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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 06.01.2026 19:05
Lieber Zwurg,

ich kenne den Roman nicht. Sicher las er sich ganz angenehm.

Die Phantasie vom Jungbrunnen ist alt. Und sicher wünscht man sich, immer wieder verjüngt zu werden oder gleich jung zu bleiben.

Ich sehe da aber zwei Probleme:
1.) Wenn nur ich unsterblich bin, verliere ich immer wieder liebe Menschen, weil sie sterben, so wie bei dem reichen Kaufmann in dem Märchen.
2.) Wenn alle unterblich sind, wird es schnell eng auf der Erde, denn Platz und Ressourcen sind nicht unendlich. Das Problem hat der Romanheld aber nicht, weil er sich im ganzen Weltall bewegt.

Auch kann man sich vorstellen, dass es ein Medikament oder  Therapie geben könnte, das bzw. die unsterblich macht, aber sehr teuer ist. Und schon können einige es sich leisten, viele aber nicht. Das wäre dann so eine Gesellschaft wie mit unsterblichen Göttern und sterblichen Menschen. Die würde ich mir nicht wünschen.

Ich versuche momentan lieber, mich mit meiner Sterblichkeit und meinem Altern anzufreunden. Das fiel mir aber früher leichter, wo noch beides weit weg war.

LG, Micha
Autor Zwurg
 - 06.01.2026 12:28
Zitat von: MAS am 05.01.2026 17:12
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

... Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
...

LG, Micha

Wenn es euch nicht stört, würde ich einfach das Thema der Unsterblichkeit noch etwas diskutieren. Ich weiß nicht ob jemand schon einmal Robert A. Heinlein gelesen hat. Es gab eine Zeit in meinem Leben da verschlang ich jedes Buch das ich von ihm finden konnte.

Oft behandelte er das Thema Zeitreisen und seine Helden wurden absichtlich oder zufällig in verschiedene Zeiten katapultiert.

Sehr faszinierend fand ich die "Leben des Lazarus Long"

"Die Handlung des Romans setzt im 43. Jahrhundert ein, während Lazarus Long, der am 11. November 1912 als Woodrow Wilson Smith geboren wurde, noch immer körperlich jung und der älteste Mensch der Welt ist."

Soweit ich mich noch erinnere ist sein Körper zu Beginn des Romans stark gealtert und er wünscht sich den Tod. Da über die lange Zeit die halbe Menschheit über Plantensysteme in der ganzen Galaxie vertreut, von ihm abstammt, wird immer wieder nach ihm gesucht. Sobald er sich zu erkennen gibt, wird er überredet sich noch einmal verjüngen zu lassen, um über sein Leben zu erzählen...

Und es waren spannende Zeitabschnitte in denen er hinauszog um das Weltall zu besiedeln...

Und er war sicher nicht  die ganze Zeit über unglücklich. Nach dem er wieder verjüngt wurde gewinnt er neuen Lebensmut und bricht zu neuen Abenteuern auf.

Das fand ich als junger Mann sehr erstrebenswert
Autor Skirtedman
 - 06.01.2026 01:52
Cooler Spruch...!   :)
Autor MAS
 - 05.01.2026 20:41
Ja, lieber Zwurg, jeder Tag und jede Nacht ist kostbar.
Demzufolge brauch ich weder Zeitvertreib noch die Zeit totzuschlagen. Lieber pflücken!

LG, Micha
Autor Zwurg
 - 05.01.2026 19:32
Jetzt ist der Text da, siehe oben, ich war noch am Bearbeiten und hab noch das Märchen angeguckt.
Autor MAS
 - 05.01.2026 19:26
Zitat von: Zwurg am 05.01.2026 18:45
Zitat von: MAS am 05.01.2026 17:12
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

Zwurg, das hast Du schon des Öfteren geschrieben, dass Du am Altern Deines Körpers leidest. Alter, Krankheit und Tod sind Kontingenzen des Lebens.....

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
Oder stell Dir vor, nur Du wärest unsterblich. Darüber gibt es ein Märchen: https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52

LG, Micha

Da fehlt Dein Text, lieber Zwurg.

LG, Micha
Autor Zwurg
 - 05.01.2026 18:45
Zitat von: MAS am 05.01.2026 17:12
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

Zwurg, das hast Du schon des Öfteren geschrieben, dass Du am Altern Deines Körpers leidest. Alter, Krankheit und Tod sind Kontingenzen des Lebens.....

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
Oder stell Dir vor, nur Du wärest unsterblich. Darüber gibt es ein Märchen: https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52

LG, Micha

Nun da ich ein großer Fan von Science Fiction und Fantasy Literatur bin und viele Romane gelesen und auch Filme gesehen habe, so habe ich auch viele fiktive Figuren kennengelernt. Angefangen bei den Elben aus Herr der Ringe von Tolkien, oder Lazarus Long von Robrt E. Heinlein, den Rekonzianten aus Clive Barkers Imagica, Roger Zelaznys Prinzen von Amber, oder die alten Kapitäne aus Neil Ashers Polis Universum, Ian Cormac Ashers Hauptheld ist ja auch wesntlich älter als heutige Menschen und so oft nach Einsätzen geheilt, zumTeil neu rekonstriert.  Oder filmisch der Highlander, the old Guard, oder der römische Soldat der jesus die Lanze in die Seite stieß.
Alles unsterbliche oder sehr langlebige Menschen, manche älter als ein Jahrtausend, und unterschiedlich leiden oder leiden sie nicht unter ihrem langen Leben, ebenso wie der Reiche in deinem Märchen.

Da wir aber gewöhnliche Menschen aus unserer Zeit sind, trifft das alles auf uns nicht zu, deswegen ist jeder unserer Tage so kostbar.

Und das wollte ich mit meinem vielleicht etwas depressiv klingenden Neujahrsgruß ausdrücken. Denn das Gegenteil ist der Fall.



Autor doppelrock
 - 05.01.2026 17:30
Es ist zwar anfangs schwer zu ertragen, aber nur durch die Endlichkeit des Lebens sind wir angetrieben, etwas zu bewegen. Wenn wir alle ewig leben würden und es dadurch egal wäre, ob, wann, was wir machen, würden wir einfach garnichts vor morgen tun. Also nie. Es gäbe keinen Fortschritt, keine Entwicklung, keine Veränderung.
Wir wären wie die Faultiere am Baum, die nach einem langen Schlaf den eigenen Arm ergreifen, den sie für einen Ast halten und dann in den Tod stürzen.
Dass wir altern oder reifen, ist natürlich und den Zyklus haben alle Tiere und Pflanzen. Es ist einfach der Lauf der Dinge und wird hoffentlich nie veränderbar sein, auch nicht durch den wiederaufkommenden Transhumanismus, der Menschen zu unmenschlichen Dingen gegen die Natürlichkeit und zum Schaden anderer verleitet. Und egal wie oft das Marketing etwas anderes behauptet, Altern ist keine Krankheit, sondern gehört wie Geburt und Tod zum Leben dazu. Es sollte jeder das ihm Mögliche tun, aktiv gesund zu bleiben, in Selbst-Verantwortung.

Nimm jeden Tag, wie er kommt. Wenn er Zitronen bietet, mach Limoncello draus.
Autor MAS
 - 05.01.2026 17:29
Zitat von: Skirtedman am 05.01.2026 17:24
Zitat von: MAS am 05.01.2026 17:12

Das sagte auch Epiktet: Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.


Diesen Gedanken könnte man versuchen, seiner Frau zu vermitteln, sofern sie sich unglücklich darüber fühlt, dass ihr Mann gerne Röcke tragen möchte.

Ja, aber genau so uns Männern, die wir unglücklich über den Hosenzwang sind oder glücklich darüber, diesen überwunden zu haben.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 05.01.2026 17:24
Zitat von: MAS am 05.01.2026 17:12

Das sagte auch Epiktet: Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.


Diesen Gedanken könnte man versuchen, seiner Frau zu vermitteln, sofern sie sich unglücklich darüber fühlt, dass ihr Mann gerne Röcke tragen möchte.
Autor MAS
 - 05.01.2026 17:12
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

Zwurg, das hast Du schon des Öfteren geschrieben, dass Du am Altern Deines Körpers leidest. Alter, Krankheit und Tod sind Kontingenzen des Lebens. Im Buddhismus wird das ganz deutlich ausgedrückt. Wobei nicht sie selbst es sind, die Leid erzeugen, sondern unser Wunsch, es möge anders sein. Das sagte auch Epiktet: Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
Oder stell Dir vor, nur Du wärest unsterblich. Darüber gibt es ein Märchen: https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52

LG, Micha
Autor Morle
 - 05.01.2026 14:59
"Aber jetzt wollte ich nicht weiter stören bei euren hochphilosophischen Erörterungen...
Jürgen"

Lieber Jürgen,
bei hochphilosophischen Betrachtungen, so sie überhaupt diese Voraussetzung erfüllen, wirst Du nie fehl am Platze sein, schätze ich.
LG,
Morle
Autor radix
 - 05.01.2026 13:30
Hallo zusammen,

erst heute komme ich dazu, mal wieder ins Forum zu schauen, dabei ist das neue Jahr schon 4,5 Tage alt. Ohne auf die interessanten, aber z.T. auch etwas demotivierenden philosophischen Betrachtungen meiner geschätzten Vorredner eingehen zu wollen, wünsche ich euch allen ein

Gutes und gesegnetes und vor allem gesundes neues Jahr 2026!

Carpe diem - nutze den Tag - und die Zeit, denn sie ist endlich. Keiner weiß, was das neue Jahr für uns an Herausforderungen mit sich bringen wird - und das ist vielleicht auch gut so. Aber eins ist auch klar: je älter man wird, desto nachdenklicher wird man. Die Unbeschwertheit der Jugend ist längst vorbei ...

In diesem Sinne herzliche Grüße aus dem Kreis Recklinghausen

Radix
Autor Zwurg
 - 05.01.2026 10:31
Zitat von: MAS am 05.01.2026 09:18
Von Muhammad soll der Rat stammen: "Lebe so, dass Du immer bereit bist, jetzt zu sterben, aber auch, weitere 100 Jahre zu leben!"

LG, Micha

So ganz genau weiß man es nicht. Aber Mohammed wurde ca. 70 Jahre alt.
Meine Großeltern wurden etwas älter. Meine Mutter wird bald 91 Jahre alt. Und ihr heutiger Zustand ist nicht erstrebenswert, dass heißt ich bin der Meinung ihr Tod wird eine Erlösung sein.

Vielleicht werde ich auch über 90 Jahre alt, das kann ich heute nicht wissen. Fakt ist aber unsere Körper verändern sich. Und es ist eine deutliche Veränderung zu bemerken, zu dem Zustand den ich vor 20 oder auch noch vor 10 Jahren hatte.
Leider ist es kein Zustand der Verbesserung.
Wir hatten erst das Ausscheiden eines Forumsmitglieds der mit seinem Körperzustand keine Freude mehr an Röcken und Strumpfhosen hat.

Deswegen ist ja jeder Tag so wertvoll.

Es kann aber sein, dass in der heutigen modernen Zeit der körperliche Verfall des Körpers während des Alterns aufgehalten werden kann,  vielleicht sogar zurückgedreht werden kann.

Es gibt da ja SF Filme und Romane in denen es so ist.

Allerdings sehe ich das momentan noch nicht.
Es gilt also immer noch:"S Lebn konn sie koana dakaufa!"
Also man kann sich keine Lebensjahre dazukaufen.






Autor MAS
 - 05.01.2026 09:18
Von Muhammad soll der Rat stammen: "Lebe so, dass Du immer bereit bist, jetzt zu sterben, aber auch, weitere 100 Jahre zu leben!"

LG, Micha