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Zusammenfassung

Autor JJSW
 - 30.12.2025 13:08
Zitat von: Yoshi am 30.12.2025 10:56
Zitat von: Peter58Muc am 29.12.2025 19:36
Aber lass das ja nicht Wolfgang lesen, dass du Zweiröhrig unterwegs gewesen bist, dass geht natürlich gar nicht.

Vielleicht bin ich jetzt eh ein "Verräter", weil ich kein alltäglicher Rockträger mehr bin, sondern nur noch gelegentlich bis selten Röcke trage.  ;D

Ach was, papperlapapp, jeder soll doch das tragen was ihm gefällt.
Außerdem ist bei den derzeitigen Temperaturen Röcke tragen eh nicht jedermanns  (und jederfraus) Sache.

Selbst ich komme momentan nicht ohne Hosen aus (auch wenns bei mir eben Leggings oder unfeine Strumpfhosen sind)  ;)

Abwarten... Im Sommer mit steigenden Temperaturen kommt die Lust Röcke zu tragen meist zurück.

Zitat von: Timper am 28.12.2025 18:42
Geht das anderen auch so, dass sie sich manchmal selber ungewöhnlich finden?

Hmm was heißt manchmal?
Wenn manns genau nimmt, eigentlich immer  ;)

Auch wenn für mich selbst Röcke und Kleider inzwischen völlig normal sind, sobald ich vor die Türe trete und die anderen ziemlich einheitlich gekleideten Männer sehe, bin ich mir gleich bewusst, das ich doch ungewöhnlich gekleidet bin.
Selbst wenn ich zum Hemd nur 'nen Jeansock anstatt Jeanshose anhabe.

Aber ich trage eben, was mir gefällt und womit ich mich wohlfühle. Von daher für mich kein Problem :)

Gruß
Jürgen
Autor Yoshi
 - 30.12.2025 10:56
Zitat von: Peter58Muc am 29.12.2025 19:36
Aber lass das ja nicht Wolfgang lesen, dass du Zweiröhrig unterwegs gewesen bist, dass geht natürlich gar nicht.

Vielleicht bin ich jetzt eh ein "Verräter", weil ich kein alltäglicher Rockträger mehr bin, sondern nur noch gelegentlich bis selten Röcke trage.  ;D

Zitat von: Peter58Muc am 29.12.2025 19:36
PS Wie gehts dir mit dem neuen Job, oder bist du noch auf der Suche ?

Ich arbeite aktuell übergangsweise als Büroassistent. Im neuen Jahr werde ich mich wieder mehr um Bewerbungen kümmern. Ich habe schon paar spannende Tätigkeiten rausgesucht. Jetzt aber erstmal noch paar freie Tage genießen.  :)
Autor Morle
 - 29.12.2025 23:57
Wie schön, mit Yoshi mindestens einen im Forum zu haben, der auch gern Hut trägt, zumindest gelegentlich. Mich kennt man Draußen kaum ohne, ob im Sommer oder Winter, wobei ich ein absolutes Faible für die Marke Borsalino habe.
Ich möchte Dir widersprechen, Cephalus: ich finde, ein Hut ist heutzutage kein Alleinstellungsmerkmal. Viele Fernsehgesichter und sonstige Bekannte, auch junge Männer, tragen Hut. In der Öffentlichkeit sehe ich sehr häufig Leute mit Hut. Ich trauere insofern der Zeit der Fünfziger nach, in der weder Mann noch Frau ohne Hut wirklich angezogen waren.
Autor MAS
 - 29.12.2025 20:00
Es ist schon manchmal ein Dilemma: Ungewöhnlich will man nicht sein, gewöhnlich aber auch nicht.  ???

LG, Micha
Autor Peter58Muc
 - 29.12.2025 19:36
Zitat von: Yoshi am 29.12.2025 17:07
Zitat von: Timper am 28.12.2025 18:42
Geht das anderen auch so, dass sie sich manchmal selber ungewöhnlich finden?

Kann ich gut nachvollziehen. Ich habe das bei manchen Outfits ebenfalls. Letztens ging ich auf ein Date zum Frankfurter Weihnachtsmarkt. Ich trug eine schwarze elegante Hose, einen beigefarbenen Mantel, dunkelbraune Stiefeletten und einen dunkelbraunen Fedora mit schwarzem Band. Dazu eine dunkelbraune Herrenumhängetasche und schwarze Kunstlederhandschuhe. Vor ein paar Jahrzehnten war das noch die klassische Garderobe eines Mannes, heutzutage hingegen ist es total außergewöhnlich.

Mein Date hat mir mehrmals gesagt, wie toll ich doch aussehe. Die wenigsten Männer wären so gut gekleidet und hätten ein modisches Gespür. Ich bin natürlich auch aufgefallen, einige Leute haben interessiert geschaut, in Gesprächen wirkten interessanterweise einige etwas höflicher als sonst und vor allem junge Frauen lächelten mir oft zu. An der Würstchenbude kam sogar eine auf mich zu, um mich anzuflirten.

Ich habe mich zwar sehr wohl gefühlt und fand mein Outfit echt klasse, aber ich kam mir schon sehr außergewöhnlich vor. Hauptsächlich hat sich dieses Gefühl am Fedora festgemacht, denn welcher Mann trägt heute noch so elegante Hüte? Irgendwie wurde ich auch mehr wie ein Gentleman behandelt. Ein "Du" kam den Menschen schwerer von den Lippen als ich es gewohnt bin. Tja, Kleider machen Leute.  ::)

P.S.: Es bedarf nicht zwangsweise eines Rocks oder Kleids, um als Mann positiv aufzufallen und Komplimente zu bekommen. Dafür gibt es ebenso unzählige Hosenoutfits, die modisch und originell wirken. Damit ist man genauso im Mittelpunkt und zieht Blicke auf sich. ;)
Das sah bestimmt gut aus, auch wenn ich leider nicht der Hutträger bin.
Aber lass das ja nicht Wolfgang lesen, dass du Zweiröhrig unterwegs gewesen bist, dass geht natürlich gar nicht.
Jetzt im Winter bei Minusgraden, spielt der Rock bei mir fast keine Rolle und ich fühle mich trotzdem sehr wohl.

LG Peter

PS Wie gehts dir mit dem neuen Job, oder bist du noch auf der Suche ?
Autor cephalus
 - 29.12.2025 19:32
Zitat von: Lars am 29.12.2025 19:12
Der Gewöhnungseffekt ist natürlich da, nur nicht konstant. Es gibt Tage, da ist er weg und ich komme mir vor, als ob ich zum ersten Mal mit ungewöhnlichen Klamotten rumlaufe. Grad dann, wenn es ein neues Outfit ist oder neue Dinge dazukommen, wie z.B. ein Korsett oder sehr schulterfreie Oberteile.

Neue Stücke oder Outfits sind immer mindestens etwas ungewohnt, zumindest beobachte ich immer zuerst die Reaktion meiner Frau wenn ich die Treppe herunter komme.
Selbst bei Kleidungsstücken die in ihrer Art für mich nicht ungewöhnlich sind.
Es gibt aber auch Kleidungsstücke die werden für mich auch nicht gewohnt oder normal. Meist sind das die die objektiv aussergewöhnlich sind und damit logischer Weise für gewöhnlich auch keinen Einsatz finden.
Das leichte Kribbeln dabei ist aber genauso schön, wie die luftige Selbstverständlichkeit bei manchem Sommerkleid.


Zitat von: Yoshi am 29.12.2025 17:07
P.S.: Es bedarf nicht zwangsweise eines Rocks oder Kleids, um als Mann positiv aufzufallen und Komplimente zu bekommen. Dafür gibt es ebenso unzählige Hosenoutfits, die modisch und originell wirken. Damit ist man genauso im Mittelpunkt und zieht Blicke auf sich. ;)

Ein Hut ist heutzutage fast immer ein Alleintellungsmerkmal, speziell wenn er nicht uralt ist und man selbst die 80 nicht überschritten hat.
Ich hatte mal mit einem Hut zu einem langen sehr grob gestickten grauen Kleid, geaniert mit bunten Schals experimentiert.
Ich fands cool, meine Frau war begeistert, aber ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass das rote Blinklicht auf dem Kopf wohl unauffälliger wäre.
Autor Lars
 - 29.12.2025 19:12
Zitat von: Timper am 29.12.2025 16:52
Beruhigt mich jetzt. 😅. Von dir hätte ich es eher nicht erwartet. Du bist ja öfters in der normalen Öffentlichkeit, also außerhalb von Clubs mit deinen extrem auffälligen Röcken unterwegs.
Da sollte doch ein Gewöhnungseffekt entstehen wenn man sich in einer Glasscheibe spiegelt.

Der Gewöhnungseffekt ist natürlich da, nur nicht konstant. Es gibt Tage, da ist er weg und ich komme mir vor, als ob ich zum ersten Mal mit ungewöhnlichen Klamotten rumlaufe. Grad dann, wenn es ein neues Outfit ist oder neue Dinge dazukommen, wie z.B. ein Korsett oder sehr schulterfreie Oberteile.

Zitat von: Yoshi am 29.12.2025 17:07
P.S.: Es bedarf nicht zwangsweise eines Rocks oder Kleids, um als Mann positiv aufzufallen und Komplimente zu bekommen. Dafür gibt es ebenso unzählige Hosenoutfits, die modisch und originell wirken. Damit ist man genauso im Mittelpunkt und zieht Blicke auf sich. ;)

Definitiv. Ein schickes Outfit mit Hose kann auch positiv auffallen, ohne Weiteres.
Autor Yoshi
 - 29.12.2025 17:07
Zitat von: Timper am 28.12.2025 18:42
Geht das anderen auch so, dass sie sich manchmal selber ungewöhnlich finden?

Kann ich gut nachvollziehen. Ich habe das bei manchen Outfits ebenfalls. Letztens ging ich auf ein Date zum Frankfurter Weihnachtsmarkt. Ich trug eine schwarze elegante Hose, einen beigefarbenen Mantel, dunkelbraune Stiefeletten und einen dunkelbraunen Fedora mit schwarzem Band. Dazu eine dunkelbraune Herrenumhängetasche und schwarze Kunstlederhandschuhe. Vor ein paar Jahrzehnten war das noch die klassische Garderobe eines Mannes, heutzutage hingegen ist es total außergewöhnlich.

Mein Date hat mir mehrmals gesagt, wie toll ich doch aussehe. Die wenigsten Männer wären so gut gekleidet und hätten ein modisches Gespür. Ich bin natürlich auch aufgefallen, einige Leute haben interessiert geschaut, in Gesprächen wirkten interessanterweise einige etwas höflicher als sonst und vor allem junge Frauen lächelten mir oft zu. An der Würstchenbude kam sogar eine auf mich zu, um mich anzuflirten.

Ich habe mich zwar sehr wohl gefühlt und fand mein Outfit echt klasse, aber ich kam mir schon sehr außergewöhnlich vor. Hauptsächlich hat sich dieses Gefühl am Fedora festgemacht, denn welcher Mann trägt heute noch so elegante Hüte? Irgendwie wurde ich auch mehr wie ein Gentleman behandelt. Ein "Du" kam den Menschen schwerer von den Lippen als ich es gewohnt bin. Tja, Kleider machen Leute.  ::)

P.S.: Es bedarf nicht zwangsweise eines Rocks oder Kleids, um als Mann positiv aufzufallen und Komplimente zu bekommen. Dafür gibt es ebenso unzählige Hosenoutfits, die modisch und originell wirken. Damit ist man genauso im Mittelpunkt und zieht Blicke auf sich. ;)
Autor Timper
 - 29.12.2025 16:52
Beruhigt mich jetzt. 😅. Von dir hätte ich es eher nicht erwartet. Du bist ja öfters in der normalen Öffentlichkeit, also außerhalb von Clubs mit deinen extrem auffälligen Röcken unterwegs.
Da sollte doch ein Gewöhnungseffekt entstehen wenn man sich in einer Glasscheibe spiegelt.
Ich finde mich da jedenfalls oft ungewöhnlich. Ich glaube das wird wohl so bleiben.
Autor Lars
 - 29.12.2025 16:19
Zitat von: Timper am 28.12.2025 18:42
Geht das anderen auch so, dass sie sich manchmal selber ungewöhnlich finden?

Ja, hin und wieder passiert mir das auch ...  :)
Autor Bernd
 - 28.12.2025 18:49
Schöner Bericht, danke!

Auch in meiner Erfahrung klappt es ganz gut als Mann im Kleid, auch mit Gruppen von Leuten, die einen noch nicht so kennen, und auch in Kirchengemeinden. Ich habe z.B. in meiner katholischen Gemeinde an Heiligabend in der Familienchristmette am Nachmittag im Kleid die Kommunion ausgeteilt, und das nicht zum ersten Mal.

Und meistens sind es Frauen, die interessiert nachfragen oder das Kleid loben. Wobei es beim Verwandschaftstreffen gestern (mit vielen Leuten, die mich seit Jahrzehnten nicht gesehen haben und noch nie im Kleid) interessanterweise zwei Männer und eine Frau waren, die genauer wissen wollten, warum ich das tue...
Autor Timper
 - 28.12.2025 18:42
Es ist schon richtig, dass es keinen Sinn macht darüber zu spekulieren, was andere im Kopf denken. Aber ein bisschen neugierig ist man ja schon. Bei mir ist es äußerst selten, dass irgendwer das Outfit kommentiert. Vor einer Woche war, ich  in einem Club wo einer (auch etwas außergewöhnlich gekleidet) meinte wir wären außergewöhnlich  gekleidet. Ich meinte nur das mich das nicht stört. 80 % waren in der typischen Streetwear dort. Dass man dann auffällt, ist klar. Aber irgendwer muss ja mal Standards setzen (  ;D ).
Ich muss ja nicht dem Kelleroutfit im Club nacheifern.
Heute am Nachmittag war ich mal kurz zu einer Fotoausstellung. Ganz langer schwarzer Lederrock, schwarzes Shirt, Stiefeletten und eine dünne Strickjacke dazu. War mal was, wozu ich sonst sehr selten komme. Ob andere das registriert haben, weiß ich nicht. Die Mädels an der Garderobe sicher. Stört natürlich niemand.
Was ich aber sagen muss, ist, dass mich mein Spiegelbild in der einen oder anderen Glasscheibe selber irritiert. Warum das dann so ist finde ich komisch. Wahrscheinlich ist es die Kombination aus ungewöhnlicher Umgebung und einem Outfit, was außer zu Hause überwiegend zu Events getragen wird. 
Geht das anderen auch so, dass sie sich manchmal selber ungewöhnlich finden?
Autor JJSW
 - 28.12.2025 18:13
Hallo Cephalus

Danke für den tollen Bericht. Mangels Familie kann ich leider nicht von derlei Erlebnissen berichten und Weihnachten verlief ziemlich unspektakulär bei unseren guten Nachbarn, mit denen wir zusammensaßen, die kennen mich eh alle im Rock.

Zur Dorfkneipe:

In unserer Stammkneipe, wo ich mit meiner Frau unterwegs waren, kam ich auch immer in Rock oder Kleid. Auch mal so. Außer anfangs paar harmlose Witzeleien, gabs keine besondere Reaktionen.
Leider gibt's die Kneipe inzwischen so nicht mehr...

Getratscht wurde sicher, aber was solls...
Getratscht wird sowieso immer über die gerade nicht anwesenden  ;)

War anfangs bei Rock bei der Arbeit ähnlich.
Da muss man eben durch.
Wenn man durch ist, hat Mann es geschafft  👍😊

Gruß
Jürgen
Autor cephalus
 - 28.12.2025 18:03
Tatsächlich ist Dorfkneipe bei mir selten, die einzig nenneswerte Begegnung war mal im Sommer, als ich in einem luftigen Leinenkleid ankam:
Die Kelnerin in ihrem hochgeschlossenen massiven Dirndl meinte nur:

"Mogst ned mit mir tauschen, i verreck glei!"
Autor high4all
 - 28.12.2025 17:16
Zitat von: hirti am 28.12.2025 16:23
Timpers Frage zum Thema Dorfkneipe mag ich gern beantworten, weil ich mich vermutlich viel öfter in so eine Situation begebe, als cephalus:
Ich bin auf meinen Dienstreisen recht häufig in irgendeinem Wirtshaus irgendwo im Nirgendwo einquartiert. Und da erfolgt sowohl der Checkin meistens an der zentralen Theke nahe des Stammtisches, und am Weg zu den Zimmern muss man in der Regel auch durch die Gaststube. Und nachdem das schon lange meine Gelegenheiten für außergewöhnliche Röcke und Kleider sind, werde ich dort auch so gesehen.

Passiert ist noch nie etwas besonderes - erstaunlicherweise kann ich mich auch nicht an blöde Meldungen betrunkener Wirtshausbrüder erinnern. Leider bekomme ich nie mit, was gesprochen wird , wenn ich die Gaststube verlassen habe... da wäre ich gern Mäuschen.

Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Situation im Sommer wo ich in meinem leichten Adidas Sommerkleid im Babydoll Stil (also einem ziemlich irren Outfit für einen Mann) einen Abendspaziergang gemacht habe. Als ich zurück kam, saßen der Wirt und einige Stammgäste rauchend (Rauchverbot) und biertrinkend an der Bar. Die haben schon ziemlich große Augen gemacht, aber Kommentar kam leider auch keiner.
Zu dem Thema "Dorfkneipe" kann ich einige Erfahrungen aus Niederösterreich beitragen. Während meiner Einsätze an Bohrungen für die ÖMV habe ich fast immer in Gasthäusern gewohnt und bin den einheimischen Stammgästen regelmäßig auf dem Weg vom/zum Zimmer begegnet, Natürlich haben die Leute anfangs genauer geschaut, im Laufe der Zeit immer weniger. Selbstverständlich habe ich immer freundlich gegrüßt, wie sich das gehört.

Die Wirtin in meinem Stammquartier hat mir mal erzählt, dass sie gefragt wurde, was ich für einer bin. Sie hat nur erklärt, dass ich ein Mn bin, der Kleider und Röcke trägt. Damit war die Sache erledigt.

Was die Leute sonst noch getratscht haben, weiß ich nicht. War mir auch wuascht*. Überhaupt habe ich mich in Österreich wohl gefühlt.

*Ich könnte darüber spekulieren, was die Leute wohl gesagt haben könnten. Aber was habe ich davon, außer einen unruhigen Schlaf und ggf. Magengeschwüre. Es würde sich nichts ändern.