitat von: MAS am 15.10.2024 10:18
Ich habe in meinem Umfeld auch keine Erfahrung mit jungen Leuten, die eine Polygamie einer Monogamie vorziehen würden. Drei meiner vier Neffen sind verheiratet, einer davon lebt aber in Trennung, der Nichtverheiratete lebt in einer festen Zweierbeziehung seit Jahren. Zwei der Neffen haben Kinder, der eine drei Töchter, der andere zwei Söhne. Zwei meiner Großnichten sind erwachsen und leben in festen Zweierbeziehungen.

Wie meine jungen Studierenden das so halten, weiß ich nicht.

Dir wird doch bestimmt was einfallen, wie Du das mal galant unterschwellig in Erfahrung bringen könntest. Entweder einfach so oder tatsächlich in Verknüpfung mit einem religionstheoretischen Aspekt.  :)
(Z.B. Religionstheoretische Charakteristika in Bindungsmodellen heute heranwachsender Menschen.  ;) )

Ausserdem ist meiner Einschätzung nach der Hang nach konventioneller Zweisamkeit (Monogamie, am besten endloser Monogamie) wohl am stärksten vertreten bei jungen Leuten, deren Eltern in der gehobeneren Mittelschicht beheimatet sind. Je mehr Du Dich aus diesem so näher charakterisierten Wohlhabens-Habitat (bezogen auf die Eltern) nach oben oder unten entfernst, desto weniger - grob gesprochen - wird das monogame Zweisamkeitsmodell als das ultimative Glücksrezept angesehen. Ich glaube, es mag da noch ein kleiner gegenläufiger Einfluss einhergehen, wo mit sinkendem Bildungsstand gleichzeitig der monogame Anspruch an Bedeutung zunimmt.

So mein diffuser Eindruck. So meine Beurteilung nach dem, was ich so mitkriege. Ohne Anspruch auf wissenschaftliche Belastbarkeit meiner These.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass dieser (von mir diagnostizierte) verbreitete Hang der "jungen Leute" zu paralleler Mehrsamkeit in den kommenden Jahren mit deren steigendem Alter auch wieder aufbröseln wird hin zum Zweisamkeitsmodell. (Was das dann wiederum für die nachhaltige Perzeption/Rezeption queerer Lebensentwürfe bedeutet, wage ich mir jetzt nicht auszumalen, das wäre wohl auch höchst spekulativ oder einfach nur von Wunschdenken geprägt.)
Autor Skirtedman
 - 15.10.2024 11:05
 ;D ;D ;D, Micha,

das Verwirrende an Deinem Satz war, dass Du mit Sicherheit meintest,
dass Joachim von der Gruppe, in der er bereits etabliert war, mit seinem späteren Rockauftreten respektiert wurde und wird,
aber wäre er zu diesem Zeitpunkt mit Rock zu der Gruppe hinzugestoßen, er sicherlich Ablehnung erfahren hätte.

Das war aber noch nicht das Verwirrende, das Verwirrende war, dass Dein Satz eigentlich sagt:
Joachim im Rock wird respektiert, käme nun ein Aussenstehender im Rock zu dieser Gruppe, würde der Neue aber trotzdem nicht respektiert werden.

Letzteres wird vermutlich nämlich nicht der Fall sein. Ich denke, durch die Vorarbeit von Joachim würde in seiner Gruppe nun auch ein Neuankömmling im Rock nicht deswegen Ablehnung erfahren.

Soviel nur, was vermutlich Ingo an Deinem Satz als ähnlich verwirrend empfunden hatte wie ich.
Autor MAS
 - 15.10.2024 10:33
Zitat von: BerlinerKerl am 15.10.2024 10:21

"Als Mitglied wirst du im Rock respektiert, als Außensgtehender , der neu dazu kommt, nicht."

Das sagt aus, dass er heute respektiert wird, aber auch heute ein Außenstehender nicht.

Ganau, lieber Ingo, das meinte ich ja mit, dass es umgekehrt zu Hajos Aussage sei, nach der bei manchen Gemeinden ein Außenstehender im Rock toleriert wird, ein Mitglied aber nicht.

LG, Micha