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Zusammenfassung

Autor BerlinerKerl
 - 10.04.2014 07:22
Zitat von: rock aktiv am 09.04.2014 21:51
Nicht so spitzfindig.  :) Unser Berliner Kerl hat auch öfters ein Problem mit ein und einen.

Hat hier jemand ein/einen Problem?
Autor MAS
 - 09.04.2014 23:35
Lieber Asterix,

es heißt ja auch "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". Auch ohne die beiden genannten Herren persönlich gekannt zu haben, meine ich zu wissen, dass sie sehr wohl auch sich selbst liebten, dass sie es aber fertig brachten, andere genau so zu lieben. Das wäre wohl das, was John Hick den Wechsel von der Selbtzentrierheit zur Wirklichkeitszentriertheit nannte.

Die eigenen Bedürfnisse nach Prioritäten ordnen, das Bedürfnis nach z.B. Reichtum, Bequemlichkeit, Macht hintanstellen und das Bedürfnis, anderen bei ihren Problemen zu helfen, das kann man beiden bestimmt unterstellen.

Ich meine aber nicht, dass ihre Selbstlosigkeit schlimmer ist als eine offene überzogene Ichbezogenheit, wie Du es nennst. Wieso sollte es schlimmer sein?

Es gibt Menschen, die spielen Selbstlosigkeit, wollen aber andauernd dafür gelobt werden und über damit auch Druck auf andere aus. Das wäre auch meiner Ansicht nach schlimmer als die offene Ichbezogenheit, da es eine ichbezogenheit getarnt als Selbstlosigkeit wäre.

Allerdings sind wir jetzt mal wieder vom anfänglichen Thema dieses Threads abgekommen. ;-)

LG, Michael
Autor Asterix
 - 09.04.2014 23:22
Hallo MAS,

ich kannte weder Albert Schweitzer, noch Don Bosco, obwohl ich sein Zitat sehr mag und dies als Signatur verwende. Das heißt, ich habe nicht mit ihnen gelebt, kenne sie nur vom Hörensagen respektive aus Zweitquellen. Daher ist für mich eine genaue Beurteilung der Lage schwierig.

Ich glaube aber nicht, dass, obwohl ihr Handeln selbstlos erschien und manchmal sich selbstaufopfernd erschien, dass sie nicht selbstlos gehandelt haben, da sie bestimmt nicht ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigt oder verdrängt haben.  

Anders gesagt: Nur wer mit sich selbst im Reinen und gut zu sich selbst ist, kann auch gut zu andern sein. Liebe zu andern funktioniert ohne Selbstliebe nicht, letztere ist Voraussetzung für erstere.

LG, Asterix
Autor MAS
 - 09.04.2014 23:09
Asterix schrieb:
ZitatKlar. Selbstlosigkeit ist meines Erachtens eine Art versteckter Egoismus, der schlimmer ist als die offene übersteigerte Ichbezogenheit.

Wäre das dann Selbstlosigkeit oder nicht eher Selbstbetrug?

Und würdest Du diesen Selbstbetrug Menschen wie Albert Schweitzer oder Giovanni Bosco unterstellen wollen?

LG, Michael
Autor Asterix
 - 09.04.2014 22:34
Zitat von: MAS am 09.04.2014 21:32
Rock aktiv schrieb:
ZitatIch meinte keine Nächstenliebe. Eher, everybodys darling

Ja, verstehe schon. Aber gerade weil das Wort "Liebe" so vieldeutig ist und von sexueller Gier bis zur selbstlosen Aufopferung reicht, ist es immer wichtig, dass man da Missverständnissen vorbeugt.

Klar. Selbstlosigkeit ist meines Erachtens eine Art versteckter Egoismus, der schlimmer ist als die offene übersteigerte Ichbezogenheit.

Gruß
Autor androgyn
 - 09.04.2014 21:51
Nicht so spitzfindig.  :) Unser Berliner Kerl hat auch öfters ein Problem mit ein und einen.
Autor MAS
 - 09.04.2014 21:32
Rock aktiv schrieb:
ZitatIch meinte keine Nächstenliebe. Eher, everybodys darling

Ja, verstehe schon. Aber gerade weil das Wort "Liebe" so vieldeutig ist und von sexueller Gier bis zur selbstlosen Aufopferung reicht, ist es immer wichtig, dass man da Missverständnissen vorbeugt.

LG, Michael
Autor androgyn
 - 09.04.2014 21:24
Ich meinte keine Nächstenliebe. Eher, everybodys darling
Autor MAS
 - 09.04.2014 21:18
Zitat von Tine:
Zitat
Richtig gut kann und wird eine Partnerschaft nur dann funktionieren, wenn keineR Ansprüche stellt, sich aber beide auch an dem orientieren, wie sich der Partner/die Partnerin fühlt und was er/sie sich wünscht.
Wenn die Grundhaltung beider ein "schenken wollen" und kein "bekommen müssen" ist, dürften sich viele Wünsche erfüllen, ohne, dass man etwas einklagen, sich gegenseitig etwas vorrechnen oder anderweitig zum "eigenen Recht" mogeln muss.

Ja, Tine, so sehe ich das auch, zumindest idealerweise.

LG, Michael
Autor MAS
 - 09.04.2014 21:16
Zitat von Rock aktiv:
ZitatIn Wahrheit sind die Deppen, die, sich in eine Norm zwängen lassen und für andere leben.

Da muss man aufpassen, das nicht falsch zu verstehen. Bei "für andere zu leben" denke ich an Menschen wie Albert Schweitzer und Mutter Theresa, und die waren bestimmt keine Deppen. Hier geht es doch ehr um die Menschen, die sich immer wieder den Erwartungen anderer anpassen und sich dadurch bei ihne lieb Kind zu machen. Das machen sie aber nicht ihnen zu Liebe, sondern sich selbst zu Liebe. Sie leben also nicht für andere, sonder nur für sich selbst.

LG, Michael
Autor Tine
 - 09.04.2014 21:16
Zitat von: Jo 7353 am 08.04.2014 22:52
Zudem kommt, daß Frauen Liebe als ein Geben und Nehmen ansehen, also sie als ein Handelsgeschäft betreiben. Eine wichtige Gegenleistung für ihren Statusgewinn ist die Teilhabe des Mannes an ihrer Schönheit.

Hallo Jo,

vieles was Du schreibst, ist auch für mich nachvollziehbar.
Nur die Aussage, dass Frauen Liebe als ein Geben und Nehmen ansehen, mag ich so nicht stehen lassen.
Sie ist nicht falsch, ist aber nur eine Hälfte des Handels, denn auf der Männerseite sieht es nicht viel besser aus.

Richtig gut kann und wird eine Partnerschaft nur dann funktionieren, wenn keineR Ansprüche stellt, sich aber beide auch an dem orientieren, wie sich der Partner/die Partnerin fühlt und was er/sie sich wünscht.
Wenn die Grundhaltung beider ein "schenken wollen" und kein "bekommen müssen" ist, dürften sich viele Wünsche erfüllen, ohne, dass man etwas einklagen, sich gegenseitig etwas vorrechnen oder anderweitig zum "eigenen Recht" mogeln muss.

Viele Grüße
Tine
Autor androgyn
 - 09.04.2014 20:50
Zitat von: hirti am 09.04.2014 08:27
[..]Zweiterer ist auch schön, hochwertig, geräumig genug, sogar flotter weil leichter, ABER er rückt den Status des Mannes nicht ins rechte Licht.
Ein Auto ist in meiner Generation gar kein Statussymbol mehr. genauso wie die Hose es damals war.
Autos nehmen Unmengen an Raum in Städten ein und machen diese unattraktiv und lebensfeindlich...finde ich.  Pass auf, schau links, rechts.

Zitat von: hirti am 09.04.2014 08:27
Wie viel mehr Angst muss dann davor sein dass der Mann im Schulmädchenröckchen und den rosa Schleifchenpumps sich zum Deppen macht den keiner Ernst nimmt.
Die Angst geht soweit, dass man sich schon von einer minimalen Abweichung zum Deppen machen könnte. In Wahrheit sind die Deppen, die, sich in eine Norm zwängen lassen und für andere leben.

Zitat von: hirti am 09.04.2014 08:27
Diese Vorstellung reicht dann eben für viele aus, die Idee eines coolen Mannes mit strammen Wadeln lässigen Sneakers und einem toll geschnittenen Jeansrock gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Man muss nur selber die Vorstellung haben und es anziehen. Wenn es derbe Schleifenpumps sind, sehen die mal gar nicht so schlecht zu einem schlanken Typen im kurzen Männerrock aus. Ich hab es mit Keilabsätzen probiert. Beide korrelieren so, dass die Grenzen sich aufheben. Wenn es ein Damenrock (auch unisex) ist, kann das eher kippen. Egal wie, man muss trotzdem dazu stehen. Sonst wird's Brühe.
Autor MAS
 - 09.04.2014 18:54
Hallo zusammen,

ich habe mir jetzt endlich auch mal das Filmchen angesehen. Nun, so schrecklich fand ich ihn gar nicht. Zwar waren die Kommentare aus dem Off albern, aber was gezeigt wurde, war einfach durchwachsen: Ben und der Händler und sogar der eine korpulente Herr am Strand äußerten sihc sehr positiv, die Passantinnen auf der Straße ähnlich durchwachsen wie die, die in Siegburg beim Filmdreh oder vom Zeitungsreporter befragt wurden, und die anderen Männer am Strand machten zwar eine Gaudi darauf, aber äußerten sich nicht negativ.

LG, Michael
Autor Lars
 - 09.04.2014 13:01
Zitat von: DesigualHarry am 09.04.2014 11:40
Wahre Persönlichkeit kann man nicht aus dem Massendenken heraus erreichen...

Welch ein schöner Satz!

Grüße,
Lars
Autor DesigualHarry
 - 09.04.2014 11:40
Hallo!

Diese Männer nehmen das doch nicht ernst. Das ist für die soetwas wie Karneval. Wenn man als Mann im Rock andere Leute überzeugen möchte, dann kann man das aus meiner heutigen Sicht nur schaffen wenn man zu dem was man tut zu 100 Prozent steht. Asterix hat es ganz einfach erklärt: Die Angst ist der größte Feind...

Aber Angst kann ich nur haben wenn mir das was andere sagen wichtiger ist... Wenn ich wirklich zu mir stehe ist es mir vollkommen egal was andere sagen. Und genau an diesem Punkt entscheidet es sich ob jemand zur Persönlichkeit wird, und sich dann alles erlauben kann, oder ob man einfach im groß der Masse untergeht. Wenn man den Leuten zeigt man zieht das jetzt durch, man ist jederzeit Herr über das Geschehen... aber auf der anderen Seite jederzeit dazu bereit anderen zur Seite zu stehen, dann ist es Vollkomen egal welchen Sozialen Status man hat,welcher SUV vor der Villa steht, oder wieviel Geld man auf seinem Konto hat. Dann bekommt man auch die Ausstrahlung und das Charisma das dann das andere Geschlecht aufmerksam werden läßt...

Wahre Persönlichkeit kann man nicht aus dem Massendenken heraus erreichen... :)