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ZitatInsofern ist diese unreflektierte Aufregung nicht wirklich nachzuvollziehen. Wenn tatsächlich ein substantieller Teil der Migrationshintergründler so gut integriert sein sollte, könnte man bei Sarrazins Thesen auch einfach abwinken und den Mann reden lassen.Das ist ja das Problem.



Zitat von: Jörg HH am 08.09.2010 21:39
Man sollte sich, und das, so denke ich, ist das wichtigste, sich mit seiner Kleidung IMMER identifizieren können. Es muss immer das ICH zu erkennen sein und keine Verkleidung. Wenn ich der Meinung bin, das es zu mir passt, dann trage ich es auch.
Zitat von: chrisko am 08.09.2010 18:55
Wenn ich dann erlebe, das eine Frau, knapp an die 40 im Schleier, sich von ihren ca 14-16 jährigen Kindern bei der Aldikasse alles übersetzen lassen muss ... ich weiss, das die Familie seit ca. 15 Jahren hier lebt ...
Zitat von: chrisko am 08.09.2010 18:55
... die Politik hat ihre eigenen Probleme, das sind aber nicht die Probleme des Einzelnen vor Ort.
Zitat von: Jörg HH am 08.09.2010 21:39
Man sollte sich, und das, so denke ich, ist das wichtigste, sich mit seiner Kleidung IMMER identifizieren können. Es muss immer das ICH zu erkennen sein und keine Verkleidung. Wenn ich der Meinung bin, das es zu mir passt, dann trage ich es auch. Andererseits sollte man sich nicht den Zwang auferlegen, wenn man beispielsweise zum Rock eine Strumpfhose oder Absatzschuhe tragen MUSS. Das wäre grundwegs falsch. Man soll nicht etwas kopieren, sondern sagen können: "Das gefällt auch mir. In diesem Look traue ich mich auf die Straße". Nur dann ist es auch die Erfüllung für einen selbst und auch der Psyche geht es gut.
Das Leben ist ein ständiger Lernprozess und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber nur so können wir vorankommen, sonst würden wir stehenbleiben und versauern und dass wollen wir doch nicht wirklich Oder?

Zitat von: skipo am 08.09.2010 11:28
Woher unsere Probleme kommen, vermag ich ebenso wenig zu sagen, als wie man sie lösen kann, aber vielleicht sollte man sich einfach von dem deutschen Ideal der Gleichmacherei und Umverteilung verabschieden. Soziale Gerechtigkeit bedeutet mMn nicht dass manchen viel genommen wird um andere zu geben, die ihrerseits nichts für die Gesellschaft leisten, nicht mal vernünftig erzogene Kinder hervor zu bringen.

Zitat von: MasinAD am 07.09.2010 09:47
Hallo M.L.!Zitat von: M.L. am 06.09.2010 23:36
Ich binn deswegen nicht weniger Männlich.
Dass diese 'männlich/weiblich'-Kiste nicht wirklich was mit dem biologischen Geschlecht zu tun hat, sollte mittlerweile jedem klar sein. Meiner leider überhaupt nicht bescheidenen Meinung nach, ist dies eher eine Sache, inwiefern ein Individuum dem vorherrschenden und leidlich akzeptierten Rollenbild entspricht. Da haben Frauen und Politik in der Vergangenheit erfolgreich eine Erweiterung des klassischen Frauenbildes erkämpft, so dass auch ursprünglich mehrheitlich 'männliche' Erscheinungsbilder bei Frauen heutzutage durchaus als sexuell attraktiv empfunden werden können.
Das deckt einerseits im besonderen Maße die Defizite bei der Fortentwicklung des Männerbildes auf, wie sie hier immer wieder angemerkt werden und auch wohl die Grundlage dieses Forums darstellen. Andererseits sorgt es für eine übertriebene Anwendung 'männlicher' Stil- und Rollenelemente, die sich auch in aggressiver Verteidigung dieser 'männlichen' Elemente äußert, wie z.B.
- Kilts,
- Ablehnung aller auch nur entfernt 'weiblicher' Elemente (bspw. durch Verhöhnung),
- Beschränkung auf coole, lässige, unauffällige Farben und Stoffe,
- Leugnung einer 'männlichen' Körperlichkeit usw.
Das lässt nur den Schluss zu, dass, wer Röcke oder anderes tragen möchte, sich von diesem Rollenbild lossagen muss und sich nicht mehr um die Urteile des sozialen Umfeldes kümmern darf. Klar kann man 'männliche' Rockmodelle wie den Kilt tragen, um eben dieses nicht zu tun. Aber eine wirkliche Erweiterung der Garderobe ist diese streng kodifizierte Form eines Rocks nicht, meiner Meinung nach. Es sind wieder die gleichen Aussagen, die auch mit Anzügen oder Hosen getroffen werden: Seht her, ich lebe ein konventionell 'männliches' Leben -- diesmal eines aus Schottland. Hinzukommen die ganzen Assoziationen, die die Leute noch mit den Schotten haben: hartes, entbehrungsreiches Leben, ruppige Art und Weise, kämpferisch und stolz.
Ich will nicht dazu aufrufen, wahllos die Damenabteilung zu plündern. Kleidung soll zum Typ passen. Wer nicht klein und zierlich ist, dem wird so ein flatteriger Spitzenmini einfach nicht stehen. Das gilt aber auch für füllige Frauen.
Der Spagat, sowohl das konventionelle Männerbild zusammen mit einer um Elemente aus der Frauenmode erweiterten Garderobe haben zu wollen, ist mMn immer zum Scheitern verurteilt.
LG
Masin