Du möchtest einen Überblick zu den aktiven Themen haben: Mit einem Klick alles im Blick
Zitat von: Skirtedman am 16.01.2025 11:45
Nun, Braveskirt, Deine eigene, innere Unsicherheit fokussiert nicht nur auf die Reaktionen der anderen,
sondern sie interagiert, verstärkt, ja provoziert die Reaktionen der anderen.
Ich will an dieser Stelle in Deinem Vorstellungsthread nun noch mal die Gelegenheit nutzen, mich kurz vorzustellen.

Zitat von: MAS am 16.01.2025 10:48
Da klopfte mein Herz ganz gewaltig zu Beginn jedes Ganges im Rock in die Öffentlichkeit und beruhigte sich erst im Laufe der ersten Paarhundert Meter. Es war wie ins kalte Wasser springen und sich allmählich warmschwimmen. Aber heute gehe ich einfach so raus, als hätte ich eine Hose an und nur selten denke ich daran, dass der Anblick für andere ungewöhnlich sein mag. Aber das Tragegefühl genieße ich nach wie vor sehr intensiv.
LG, Micha


Zitat von: MAS am 16.01.2025 00:20
ich habe vor einiger Zeit ein neues Wort gelernt: "ambig".
Der Unterschied zu "ambivalent" sieht so aus:
"ambivalent" = einander ausschließende Widersprüche
"ambig" = einander ergänzende Widersprüche
Substantive dazu: "Ambivalenz" und "Ambiguität".
Letzteres ist derzeit sozusagen ein Modewort.
LG, Micha

Zitat von: braveskirt am 15.01.2025 15:18
Das nicht-eindeutige, verspielte, ambivalente hat seinen Reiz, finde ich!
Zitat von: Skirtedman am 15.01.2025 13:45
Ja, Du rufst in mir gerade die Erinnerung wach an gestern tagsüber. Da war ich auch womöglich "sexy" gekleidet, hatte aber auch keinerlei Adressaten im Fokus. Allerdings habe ich mich auch gar nicht so sehr sexy gefühlt, sondern ich genoss einfach nur die Möglichkeiten, sich so oder so zu kleiden. Und nicht sexy, aber auch nicht unwohl habe ich mich gefühlt (was ja manchmal bei exponierter Situation dann vom einen ins andere umkippen kann), obwohl man das aus Bild 1 von gestern (Bild 4 im Beitrag) so herauslesen könnte.
Zitat von: braveskirt am 15.01.2025 08:31
Ich bin nicht sicher, ob mein Gefühl der Sexyness einen Adressaten braucht, ich fühle mich auch so, wenn ich ganz für mich bin. Noch ein Aspekt, den ich spannend finde.
Zitat von: high4all am 15.01.2025 09:46
In Anlehnung an Hebert Grönemeyer treibt mich das zur Frage: "Wann ist ein Mann ganz Mann?" Oder: "Gibt es nicht ganze Männer?"
Irgendwo in den Untiefen des Forums gibt es bestimmt eine Diskussion darüber.
Zitat von: Skirtedman am 15.01.2025 03:17In Anlehnung an Hebert Grönemeyer treibt mich das zur Frage: "Wann ist ein Mann ganz Mann?" Oder: "Gibt es nicht ganze Männer?"
Wir hattten dieser Tage mal als Randthema die Frage, ob ein Mann, der immer Kleider oder Röcke trägt (wie ich z.B.) trotzdem "ganz Mann" bleiben kann. Ich habe es begründet und daraus folgend bejaht. Ich zum Beispiel. Ja, ein Mann, der Röcke und Kleider trägt (egal wie oft) kann ganz Mann bleiben. Muss er nicht. Eine Gegenantwort zum Beispiel wähnte sich ganz zufrieden, mal sich mehr männlich oder mal mehr weiblich fühlen zu dürfen. Ich glaube, ich weiss, welche Gefühle damit gemeint sind, kann aber für mich sagen, dass ich trotz alledem ganz Mann bleibe.
Zitat von: Skirtedman am 15.01.2025 03:17Danke dir, lieber Wolfgang, für deine ausführlichen Gedanken zum Thema Sexyness, ich habe das mit großem Interesse gelesen und du hast viel Stoff zum Nachdenken geliefert - spannendes Thema!
Dennoch bleibt bis zuletzt die Frage. Kopiere ich da nicht einfach nur weibliche Attraktivität (wie ich, Mann, sie an Frauen mag) und hefte sie mir einfach nur an?
=====
Hallo Braveskirt,
willkommen im Forum!
Wolfgang
Zitat von: Skirtedman am 15.01.2025 03:17
Eine Gegenantwort zum Beispiel wähnte sich ganz zufrieden, mal sich mehr männlich oder mal mehr weiblich fühlen zu dürfen. Ich glaube, ich weiss, welche Gefühle damit gemeint sind, kann aber für mich sagen, dass ich trotz alledem ganz Mann bleibe.
Zitat von: Skirtedman am 15.01.2025 03:17
Also, wenn ich mich bisweilen ein bisschen sexy fühle, dann glaube ich, entspringt dieses Gefühl nicht, um vermehrt "weiblich" zu wirken. Sondern eher, mehr mit der Erlebniswelt verbunden zu sein, wie Frauen sie mit ihrer Kleidung empfinden. Ich kleide mich ja durchaus auch so, wie es mir an Frauen gut gefällt, ohne dadurch eine Frau darstellen zu wollen, sondern ganz einfach aus diesem von mir nicht sonderlich geliebten vorgekauten Männlichkeitsbild herauszutreten und einfach die Kleidung tragen zu können, die mir gefällt. Und mit diesen Ausdrucksmöglichkeiten nähere ich mich der Erfahrungswelt von Frauen an, und da kommt manchmal Sexiness mit ins Spiel.