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Zusammenfassung

Autor Morle
 - 06.11.2024 01:03
Liebe Leute,
vielen Dank für Eure nicht wenigen Antworten, Rat- und Vorschläge/Anregungen. Ich habe, finde ich, einiges zu überlegen/überdenken.
Das muß noch erwähnt werden: Ich habe deine Beiträge, vor allen die Antwort Nr. 2, lieber Wolfgang (Skirtedman) genossen. für solchen eleganten und gleichzeitig launigen Schreibstil habe ich ein (was ich hiermit tue) ausgesprochenes Faible. Deine Erwähnung, Du hättest in den Anfangsjahren konsquent Socken in Schuhen verweigert, ließ mich an das geniale Stück "houses in motion" von den Talking Heads denken. Da beschreibt David Byrne gleich am Anfang genau dasselbe.
Lieber Hajo: das mit der Temperaturgewöhnung bei niedrigeren Graden ist bei mir, fürchte ich, ein hoffnungsloses Unterfangen. Ich weiß auch gar nicht, ob sich das mit Anfang 70 für die restlichen paar Jährchen, die ich hoffentlich noch halbwegs beweglich sein werde, noch groß lohnt.
VG an alle,
Morle
Autor JoHa
 - 05.11.2024 20:57
Meine Erfahrungen mit Halterlosen im Winter sind gut.
Abgehärtet durch Sport mit nackten Beinen bei jedem Wetter, genoß ich lediglich das Wohlgefühl des Materials auf meiner Haut, ohne die Wärme zu benötigen.
Dtichwort: Freischwinger.
Autor hirti
 - 05.11.2024 17:10
Also unserem Gregor hat es offensichtlich nicht geschadet, dass er viele Jahre den kniekurzen Kilts mit passendem Zubehör gefrönt hat.
Ich vermute sogar, dass es immer wieder glücklich gemacht hat und glückliche Menschen bestimmt auch weniger frieren... wiewohl sie auch sonst weniger Problemchen mit sich herumschleppen.

Ich für meinen Teil bin nicht besonders empfindlich bezüglich Kälte an meinen Beinen. Ein wenig schiebe ich es auch auf jahrzehntelangen Laufsport (der in kurzen Hosen auch viel mehr Spaß macht).
Fürs Büro brauche ich keine besondere Wärme - ich parke das beheizte Auto vor der Tür und drinnen ist es ja auch kuschelig warm. Damit würden vermutlich ganzjährig kurze Röcke ohne Strumpf gehen. Allerdings freue ich mich in der kalten Jahreszeit über das Gefühl von Strumpfhosen mit Rock an meinen Beinen und die schönen Gestaltungsmöglichkeiten die sie bieten.

Morle,
du hast angedeutet dass du Strümpfe an Strumpfhaltern etwas abgewinnen könntest.
Das wäre eine Möglichkeit, und ich denke wenn wir nicht gerade von superkurzen Minis reden, dann ist auch das kühle Stück zwischen Wäsche und Strümpfen erträglich.
Halterlose Strümpfe gibt es übrigens auch zumindest in 40den und ich glaube sogar dicker - die sind eine weitere schöne Möglichkeit.
Autor Skirtedman
 - 05.11.2024 16:50
Danke, Gregor, für Deine Erfahrungen.

Dabei fällt mir ein, dass ich anfangs in meinen ersten Jahren draussen es sogar vehement ablehnte, Socken in den Schuhen zu tragen, also auch im Winter. Ich fand Socken in sportschuhähnlichen Schuhen irgendwie bereits "weiblich" - keine Ahnung. Und dabei hatte ich meine Wald- und Äcker-Dreckschuhe immer im Auto gelagert, ich schlupfte also mit nackten Füßen in unterkühlte Schuhe. Das war im ersten Moment natürlich ziemlich frisch. Nach ein paar Minuten aber wurden die Füße warm, weil der Körper mit der Durchblutung nachgelegt hat. Oder nach ein paar hundert Metern Bewegung an der kristallklaren Luft heizten sich die Füße von alleine auf.

Heute mache ich das nicht mehr (nur in offenen Schuhen). Weil in geschlossenen Schuhen diese sich nach ein paar Mal tragen, oder bereits beim ersten Mal anfangen von innen aufzulösen (aufgrund der sich ansammelnden Feuchtigkeit).
Damals aber, als meine Family meine Sockenlosigkeit spitzkriegte, hagelte es Vorwürfe bzw. Ratschläge: "Nein, das geht nicht!", weil doch die Gelenke im Winter warm gehalten werden müssten.

Vielleicht ist da was dran. Vielleicht aber auch nicht, solange die Gelenke noch gesund sind.

Jedenfalls Du, Gregor, hast Dir bis jetzt (und das wohl auch schon eine gute Weile) wohl noch keine Gelenkprobleme an Deinen Knie eingefangen.

Vielleicht ist der Körper ja doch viel mehr leistungsfähig und widerstandsfähig als man sich das auf dem heimischen Sofa unter der Kuscheldecke auszumalen in der Lage ist.
Autor GregorM
 - 05.11.2024 16:01
Zitat von: Skirtedman am 04.11.2024 16:55
Ich bin aber dennoch gespannt, welche anderen Empfehlungen unsere Mitstreiter hier im Forum noch geben können. Insbesondere Gregor wird ein Patentrezept noch in petto haben.

Aber ja. Dicke Kniestrümpfe machen mit einem Schottenrock wunder. Knie frieren nicht, nicht mal bei minus 10 Grad.

So sieht mein Rezept deshalb aus:











Das einzige Problem ist, dass einige sich nicht vorstellen können, dass man mit nackten Knien wirklich nicht friert.
Deshalb kann doch eine Strumpfhose relevant sein und im Besonderen, wenn der Rock kurz ist:









Autor MAS
 - 05.11.2024 12:48
Also bei mir war die Rockgrenze nach unten früher bei ca. 13°C für lange und wie bei Dir, lieber Morle, bei kurzen Röcken bei ca. 18°C. Aber seit dem ich Leggings oder Strumpfhosen trage, kann ich auch je nach Dicke derselben auch bei Minustemperaturen kurze oder lange Röcke tragen.

LG, Micha
Autor JJSW
 - 05.11.2024 03:23
Hmm, also ich dusche auch lieber warm als kalt. Na gut manchmal reicht auch lauwarm  ;)

Die este Zeit hatte ich auch nur im Sommer Rock getragen. Für Strumpfhosen brauchte ich länger.

Zu meiner Entwicklung:

Vor 2013
Nur Hose, so ab 22°C auch mal kurz

Ca. 2013
An Sommertagen in der Freizeit (Urlaub, Garten) so ab 25°C Wickelröcke, z.B. Sarongs, ansonsten weiterhin Hosen

Ca. 2015
Im Sommer häufiger Rock. Nach Meinem Foreneinstieg Ende Juli hab ich mir einen langen Jeansrock gekauft, damit konnte ich meine Rocksaison bis zu milden Wintertagen ausdehnen. Bei besonderen Gelegenheiten habe ich auch mal Kilt mit Kniestrümpfen getragen.
Ansonsten im Alltag, auf Arbeit und kühlem Wetter weiterhin meist Hosen.

2016
Im Sommer häufiger Rock. Auch Jeansröcke und leichte Baumwollröcke. In der Freizeit, zunehmend auch im heimatlichem Umfeld bei immer mehr Aktivitäten.
Erstes Kleid zugelegt (blaues Shirtkleid aus Baumwolle, Bilder im Forum zu finden)
Herbst Winter öfter langer Jeansrock.
Im Winter nun gelegentlich lange Strickkleider mit Leggings (gröbere Ausführung in Baumwolle).

Dieses Outfit kann entweder als Kleid mit Leggings
oder als Langpullover/Longshirt mit Hose betrachtet werden.
Holger nannte dies "Brückenkombination"

2017
Sommer regelmäßig im Rock unterwegs. Vorliebe für buntes und gemustertes entwickelt sich. Erstes gemustertes Kleid zugelegt.
Auf der Arbeit an Hochsommertagen um 30°C Jeansrock (wenn die anderen Shorts tragen)

Herbst/Winter
Strick- oder Sweatkleider mit Leggings (grob) gelegentlich bei Freizeitaktivitäten.

Cephalus meinte, das würde mit Strumpfhosen eleganter aussehen, als mit den groben, faltenwerfenden Leggings.
Dann hab ich es gewagt, mir Strumpfhosen zu bestellen und diese zu tragen.

2018
Rocksaison nahezu ganzjährig in der Freizeit. Immer mehr Variationen an Stoffen, Mustern und Farben. Auch mal glänzendes und glitzerndes. Hosentage werden seltener. Im Winter nun häufigerer Einsatz von Strumpfhosen. Gewöhne mich allmählich daran.
Auf der Arbeit die Rocksaison auf die Sommermonate ausgedehnt.

2019 bis heute

Ganzjährig Rock oder Kleid.
So unterhalb 15 °C entweder lang oder mit Strumpfhosen.
30 den bis 150 den an kalten Wintertagen.
Strumpfhosen blickdicht oder transparent, aber dunkel.
Bis heute konnte ich mich jedoch nicht an
hautfarbene Strumpfhosen gewöhnen.

Rocksaison auf der Arbeit dauert nun von Ca. Mitte April bis Mitte Oktober.
Da ich in der Industrie arbeite gehen nur Röcke aus robusten Stoffen, maximal knielang, die anderen Röcke und Kleider sind mir dafür zu schade zum hängenbleiben, einzusauen oder sonstwie zu ruinieren. Außerdem muss ich antistatische (ESD) Oberbekleidung tragen, als Shirt oder Arbeitsmantel.

Rock mit Strumpfhose ist für mich in Innenräumen oft wärmer als Jeans, daher bleibts für mich im Winterhalbjahr bei Hosen auf der Arbeit.

In der Freizeit nach Belieben:
Entweder warmer Maxirock und Socken oder kürzere Röcke mit Strumpfhosen.

Mein Fazit:
Man kann sich an alles gewöhnen.
Auch an Strumpfhosen.

(Bei anderen Mitgliedern waren zuerst Strumpfhosen da, Röcke kamen später dazu. So herum gehts auch)

Grüßle
Jürgen
Autor Skirtedman
 - 05.11.2024 01:15
Ich habe gerade im Bereich für fortgeschrittene Forumsmitglieder mein Outfit von vorhin gepostet.
Mit dabei ein Bild, das den Kompromiss verdeutlicht, den ich an mir im Winter zulasse:

Thema: kürzerer Saum, Winter, Strumpfhosen, Beine nicht rasiert. Ich hatte das ja hier schon näher beschrieben.


https://up.picr.de/48880673hi.jpg

Beim Blick an meinem linken Bein runter sieht man, was ich meine. Dies lasse ich an mir zu; bzw. das erlaube ich mir.
Leider fehlt ein näherer Blick von vorne auf die Beine. Da fallen nämlich die rausstehenden Haare und überhaupt die Haare an den Beinen nicht mehr auf.


https://up.picr.de/48880672na.jpg

Edit: Naja, da vielleicht ein frontaler Eindruck:

https://up.picr.de/48880711iv.jpg
Autor SW Michl
 - 04.11.2024 23:37
Was Kältetoleranz angeht, würde ich mich auch als "Warmduscher" bezeichnen, dennoch trage ich Röcke und Kleider im Winterhalbjahr. Strumpfhosen brauche ich meist erst unter 10°C.

Zitat von: Morle am 04.11.2024 14:53
Strümpfe an Strumpfhaltern [...] das hilft auch nicht wirklich, es gibt ja noch das nackte Stück Haut zwischen Strumpfsaum und Unterhose.

Spürst du die Kälte an dieser Stelle? Mit halterlosen 50den Feinstrümpfen unter einem fast knielangen, nicht zu dünnem Rock in Verbindung mit langen Stiefeln und einem Mantel muss es schon deutlich unter 10°C oder sehr windig sein, damit es mir dort unangenehm kalt wird.
Die Knie spüren zwar die Kälte, aber meist fange ich nicht an zu frieren - außer ich stehe längere Zeit nur rum.

Ansonsten kann ein Minirock über einer engen (Schlag-)Hose unter Umständen auch mal gut aussehen und wärmt sogar doppelt.
Autor Skirtedman
 - 04.11.2024 23:35
Zitat von: Uckermärker am 04.11.2024 22:49
Den wärmenden Effekt von Röcken gegenüber Hosen stelle ich mir vor - wie zwischen Fausthandschuhen und Fingerhandschuhen.

Das ist ein sehr gutes Bild. Jedenfalls ist dies eine der Komponenten, weshalb von geübten Rockträgern/-innen das Wärmende von Röcken vs. Hosen erkannt wird.

Meine Hände frieren in Fingerhandschuhen auch leichter als in Fausthandschuhen. Bzw. in Fingerhandschuhen bisweilen mehr als ohne Handschuhe.

Der wärmendere Effekt von Röcken vs. Hosen lässt sich aber auch noch durch was anderes erklären: Dadurch, dass von unten her eine objektive Wärmung nicht vollständig gegeben ist (im Gegensatz zu Hosen), wird das vegetative Nervensystem angeregt - oder kurz ausgedrückt der Kreislauf. Durch den angeregten Kreislauf friert man dann weniger, weil der Körper an den fraglichen Stellen nachheizt. In Hosen braucht der Körper nicht an lokal begrenzten Stellen nachzusteuern, sondern "legt sich insgesamt auf die faule Haut". Das empfindet man dann aber recht schnell als Auskühlen.

Ein angeregter Kreislauf ist in der Regel gesünder als ein schlapper Kreislauf.
Autor Uckermärker
 - 04.11.2024 22:49
Wenn es kühler wird trage ich meine Röcke/Kleider gerne wadenlang und so die Knie gut bedeckt sind. Ich mag eine gleichmäßige Temperatur am Körper.

Und mit warmen Kniestrümpfen fühle ich mich auch im Winter wohl.

Bisher kann ich mich mit dem Tragegefühl von FSH nicht anfreunden - übrigens hätte meine Frau mit FSH an mir auch ein Problem - ansonsten steht sie voll hinter mir  :)

Wenn es richtig kalt ist, trage ich gerne ein Unterkleid/-rock.

Den wärmenden Effekt von Röcken gegenüber Hosen stelle ich mir vor - wie zwischen Fausthandschuhen und Fingerhandschuhen.

VG
Jens
Autor Albis
 - 04.11.2024 21:58
Also ich dusche auch warm ... und ich trage bei Temperaturen unter 15°C in der Regel Leggings oder Strumpfhosen, egal unter welchem Rock. Allerdings gibt es eine Ausnahme, bei der ich auch bei kälteren Temperaturen ohne zusätzliche Beinkleidung aus dem Haus gehe: wenn ich einen Tüllrock/Petticoat habe. Das habe ich vorgestern erst praktiziert bei einer Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt. Wenn ich damit stehen bleibe, hält sich die Wärmeglocke. Wenn ich damit zügig gehe, gerät allerdings auch kältere Luft an die Beine, sodass sich diese Variante für längere Winterwanderungen eher nicht eignet.

Das alles nützt Morle allerdings auch nichts, denn der Tüllrock ist knöchellang und der Rock darüber bodenlang.

LG, Albis
Autor JoHa
 - 04.11.2024 21:39
Ich habe als Schüler Fußball im Freien ohne Kälteschutz gespielt. Meine Beine sind unterhalb der Knie nicht kälteempfindlich.
Wie wäre es, unter dem Rock "Liebestöter" zu tragen, wollene Unterhosen?
Unsere Frauen, sofern alt genug, könnten davon einiges berichten.
Autor DesigualHarry
 - 04.11.2024 20:07
Hallo!

Strumpfhosen und Leggings aus Baumwolle, oder gar Strickstrumpfhosen mag ich auch nicht. In denen hab ich zu schnell viel zu warm.

Ich mag Strumpfhosen die aus einem sehr dehnbaren Material sind und leicht kühlend wirken, auch im Winter. Wahrscheinlich kommt der kühlende Effekt von einem sehr hohen Elasthananteil (ab 25 Prozent aufwärts). Es gibt auch Leggings mit so hohem Elasthananteil. Dadurch das solche Leggings und Strumpfhosen ein sehr dehnbares Material besitzen, sind Sie hervorragend Tragbar.

Ohne Stüzfunktion gibt es z.b. von Kunert die Mystic, die auf einen stolzen Elasthananteil von 39 Prozent kommt:

https://www.kunert.de/damen/mystique/edle-strumpfhose-in-pudrig-matter-optik-mystique-20-110352000.html

Lg Harry

Autor high4all
 - 04.11.2024 19:10
Zitat von: Morle am 04.11.2024 14:53
Nun, langer Rede kurzer Sinn, endlich die Frage: stehe ich damit als Einziger da? Bin ich tatsächlich der einzige Warmduscher im Forum? Ich könnte damit leben, so ist´s nicht, hätte immerhin etwas von Exklusivität (breit grins).
Hi Morle,
um Dich nicht mit meiner ausführlichen Lebensgeschichte ("Mein persönlicher Weg zum Rock im Winter und wie ich mich darin von anderen Usern unterscheide sowie meine mir angenehme Wassertemperatur") zu nerven, schildere ich nur meinen aktuellen Stand:

a) Eine Temperaturuntergrenze, unterhalb derer ich keine Röcke trage, habe ich bisher nicht gefunden. Das liegt daran, dass ich gute Thermo-Leggings bzw. Thermostrumpfhosen besitze, in denen ich locker minus 20 Grad aushalte. Das Problem sind dann eher kalte Füße oder Hände.

b) In Hosen friere ich schneller als in Röcken + Strumpfhosen. So dass ich schon mal eine Feinstrumpfhose unter die Hose ziehe, wenn ich gezwungen bin, eine solche anzuziehen.

c) Eine Gewöhnung am tiefere (oder höhere) Temperaturen lässt sich innerhalb gewisser, individueller Grenzen trainieren.

LG
Hajo