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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 07.11.2025 08:31
Also, lieber Wolfgang, beim Lesen Deiner vielen Möglichkeiten des Nachdenkens und Nichtnachdenkens und 3a und 3b usw. wird mir ja ganz schwindelig. So viel Differenzierung lässt in mir den Wunsch nach didaktischer Reduktion aufkommen.

Jedenfalls zeigt es mal wieder, wie komplex oder kompliziert wir Menschen sind, und sicher nicht nur Du.

Jürgen, Du willst es lieber einfach halten. Aber Wolfgang stellt bei Dir viel Reflexion fest. Reduziert auf die drei Möglichkeiten, die ich aufgezeigt habe: Wo würdest Du Dich eher verorten? Oder doch auch letztlich nirgends davon sondern in einer ganz individuellen Mischung der drei und noch weiterer Möglichkeiten?

Und wie seht Ihr anderen es?

LG, Micha
Autor JJSW
 - 07.11.2025 04:02
Zitat von: Skirtedman am 06.11.2025 22:56
Jürgen - so wie es sich liest - reflektiert sehr viel häufiger darüber.

Echt jetzt?   ;)

Ich genieße es einfach, das zu tragen was mir gefällt.

Und nicht nur das zu tragen, was alle tragen, weil es eben alle tragen...

Gruß
Jürgen
Autor Skirtedman
 - 07.11.2025 01:48
Zitat von: MAS am 06.11.2025 23:50

Das passt natürlich nicht einfach so zusammen. Ich fühle mich jedenfalls zwischen diesen Wünschen hin und her gezogen.

Geht es Dir, geht es Euch auch so ähnlich?

Nnnein!
Jjjjaa, wenn es um 'ähnlich' geht.
Aber nein bei Deinem Wunsch 2. Ich will nicht immer reflektieren. Aber dennoch tue ich das immer, je nachdem, wieviel Priorität ich ihm einräume es sich einräumt. Naja, Nachdenken ist ja sehr von Vorteil. Aber Nachdenken kann ich gar nicht abstellen. Das läuft immer mit, mal still, mal leise, mal laut, mal aktiv mit Interesse. Aber Nachdenken hat oft nichts mit Willen oder Wünschen zu tun, es ist einfach da. Immer da. Und es kreist sich um alles, was mir in den Sinn kommt. Und oft weit jenseits meiner Kleidungsvorlieben.

Also Dein Wunsch 2, den klammere ich in diesem Bezug aus. Unter Menschen drängt es sich situativ mit der Kleidung in den Vordergrund. Ohne direkte Interaktion mit Menschen, auch nicht nur durch bloße Anwesenheit, übernehmen häufig andere Themen das Denkzepter.

Aber Wunsch 3, etwas Besonderes sein, Vorreiter oder so. Nein, diesen Wunsch hege ich auch nicht.
Zwar ist es schon so, etwas Besonderes zu sein, vielleicht auch Vorreiter. Das ergibt sich ganz automatisch. Wenn ich das nicht mache, wer macht es sonst für mich?
Daraus ergibt sich automatisch Wunsch 3a. Auf andere abzufärben, dass sie sich auch die Freiheiten gönnen, nehmen. Vielleicht beherrscht mich dieser Wunsch nicht den ganzen Tag unter Menschen oder am Forum. Aber oftmals ja, weil ich den Genuss auch anderen wünsche. Und weil ich alleine etwas Besonderes bleibe, aber wenn andere auch auf den Geschmack kommen, reduziert sich meine Besonderheit. Und ja, daran ist mir gelegen. Das ist fast Wunsch 3b. Oder besser sogar 1a.

Wunsch 1, ohne Probleme... naja, das hab ich ja so ziemlich vollständig. Von wem auch immer als normal wahrgenommen werden... naja, das wünschte ich mir. Und mein Gefühl sagt: weitestgehend klappt das auch. Denke ich. Und drum ist Wunsch 1a, also identisch mit oben Wunsch 3b bei mir, wenn ich unter Menschen bin, beständig da, andere auch zum Mitmachen zu animieren. Je mehr Männer Rock tragen oder Kleid, desto normaler werde auch ich wahrgenommen.

Man muss lernen sich davon freizumachen, zu überlegen, was andere nun konkret über Dich denken. Hab ich die Situation im Bus oder Zug vor Augen, so kann ich mein Hirn darauf konzentrieren, was Person X oder Y, die Dich gerade sieht, oder Einsteigen oder Rumlaufen gesehen hat, nun von Dir denkt. Ist Deine Botschaft bei dieser Person angekommen? Hat sie begriffen, was Du darstellen möchtest, wie Du Dich fühlst? Sie denkt von Dir gerade bestimmt: "So ein Depp!" und meidet angestrengt den Blickkontakt. Oder die Person regt sich innerlich auf, so geht das Abendland zugrunde. Oder nicht nur im Zug oder Bus. Auf der Straße. Beim Einkauf. Im Café.

Du kannst Dich verfolgen lassen von den Gedanken der anderen Menschen, die Du in ihre Hirne hineininterpretierst. Das ist anstrengend auf die Dauer. Das treibt Dich eher wieder heim als dass Du den Tag draussen genießt. Das musst Du abstellen. Davon musst Du Dich freimachen.

Wichtig ist, dass Du Dich freust, wie Du Dich gibst, wie Dein Erscheinungsbild ist. Dass Du Dich nicht verstecken musst. Dass Du unter Menschen sein kannst. Dass Du Dir die Freiheit gönnst. Dass Du Dich wohlfühlst. Es ist wichtiger, dass Du zeigst, dass Du Dich wohlfühlst, als dass Du grübelst, was der andere nun gerade über Dich denkt.

Dann nimmt Dich ein dahergelaufener X oder Y halt als unnormal wahr. Wenn er merkt, dass Du Dich wohlfühlst, findet er Dich vielleicht auch gar nicht mehr so merkwürdig. Vielleicht sogar bewundernswert. Vielleicht ist es ihm sogar irgendwann total egal. Dann bist Du nahe bei dem Wunsch 1, dass den andern egal ist, was Du trägst.

Und über Wunsch 3, andere zu inspirieren, kommst Du noch näher an Wunsch 1, als normal wahrgenommen zu werden.

Und dann kannst Du Dich auch dem Wunsch 2 hingeben, über das Leben nachzudenken, über wirklich wichtige Dinge, obwohl Du unter Menschen ein Rockmann bist.




So, ich habe mal die Gedanken schweifen lassen. Mit Du meinte ich irgendwann nicht mehr nur Dich, Micha, sondern jeden Leser, der sich das bis hierhin reingezogen hat. Ja, auch mich.

Ja, Micha, mir geht es auch so, also ähnlich.
Und nein Micha, mir geht es anders, aber ähnlich.

Autor MAS
 - 06.11.2025 23:50
Ah so! Danke für diesen Hinweis! Ich hatte nämlich genau den umgekehrten Eindruck.

Sagen wir es mal so:
Einerseits gibt es bei uns den Wunsch, Röcke, oder was auch immer wir tragen wollen, ganz selbstverständlich zu tragen, ohne das das von wem auch immer als unnormal wahrgenommen oder ein Problem daraus gemacht würde.
Andererseits wollen wir aber auch über das Leben nachdenken, also reflektieren und nicht gedankenlos durchs Leben wandeln.
Und nochmal andererseits wollen wir auch gerne was Besonderes sein und leisten, sei es als Pioniere, sei es als Individuen, sei es als Querdenker (im Sinne vor der Vereinnahmung des Wortes durch die Rechtspopulisten), sei es als Lebenskünstler oder als was auch immer.

Das passt natürlich nicht einfach so zusammen. Ich fühle mich jedenfalls zwischen diesen Wünschen hin und her gezogen.

Geht es Dir, geht es Euch auch so ähnlich?

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 06.11.2025 22:56
Dir ist es - so wie es sich liest - sehr viel selbstverständlicher, Rock oder Kleid zu tragen. Und währenddessen nicht immer wieder darüber zu reflektieren.

Jürgen - so wie es sich liest - reflektiert sehr viel häufiger darüber.

So geht es mir auch. Ich werde im Alltag auch immer wieder bewusst daran erinnert, dass ich mich von all den anderen unterscheide. Zwar genieße ich die Tatsache des Sich-Unterscheidens, weil ich froh bin, nicht wie die anderen so festgelegt zu sein. Doch ist mir diese Tatsache immer präsent im Hirn. Zuhause oder in Arbeit versunken, geht das vielleicht mal unter. Aber unter Menschen tritt das Wissen darum mir immer wieder ins Bewusstsein.

Autor MAS
 - 06.11.2025 22:32
Zitat von: Skirtedman am 06.11.2025 22:29
Ja, Matthias, auch von mir herzlichen Dank für Deinen kurzen Beitrag.

Mir gehts ein bisschen ähnlich wie Jürgen, aber nicht wie Micha.

Was unterscheidet Deiner Meinung nach, wie es uns beiden geht, Wolfgang?

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 06.11.2025 22:29
Ja, Matthias, auch von mir herzlichen Dank für Deinen kurzen Beitrag.

Mir gehts ein bisschen ähnlich wie Jürgen, aber nicht ganz so wie Micha.

Ja, Röcke und Kleider zu tragen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit, und ich glaube, ich trage sie auch ganz souverän und ganz selbstverständlich. Aber mir ist auch immer bewusst, dass ich "im Stadtbild" eine große Ausnahme bin. Und wie Jürgen, wenn ich von all den anderen Männern in Hosen umgeben bin, drängt sich mir unwillkürlich der Gedanke auf: "Was die alles verpassen".

So alltäglich wie Rock oder Kleid in meinem Leben auch ist, so alltäglich werde ich daran erinnert, dass es für all die anderen Menschen nicht so selbstverständlich ist, Rock oder Kleid an sich bzw. an einem Mann zu sehen.

Und drum bin ich auch begeistert - für manche vielleicht 'zu begeistert' - mit hier im Forum, um meine Lebensfreude zu teilen, die ich mit meiner Rock-Selbstverständlichkeit gefunden habe ("gute Zeiten"). Aber auch den Männern, die hier mit einem gewissen Interesse am Rock versammelt sind, Mut zu machen, die wunderbare Kleidungsfreiheit auch mehr zu ihrer Selbstverständlichkeit zu machen.

Indes ist es mir auch nicht völlig egal, was andere anhaben. Von der Sache her zwar ja. Aber ich erfreue mich, wenn ich Menschen sehe, die nach meinem Geschmack schön gekleidet sind. Das müssen nicht immer aufwendige Styles sein. Auch schnell übergeworfene Kleidungsstücke für den Alltag, wenn die irgendwie Ästhetik und augenfällige Formensprache ausstrahlen, wenn sie Zufriedenheit ausstrahlen. Das vermisse ich bei doch recht zahlreichen Menschen, bei einigen Frauen, bei aber sehr viel mehr Männern, bilde ich mir ein. Ich wünschte, es gäbe mehr Männer, die Zufriedenheit ausstrahlen. Auf mich wirken die meisten, dass sie eine innerliche Verbissenheit ausstrahlen. Ich glaube, mehr Wahlfreiheit im Rollenbild ergäbe zufriedenere Männer. Auch deswegen ist mir nicht völlig wurscht, ob die anderen Männer auf ewig in ihren Hosen bleiben.
Autor JJSW
 - 06.11.2025 20:21
Zitat von: Mann im Rock am 06.11.2025 13:45
Für mich ist das Tragen eines Rocks heute völlig normal und selbstverständlich. Nichts worüber ich noch reden müsste.

Lg Matthias

Hallo Matthias

Und trotzdem finde ich es schön, das Du heute darüber geredet, bzw. geschrieben hast.

Ich kann mich noch genau an Deinen letzten Beitrag vom 21.12.2020 erinnern, wo Du meinen Text zitiert und geantwortet hast.
Seitdem ist viel Zeit vergangen.

Auch für mich ist das Rock tragen inzwischen selbstverständlich. Die einzigen Gedanken sind nur noch, wähle ich jetzt diesen oder jenen Rock oder doch ein Kleid?

Klar ist mir auch egal, was andere anziehen, aber doch sehe ich es ähnlich wie Lars und freue mich, wenn ich einen Mensch sehe, der irgendwie besonders schick oder einfach anders oder außergewöhnlich gekleidet ist und sich vom 0815-Jedermann-Standard abhebt.
Selbst wenn es an mir nicht gefallen würde, aber er einfach sein eigenes Ding macht.

Zitat von: cephalus am 06.11.2025 16:22
Würde ich einen Rock mit der selben Wurstigkeit tragen, wie eine verbeulte Jeans, ginge mir ein guter Teil des Reizes verloren.

Das ist bei mir etwas anders. Eine verbeulte Jeans ziehe ich nur noch zur Arbeit an, wo ich mir meinen Rock nicht einsauen will.
Ansonsten wird für mich selbst der schnödeste Alltag durchs Rock tragen zu etwas Besonderem. Und das beinahe jeden Tag.
Denn für mich mag das inzwischen selbstverständlich sein. Und doch ist es außergewöhnlich, wenn ich die ganzen anderen Männer in ihren Hosen sehe.

Zu Beginn meines Röcke tragens, half mir das Forum und die schreibenden Mitglieder, meine Unsicherheiten abzulegen und die Selbstsicherheit zu erlangen, die ich heute habe.

Inzwischen trage ich so selbstverständlich Rock, das ich das Forum eigentlich auch nicht mehr bräuchte.
(Aus vielen Diskussionen die mir nichts nutzen und nur nerven und Zeit fressen, gelingt es mir, mich inwischen recht gut herauszuhalten)

Und doch bleibe ich im Forum, da es dort doch Mitglieder gibt, die ich sehr schätze, es haben sich Freundschaften entwickelt und diesen davon bin ich bei verschiedenen Treffen persönlich begegnet.

Auch wenn das Interesse an Treffen in den letzten Jahren leider nachgelassen hat.

Grüße
Jürgen
Autor MAS
 - 06.11.2025 20:00
Meistens ziehe ich auch morgens einfach ganz selbstverständlich meinen Rock an und bewege mich, ohne daran zu denken, in der Öffentlichkeit.
Aber manchmal kommt dann doch das Nachdenken und ich empfinde das Besondere daran. Und genieße es.

LG, Micha
Autor Lars
 - 06.11.2025 19:19
Zitat von: Mann im Rock am 06.11.2025 13:45
Es ist mir vollkommen egal, was andere anziehen.

So geht es mir auch ... mir ist es schlicht egal, was andere anziehen.
Wobei ... schick und elegant gekleidete Menschen erfreuen mich schon. Grad jetzt im Herbst und grad bei den Frauen erblickt man hier im großen Städchen schon hin und wieder sehr elegante Outfits.
Autor cephalus
 - 06.11.2025 16:22
Hallo Matthias,

Zitat von: Mann im Rock am 06.11.2025 13:45
Am Anfang war es meine Absicht, einen Rock genau mit derselben Mentalität draußen zu tragen wie eine Jeans. Diese Absicht habe ich für mich erreicht.

ich glaube diesen Level haben die wenigsten erreicht.

Auch wenn ich zu manchen Wetterbedingungen fast ausschließlich Röcke und Kleider trage, und auch im übrigen Jahr keine Bedenken habe, etwas Einröhriges zu tragen, wenn mir der Sinn danach ist, bin ich mir des Rocks und seiner Besonderheit, meistens bewusst.
Eie Hose ist anders, da fällt kein gelegentlicher Blick nach unten, oder es dreht sich jemamd heimlich um.

Allerdings ist das auch gut so wie es ist:
Würde ich einen Rock mit der selben Wurstigkeit tragen, wie eie verbeulte Jeans, ginge mir ein guter Teil des Reizes verloren.
Autor Mann im Rock
 - 06.11.2025 13:45
Zitat von: Skirt-Man am 28.08.2025 08:52
Viele hier haben Ihre Freiheit gefunden, alles zu tragen wann und wo sie Lust haben.
Einige sind auf dem Weg dahin, es zur Selbstverständlichkeit zu machen.
Einige haben noch Mauern im Leben, Persönliche oder Externe ist da egal.

Ich greife mal ein Stichwort von dir auf, und zwar Selbstverständlichkeit.

Früher war ich mal sehr aktiv in diesem Forum wie auch in anderen sozialen Netzwerken, hab mich aber vor ein paar Jahren total zurückgezogen. Warum? Weil ich nicht mehr übers Rocktragen diskutieren muss, sondern es einfach tue. Ich mach mir keine Gedanken, was andere denken könnten. Am Anfang war es meine Absicht, einen Rock genau mit derselben Mentalität draußen zu tragen wie eine Jeans. Diese Absicht habe ich für mich erreicht.

Es ist auch nicht mein Bedürfnis, andere Männer von den Vorteilen eines Rocks zu überzeugen. Ich überzeuge ja auch niemanden vom Tragen einer Jeans. Es ist mir vollkommen egal, was andere anziehen.

Für mich ist das Tragen eines Rocks heute völlig normal und selbstverständlich. Nichts worüber ich noch reden müsste.

Lg Matthias




Autor doppelrock
 - 01.09.2025 02:19
Zitat von: MAS am 31.08.2025 22:31
Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Da es sinnlos ist, auf verquere Beiträge, die Ursache und Folge, Demokraten und Antidemokraten, Verantwortung von Regierenden und Opposition nicht auseinander halten wollen, lieber mal zurück zum Thema.
Ich denke, Doppelrock, dass Du damit wieder mich meinst, aber darin finde ich mich absolut nicht wieder. Verquere Beiträge kommen eher von Dir, seit Corona-Zeiten.

Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Die Berichte im Forum zeigen, dass die Leute am besten ankommen, die den Rock mit guter Laune, Frohsinn und Leichtigkeit tragen und dabei ein stimmiges Bild abgeben, weil die Kleidung einfach passt.
Damit fühle ich mich dagegen sehr gemeint.


Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Zum vorbildsein gehört auch, dass man auf eigene Leistungen und Kultur, die man weiterträgt, stolz sein darf. Schließlich sind wir historisch betrachtet im Land der Dichter und Denker, der Forscher, Konstrukteure, Ingenieure, Freigeister mit sehr vielen regionalen Besonderheiten und Traditionen zusätzlich. Jetzt kommt das große ABER: So seit etwa 30 Jahren ist sichtbar, dass man uns Wissen, Selbstdenken, Neugier, Tradition, Geselligkeit und Humor aberziehen möchte durch immer neue Verbote und Vorschriften, zuletzt unter Cancel Culture.
Wer jetzt seine Vergangenheit leugnet, hat keine Basis, auf der er eine Zukunft aufbauen kann. Willkommen in der Sackgasse.
Wie will man kulturellen Austauschfördern mit Menschen, die hier ankommen und auch bereit sind, sich in die Gesellschaft zu integrieren, wenn diese ihre eigene Herkunft leugnet, sich von Machthabern in Einzelpersonen spalten lässt und somit überhaupt kein Verständnis haben kann, was Kultur und Tradition für Menschen aus anderen Teilen der Welt bedeuten kann?
Mit dem, was mittlerweile in Selbsthass gipfelt, kann man nur Ablehnung erzeugen. Und braucht sich dann nicht wundern, wenn man sich ins Abseits befördert.

Ich habe mich heute mir einem Reservesoldaten unterhalten. Und wir merkten, dass wir in wichtigen Fragen übereinstimmten. So sahen wir beide die Notwendigkeit, dass eine Gesellschaft ihre Freiheit notfalls (!) auch verteidigen können muss, dass man aber am besten das übt, was man hofft, die anwenden zu müssen. Und wir stimmten darin überein, dass manchmal die Verteidigung der Demokratie vorgeschoben wird, um in Wahrheit wirtschaftliche Interessen zu verteidigen.
Wir sprachen über die unterschiedlichen Bedeutungen und Interpretationen von Schwarz-rot-gold und stimmten darüber ein, diese Farben für ein demokratisches Deutschland zu interpretieren.

Seine - also weniger die individuelle, als die kollektive des Kollektivs, zu dem man gehört - Vergangenheit nicht zu leugnen, bedeutet auch, die negativen Seiten dieser Vergangenheit wahrzunehmen, nicht zu leugnen und sie aufzuarbeiten. Trump z.B. geht derzeit den Weg, die Vergangenheit der euroamerikanischen Vergangenheit zu verherrlichen und Universitäten und Museen anzuweisen, die negativen Seiten zu verschweigen. Das ist das Gegenteil von Annahme der Vergangenheit, wie sie wirklich war.


Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Weil ich fest damit rechne, dass jetzt wieder das Schwarz-Weiß-Geplärre ertönt: Nein, Keinen kultischen Hype von dem einen oder dem anderen, einfach mit Liebe und Hausverstand Kultur und regionales pflegen und weiter leben lassen. Nur wer selbst hinter der eigenen Kultur steht, kann auch von anderen Kulturen akzeptiert werden. Wer sich in voreilendem Gehorsam extremen auswärtigen Regeln unterwirft, ohne einen Hauch von Selbstbewusstsein, wird von genau diesen Leuten nicht geschätzt, sondern als Fußabtreter benutzt.

Es geht mir gerade nicht um ein Schwarz-weiß-Denken, sondern um eine differenzierende und perspektivenbewusste Betrachtung. Das Schwarz-weiß-Denken sehe ich eher bei denen, die ihre eigene Kultur als die allerbeste ansehen und anderen aufdrängen oder die ausgrenzen wollen, die sich ihr nicht anpassen. Und was diese ihre eigene Kultur nennen, ist eine bestimmte Sichtweise dieser Kultur. So gab es für solche polnischer Nationalität nie Kollaborateure mit Nazi-Deutschland, so gab es für solche amerikanischer Nationalität keine Verbrechen der Sklaverei und keinen Diebstahl an Land gegenüber den Ureinwohnern Amerikas, so ist für solche indischer Nationalität der Hinduismus die einzige wahre Religion, die alle anderen in sich einschließt, aber auf einer niedrigeren Ebene, so ist für solche muslimischen Glaubens der Islam die einzig wahre Religion und für solche christlichen Glaubens das Christentum, aber da auch nur das Christentum der je eigenen Konfession, da ist für solche deutscher Nationalität der Völkermord an den Nama und den Hereros und die Schoah nur eine Lüge usw. usf.   

Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Und dann, wenn die Menschen hinter einer gemeinsamen Sache stehen, nicht nur Phrasen indie Luft rufen, kann es wieder aufwärts gehen. Nicht nur als Placebo-Statistik, sondern tatsächlich. Verlangt allerdings Umdenken und Mitmachen.

Ja, mit dieser Idee bin ich aufgewachsen und sie bestimmt mein Denken von klein auf. Aber derzeit weht starker Wind in die entgegengesetzte Richtung.

So, jetzt habe ich schon wieder mit einem anonymen Phantom diskutiert. Zielgruppe sind aber eigentlich Ihr anderen, die ich nicht einfach so dieser Propaganda überlassen möchte.

LG, Micha

Doch, lieber MAS, mit den verqueren Beiträgen meine ich deine Aussagen zu "Klima" und "Demokratie".
Denn selbst das IPCC sagt, dass vom CO2 96% NICHT vom Menschen gemacht sind, also natürlich.
Und das Thema Politik scheint dir weiterhin fremd zu sein, weil du immer noch den Regierenden in ihren spalterischen, ihre Macht erhaltenden Ideologien folgst ohne tatsächliche Zusammenhänge sehen zu wollen. Die vor wenigen Tagen genannten Begriffe scheinst du auch weiterhin nicht auseinanderhalten zu wollen, denn du vermischst sie weiterhin.

Zu meinen Aussagen über C empfehle ich dir die RKI-Files, freigeklagte Protokolle direkt aus dem RKI, die die Richtigkeit meiner Aussagen belegen. Das RKI ist das Robert Koch-Institut und direkt dem Gesundheitsministerium unterstellt. Deren Protokolle sollten ausreichend authentisch sein, oder? Dazu kannst du dir den Datenanalyst Tom Lausen oder Dr. Sabine Stebel anhören. Sie arbeiten unpolitisch und faktenorientiert, widersprechen somit aber auch Mainstream und Ideologen. Dafür sind sie in der Quellenangabe sehr exakt und nachprüfbar. Zusätzlich kannst du dir die Wirkweise von mRNA und LNP von Vanessa Schmidt-Krüger erklären lassen. Sie hat schon für 5 Jahren auf Risiken hingewiesen, die jetzt so langsam in der Öffentlichkeit auftauchen, weil sie sich aufgrund der Häufigkeit nicht mehr verschweigen lassen. Allerdings ist das Ausland da schon viel weiter als wir.

Zum Thema Krieg dürfte es einen riesigen Unterschied machen, ob man das Land an seinen Grenzen verteidigen oder zusammen mit einem Militärbündnis (oder allein) andere Länder angreifen will, um dort einen Regime-Change aus machtpolitischen oder materiellen Interessen zu erzielen. Solche Feinheiten werden heute kaum unterschieden. Gerade in den Regierungsparteien nicht.

Live im Rock habe ich dich noch nicht erlebt, so kann ich nicht sagen, ob du da eine positive Ausstrahlung hast oder ob du da auch eher durch und durch Dozent bist. Manche Bilder finde ich nicht unbedingt positiv, schweige aber lieber dazu. Vielleicht klappt es mal mit einem realen Treffen und die voneinander gewonnenen Eindrücke sind ganz andere als die durch das Geschriebene.

Gruß
doppelrock
Autor MAS
 - 31.08.2025 22:37
Zitat von: DesigualHarry am 31.08.2025 20:31
Hallo!

Aus meiner Sicht lebe ich in unglaublich Spannenden Zeiten. Es war noch nie so leicht auf einer globaleren Ebene die Auswirkungen der kosmischen Gesetzte live mitzuverfolgen. Diese ganzen Erkenntnisse machen mich frei von Angst, egal ob Klima, Putin, Trump oder die Grünen. Da sie alle auf einer sehr niedrigen menschlichen Ebene aus agieren, ist es ein Leichtes sie als Harmlos zu bezeichnen.

Die Welt da draussen ist reine Illusion des Geistes. Der Betrachter entscheidet was er sehen will, und verändert durch die Weitergabe seiner Betrachtungsweise die Welt. Aber dem kann ich mich jederzeit entziehen.

Lg Harry!

Prima für Dich, lieber Harry!

Aber wie unterscheidest Du Konstruktivismus von Solipsismus? Oder ist beides für Dich dasselbe?

LG, Micha
Autor MAS
 - 31.08.2025 22:31
Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Da es sinnlos ist, auf verquere Beiträge, die Ursache und Folge, Demokraten und Antidemokraten, Verantwortung von Regierenden und Opposition nicht auseinander halten wollen, lieber mal zurück zum Thema.
Ich denke, Doppelrock, dass Du damit wieder mich meinst, aber darin finde ich mich absolut nicht wieder. Verquere Beiträge kommen eher von Dir, seit Corona-Zeiten.

Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Die Berichte im Forum zeigen, dass die Leute am besten ankommen, die den Rock mit guter Laune, Frohsinn und Leichtigkeit tragen und dabei ein stimmiges Bild abgeben, weil die Kleidung einfach passt.
Damit fühle ich mich dagegen sehr gemeint.


Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Zum vorbildsein gehört auch, dass man auf eigene Leistungen und Kultur, die man weiterträgt, stolz sein darf. Schließlich sind wir historisch betrachtet im Land der Dichter und Denker, der Forscher, Konstrukteure, Ingenieure, Freigeister mit sehr vielen regionalen Besonderheiten und Traditionen zusätzlich. Jetzt kommt das große ABER: So seit etwa 30 Jahren ist sichtbar, dass man uns Wissen, Selbstdenken, Neugier, Tradition, Geselligkeit und Humor aberziehen möchte durch immer neue Verbote und Vorschriften, zuletzt unter Cancel Culture.
Wer jetzt seine Vergangenheit leugnet, hat keine Basis, auf der er eine Zukunft aufbauen kann. Willkommen in der Sackgasse.
Wie will man kulturellen Austauschfördern mit Menschen, die hier ankommen und auch bereit sind, sich in die Gesellschaft zu integrieren, wenn diese ihre eigene Herkunft leugnet, sich von Machthabern in Einzelpersonen spalten lässt und somit überhaupt kein Verständnis haben kann, was Kultur und Tradition für Menschen aus anderen Teilen der Welt bedeuten kann?
Mit dem, was mittlerweile in Selbsthass gipfelt, kann man nur Ablehnung erzeugen. Und braucht sich dann nicht wundern, wenn man sich ins Abseits befördert.

Ich habe mich heute mir einem Reservesoldaten unterhalten. Und wir merkten, dass wir in wichtigen Fragen übereinstimmten. So sahen wir beide die Notwendigkeit, dass eine Gesellschaft ihre Freiheit notfalls (!) auch verteidigen können muss, dass man aber am besten das übt, was man hofft, die anwenden zu müssen. Und wir stimmten darin überein, dass manchmal die Verteidigung der Demokratie vorgeschoben wird, um in Wahrheit wirtschaftliche Interessen zu verteidigen.
Wir sprachen über die unterschiedlichen Bedeutungen und Interpretationen von Schwarz-rot-gold und stimmten darüber ein, diese Farben für ein demokratisches Deutschland zu interpretieren.

Seine - also weniger die individuelle, als die kollektive des Kollektivs, zu dem man gehört - Vergangenheit nicht zu leugnen, bedeutet auch, die negativen Seiten dieser Vergangenheit wahrzunehmen, nicht zu leugnen und sie aufzuarbeiten. Trump z.B. geht derzeit den Weg, die Vergangenheit der euroamerikanischen Vergangenheit zu verherrlichen und Universitäten und Museen anzuweisen, die negativen Seiten zu verschweigen. Das ist das Gegenteil von Annahme der Vergangenheit, wie sie wirklich war.


Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Weil ich fest damit rechne, dass jetzt wieder das Schwarz-Weiß-Geplärre ertönt: Nein, Keinen kultischen Hype von dem einen oder dem anderen, einfach mit Liebe und Hausverstand Kultur und regionales pflegen und weiter leben lassen. Nur wer selbst hinter der eigenen Kultur steht, kann auch von anderen Kulturen akzeptiert werden. Wer sich in voreilendem Gehorsam extremen auswärtigen Regeln unterwirft, ohne einen Hauch von Selbstbewusstsein, wird von genau diesen Leuten nicht geschätzt, sondern als Fußabtreter benutzt.

Es geht mir gerade nicht um ein Schwarz-weiß-Denken, sondern um eine differenzierende und perspektivenbewusste Betrachtung. Das Schwarz-weiß-Denken sehe ich eher bei denen, die ihre eigene Kultur als die allerbeste ansehen und anderen aufdrängen oder die ausgrenzen wollen, die sich ihr nicht anpassen. Und was diese ihre eigene Kultur nennen, ist eine bestimmte Sichtweise dieser Kultur. So gab es für solche polnischer Nationalität nie Kollaborateure mit Nazi-Deutschland, so gab es für solche amerikanischer Nationalität keine Verbrechen der Sklaverei und keinen Diebstahl an Land gegenüber den Ureinwohnern Amerikas, so ist für solche indischer Nationalität der Hinduismus die einzige wahre Religion, die alle anderen in sich einschließt, aber auf einer niedrigeren Ebene, so ist für solche muslimischen Glaubens der Islam die einzig wahre Religion und für solche christlichen Glaubens das Christentum, aber da auch nur das Christentum der je eigenen Konfession, da ist für solche deutscher Nationalität der Völkermord an den Nama und den Hereros und die Schoah nur eine Lüge usw. usf.   

Zitat von: doppelrock am 31.08.2025 13:25
Und dann, wenn die Menschen hinter einer gemeinsamen Sache stehen, nicht nur Phrasen indie Luft rufen, kann es wieder aufwärts gehen. Nicht nur als Placebo-Statistik, sondern tatsächlich. Verlangt allerdings Umdenken und Mitmachen.

Ja, mit dieser Idee bin ich aufgewachsen und sie bestimmt mein Denken von klein auf. Aber derzeit weht starker Wind in die entgegengesetzte Richtung.

So, jetzt habe ich schon wieder mit einem anonymen Phantom diskutiert. Zielgruppe sind aber eigentlich Ihr anderen, die ich nicht einfach so dieser Propaganda überlassen möchte.

LG, Micha