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Zusammenfassung

Autor Barefoot-Joe
 - 25.07.2017 10:22
Zitat von: MAS am 25.07.2017 07:51
Jemand, der von meinem Rocktragen hörte, sagte mal: "Der Arme! Was tut er sich nur an?"

Ich kenne da noch die Variante für die Partnerin: "Die arme Frau, die hat es auch nicht leicht..." ;)
Autor MAS
 - 25.07.2017 07:51
Jemand, der von meinem Rocktragen hörte, sagte mal: "Der Arme! Was tut er sich nur an?"

Ihm tat ich also leid. Dabei denke ich umgekehrt oft auch: "Die armen Männer, die meinen, sie dürften nur Hosen tragen! Was tun sie sich nur an?"

Er dachte an eventuelle Schikanen, denen ich mich aussetze. Ich denke an das Tragegefühl. Für die Verhaltensweise anderer Leute sind aber diese selber vrantwortlich, also dafür, wie sie mit mir umgehen. Dafür, ob ich angenehme oder unangehme Kleidung trage, bin ich selbst verantwortlich.

LG, Micha
Autor rockability
 - 25.07.2017 01:12
Zitat von: Langes Elend am 05.09.2012 08:59
Hallo zusammen,

müssen uns die Leute leid tun, die unseren Anblick ertragen müssen, denen wir sozusagen eine "unfreiwillige Horizonterweiterung" verpassen, wenn wir im Rock unterwegs sind?
Manchmal habe ich das Gefühl ...
Ich beobachte immer wieder Leute, die nicht wissen, was sie machen sollen oder die schlicht überfordert sind mit dem, was sie da sehen.
Ich denke mal, einige von denen sind der Meinung, dass die wir ihnen leid tun. So bin ich mal einer Frau in der Nachbarschaft begegntet. die im Stechschritt aprupt stehe blieb, mich verdattert und missgläubig anstierte "Sind sie eine Frau oder ein Mann?" "Was hat man Ihnen denn nur angetan, dass sie solche Sachen machen? Hatten Sie eine schlechte Kindheit oder fehlt Ihnen Liebe und Zuneigung?" Am Ende ist sie losgestackst wie eine Irre "Ich will gar nüscht wissen!" Von der Sorte gibts bestimmt unendlich viele. Die haben nur alle Masken auf.
Autor MAS
 - 20.05.2015 10:33
Lieber Marcel, lieber Hajo und alle anderen,

ja, dann sollten wir von geheucheltem Mitleid sprechen und nicht von Mitleid. Es gibt ja auch geheuchelte Freundlichkeit, und doch schreiben wir nicht, wir sollten anderen Menschen keine Freundlichkeit zeigen.

Deutsche Buddhisten vermeiden wegen dieses Missverständnisses und dem eigentlich missbräuchlichem Gebrauch des Wortes "Mitleid" in der Umgangsspache das Wort und sagen statt dessen "Mitgefühl", nicht bedenkend, dass Mitfreude auch ein Mitgefühl ist und Mitgefühl somit Mitfreude und Mitleid umfasst.

LG, Michael
Autor high4all
 - 20.05.2015 09:50
Nonverbale Kommunikation wird oft unterschätzt. Dazu gehören kleine Gesten, Umarmungen, Dasein, usw. Die drei Freunde zeigen ihr Mitgefühl und ihre Solidarität auf diese Weise. Ist vielleicht ein Stück weit morgenländisches Denken.

Wir sind oft zu schnell mit Worten und zerreden viel. Statt auch mal zu schweigen. Mit Verlegenheitsplappern ist ist noch niemand getröstet worden. Die abendländische Denkweise ist wohl die eines "Machers". Passt in unsere Leistungsgesellschaft, ist aber nicht in allen Situationen hilfreich. Wir müssen doch nicht für alles und jedes eine Antwort parat haben.
Autor Dr.Heizer
 - 20.05.2015 09:18
Sie gingen hin, um ihn zu trösten und dann redeten sie eine Woche nicht mit ihm? Mache Verhaltensweisen sind mir nicht erklärlich, doch sie sollen sicher auch nicht erklärlich und logisch sein. Wir sollen sie erkennen und unseren eigenen Weg finden. Das ist wie mit dem Rocktragen. Man soll nicht nachahmen, sondern seinen eigenen Weg finden, denn so verstehe ich auch diese Überlieferungen.
Autor high4all
 - 20.05.2015 09:10
Ein Beispiel für echtes Mit-Leiden steht hier (Hiob 2,11-13):

11Als aber die drei Freunde Hiobs all das Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeder aus seinem Ort: Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama. Denn sie waren eins geworden hinzugehen, um ihn zu beklagen und zu trösten.

12Und als sie ihre Augen aufhoben von ferne, erkannten sie ihn nicht und erhoben ihre Stimme und weinten, und ein jeder zerriss sein Kleid und sie warfen Staub gen Himmel auf ihr Haupt

13und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.

Erst nach einer Woche fangen die Freunde an zu reden. Nicht unbedingt einfühlsam und gelungen, aber das ist eine andere Geschichte.

Autor Dr.Heizer
 - 20.05.2015 08:11
Zitat von: high4all am 20.05.2015 07:16
Zitat von: MAS am 19.05.2015 23:17
Zitat von: Dr.Heizer am 19.05.2015 08:06
Mitleid bekommt man geschenkt, doch wer will schon mit leiden? Es hilft niemandem, mit zu leiden.

Lieber Marcel,

das Wort "Mitleid" wird oft so negativ bewertet. Aber sind nicht Mitleid und Mitfreude, also Mitgefühl oder Empathie hohe Tugenden?

LG, Michael
Wenn es ein echtes Mit-Leiden ist, in dem sich der Mitleidende mit dem Leidenden auf eine Stufe und unter das Leid stellt, es also mitträgt (so gut das möglich ist), dann ist es sehr wertvoll und zeugt von Herzensbildung des Mitleidenden.

Es gibt jedoch auch dieses Mitleid "von oben", in dem wir auf die Leidenden herabsehen und nicht wirklich das Leid mittragen. Das ist nichts als Heuchelei und für den Leidenden schwer zu ertragen.

Und genau diese 2. Variante, die high4all damit konkretisierte, meinet ich. Mitleid bekommt man geschenkt. Als Ding, welches von oben herabgeworfen wird auf andere. Es hilft nicht, doch begegnet Menschen oft im Alltag. Damit ist ihnen eben nicht geholfen.
Wenn Mitleid bedeutet, es genießt jemand, andere leiden zu sehen und somit seine höhere Stellung auszunutzen, ist es zu verurteilen.

Variante eins, die auch Last nimmt und Hilfe bietet, ist eher weniger verbreitet. Es hilft nicht wirklich, mit zu leiden, sondern auch Lösungen für das Leid zu bieten, Leid zu mildern, Hoffnung zu machen und Wege aus der leidigen Situation aufzuzeigen.

Wenn Mitleid also auch Vertständnis für die Situation eines Menschen und ein Hilfsangebot bedeutet, sollten wir dieses Mitleid haben.
Autor high4all
 - 20.05.2015 07:16
Zitat von: MAS am 19.05.2015 23:17
Zitat von: Dr.Heizer am 19.05.2015 08:06
Mitleid bekommt man geschenkt, doch wer will schon mit leiden? Es hilft niemandem, mit zu leiden.

Lieber Marcel,

das Wort "Mitleid" wird oft so negativ bewertet. Aber sind nicht Mitleid und Mitfreude, also Mitgefühl oder Empathie hohe Tugenden?

LG, Michael
Wenn es ein echtes Mit-Leiden ist, in dem sich der Mitleidende mit dem Leidenden auf eine Stufe und unter das Leid stellt, es also mitträgt (so gut das möglich ist), dann ist es sehr wertvoll und zeugt von Herzensbildung des Mitleidenden.

Es gibt jedoch auch dieses Mitleid "von oben", in dem wir auf die Leidenden herabsehen und nicht wirklich das Leid mittragen. Das ist nichts als Heuchelei und für den Leidenden schwer zu ertragen.
Autor MAS
 - 19.05.2015 23:17
Zitat von: Dr.Heizer am 19.05.2015 08:06
Mitleid bekommt man geschenkt, doch wer will schon mit leiden? Es hilft niemandem, mit zu leiden.

Lieber Marcel,

das Wort "Mitleid" wird oft so negativ bewertet. Aber sind nicht Mitleid und Mitfreude, also Mitgefühl oder Empathie hohe Tugenden?

LG, Michael
Autor GregorM
 - 19.05.2015 22:46
Zitat von: MAS am 19.05.2015 21:36
Zitat von: GregorM am 19.05.2015 21:16
Ich werde meinen Golf-Rock tragen

Im Golf-Rock Volvo fahren!  ;D


Aber nein - im Golf-Rock Passat fahren. ;D

Gruß
Gregor
Autor GregorM
 - 19.05.2015 22:41
Zitat von: Asterix am 19.05.2015 21:43
Auch früher, als ich mich sehr für Autos interessierte, stand Volvo nie für Sicherheit oder Langlebigkeit. Insofern find ich die Assoziation interessant...

Aber doch. Für die, die wir alt genug sind.

Ich habe einen alten, sehr guten Freund von der Schule. Ich kenne ihn seit 64 Jahren, und meine Frau und ich besuchten im vergangenen Wochenende ihn und seine Frau, die wir übrigens beide seit den Gymnasiumjahren kennen.
Er hat sich vor kurzem einen Volvo S80 gekauft - der Sicherheit wegen.

Früher hat er alle möglichen anderen Wagen gefahren. Nun aber zählt die Sicherheit. Ein wirklich schönes Auto, das bei uns über 100.000 Euro kostet.

Ich fühle, dass ich dafür noch nicht alt genug bin. ;)

Gruß
Gregor
Autor androgyn
 - 19.05.2015 22:40
Zitat von: Asterix am 19.05.2015 21:43
Wenn du dich sehr für Autos interessierst, ja. Wenn Dr. Heizer es nicht vorher erwähnt hätte, dass er ein Automobil der Marke Volvo fährt, wäre ich ehrlich gesagt, nicht draufgekommen. Auch früher, als ich mich sehr für Autos interessierte, stand Volvo nie für Sicherheit oder Langlebigkeit. Insofern find ich die Assoziation interessant...
Für Autos interessiere ich mich kaum. Ich habe die letzten Beiträge vorher nicht durchgelesen, da ich auf den vorherigen Seiten anfing. Volvo, wie alle schwedischen Autos standen schon immer für Langlebigkeit und Robustheit.
Autor Asterix
 - 19.05.2015 21:43
Zitat von: rock aktiv am 19.05.2015 21:02
Zitat von: Dr.Heizer am 19.05.2015 16:47
Ich darf hier keine Werbung machen für eine Marke, welche die Kernwerte Sicherheit und Langlebigkeit wie kaum eine andere geprägt hat
Volvo. Ist doch nicht schwer zu eraten.

Wenn du dich sehr für Autos interessierst, ja. Wenn Dr. Heizer es nicht vorher erwähnt hätte, dass er ein Automobil der Marke Volvo fährt, wäre ich ehrlich gesagt, nicht draufgekommen. Auch früher, als ich mich sehr für Autos interessierte, stand Volvo nie für Sicherheit oder Langlebigkeit. Insofern find ich die Assoziation interessant...
Autor MAS
 - 19.05.2015 21:36
Zitat von: GregorM am 19.05.2015 21:16
Ich werde meinen Golf-Rock tragen

Im Golf-Rock Volvo fahren!  ;D

Und im V 70-Rock VW! ;D ;D ;D

LG, Michael