Autor karber
- 11.10.2004 10:34Symbolik
@Collantix
Der Religionslehrer war kein Pfarrer! Er hat eben ein Theologiestudium und unterrichtet deshalb Religion.
Allgemein zu den (religiösen) Vorschriften.
Die Religion wurde und wird dazu benützt, gesellschaftliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Je 'gläubiger' die Bewohner eines Landstriches sind, desto leichter sind sie zu manipulieren.
Schon immer waren schlaue Menschen im Stande, das 'gewöhnliche' Volk dazu zu bringen, zu ihren Vorteilen zu agieren. Viele dieser Führer waren und sind auch grenzgenial, also haarscharf an der Wahnsinnsgrenze. Du findest für beinahe Alles eine Lobby. Du musst nur eine gewisse Brutalität haben und diese auch skrupellos einsetzen. Die Geschichte hat es uns ja gelehrt.
Für den rocktragenden Mann gilt das genauso! Nur ist es bei uns nicht so, dass ein gewissenloser und entsprechend brutaler Führer vorhanden ist. Solange das vermeidbar ist, vermeiden wir es mit allen uns zur verfügungstehenden Mittel! Wir wollen die sanfte Revolution auf einer logischen Basis. Sanftheit UND Logik sind aber den meisten Menschen fremd. Einerseits wird Sanftheit (gerade bei Männern) als Schwäche gesehen und andererseits ist das logische Denken für viele ein Fremdwort. Also lasst uns geduldig sein und die kleinen Schritte nach vorne tun.
Grüsse Karl
@Collantix
Der Religionslehrer war kein Pfarrer! Er hat eben ein Theologiestudium und unterrichtet deshalb Religion.
Allgemein zu den (religiösen) Vorschriften.
Die Religion wurde und wird dazu benützt, gesellschaftliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Je 'gläubiger' die Bewohner eines Landstriches sind, desto leichter sind sie zu manipulieren.
Schon immer waren schlaue Menschen im Stande, das 'gewöhnliche' Volk dazu zu bringen, zu ihren Vorteilen zu agieren. Viele dieser Führer waren und sind auch grenzgenial, also haarscharf an der Wahnsinnsgrenze. Du findest für beinahe Alles eine Lobby. Du musst nur eine gewisse Brutalität haben und diese auch skrupellos einsetzen. Die Geschichte hat es uns ja gelehrt.
Für den rocktragenden Mann gilt das genauso! Nur ist es bei uns nicht so, dass ein gewissenloser und entsprechend brutaler Führer vorhanden ist. Solange das vermeidbar ist, vermeiden wir es mit allen uns zur verfügungstehenden Mittel! Wir wollen die sanfte Revolution auf einer logischen Basis. Sanftheit UND Logik sind aber den meisten Menschen fremd. Einerseits wird Sanftheit (gerade bei Männern) als Schwäche gesehen und andererseits ist das logische Denken für viele ein Fremdwort. Also lasst uns geduldig sein und die kleinen Schritte nach vorne tun.
Grüsse Karl
Autor girlieskirt
- 11.10.2004 09:35Hallo Leute,
ich muss zu dem Thema auch mal meinen Senf dazugeben.
Ich kenne das Kopftuchgesetz in der Türkei und finde es gut. Es ist nämlich ein Teil des Gesetzes, dass die Trennung von Staat und Religion vorschreibt. Nur deshalb ist es der Türkei gelungen, ein westlich geprägter, moderner Industrie-Staat zu werden. Es ist immerhin der liberalste aller islamischen Staaten. Die Türkei selbst identifiziert sich selbst mehr mit Europa denn mit Asien.
Ich lebe in dem erzkatholischen Italien - aber ich hätte nichts gegen etwas mehr Zurückhaltung aller Religionen.
Zum Kopftuch selbst:
Der Prophet Mohammed hat den Frauen empfohlen, ihre weibliche Erscheinung zu verhüllen, damit die Männer nicht ständig scharf sind und die damals allgegenwärtigen Vergewaltigungen abnehmen. Er hat es niemals vorgeschrieben. Insofern habe ich relativ wenig Verständnis für muslimische Frauen, die durchsichtige, figurbetonte Röcke und hohe Schuhe tragen und dann aber ein Kopftuch. Das ist grundsätzlich gegen die Empfehlung des Propheten, auf den sie sich berufen. Ausserdem ist es wohl in Mitteleuropa nicht notwendig im Sinne Mohammeds. Er war ein weisser und schlauer Mann, denn er hatte ja auch das schnell verderbliche Schweinefleisch im Zeitalter vor dem Kühlschrank verboten, weil die Leute daran immer wieder erkrankten. Hätte es den Tabak damals schon gegeben, hätte er auch das Rauchen verboten. Aber das kriegst Du nicht in die Köpfe der Leute.
So wie die islamische Lehre in ihren Grundgedanken durch die heutigen Religionen total entfremdet wurde, so ist es auch mit dem Christentum. In Amerika gab es den bekannten Religionswissenschaftler Dr. Joseph Murphy (das ist nicht der sprichtwörtliche Murphy), der auf verschiedene Missstände und Fehlinterpretationen der einzelnen Religionen schon in den 60er Jahren hinwies. Er zeigte auf, was Jesus, Mohammed und die anderen Propheten den Menschen wirklich sagen wollten. Nachdem er in den 90er verstorben ist, hat sich sein grösster Horror verwirklicht: Es entstand eine neue Religion des Murphyismus. Dr. Murphy hat die Leute angehalten, kritisch über die Religionsdogmen nachzudenken. Er hatte nie für sich in Anspruch genommen, mit seiner Meinung richtig zu liegen. Die Murphyisten machten Murphy zu einem neuen Heiligen.
Braucht es da noch einen Kommentar?
Liebe Grüsse
Rici
ich muss zu dem Thema auch mal meinen Senf dazugeben.
Ich kenne das Kopftuchgesetz in der Türkei und finde es gut. Es ist nämlich ein Teil des Gesetzes, dass die Trennung von Staat und Religion vorschreibt. Nur deshalb ist es der Türkei gelungen, ein westlich geprägter, moderner Industrie-Staat zu werden. Es ist immerhin der liberalste aller islamischen Staaten. Die Türkei selbst identifiziert sich selbst mehr mit Europa denn mit Asien.
Ich lebe in dem erzkatholischen Italien - aber ich hätte nichts gegen etwas mehr Zurückhaltung aller Religionen.
Zum Kopftuch selbst:
Der Prophet Mohammed hat den Frauen empfohlen, ihre weibliche Erscheinung zu verhüllen, damit die Männer nicht ständig scharf sind und die damals allgegenwärtigen Vergewaltigungen abnehmen. Er hat es niemals vorgeschrieben. Insofern habe ich relativ wenig Verständnis für muslimische Frauen, die durchsichtige, figurbetonte Röcke und hohe Schuhe tragen und dann aber ein Kopftuch. Das ist grundsätzlich gegen die Empfehlung des Propheten, auf den sie sich berufen. Ausserdem ist es wohl in Mitteleuropa nicht notwendig im Sinne Mohammeds. Er war ein weisser und schlauer Mann, denn er hatte ja auch das schnell verderbliche Schweinefleisch im Zeitalter vor dem Kühlschrank verboten, weil die Leute daran immer wieder erkrankten. Hätte es den Tabak damals schon gegeben, hätte er auch das Rauchen verboten. Aber das kriegst Du nicht in die Köpfe der Leute.
So wie die islamische Lehre in ihren Grundgedanken durch die heutigen Religionen total entfremdet wurde, so ist es auch mit dem Christentum. In Amerika gab es den bekannten Religionswissenschaftler Dr. Joseph Murphy (das ist nicht der sprichtwörtliche Murphy), der auf verschiedene Missstände und Fehlinterpretationen der einzelnen Religionen schon in den 60er Jahren hinwies. Er zeigte auf, was Jesus, Mohammed und die anderen Propheten den Menschen wirklich sagen wollten. Nachdem er in den 90er verstorben ist, hat sich sein grösster Horror verwirklicht: Es entstand eine neue Religion des Murphyismus. Dr. Murphy hat die Leute angehalten, kritisch über die Religionsdogmen nachzudenken. Er hatte nie für sich in Anspruch genommen, mit seiner Meinung richtig zu liegen. Die Murphyisten machten Murphy zu einem neuen Heiligen.
Braucht es da noch einen Kommentar?
Liebe Grüsse
Rici
Autor JuergenB
- 07.10.2004 09:14Hallo Leute,
läge es da nicht an uns, wenn auch etwas spät, so aber doch nachdrücklich, die entsprechenden Stellen in Verbindung auf diese uns bekannt gewordenen Fälle auf die Menschenrechte hinzuweisen? Wenn ich irgendwo eine solche Vorgehensweise entdecke und dazu die E-Mail-Adresse, dann werde ich jedenfalls aktiv, das habe ich mir gerade vorgenommen.
Selbst wenn der direkte Erfolg einer solchen Aktion fraglich ist, gleichzeitig Cc. an dpa, dann dürfte das wieder einiges an Publicity geben, und der Männerrock ist wieder im Gespräch.
Also, her mit solchen Fällen und den Adressen!!!
Gruß
JürgenB
läge es da nicht an uns, wenn auch etwas spät, so aber doch nachdrücklich, die entsprechenden Stellen in Verbindung auf diese uns bekannt gewordenen Fälle auf die Menschenrechte hinzuweisen? Wenn ich irgendwo eine solche Vorgehensweise entdecke und dazu die E-Mail-Adresse, dann werde ich jedenfalls aktiv, das habe ich mir gerade vorgenommen.
Selbst wenn der direkte Erfolg einer solchen Aktion fraglich ist, gleichzeitig Cc. an dpa, dann dürfte das wieder einiges an Publicity geben, und der Männerrock ist wieder im Gespräch.
Also, her mit solchen Fällen und den Adressen!!!
Gruß
JürgenB
Autor Ben
- 07.10.2004 01:01Hallo Karl,
Gruß
Collantix
Zitat von: karber am 06.10.2004 11:19Anlassfall dafür war ein Religionslehrer in einer höheren Schule. Er kam mit einem langen Rock zu einer Konferenz und wurde danach bald versetzt.Und der Rock war nicht die Dienstkleidung eines Pfarrers?
Gruß
Collantix

Autor Ferdi
- 06.10.2004 15:10Hallo alle zusammen!
Über diese verdammten Dresscodes wurde in den entsprechenden Foren schon viel geschrieben. Eigentlich sind sie in Ländern der EU nicht mehr zulässig.

Wie dieser Pressebericht aus 1999 ausweist, verstösst das gegen die Europäische Menschenrechtscharta, die jedes EU-Land mit dem Beitritt anerkannt hat. Manchmal hat die Brüsseler Bürokratie auch seine guten Seiten. Leider hat das bisher noch niemand durchgeklagt. Mir ist lediglich ein Fall aus England bekannt, wo eine Schülerin sich das Recht erklagt hat, den Unterricht in Hosen zu besuchen. An der Schule waren für Mädchen nur Röcke erlaubt. Die Schülerin hat aufgrund dieser Charta gewonnen und die Schule musste die Dresscodes entsprechend ändern. Damit sie aber nicht gleich wieder gegen die Charta verstiess, hat sie bei der Gelegenheit gleich auch den Schülern das Tragen von Röcken erlaubt. Ob Schüler davon Gebrauch gemacht haben, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Gruss,
Ferdi
Über diese verdammten Dresscodes wurde in den entsprechenden Foren schon viel geschrieben. Eigentlich sind sie in Ländern der EU nicht mehr zulässig.

Wie dieser Pressebericht aus 1999 ausweist, verstösst das gegen die Europäische Menschenrechtscharta, die jedes EU-Land mit dem Beitritt anerkannt hat. Manchmal hat die Brüsseler Bürokratie auch seine guten Seiten. Leider hat das bisher noch niemand durchgeklagt. Mir ist lediglich ein Fall aus England bekannt, wo eine Schülerin sich das Recht erklagt hat, den Unterricht in Hosen zu besuchen. An der Schule waren für Mädchen nur Röcke erlaubt. Die Schülerin hat aufgrund dieser Charta gewonnen und die Schule musste die Dresscodes entsprechend ändern. Damit sie aber nicht gleich wieder gegen die Charta verstiess, hat sie bei der Gelegenheit gleich auch den Schülern das Tragen von Röcken erlaubt. Ob Schüler davon Gebrauch gemacht haben, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Gruss,
Ferdi
Autor MAS
- 06.10.2004 14:17Mist, warum muss ich mich denn immer wieder neu einloggen? Jetzt kann ich es nochmal schreiben.
Hi Karl,
in der Türkei ist es nicht verboten, dass Frauen in öffentlichen Ã,,mtern kein Kopftuchtragen dürfen, sondern dass sie eines tragen. Das kommt noch aus der kemalistischen Zeit, als der Staat allen Religionen gegenüber sehr feindlich eingestellt war. Kemal Attatürk kam sich damit sehr fortschrittlich vor.
Das Rockverbot für Lehrer in Österreich tut mir leid. Aber auch in den sonst so freiheitlichen Niederlanden gab es für einen rocktragenden Briefträger mal eine Abmahnung. Es ist noch einiges an öffentlichem Diskurs notwendig!
MlG
Michael
Hi Karl,
in der Türkei ist es nicht verboten, dass Frauen in öffentlichen Ã,,mtern kein Kopftuchtragen dürfen, sondern dass sie eines tragen. Das kommt noch aus der kemalistischen Zeit, als der Staat allen Religionen gegenüber sehr feindlich eingestellt war. Kemal Attatürk kam sich damit sehr fortschrittlich vor.
Das Rockverbot für Lehrer in Österreich tut mir leid. Aber auch in den sonst so freiheitlichen Niederlanden gab es für einen rocktragenden Briefträger mal eine Abmahnung. Es ist noch einiges an öffentlichem Diskurs notwendig!
MlG
Michael
Autor karber
- 06.10.2004 11:19Kopftuch oder nicht
Warum ist es in der Türkei eigentlich verboten, dass Frauen in öffentlichen Ã,,mtern und auch Schulen KEIN Kopftuch tragen dürfen? Sind die Regierungen in diesen Ländern vernünftiger oder vorausschauender als bei uns?
Übrigens - Lehrer in Österreich dürfen NICHT im Rock unterrichten! Es gibt einen derartigen Erlass (zumindest in Wien) der eine gesellschaftlich angepasste Kleidung vorschreibt.
Anlassfall dafür war ein Religionslehrer in einer höheren Schule. Er kam mit einem langen Rock zu einer Konferenz und wurde danach bald versetzt.
Grüsse Karl
Warum ist es in der Türkei eigentlich verboten, dass Frauen in öffentlichen Ã,,mtern und auch Schulen KEIN Kopftuch tragen dürfen? Sind die Regierungen in diesen Ländern vernünftiger oder vorausschauender als bei uns?
Übrigens - Lehrer in Österreich dürfen NICHT im Rock unterrichten! Es gibt einen derartigen Erlass (zumindest in Wien) der eine gesellschaftlich angepasste Kleidung vorschreibt.
Anlassfall dafür war ein Religionslehrer in einer höheren Schule. Er kam mit einem langen Rock zu einer Konferenz und wurde danach bald versetzt.
Grüsse Karl
Autor MAS
- 06.10.2004 11:13Hallo Hermann,
diesen Unterschied sehe ich genau so.
Demach ist ein Kreuz im Klassenzimmer von der offiziellen Bedeutung her auf der selben Ebene wie eine Schahada (das muslimische Glaubensbekenntnis), das als Kalligrafie im Klassentimmer an der Wand hängt, und eine kopftuchtragende Lehrerin auf der selben Ebene wie eine, die ein Kreuz umhängen hat.
Schalom - Salam - Pax!
Michael
diesen Unterschied sehe ich genau so.
Demach ist ein Kreuz im Klassenzimmer von der offiziellen Bedeutung her auf der selben Ebene wie eine Schahada (das muslimische Glaubensbekenntnis), das als Kalligrafie im Klassentimmer an der Wand hängt, und eine kopftuchtragende Lehrerin auf der selben Ebene wie eine, die ein Kreuz umhängen hat.
Schalom - Salam - Pax!
Michael
Autor Herminator
- 06.10.2004 10:26Zitat von: Günter am 17.12.2003 20:59
Hallo,
wenn aber in einem christlich , freiheitlichem Umfeld Kopftücher erlaubt werden dann soll man auch wieder die Kreuze in den Klassenzimmern aufhängen.
Aber es ist schon ein Unterschied ob der Staat religiöse Symbole verordnet (Kreuze) oder ob ein Mensch ein Symbol seiner Religion trägt, gell?
Schalom
Hermann
Autor MAS
- 22.12.2003 16:14Hi Günter,
ich bestreite nicht dass es Muslime und Musliminnen gibt, die über die Terroranschläge gejubelt haben. Selber erlebt habe ich Muslime und Musliminnen. die darüber getrauert haben. Wie so oft: es gibt solche und solche.
Zu Deiner Frage:
"Und darf meine Frau in einem Islamistischen Land übehaupt unterrichten - als Frau ?
Ich denke eher nicht ! Egal wie gekleidet !"
Ich weiß nicht, was Deine Frau unterrichtet. Ich hatte in Kairo jedenfalls eine ägyptische Arabischlehrerin, die kein Kopftuch trug.
In den 50er Jahren bekam Annemarie Schimmel in der Universität von Ankara eine Professur. In Bonn hatte man ihr den Lehrstuhl verweigert, weil sie ien Frau war. Okay, die Türkei ist zumindest offiziell ein laizistischer Staat.
Im Iran, in Saudi-Arabien und einigen anderen Ländern sind Frauen dazu gezwungen, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen. Kopftuchzwang und Kopftuchverbot sind m.E. das selbe mit umgekehrtem Vorzeichen: beides verletzt die Würde der betreffenden Frau!
Eine nichtkopftuchtragende, aber trotzdem sehr religöse, aus dem Iran stammende Muslimin bezeichnete letztens in einer Gesprächsrunde in Bonn Saudi-Arabien als Schandfleck für den Islam. Solche Ã,,ußerungen gibt es auch. Und im heutigen Iran will sie auch nicht leben. Durch die immer wieder in den Medien geäußerte Propaganda gegen den Islam fühlt auch sie sich getroffen.
Wenn wir die Fanatiker als typische Muslime ansehen und die Friedliebenden nur als Ausnahmen, die die Regel, dass Muslime an sich gewalttätig und fanatisch sind, treiben wir m.E. nach und nach auch die letzteren ins Lager der Ersteren, auch wenn das nicht die Absicht ist.
Dass wollte ich nur noch sagen.
Liebe Grüße,
Michael.
http://www.maennerrock.de/WCRP-Koeln-Bonn/wcrp.html
ich bestreite nicht dass es Muslime und Musliminnen gibt, die über die Terroranschläge gejubelt haben. Selber erlebt habe ich Muslime und Musliminnen. die darüber getrauert haben. Wie so oft: es gibt solche und solche.
Zu Deiner Frage:
"Und darf meine Frau in einem Islamistischen Land übehaupt unterrichten - als Frau ?
Ich denke eher nicht ! Egal wie gekleidet !"
Ich weiß nicht, was Deine Frau unterrichtet. Ich hatte in Kairo jedenfalls eine ägyptische Arabischlehrerin, die kein Kopftuch trug.
In den 50er Jahren bekam Annemarie Schimmel in der Universität von Ankara eine Professur. In Bonn hatte man ihr den Lehrstuhl verweigert, weil sie ien Frau war. Okay, die Türkei ist zumindest offiziell ein laizistischer Staat.
Im Iran, in Saudi-Arabien und einigen anderen Ländern sind Frauen dazu gezwungen, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen. Kopftuchzwang und Kopftuchverbot sind m.E. das selbe mit umgekehrtem Vorzeichen: beides verletzt die Würde der betreffenden Frau!
Eine nichtkopftuchtragende, aber trotzdem sehr religöse, aus dem Iran stammende Muslimin bezeichnete letztens in einer Gesprächsrunde in Bonn Saudi-Arabien als Schandfleck für den Islam. Solche Ã,,ußerungen gibt es auch. Und im heutigen Iran will sie auch nicht leben. Durch die immer wieder in den Medien geäußerte Propaganda gegen den Islam fühlt auch sie sich getroffen.
Wenn wir die Fanatiker als typische Muslime ansehen und die Friedliebenden nur als Ausnahmen, die die Regel, dass Muslime an sich gewalttätig und fanatisch sind, treiben wir m.E. nach und nach auch die letzteren ins Lager der Ersteren, auch wenn das nicht die Absicht ist.
Dass wollte ich nur noch sagen.
Liebe Grüße,
Michael.
http://www.maennerrock.de/WCRP-Koeln-Bonn/wcrp.html
Autor Günter
- 22.12.2003 13:39Hallo,
leider habe ich dies persönlich gesehen wie Kopftuch tragende Frauen vor einem Fernseher in einen Freudengesang einstimmten.
Und darf meine Frau in einem Islamistischen Land übehaupt unterrichten - als Frau ?
Ich denke eher nicht ! Egal wie gekleidet !
Aber das möchte ich und werde ich auch an dieser Stelle nicht mehr weiter diskutieren.
Gruß
Günter
leider habe ich dies persönlich gesehen wie Kopftuch tragende Frauen vor einem Fernseher in einen Freudengesang einstimmten.
Und darf meine Frau in einem Islamistischen Land übehaupt unterrichten - als Frau ?
Ich denke eher nicht ! Egal wie gekleidet !
Aber das möchte ich und werde ich auch an dieser Stelle nicht mehr weiter diskutieren.
Gruß
Günter
Autor MAS
- 22.12.2003 12:10Lieber Günter,
in diesem Teil des Forums geht es doch um "Allgemeines", und die Kopftuchdiskussion ist eine Diskussion um Kleidung.
Jesus war übringes Orientale und hast Du schon mal eine mariendarstellung ohne Kopftuch gesehen? Okay, es gibt auch welche mit Krone, aber ich glaube nicht, dass Maria ein Krone trug!
Und ich glaube auch nicht, dass die Leute die damals am 11.9.2001 gejubelt haben (ich habe es nciht persönlich gesehen, sondern nur im Fernsehen, und die Aufnahme stellte sich als nicht autentisch heraus) hier in Deutschland auf ein Lehramt bewerben.
Liebe Grüße,
Michael
in diesem Teil des Forums geht es doch um "Allgemeines", und die Kopftuchdiskussion ist eine Diskussion um Kleidung.
Jesus war übringes Orientale und hast Du schon mal eine mariendarstellung ohne Kopftuch gesehen? Okay, es gibt auch welche mit Krone, aber ich glaube nicht, dass Maria ein Krone trug!
Und ich glaube auch nicht, dass die Leute die damals am 11.9.2001 gejubelt haben (ich habe es nciht persönlich gesehen, sondern nur im Fernsehen, und die Aufnahme stellte sich als nicht autentisch heraus) hier in Deutschland auf ein Lehramt bewerben.
Liebe Grüße,
Michael
Autor Günter
- 17.12.2003 20:59Hallo,
wenn aber in einem christlich , freiheitlichem Umfeld Kopftücher erlaubt werden dann soll man auch wieder die Kreuze in den Klassenzimmern aufhängen. Ansonsten steht es den Damen frei in einem Land ihres Kulturkreises als Lehrerin tätig zu werden.
Ich bin sicherlich alles andere als ein Fanatiker aber wir leben hier im christlichen Abendland und nicht im Orient.
Mir fallen immer noch einige Jubelschreie kopftuchtragender Frauen am 11. Sept. ein. Wenn man das persönlich erlebt hat dann beginnt man seine Meinung zu Ã,,ndern.
Aber dies soll nicht Thema dieses Forums sein.
Wer , weil er es schön findet, gerne Kopftücher trägt soll es halt tun. Aber bitte lasst die religiösen Diskussionen beiseite.
Gruß
Günter
www.gueschmodelle.de
wenn aber in einem christlich , freiheitlichem Umfeld Kopftücher erlaubt werden dann soll man auch wieder die Kreuze in den Klassenzimmern aufhängen. Ansonsten steht es den Damen frei in einem Land ihres Kulturkreises als Lehrerin tätig zu werden.
Ich bin sicherlich alles andere als ein Fanatiker aber wir leben hier im christlichen Abendland und nicht im Orient.
Mir fallen immer noch einige Jubelschreie kopftuchtragender Frauen am 11. Sept. ein. Wenn man das persönlich erlebt hat dann beginnt man seine Meinung zu Ã,,ndern.
Aber dies soll nicht Thema dieses Forums sein.
Wer , weil er es schön findet, gerne Kopftücher trägt soll es halt tun. Aber bitte lasst die religiösen Diskussionen beiseite.
Gruß
Günter
www.gueschmodelle.de
Autor MAS
- 17.12.2003 14:37Ach ja, besagten Aufruf gegen ein Kopftuchgesetz habe ich ja schon hier im Forum unter "Kopftuch" wieder gegeben.
MlG
Michael
MlG
Michael
Autor MAS
- 17.12.2003 13:44Lieber Ferdi,
wenn Du das zweite Extrem praktizierst, bist Du ja ein Extremist
Symbolik, egal ob von Rock oder Kopftuch, ist immer ein Produkt sozialer Interaktion.
Es gibt durchaus Frauen, die ein Kopftuch tragen, ihm aber keine religiöse Symbolik zusprechen, z.B. am letzten Sonntag meine Schwiegermutter. Es war ihr einfach zu kalt an den Ohren. Auch gibt es Frauen aus Rußland, von ihrer Religion her Christinnen und Jüdinnen, die Kopftücher tragen, weil es in ihren Herkunftskulturen so Sitte ist.
Lies doch bitte mal die Kopftuch-Beiträge in meinen interreligiösen Rundbriefen, dazu auch die Unterschriftenaktion gegen ein Kopftuchgesetz. Darin heißt es, dass ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen sehr vielen Musliminnen den Einstieg in das Lehramt verwehren würde, während muslimische Männer damit nicht erfasst würden. Für männlichen extremistische Islamisten müsste die herkömmliche individuelle Überprüfung ihrer Loyalität genügen. Wenn sie das aber tut, dann auch bei Frauen. Statt dessen würde man mit ienem Kopftuchverbot auch nichtextremistischen muslimischen Frauen das Lehramt verwehren. Nicht jede Kopftuchträgerin ist extremistisch, auch wenn uns ein religiöses Kopftuchgebot so vorkommen mag.
Wenn es aber darum geht, jede religiöse oder weltanschauliche Symbolik an einem Lehrer/einer Lehrerin im Unterricht zu verbieten, dann müsste man z.B. auch verbieten, schwarz zu tragen, weil das z.B. für Existentialisten und Gothics ein Ausdruck ihrer Weltanschauung ist.
Also meine Meinung ist eindeutig: Laßt jeden tragen was er will, egal ob im Beruf oder privat, es sei denn, es ist bestimmte Sicherheitskleidung erforderlich oder es ist erforderlich, dass man die Funktion eines Menschen erkennbar machen muss, z.B. durch eine Uniform, durch Dienstgradsabzeichen oder dergleichen.
Liebe Grüße,
Michael
wenn Du das zweite Extrem praktizierst, bist Du ja ein Extremist

Symbolik, egal ob von Rock oder Kopftuch, ist immer ein Produkt sozialer Interaktion.
Es gibt durchaus Frauen, die ein Kopftuch tragen, ihm aber keine religiöse Symbolik zusprechen, z.B. am letzten Sonntag meine Schwiegermutter. Es war ihr einfach zu kalt an den Ohren. Auch gibt es Frauen aus Rußland, von ihrer Religion her Christinnen und Jüdinnen, die Kopftücher tragen, weil es in ihren Herkunftskulturen so Sitte ist.
Lies doch bitte mal die Kopftuch-Beiträge in meinen interreligiösen Rundbriefen, dazu auch die Unterschriftenaktion gegen ein Kopftuchgesetz. Darin heißt es, dass ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen sehr vielen Musliminnen den Einstieg in das Lehramt verwehren würde, während muslimische Männer damit nicht erfasst würden. Für männlichen extremistische Islamisten müsste die herkömmliche individuelle Überprüfung ihrer Loyalität genügen. Wenn sie das aber tut, dann auch bei Frauen. Statt dessen würde man mit ienem Kopftuchverbot auch nichtextremistischen muslimischen Frauen das Lehramt verwehren. Nicht jede Kopftuchträgerin ist extremistisch, auch wenn uns ein religiöses Kopftuchgebot so vorkommen mag.
Wenn es aber darum geht, jede religiöse oder weltanschauliche Symbolik an einem Lehrer/einer Lehrerin im Unterricht zu verbieten, dann müsste man z.B. auch verbieten, schwarz zu tragen, weil das z.B. für Existentialisten und Gothics ein Ausdruck ihrer Weltanschauung ist.
Also meine Meinung ist eindeutig: Laßt jeden tragen was er will, egal ob im Beruf oder privat, es sei denn, es ist bestimmte Sicherheitskleidung erforderlich oder es ist erforderlich, dass man die Funktion eines Menschen erkennbar machen muss, z.B. durch eine Uniform, durch Dienstgradsabzeichen oder dergleichen.
Liebe Grüße,
Michael