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Zitat(übersetzt)
Geschichte der Poneva
Aus dem Altslawischen übersetzt bedeutet ,,Poneva" ,,Stück Stoff", ,,Vorhang", ,,Handtuch". Einige Forscher glauben, dass die Slawen den Rock nicht als Poneva bezeichneten, sondern als den Stoff, aus dem er genäht wurde. Der Stoff für die Poneva wurde speziell gewebt – er musste aus Wolle oder Halbwolle (mit Hanffasern) sein und ein Schachbrettmuster aufweisen.
In der Antike wurde dieser Lendenrock von Mädchen getragen, die das Brautalter erreicht hatten. Später wurde die Poneva jedoch zu einem Accessoire für verheiratete Frauen. Anfangs wurden die Stoffstücke gar nicht zusammengenäht – sie wurden am Gürtel befestigt. Dann begann man zu nähen und ließ der Einfachheit halber einen Schlitz frei. Diese Röcke wurden bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in Dörfern getragen. Die Länge der Poneva reichte bis zum Knöchel oder bis zu den Waden. Während der Arbeit wurden die Enden der Poneva in den Gürtel gesteckt.
Die offenen Ponewas wurden im Volksmund ,,Rasnopolki" oder ,,Rastopolki" genannt. Es gab auch Ponewas, die komplett zusammengenäht waren, wie moderne Röcke. Zu den drei Stoffbahnen wurde ein viertes Stück, die ,,Proschwa", hinzugefügt. Sie war kürzer als die ersten drei und wurde von unten mit einem Stück desselben Stoffes wie die drei Hauptbahnen versehen. Die Proschwa war mit Stickereien verziert: Unverheiratete Frauen trugen reich gemusterte Röcke, während ältere Frauen sich auf farbige Borten am Saum beschränkten. Eine weiße Proschwa galt als Teil der Trauerkleidung.