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Zitat von: Tine am 27.12.2014 20:09Zitat von: MAS am 27.12.2014 18:21Naja, nach außen hin vielleicht... und es gibt auch etliche Kulturen - aus unserer Sich oft auch als unterentwickelt bezeichnet- die weniger Androzentrismus veranstalten als wir hier.
Na ja, bei der Überwindung des Maskulinismus oder Androzentrismus sind wir Europäer eigentlich schon weiter als viele Männer in anderen Kulturen.ZitatWarum? Für Leute, die unsere Menschenrechte als eurozentrisch bezeichnen, sind sie das ja vermutlich auch. Nenne mir einen Grund, warum jemand sie als allgemeingültig ansehen sollte, der für sich andere Werte vertritt?
Eurozentrismus kann sich vielmehr sogar darin äußern, dass wir unsere Emanzipationsstandards zu internationalen Standards erklären. Manche meinen sogar, das Postulat weltweit gültiger Menschenrechte sei eurozentrisch. Ich finde, da sollten wir dann aber differenzieren.
Viele Grüße
Tine

Zitat von: MAS am 27.12.2014 18:21Naja, nach außen hin vielleicht... und es gibt auch etliche Kulturen - aus unserer Sich oft auch als unterentwickelt bezeichnet- die weniger Androzentrismus veranstalten als wir hier.
Na ja, bei der Überwindung des Maskulinismus oder Androzentrismus sind wir Europäer eigentlich schon weiter als viele Männer in anderen Kulturen.
ZitatWarum? Für Leute, die unsere Menschenrechte als eurozentrisch bezeichnen, sind sie das ja vermutlich auch. Nenne mir einen Grund, warum jemand sie als allgemeingültig ansehen sollte, der für sich andere Werte vertritt?
Eurozentrismus kann sich vielmehr sogar darin äußern, dass wir unsere Emanzipationsstandards zu internationalen Standards erklären. Manche meinen sogar, das Postulat weltweit gültiger Menschenrechte sei eurozentrisch. Ich finde, da sollten wir dann aber differenzieren.

Zitat von: high4all am 27.12.2014 17:47Um mal beim Thema zu bleiben. Würde aus dieser Überwindung hervorkommen, dass Männerkleidung "femininer" oder modebewusster und individueller wird?Zitat von: MAS am 27.12.2014 17:26Ich fürchte, eher friert die Hölle zu.
... ändert ja nichts daran, dass wir, also wir Europäer unseren Eurozentrismus überwinden müssen, wenn er denn überwunden werden soll.
LG, Michael
Zitat von: MAS am 27.12.2014 17:26Ich fürchte, eher friert die Hölle zu.
... ändert ja nichts daran, dass wir, also wir Europäer unseren Eurozentrismus überwinden müssen, wenn er denn überwunden werden soll.
LG, Michael
Zitat von: MAS am 27.12.2014 17:26Soll er denn überwunden werden? Ich befürchte nicht. Für das Gro der Männer gibt es nichts schlimmeres als ihr maskulines eurozentrisches Weltbild zu verlieren. Siehe Binnen-I. Männerbekleidung ist immer noch stark mit Seriösität und Durchsetzungskraft und Stärke verbunden. Auch dass viele Männer, Politiker und Anzugsträger nicht mehr als seriös ansehen sollten, bleibt Männerbekleidung dennoch die bürgerliche Kleidung mit Brüderlichkeit, Erhlichkeit, Bodensbeständigkeit und Ehrlichkeit verbunden. Alles was bunt exzentrisch ist, wird als weibhaft, Aufmerkamkeit erregend, sich wichtig machen - ohne eigene Leistung, verunglimpft. Ob diese nur so abwertig reagieren, weil sie es ich nicht selber trauen, können, dürfen?
ändert ja nichts daran, dass wir, also wir Europäer unseren Eurozentrismus überwinden müssen, wenn er denn überwunden werden soll.
Zitatwarum wir?fragt Rock aktiv.
Zitat von: high4all am 27.12.2014 16:55Und die Damenmode im generellen, die sich an ständig an Aristokkratie neu erfindet. Ja natürlich sollte Nietzsche unrecht behalten. Die Tracht it nicht verschwunden und die wenigsten Frauen haben ihre modische Freiheiten aufgegeben.
Wenn ich den Maßstab von Nietzsche anlege, dürfte es auch keine Kilts mehr geben, ausser im Museum.
Zitat von: high4all am 27.12.2014 16:55Unsere Kultur bzw. Kleidunsstil ist dem englischen Puratismus entlehnt. Wenn, dann muss sich von dort an gelöst werden. Dann spielt Amerika noch eine entscheidende Rolle mit ihrer white und blue coleur. Der europäische Kleidunsstil von Damals, war zum Beispiel dem orientalischen entlehnt und inspiriert. Demnach könnte man glauben, dass wir keine eigene Kleidungskultur gepflegt haben oder unterworfen waren. Alles wurde von anderen Ländern und Kulturen übernommen. (Ein Kollege behauptet sogar, dass die bayrische Lederhose von den Römerröcken abstammt. Stimmt zwar nicht, macht ihn aber sympathisch, da er Röcke nicht mit einer weilbichen Bastion in Verbidung setzt. Und ihm verzeihe ich auch, wenn er mal einen Scherz daüber macht. Weil er es auch sehr selten macht.)
Warum nicht wir? Gibt genug Leute, die denken, dass am
deutschen Wesen die Welt genesen soll.
Zitat von: high4all am 27.12.2014 16:55fragst du andere, sagen sie die mit Sicherheit; "Wir haben doch eine eigene Bekleidungskultur, Hosen für Männer und Röcke und Hosen für Frauen." Viele nehmen es als Gegeben hin, dass wir Hosen tragen, da wir nicht in wärmeren Breitengarden leben, wo Röcke für Männer Sinn ergeben würden. Aber auch nur, weil sie denken, man friert unten schnell. Manchmal könnte man glauben, die meisten Männer wissen über ihr eigenes Geschlecht gar nicht bescheid, aber mitreden wollen, was bei Frauen in der Schwangerschaft zu beachten gilt..naja
Ich finde es gut, dass sich andere Länder nicht dem westlichen Kleidungsstandard angepasst haben und ihre eigene Modekultur pflegen. Es würde den Europäern gut zu Gesicht stehen, sich darauf wenigstens ein Stück weit einzulassen.
Zitat von: rock aktiv am 27.12.2014 16:48Warum nicht wir? Gibt genug Leute, die denken, dass am
warum wir? Dann muss man beim englischen Puratismus anfangen. Der westliche/europäische Kleidungstil ist für viele eine gesellschaftliche Aufwärtung, verglichen damit, wenn sich Frauen an dem männlichen Kliesungstil orientieren aber für sich weibliche Elemente beanspruchen und besetzen. Bereits Nietzsche war der festen Überzeugung, dass die bayrische Tracht nur von Hinterwäldlern getragen würde und in Zeiten der Moderne und Industrialisierung nichts mehr verloren hätte.
Zitat von: MAS am 27.12.2014 16:22warum wir? Dann muss man beim englischen Puratismus anfangen. Der westliche/europäische Kleidungstil ist für viele eine gesellschaftliche Aufwärtung, verglichen damit, wenn sich Frauen an dem männlichen Kliesungstil orientieren aber für sich weibliche Elemente beanspruchen und besetzen. Bereits Nietzsche war der festen Überzeugung, dass die bayrische Tracht nur von Hinterwäldlern getragen würde und in Zeiten der Moderne und Industrialisierung nichts mehr verloren hätte.
Wenn wir unseren Eurozentrismus und die Nachfolgen unseres Kolonialismus überwinden wollen, müssen wir aufhören, unsere eigenen Sitten als internationalen Standard zu behaupten und einen myanmarischen Politiker im Anzug als normal, einen deutschen im Sarong aber als verkleidet anzusehen. Beides kann normal sein.
Zitat von: MAS am 27.12.2014 16:22Da mutest Du dem deutschen Michel ganz schön was zu. Der behält gern seine Gartenzwergidylle und das Jammern, Motzen und Nöhlen auf hohem Niveau. Dann müssen Politiker gefälligst "unnahbar" sein, damit man so richtig über "die da oben" maulen kann. Jedenfalls solange man nicht selbst dazu gehört. Also dürfen Merkel & Co. auf keinen Fall zu normal erscheinen, denn dann merkt Otto Normalverbraucher, dass die gar nicht so anders sind als er selbst.
Wenn wir unseren Eurozentrismus und die Nachfolgen unseres Kolonialismus überwinden wollen, müssen wir aufhören, unsere eigenen Sitten als internationalen Standard zu behaupten und einen myanmarischen Politiker im Anzug als normal, einen deutschen im Sarong aber als verkleidet anzusehen. Beides kann normal sein.
LG, Michael
Zitat von: hannes-w am 27.12.2014 11:45
Ich denke man muss zwischen landestypischem und so einer internationalen Konvention unterscheiden.
Bei uns war Tracht immer mehr in ländlichen Gegenden vertreten (Bayern als Ausnahme) und mit Beginn der Globalisierung war das irgendwann nicht mehr Mode auf den internationalen Parkett. Asien hat da andere Traditionen und Araber auch.
Anzug ist sicher nicht was Tine meint. Frau Putin im Dirndl oder ein Scheich mit Lederhose, dass wäre tasächlich etwas seltsam. Und so etwas ähnliches kann in Asien wohl auch Empfindlichkeiten stören. Also lieber lassen.
Zumal es Details geben kann, die dann negativ auffallen ohne es zu wissen.
Zitat von: MAS am 26.12.2014 21:06Zitat von: Tine am 26.12.2014 20:30
Ich käme mir mehr veräppelt als hofiert vor, wenn z.B. ein asiatischer Präsident bei uns in einer deutschen Tracht bei uns herumspringt.
Viele Grüße
Tine
Liebe Tine,
aber das tun doch die meisten Politiker der Wetl, europäische Tracht tragen: Hose, Hemd, Schlips, Jacket und Halbschuhe. Nur die Araber tragen auch im Ausland oft ihre eigene Tracht.
LG, Michael
Zitat von: Tine am 26.12.2014 20:30
Ich käme mir mehr veräppelt als hofiert vor, wenn z.B. ein asiatischer Präsident bei uns in einer deutschen Tracht bei uns herumspringt.
Viele Grüße
Tine
Zitat von: rock aktiv am 25.12.2014 12:10Zitat von: high4all am 25.12.2014 08:26Da kannst du mals ehen wei unsere Pfeifen von Männenr heucheln. Von denen an uns Arbeitnehmer, heißt s oft, wir sollen den Dresscode befolgn und entsprechend ḱleiden. Und was macht der Heini? Der geht im schwarzen Anzug, als sei er der Mittelpunkt der Welt und kleidet sich auch nicht dem entsprechenden Anlass.
Der Bundespräsident war im Sommer in Myanmar und trug natürlich eine Anzug samt Halbschuhen. Das Staatsoberhaupt Myanmars trug den landesüblichen weiten Rock und eine Art Flipflops. Viel besser für das dortige Klima geeignet. Ein interessantes Bild vom Aufeinandetreffen zweier Modewelten!