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Zusammenfassung

Autor xtramper:in
 - 26.04.2026 17:42
Moin,

letzte Woche waren meine Frau (in Hose) und ich (im Midi Jeans-Rock) gemeinsam im ÖPNV unterwegs.

Der HVV hat ein gutes ÖPNV-Netz auch im Unterelberaum,
also zunächst mit Bus und S-Bahn in den Norden von HH um unseren Enkel vom Kindergarten abzuholen (die kennen mich auch nur im Rock),
dann wieder mit Bus und U-Bahn zurück in die HH-Innenstadt um über den "Hamburger Dom" zu schlendern,
dort dem "Lüdden" ein paar Karusell-Runden zu spendieren und uns gefüllte Pfannkuchen und Kaffee (der "Lüdde" bekam allerdings Saft).
Am Abend wieder mit U-Bahn und Bus nach HH-Nord, den "Lüdden" nach Hause bringen.
Nach dem gemeinsamen Abendbrot wieder mit U- und S-Bahn in den Süden der Elbe gefahren.

Resümee: KEINE besonderen Vorkomnisse

Auf´m "Hamburger-Dom" sind sowieso alle Bunt angezogen, außerdem spielte St. Pauli an dem Abend und im HVV fahren alle,
ob im Anzug oder in Jogginghose, friedlich nebeneinander.

Also: WEITERMACHEN
Autor MAS
 - 16.04.2026 12:31
Zitat von: ChrisBB am 16.04.2026 11:54
Hallo,
ich habe doch tatsächlich gestern auf dem HBf in Heilbronn ein bisschen eingefrorene, auf mich gerichtete Gesichter gesehen. Ich hatte den midi-langen, vorne geschlitzten Jeansrock an.
Allerdings waren die Leute genervt, dass der RE8 von Würzburg nach Stuttgart ziemlich Verspätung hatte und zu allem Übel dann noch von Gleis 6 auf Gleis 5 verlegt wurde (da muss man einmal unten durch die Unterführung).
Gruß,
ChrisBB

Bahnalltag! Beziehe die Blicke also nicht auf Dich, lieber Chris!

LG, Micha
Autor ChrisBB
 - 16.04.2026 11:54
Hallo,
ich habe doch tatsächlich gestern auf dem HBf in Heilbronn ein bisschen eingefrorene, auf mich gerichtete Gesichter gesehen. Ich hatte den midi-langen, vorne geschlitzten Jeansrock an.
Allerdings waren die Leute genervt, dass der RE8 von Würzburg nach Stuttgart ziemlich Verspätung hatte und zu allem Übel dann noch von Gleis 6 auf Gleis 5 verlegt wurde (da muss man einmal unten durch die Unterführung).
Gruß,
ChrisBB
Autor MAS
 - 16.04.2026 00:49
Zitat von: Blumenrock am 15.04.2026 22:48
Gehört zwar nicht unbedingt zur Überschrift, betrifft jedoch auch den öffentlichen Raum. Spannend ist es, im Hotel beim Frühstück einen Rock und Strumpfhose anzuziehen. Hat mir Vergnügen bereitet.

Zum großen Teil bleibt es unbemerkt bzw. die Leute lassen sich nichts anmerken.

Oh ja, wenn man das zum ersten Mal macht, ist das spannend. Und dann wieder entspannend.

Wobei es bei mit mit Rock und nackten Beinen war, damals 2000 oder so.

LG, Micha
Autor Blumenrock
 - 15.04.2026 22:48
Gehört zwar nicht unbedingt zur Überschrift, betrifft jedoch auch den öffentlichen Raum. Spannend ist es, im Hotel beim Frühstück einen Rock und Strumpfhose anzuziehen. Hat mir Vergnügen bereitet.

Zum großen Teil bleibt es unbemerkt bzw. die Leute lassen sich nichts anmerken.
Autor Albis
 - 12.04.2026 21:40
@Marc: Da Du laut Profil in Köln wohnst, nehme ich an, dass Du bei der KVB arbeitest.
Ich selbst kann und darf auch Straßenbahn fahren (in Magdeburg), wenn auch nur gelegentlich aushilfsweise. Bislang habe ich das ausschließlich in Hosen getan. Theoretisch könnte ich, denke ich, auch einen Rock als Dienstkleidung bestellen, das habe ich bislang aber noch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind das aber relativ kurze und enge Röcke, sodass Man(n) außer im Hochsommer immer noch Strumpfhose tragen müsste. Ich habe aber lieber mindestens kniebedeckende Röcke. Und da es gelegentlich auch unangenehme Fahrgäste gibt, möchte ich meine Autorität nicht mindern, indem ich etwas trage, was diese Menschen lächerlich finden könnten.
Dennoch finde ich natürlich gut, was Du machst.

LG, Albis
Autor Skirtedman
 - 01.04.2026 12:58
So ist es.
Autor MAS
 - 01.04.2026 12:08
Die Sicherheitsgefährdung ist erhöht, weil ein Unfall eintreten könnte.

Zufrieden?

Die Seriosität des Unternehmens ist gefährdet, weil Kunden verunsichert werden könnten.     

Und Du hast nicht um unwiderlegbare Gründe gebeten, Wolfgang, sondern um Gründe, die einem AG einfallen könnten.
Wir können alles widerlegen.

LG, Micha

Autor Skirtedman
 - 01.04.2026 11:47
Wenn das Potenzial einer Beeinträchtigung der Sicherheit erhöht ist, dann ist das kein "könnte", sondern dann ist das ein "ist", weil das die Unfallgefahr erhöht: Die Sicherheitsgefährdung ist erhöht.

Wenn von langen oder weiten Röcken ein Gefährdungspotenzial ausgehen sollte, dann kann man ja einfach lange bzw. weite Röcke am Arbeitsplatz (Straßenbahnführer) untersagen. Klar ist auch, dass man nicht mit einem ausladenden Brautkleid an seinen Arbeitsplatz kommt, weil das mit Sicherheit größere praktische Nachteile mit sich bringt.

Aber was sollte von einem Rock als Kleidungsstück per se generell für ein Gefährdungspotential ausgehen, dass ein Straßenbahnfahrer zwingend Hosen tragen sollte? Wie gesagt, mir fällt da noch nichts nachvolziehbares ein.
Autor MAS
 - 01.04.2026 11:33
Zitat von: Skirtedman am 01.04.2026 11:29
Danke, das sind schon mal zwei Gründe.

Doch Grund 2 ist mir zu theoretisch: "...könnte..."
Wo bzw. wodurch wird die Unfallgefahr erhöht??

Es geht immer um ein "könnte". Man könnte auch mit einem langen Rock beim Einsteigen in die oder Aussteigen in der Fahrerkabine an etwas hängen bleiben und hinfallen.
Es heißt ja nicht, dass das auf jeden Fall so kommen muss, aber es könnte eben kommen, und um das zu verhindern, könnte der AG das Tragen langer, weiter Röcke verbieten wollen.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 01.04.2026 11:29
Danke, das sind schon mal zwei Gründe.

Doch Grund 2 ist mir zu theoretisch: "...könnte..."
Wo bzw. wodurch wird die Unfallgefahr erhöht??
Autor MAS
 - 01.04.2026 11:24
Für uns hier mag vieles geklärt sein, lieber Wolfgang, aber noch lange nicht für alle. Sonst wäre ich nicht neulich so von einer anscheinend fundamentalistischen Christin so dumm angemacht worden.

Ein Arbeitgeber könnte zudem kommen mit den Gründen:

1) Die Kunden könnten verunsichert werden. (nach der Plausibilität des Allgemein-Üblichen)
2) Je nach Form der Röcke (Länge, Weite) könnte die Unfallgefahr erhöht werden. (nach der Plausibilität des Technisch-Pragmatischen)

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 01.04.2026 11:11
Naja, das mit der Geschlechtermoral... das nehmen wir mal als geklärt an, also: überwunden.

Nehmen wir also an, der Arbeitgeber sagt, lieber Straßenbahnfahrer, Du darfst als Mann ja gerne Rock tragen,
aber an Deinem Arbeitsplatz spricht folgendes dagegen:
... (Grund 1)
... (Grund 2)
... (Grund 3)
...
...

Was könnten das für Gründe sein?

(Für mich fällt da nix Plausibles ein, aber vielleicht fallen Anderen ja plausible Gründe ein. So wie ein Feuerwehrmann im Einsatz aus recht plausiblen Gründen ja auch eher keinen Rock trägt, oder ein Rettungstaucher, Industriekletterer, Dachdecker, Fassadenreiniger)
Autor MAS
 - 01.04.2026 10:32
Es kommt darauf, an, welchen Plausibilitätsstrukturen man folgt. Es gibt Leute, da sind Gründe des Allgemein-Üblichen plausibel, für andere nur technisch-pragmatische Gründe, wieder andere lassen Gründe der Geschlechtermoral als plausibel gelten usw. usf.

LG, Micha
Autor Skirtedman
 - 01.04.2026 10:11
Wow, danke für die Info, Marc!

Klar passt das zum Thema!!  :)

Welchen nachvollziehbaren Grund sollte es auch für den Arbeitgeber geben, einen Rock an dieser Arbeitsposition abzulehnen?

Diese Frage würde ich gerne mal allgemein hier zur Diskussion stellen, vielleicht fallen Euch ja plausible Gründe dafür ein.

Dann wiederum, wenn plausible Gründe es geben sollte, würde mich interessieren, mit welchen Argumenten man gegen diese Gründe dagegen halten könnte.

Jedenfalls Danke, Marc, für die Info. Ich glaube, alleine diese Nachricht könnte einigen unter uns Mut machen, vor Rockhoffnungen am Arbeitsplatz nicht zu kapitulieren.