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Zitat von: Timper am 16.06.2025 18:03Zitat von: cephalus am 16.06.2025 11:00Da hast du nicht unrecht. Liegt vielleicht daran das man das Rad eben nicht neu erfinden kann. Alles ist schon vorhanden. Ein Rock bleibt ein Rock, eine Hose eine Hose. Damenhosen haben letztlich nur geringe Varianten, Veränderungen. Also bleibt ein Rock auch ein Rock. Wahrscheinlich kann man das nur ändern wenn man ihm männliche Attribute verpasst. Zb mit Werkzeug Aufdruck oder große Taschen. Oder ihn funktionell gestaltet, zb mit Zollstocktasche😅. Es muss was her was ihn vom weiblichen Vorbild absetzt. Schon schwierig, alles schon besetzt an Variationen und somit weiblich zugeordnet. Wahrscheinlich bleibt nur zu sagen ,, wir haben jetzt Gleichberechtigung und alles wird Unisex.". Blümchen sind jetzt auch männlich, große Taschen männlich/ weiblich = unisex, Werkzeug Aufdruck kann auch weiblich sein. Usw. Aber ob die große Masse das mag?
Vielleicht sind meine Gedanken einfach nicht kreativ genug, aber jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was man an Kleidung und Mode allgemein für einen Mann im Allgemeinen, oder für mich im Speziellen, ändern oder weiterentwickeln könnte, lande ich bei Dingen, die es bereits in der Damenmode gibt oder gab.
Selbst die kleinste Schnittabweichung vom typischen, eng definierten männlichen Stil bei Hosen, Hemden, Shirts, Aufdrucken oder Applikationen wird sofort als weiblich gelesen.
Alles was nicht eng definiert männlich traditionell ist, ist automatisch weiblich.
Zitat von: Timper am 16.06.2025 18:03
Wahrscheinlich kann man das nur ändern wenn man ihm männliche Attribute verpasst. Zb mit Werkzeug Aufdruck oder große Taschen. Oder ihn funktionell gestaltet, zb mit Zollstocktasche😅. Aber ob die große Masse das mag?

Zitat von: MAS am 14.06.2025 16:43
Ja, lieber Zwurg, wir beide können gut ohne Groll miteinander diskutieren. Das schätze ich so an Dir!
Das hier würde ich natürlich anders formulieren:
"auch wenn es Menschen betrifft, deren ehemals übliche Bezeichnungen mittlerweile geächtet sind."
Ich würde da schreiben:
"auch wenn es Menschen betrifft, die zu bezeichnen wir endlich mal Rücksicht auf ihre Eigenbezeichnung nehmen, statt ihnen eine aufzuzwingen, die sie als beleidigend empfinden".
Ich möchte als Deutscher ja auch nicht als "Kraut" oder "Boche" oder ähnlichen Namen bezeichnet werden.
LG, Micha
Zitat von: cephalus am 16.06.2025 11:00Zitat von: Zwurg am 14.06.2025 10:19
Ich finde es zunehmend schwieriger in dem unendlichen Pool der Damenmode etwas zu finden das mir gefällt.
Und das, wo ich mir denke ich bin kein Mann mit überaus massivem Körperbau.
Vielleicht hattest Du einfach noch kein Glück, oder deine Sehgewohnheiten lassen an dir keine ungewohnte Silhouette zu?
Das sind die Gedanken eines Mannes, der seinen Körperbau als relativ massiv betrachtet und reichlich etwas findet...
Ich denke der Geschmack der Menschen ist ein rein soziales Konstrukt.
Blümchen, Rosa, Rock, Rüschen, all das erlernen wir durch Beobachtung ab Geburt, vieles davon ohne es jemals zu reflektieren, zumindest die Meisten.
Als soziales Wesen gleichen wir uns automatisch und unterbewußt permanent mit unserer Umgebung ab und empfinden relatisch schnell als normal und auch für einen selbst geeignet, was wir permanent sehen:
Ein Sarong mit großen bunten Blumen wäre für mich weit jenseits meiner eigenen Grenze gewesen und ist es im hier und jetzt auch wieder etwas.
In der Südsee hatte ich nach ein paar Tagen ohne die geringsten Hemmungen auch so ein Teil um die Hüften und mich damit unauffällig zwischen die Einheimischen eingeordnet, bei denen mehr als die Hälfte der Männer ähnliches trug - mein persönlicher Geschmack, bzw, meine Sichtweise hatte sich rapiede geändert.
Vielleicht wäre es in einem Land, in dem Männer üblicherweise Rosarüschenprinzessinnenkleider tragen, nach kurzer zeit genauso, auch wenn ich mir das aus meiner derzeitigen Perspektive nicht vorstellen könnte - einfach soziale Normung/Prägung...Zitat von: Timper am 14.06.2025 11:17
Zwerg, ich kann deinen Wunsch ohne große visuelle Brüche sehr gut verstehen.
(...)
Ganz selten zeigt sich ein männlich geprägter Ansatz von Modischer Fortschrittlichkeit. Also ein absetzen von den weiblichen Vorbildern. Eine Weiterentwicklungen sozusagen. Nichts Eigenständiges.
Das ist sicher auch durch die Modeindustrie verursacht die entweder nichts kreatives bringt oder gleich meilenweit darüber hinaus schiesst. Wenig brauchbares für den Alltag.
Irgendwie hast Du damit Recht, aber die Praxis widerspricht dem:
Vielleicht sind meine Gedanken einfach nicht kreativ genug, aber jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was man an Kleidung und Mode allgemein für einen Mann im Allgemeinen, oder für mich im Speziellen, ändern oder weiterentwickeln könnte, lande ich bei Dingen, die es bereits in der Damenmode gibt oder gab.
Selbst die kleinste Schnittabweichung vom typischen, eng definierten männlichen Stil bei Hosen, Hemden, Shirts, Aufdrucken oder Applikationen wird sofort als weiblich gelesen.
Alles was nicht eng definiert männlich traditionell ist, ist automatisch weiblich.
Zitat von: cephalus am 16.06.2025 11:00Da hast du nicht unrecht. Liegt vielleicht daran das man das Rad eben nicht neu erfinden kann. Alles ist schon vorhanden. Ein Rock bleibt ein Rock, eine Hose eine Hose. Damenhosen haben letztlich nur geringe Varianten, Veränderungen. Also bleibt ein Rock auch ein Rock. Wahrscheinlich kann man das nur ändern wenn man ihm männliche Attribute verpasst. Zb mit Werkzeug Aufdruck oder große Taschen. Oder ihn funktionell gestaltet, zb mit Zollstocktasche😅. Es muss was her was ihn vom weiblichen Vorbild absetzt. Schon schwierig, alles schon besetzt an Variationen und somit weiblich zugeordnet. Wahrscheinlich bleibt nur zu sagen ,, wir haben jetzt Gleichberechtigung und alles wird Unisex.". Blümchen sind jetzt auch männlich, große Taschen männlich/ weiblich = unisex, Werkzeug Aufdruck kann auch weiblich sein. Usw. Aber ob die große Masse das mag?Zitat von: Zwurg am 14.06.2025 10:19
Ich finde es zunehmend schwieriger in dem unendlichen Pool der Damenmode etwas zu finden das mir gefällt.
Und das, wo ich mir denke ich bin kein Mann mit überaus massivem Körperbau.
Vielleicht hattest Du einfach noch kein Glück, oder deine Sehgewohnheiten lassen an dir keine ungewohnte Silhouette zu?
Das sind die Gedanken eines Mannes, der seinen Körperbau als relativ massiv betrachtet und reichlich etwas findet...
Ich denke der Geschmack der Menschen ist ein rein soziales Konstrukt.
Blümchen, Rosa, Rock, Rüschen, all das erlernen wir durch Beobachtung ab Geburt, vieles davon ohne es jemals zu reflektieren, zumindest die Meisten.
Als soziales Wesen gleichen wir uns automatisch und unterbewußt permanent mit unserer Umgebung ab und empfinden relatisch schnell als normal und auch für einen selbst geeignet, was wir permanent sehen:
Ein Sarong mit großen bunten Blumen wäre für mich weit jenseits meiner eigenen Grenze gewesen und ist es im hier und jetzt auch wieder etwas.
In der Südsee hatte ich nach ein paar Tagen ohne die geringsten Hemmungen auch so ein Teil um die Hüften und mich damit unauffällig zwischen die Einheimischen eingeordnet, bei denen mehr als die Hälfte der Männer ähnliches trug - mein persönlicher Geschmack, bzw, meine Sichtweise hatte sich rapiede geändert.
Vielleicht wäre es in einem Land, in dem Männer üblicherweise Rosarüschenprinzessinnenkleider tragen, nach kurzer zeit genauso, auch wenn ich mir das aus meiner derzeitigen Perspektive nicht vorstellen könnte - einfach soziale Normung/Prägung...Zitat von: Timper am 14.06.2025 11:17
Zwerg, ich kann deinen Wunsch ohne große visuelle Brüche sehr gut verstehen.
(...)
Ganz selten zeigt sich ein männlich geprägter Ansatz von Modischer Fortschrittlichkeit. Also ein absetzen von den weiblichen Vorbildern. Eine Weiterentwicklungen sozusagen. Nichts Eigenständiges.
Das ist sicher auch durch die Modeindustrie verursacht die entweder nichts kreatives bringt oder gleich meilenweit darüber hinaus schiesst. Wenig brauchbares für den Alltag.
Irgendwie hast Du damit Recht, aber die Praxis widerspricht dem:
Vielleicht sind meine Gedanken einfach nicht kreativ genug, aber jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was man an Kleidung und Mode allgemein für einen Mann im Allgemeinen, oder für mich im Speziellen, ändern oder weiterentwickeln könnte, lande ich bei Dingen, die es bereits in der Damenmode gibt oder gab.
Selbst die kleinste Schnittabweichung vom typischen, eng definierten männlichen Stil bei Hosen, Hemden, Shirts, Aufdrucken oder Applikationen wird sofort als weiblich gelesen.
Alles was nicht eng definiert männlich traditionell ist, ist automatisch weiblich.
Zitat von: Timper am 14.06.2025 11:25
Die Sprache gibt es doch. Einfach Frauen und Männer bzw. Damen und Herren nennen. Da muss man nichts neues erfinden. Das ist nur eine Neuerfindung des Rades.
Niemand hindert dich die Studenten und Studentinnen zu sprechen und zu schreiben . Von mir aus in anderer Reihenfolge. Studierende ist völlig überflüssig. Nur eine Neuerfindung des Rades.
Zitat von: Zwurg am 14.06.2025 10:19
Ich finde es zunehmend schwieriger in dem unendlichen Pool der Damenmode etwas zu finden das mir gefällt.
Und das, wo ich mir denke ich bin kein Mann mit überaus massivem Körperbau.


Zitat von: Timper am 14.06.2025 11:17
Zwerg, ich kann deinen Wunsch ohne große visuelle Brüche sehr gut verstehen.
(...)
Ganz selten zeigt sich ein männlich geprägter Ansatz von Modischer Fortschrittlichkeit. Also ein absetzen von den weiblichen Vorbildern. Eine Weiterentwicklungen sozusagen. Nichts Eigenständiges.
Das ist sicher auch durch die Modeindustrie verursacht die entweder nichts kreatives bringt oder gleich meilenweit darüber hinaus schiesst. Wenig brauchbares für den Alltag.
Zitat von: MAS am 14.06.2025 11:07
Lieber Zwurg,
Herr Nuhr ist ja auch ein Mann und spricht vielfach egozentrisch. Ich kann seit einigen Jahren immer weniger mit seinen Beiträgen anfangen.
Wenn eine patriarchalisch geformte Sprachregelung Dir ausreicht, weil Du eben ein Mann bist, dann ist das ähnlich, wie wenn eine von Weißen geprägte Sprachregelung, an der sich Menschen mit anderen Hautfarben stoßen, einem Weißen ausreichend ist. Ist das wirklich nicht egozentrisch?
Nochmal meine Frage: Wie würdest Du Dich fühlen, mit einem generischen Femininum mitgemeint zu sein. Und das vielleicht nach Jahrtausendealtem Matriarchat, gegen das sich Männer seit ein paar Jahrzehnen wehren? Wenn Dir das bisschen, was Frauen bisher schon erreicht haben, schon zu viel ist: Bist Du dann nicht einfach ein Verteidiger des Patriarchats? Oder verstehe ich Dich da falsch?
Was Blumenmuster angeht: Meistens trage ich keines, aber ab und zu gerne. Es geht mir nicht darum, Blumenmuster als ausreichend zu bezeichnen, sondern als möglich, auch für Männer. Uns Männern sie verbieten zu wollen, empfände ich als Diskriminierung von Männern, und dann ebenso auch oft durch Männer. Männer diskriminieren Männer, damit diese nicht aus ihrer männlichen Rolle fallen.
Ich will mit keine Gender-Rolle aufzwingen lassen, sondern gerne meine eigene finden und ausleben.
Frauen nehmen dieses Recht schön seit einiger Zeit für sich in Anspruch. Ist es nicht auch Maskulinismus hier das gleiche Recht umgekehrt auch für uns Männer in Anspruch zu nehmen? Gleiches Recht für alle!
Und wer für sich keine Blumenmuster möchte, muss sie ja nicht tragen. Männer genau so wenig wie Frauen oder Diverse. Es darf da keinerlei Zwang geben.
Ja, wir müssen gegen die Spaltung der Gesellschaft vorgehen. Aber dann mach Du doch mal einen Vorschlag für eine gendergerechte Sprache, die nicht patriarchalisch ist, für eine Sprachregelung, mit der alle leben können, zumindest solange sie nicht nur egozentrisch denken.
LG, Micha