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Zusammenfassung

Autor JoHa
 - 20.04.2026 21:44
Ja, Peter,
ohne meine Frau liefe ich viel öfter in Jogginghosen rum.
Sie ist es, die mich bittet: "Zieh dir doch was Vernünftiges an."
Damit meint sie selbstverständlich keine Hosen.
Joachim
Autor Peter58Muc
 - 20.04.2026 07:29
Zitat von: JoHa am 19.04.2026 21:11
Vor einigen Wochen war ich mit meiner Frau bei einer Lesung in Leer. Sie wegen der Kälte in Hosen, ich natürlich, dem Anlass entsprechend, mit Faltenrock und FSH.
In der Pause wurde ich von einem Paar um die 50 betrachtet. Die (natürlich hochintelligente, superattraktive) Frau sprach mich an und lobte mein Aussehen: "Sie sind sehr gut gekleidet. Ich hätte auch mal wieder einen Rock tragen sollen." Der Mann nickte lächelnd. Wir plauderten noch ein wenig über Stil und Rollenverständnis.
Dann war die Pause beendet. Ich war innerlich um 2m gewachsen!
Hallo Johannes, schön das du wieder da bist.
Das ist doch ein tolles Erlebnis, von dem du uns da erzählst. Du hast eine wundervolle Frau, wenn sie dich dabei voll und ganz unterstützt.
Es wäre so schön, wenn es für alle normal wäre, dass auch ein Mann Rock und FSH trägt.

LG Peter
Autor MAS
 - 20.04.2026 00:13
Man darf sicher nichts verallgemeinern, Timper. Dazu sind wir Menschen zu unterschiedlich.

Ich für meinen Teil mache aber lieber Kompromisse als immer alleine losziehen zu müssen. Und meine Liebste macht auch Kompromisse. Ich muss sie eher mal dazu ermuntern, auch mal zu sagen, was sie machen möchte. Das hat sie nun auch getan und ich habe die Veranstaltung, die sie vorgeschlagen hat, in meinen Kalender eingetragen.

Und heute war es auch ein guter Tag mit ihr und einem Freund, für den wir alle Kompromisse eingegangen sind.

Und unterwegs lobte ein Mann meinen Rock und sagte, er trage ab und zu auch einen Kilt. Ich trug den schon erwähnten wadenlangen Jeansrock mit den hohen Stiefeln, angemessen für das Wetter mit viel Wind und am Schluss auch etwas Regen.

LG, Micha
Autor Bernd
 - 19.04.2026 22:13
Ich habe diesen Beitrag erst heute entdeckt.

Nun, was die Gelgenheiten zum Tragen von Röcken/Kleidern als Mann angeht: Ich denke, die muss man sich eben suchen bzw. nehmen.
Wie schon erwähnt, tragen die meisten Frauen heute im Alltag eher Hosen, und viele Frauen und Männer kleiden sich auch bei entsprechenden Gelegenheiten wie Festen, Theater etc. eher leger und nicht besonders schick. Aber es gibt auch Frauen, die häufig auch im Alltag Kleider und Röcke tragen. Und Frauen wie Männer, die jede Gelegenheit nutzen, sich mal schick zu kleiden.

Daher ist diese heutige Situation für mich kein Grund, nicht dort ein Kleid zu tragen, wo ich Lust darauf habe.
Nicht jedes meiner Kleider würde ich zu allen Alltagsgelegenheiten anziehen. Aber die meisten meiner Kleider sind sowohl alltagstauglich als auch für schickere Gelegenheiten geeignet. Und ich suche mir meine Gelegenheiten, wie z.B. an diesem Wochenende eine Party mit Hauskonzert und einen Gottesdienst mit Projektchor-Auftritt; dazu habe ich woanders geschrieben und Bilder angehängt:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg207802#msg207802

Wenn ich sowieso als Mann mit Kleid eher außergewöhnliche Kleidung trage, dann darf es gerne - wo ich Lust darauf habe - auch schicker sein als die Mehrheit der anderen Anwesenden. Und nicht selten erhalte ich dabei Komplimente (in der Regel von Frauen, die mir dann rückmelden, sie könnten sich auch mal öfter schickmachen, wenn sie mich so sehen).
Autor JoHa
 - 19.04.2026 21:11
Vor einigen Wochen war ich mit meiner Frau bei einer Lesung in Leer. Sie wegen der Kälte in Hosen, ich natürlich, dem Anlass entsprechend, mit Faltenrock und FSH.
In der Pause wurde ich von einem Paar um die 50 betrachtet. Die (natürlich hochintelligente, superattraktive) Frau sprach mich an und lobte mein Aussehen: "Sie sind sehr gut gekleidet. Ich hätte auch mal wieder einen Rock tragen sollen." Der Mann nickte lächelnd. Wir plauderten noch ein wenig über Stil und Rollenverständnis.
Dann war die Pause beendet. Ich war innerlich um 2m gewachsen! 
Autor Albis
 - 19.04.2026 21:09
@Cephalus: Was machst Du denn so am Wochenende? Könntest Du nicht mit Deiner Familie vereinbaren, dass Du einmal im Monat frei hast und an diesem Tag machen kannst, was Du willst? (Sollte zwar öfter so sein, wäre aber erstmal ein Anfang.) Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hast Du München vor der Tür, wo es doch Kulturangebote ohne Ende gibt, oder? Geh doch einfach mal in ein Theater, Museum, Club, Restaurant..., wo Du noch nie warst. Und zieh was schönes dafür an!

Ich selbst mache es manchmal so wie Timper, den ich vor ein paar Wochen auf diese Weise auch mal auf einem Gothic Festival in Berlin getroffen habe. Dann kann sich meine Frau mit ihren Freundinnen treffen. Und am Wochenende darauf machen meine Frau und ich dann wieder was gemeinsam.

Voriges Jahr waren wir vier Forumsmitglieder, die sich zu Pfingsten in Leipzig getroffen haben. Das ist für Dich, Cephalus, natürlich recht weit und nur was, wenn Du einen Bezug zur Gothic- oder Mittelalter- oder Steampunk-Szene oder sehr extravaganter und phantasievoller Kleidung hast. Alternativ suche etwas vergleichbares in Deiner Nähe oder organisier ein Rocktreffen in Deiner Nähe!

LG, Albis
Autor Timper
 - 19.04.2026 17:10
Übrigens bin ich über Pfingsten die ganze Zeit in Leipzig. WGT. Mein Basecamp ist am Agra Messegelände. Von da aus geht es je nach Veranstaltungen zum Zentrum zu diversen Locations. In erster Linie aber Agra Gelände. Albis wollte wohl auch dahin. Für mich ist das viktorianische Picknick natürlich wichtig, das heidnische Dorf auch. Locations suche ich mir raus wenn die Time Line veröffentlicht ist. Vielleicht ist noch jemand dort? Einige Bekannte von mir werden auch hinfahren.
Autor Timper
 - 19.04.2026 16:27
Skirt-Man , gut so. Das ist der einzige Weg. Was ist die Alternative, wenn Bekannte/ Freunde nicht mitziehen wollen, weil es nicht ihren Interessen entspricht? Auf der Couch verschimmeln und auf das Grab warten? Nein! Das ist nur Mist!
Ich war vor einer Woche zum Konzert von Project Pitchfork. Alleine. Fast alleine denn ich traf dort auch Bekannte aus meinen Clubs in Berlin. Zufall. Oder auch nicht denn da ist halt ein gewisses gemeinsames Interesse. Und am nächsten WE ist ein kleines Festival in Berlin im Lido. Dark Spring Festival.  (Post Punk, Dark Wave). Da gehe ich alleine hin und werde sicher einige Bekannte treffen. Und so ähnlich wird das auch Pfingsten beim WGT sein.
Nur so geht das! Um auf der Couch zu verschimmeln ist das Leben zu kurz.
(Und ein weibliches Wesen auf der Couch was nicht meine Interessen teilt, brauche ich nun absolut nicht!)

Tipp am Rande: ich nutze Facebook als Veranstaltungskalender. Da wird alles von diversen Events - Konzerte, Partys, Clubs, Kultur ect . veröffentlicht. So bin ich auf ganz viele interessante kleine und große Konzerte und interessante Clubs gestoßen die ich sonst nicht gefunden hätte. Da speicher ich mir ab was mich interessiert. Meine WE sind gut verplant. Oft habe ich es sogar das sich tolle Events überlagern. Zb am kommenden Samstag. Festival und zeitgleich ein klasse Clubabend. Aber aufteilen geht halt nicht. Oder vom 30.4. bis 2.5. Erst wird Beltane in der Nacht gefeiert dann am 1.5.  Danse Macabre Night mit Bruno Kramm (Das Ich) und am 2.5. ist "Dancing on our Graves". Über Gruppen kann man sich austauschen und Infos sammeln.  Ich finde es gut. Und man sieht auch wenn sich Bekannte auch für ein Event anmelden. Praktisch.  Nach Events sieht man von Freunden dann noch Fotos oder Kommentare ect. Oder Infos die etwas persönlicher sind.  Auch Instagram geht ganz gut dafür. Auch dort wird sehr viel für kommende Events veröffentlicht.
Autor Skirt-Man
 - 19.04.2026 15:53
Zitat von: Timper am 18.04.2026 10:53
..

Im übrigen glaube ich das man nach einer gewissen Zeit als Single immer weniger bereit ist Kompromisse anderen gegenüber zu machen. Meine Erfahrung ist das es immer auf lästige Diskussionen hinausläuft und man sich ggf nicht wohl fühlt oder sich fragt ob das richtig war.
Kennt das noch jemand?

Bin da bei Dir.
Würde für eine Frau nicht mehr meine Röcke und Nägel aufgeben, weil ich damit Glücklich bin und dann nicht mehr ich wäre.

Mit dem Alleine los,, bin ich gerade dabei um mich dran zu gewöhnen. Letztens hatte meine Bekannte Zeit.
Aber dort kann ich tragen was ich will und auch mal ein paar Frivole Outfits tragen.
Autor Skirt-Man
 - 19.04.2026 15:40
Zitat von: MAS am 18.04.2026 09:41

Ja, ein Bekannter sagte mir gestern, seit dem Tod seiner Frau habe er sich mehr und mehr zurückgezogen. Ich meinte, das solle gerade nicht sein. Er stimmte mir zu, aber es war halt so bei ihm.

Eine Seniorstudentin erzählte mir von einer App, in die sich Menschen eintragen, die etwas unternehmen wollen, aber nicht alleine und so Leute suchen, die mitmachen wollen. So haben sie und ihr Mann schon an Aktivitäten teilgenommen, von denen sie vorher nicht gewusst hätten, dass es die gibt. Und sie hätten immer wieder interessante und nette Menschen kennengelernt.

Ich brauche das aber nicht, sondern bin froh, mal keinen Abendtermin zu haben.

LG, Micha

Das mit dem zurück ziehen, ist die schlechteste Idee.
Habe danach sogar wieder Kontakt zu Freunden vom Festival bekommen, die ich lange nicht gesehen hatte.

Bin aber auch mal froh nix vor zu haben und über einen Abend auf der Couch.
Einfach mal um die Kräfte wieder zu aktivieren.
Autor cephalus
 - 19.04.2026 12:46
Selbstverständlich ist es nicht, dass eine Beziehung lange funktioniert.
Das ist Glück.
Allerding habe ich auch oft erlebt, dass Menschen den nächstbesten Partner wählen um nicht alleine zu sein.

Zitat von: Timper am 19.04.2026 11:49
Darüberhinaus stelle ich mal die These in den Raum das die meisten Männer nicht mit sich selbst klarkommen und sich über  ihre Frauen ( als Trophäe/ Aushängeschild ?) definieren.

Da ist sicher viel Wahres dran.
Ich denke nur Menschen die gut mit sich zurecht kommen und in jeder Beziehung selbstständig und unabhängig leben können, sind für eine Partnerschaft bereit
Nur dann funktioniert sie auf Augenhöhe und ohne Abhängikeiten und jeder kann dem Anderen die Freiheit gewähren, die dieser braucht.

Und sei es nur Röcke tragen ;)

Autor Timper
 - 19.04.2026 11:49
Na ja kann bei euch ja sein das das alles funktioniert.
Es gibt aber genauso millionenfach Gegenbeispiele wo sich die Menschen weiterentwickeln, andere nicht mehr kompatibel Interessen entwickeln, sich verändern und letztlich getrennte Wege gehen. Und bevor man sich kaputt verbiegt ist das wohl der bessere Weg.
Mit 25 geheiratet und mit 40 geschieden..
Gründe gibts tausende dafür.
Hier liest man ab und zu auch fragwürdiges ....
Wie gesagt hat alles Vor und Nachteile..
Darüberhinaus stelle ich mal die These in den Raum das die meisten Männer nicht mit sich selbst klarkommen und sich über  ihre Frauen ( als Trophäe/ Aushängeschild
?) definieren. 
Diese Strukturen  kann man überall beobachten. Ich sehe es selbst  bei meinen Beobachtung im weiten Umfeld.


Autor MAS
 - 19.04.2026 11:17
Auf der anderen Seite gibt es nicht schöneres, als eine liebevolle Partnerschaft und gute Freundschaften.
Da mache ich auch gerne Kompromisse. Natürlich gebe ich nicht immer nach, aber manchmal schon und manchmal meine Liebste oder meine Freunde.

Spätestens wenn man wie damals Ferdi - ein überzeugter Single - mit einem Schlaganfall in der Wohnung liegt, wünscht man sich, dass noch jemand da ist. Bei ihm war leider niemand da.

Heute hier in (ach, da könnte man ein Rätsel draus machen) sind Petra und ich ein wenig unsicher, was wir machen wollen, weil wir noch mit einem Freund da sind, der noch nicht so recht weiß, was er machen will. Da kann es tatsächlich ein wenig nerven, nicht einfach machen zu können, was ich will. Ich würde z.B. gerne eine hiesige Brauerei besuchen, die heute offen hat, aber die andern beiden mögen kein Bier. Aber das Bier wäre irgendwann getrunken und dann?

Tragegelegenheit für meinen wadenlangen Jeansrock mit den hohen Stiefeln habe ich hier selbstverständlich. Ein Taxifahrer gestern wunderte sich aber darüber und meinte, solche Röcke trügen Zigeunerfrauen. So what?

LG, Micha
Autor cephalus
 - 19.04.2026 11:04
Zitat von: Timper am 18.04.2026 10:53
Meine Erfahrung ist das es immer auf lästige Diskussionen hinausläuft und man sich ggf nicht wohl fühlt oder sich fragt ob das richtig war.
Kennt das noch jemand?

Naja, ich kenne meine Frau erst seit 37 Jahren, aber bislang kenne ich das absolut nicht  ;)
Autor Timper
 - 18.04.2026 10:53
Zitat von: Skirt-Man am 18.04.2026 06:44
Als ich meine Frau kennenlernte, war das Motorrad fahren und die Festivals eine Feste Beschäftigung.

Sie ist zum Glück mitgezogen und so konnte ich meinen Stamm an Freunden (wovon einige schon eher Familie sind) behalten.
Irgendwann kamen die Kinder und auch dann haben wir die sozialen Kontakte weiter gepflegt, gerade weil eher Familie. Die Kids konnten wir dadurch in einem super Umfeld groß ziehen, weil sie immer beschützt, aber unter Menschen, waren.
Beim Tod meiner Frau, hat mir gerade das Setting sehr geholfen.

Jetzt fast fünf Jahre nach meinem Reset. Gehe ich gestärkter durchs Leben und bleibe weiterhin auf meinem Weg und über mangelnde Wochenendbeschäftigung kann ich mich nicht beschweren.
Eher über manchmal sich überschneidende Termine.

Man muss den Arsch hoch bekommen um am Leben teilzunehmen.

Nicht selten schrumpft die Welt von Paarbeziehungen zusammen auf einen kleinen Kreis von Familie oder jenen die auch auch Kinder haben. Ändert sich dann plötzlich die Situation stellt man fest das man sich schon selber darum kümmern muss um am Leben teilzunehmen. Es ist ein Irrtum zu glauben das man von der Couch abgeholt wird. Ich höre immer wieder von Bekannten ,, fährst du da alleine hin?". Ja na klar. Warum nicht? Ich plane meine We  Abende selber , gehe unabhängig von anderen dahin, fahre eigenständig zu den kommenden Festivals. Wer meine Interessen nicht teilt lässt es eben. Ich warte nicht auf andere. Da kann man bis zum Grab warten. Würde ich das machen würde ich das Leben verpassen.
Und da spielt das Thema Klamotten keine große Rolle. Das ist dann nur ein zusätzliches Plus.
Das ist ein Grundsatzthema.
Würde ich warten würde ich dieses Jahr nicht zum WGT, nicht zum Mera Luna, nicht zum Stella Nomine kommen. Die großen Highlights im Sommer.
Und von den vielen anderen kleinen Konzerten und Partys will ich gar nicht reden.
Und letztlich habe ich viele lockere Bekanntschaften kennen gelernt die man hier und da öfters trifft. Heute Abend zb.
Natürlich gehen Interessen immer auseinander, mich interessiert Fußball überhaupt nicht,  mit Paaren und ihren Kindern kann ich nichts anfangen usw.
Wenn das nicht passt muss man eigene Wege gehen. Wäre natürlich schon gut mit anderen was auf die Beine zustellen aber man muss eben wissen was für einen selbst wichtig und richtig ist.
An erster Stelle muss immer das eigene Leben stehen. Das ist ein Grundsatz!
In der Regel hat alles Vor und Nachteile. Manches kann man kaum beeinflussen. Aber was man beeinflussen kann sollte man nutzen. Zeit verlieren sollte man nicht. Davon hat man im Leben zu wenig.
Und deswegen freue ich mich schon auf das WGT. Und werde wahrscheinlich ein paar bekannte Gesichter treffen.
Auch ein Festival ( in schwarz mit Röcke) geht alleine.

Im übrigen glaube ich das man nach einer gewissen Zeit als Single immer weniger bereit ist Kompromisse anderen gegenüber zu machen. Meine Erfahrung ist das es immer auf lästige Diskussionen hinausläuft und man sich ggf nicht wohl fühlt oder sich fragt ob das richtig war.
Kennt das noch jemand?