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Zitat von: DesigualHarry am 10.01.2015 09:18
Hallo!
Eigentlich komisch... Von Seiten der Tradition her müsste doch eigentlich schon jeder Schotte einen Kilt von einem Kiltmaker vor Ort besitzen, und sich nicht einen billigen vom Discounter zulegen...
Zitat von: rock aktiv am 10.01.2015 01:41
Es geht um Absätze. Lidl müsste mehrere hundert oder tausende Stück abnehmen. Und ob sich dann soviel Käufer finden ist zu risikoreich. ds Risiko dass in Schottland die Kilts ladenhüter bleiben ist eher unwahrscheinlich.
Zudem spielt die Tradition noch eine Rolle, dass Lidl erst gar nicht auf die Idee käme. Ob sich bayrische Lederhosen auch in Schottland verkaufen ließen?
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 19:51Du wirst lachen...Die alte Bauweise war genauso und trotzdem wurde außen immer abgsschlossen und man musste warten bis diejenige fertig war. Die neue Bauweise ist unten offen.
Leichter wäre es, wenn die Kabinen durch auch baulich abgetrennt wären. Ich muss sagen, ich mag so Kabinen, die unten offen sind, auch nicht. Am liebsten hab ich das Klo für mich alleine - da ist es egal, ob Männer oder Frauen da reinkommen, wenn ich beim Geschäft bin. Also am besten sind kleine Toiletten, die mit Mauerwerk abgetrennt sind, und am besten ist da gleich ein Waschbecken drin...So sähe die moderne Variante von öffentlichen Toiletten aus. Würde wohl auch Platz sparen.
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 19:51Schon. Dazu kommt aber, dass bei uns die meisten Kollegen das Stehpinkeln mit ihrer Männlichkeit verbinden und der Klorand immer bespritzt war. Davor hatten wir kein Pissoirs. Also gut für mich ud die Beweggründe, der Kolleginnen kann man nachvollziehen. Komischerweise falle ich durch mein rocktragen als Stehpinkler raus. *schulterzuck*
Und Pissoirs würden dann auch überflüssig...Die alten Varianten laden zu Klischeedenken geradezu ein...
Zitat von: rock aktiv am 11.01.2015 19:24
Wie willst du diejnigen erreichen? Die Ursachen sind aus einem unausgesprochenen gegenseitigen Einvernehmnis entstanden. Vielen ist das gar nicht bewusst.
Zitat von: rock aktiv am 11.01.2015 19:00
Du kannst es auch vereinfachen. Männer machen sich nicht zum Objekt sondern projezieren das in ihr Auto, Haus, Vermögen oder in die Ehefrau.
Wenn Männer den ersten Schritt zu ihrer Körperlichkeit und Inszenierung machen, dann ist es eine Vergegenständlichung. ja. Passiv sind sie nicht. Sie werden aktiv, werben, prunken, balzen. Unterorden tun sie sich derzeit, in dem sie heute in ihrer Kleidungswahl eingeschränkter sind und die Frau zum Objekt machen.
Zitatbei uns in der Firma haben wir ein Klo mit drei Kabinen. 2 Klos und ein Pinkelbecken.
Auf den Hinweis da man die Kabinen ja zuschließen kann und somit mehrere aufs Klo könntenkam, prompt der Einwand der Frauen "Wir wollen unser lo für uns alleine und ich will nicht dass noch jemand neben sein Geschäft macht." Somit wird die Haupttüre abschlossen, wobei 2 Kabinen nicht belegt werden. An den Kabinen selber sind ebenso Frau=Rock, Mann=Hose angebracht. Auf der Hauptüre steht zwar WC aber auch mit den 2 Symbolen damit Fremde wissen dass es sich um eine gemischte Toilette handelt. So wurde mir das gesagt. Ich kann's nicht nachvollziehen. Aber daran sieht man stark, wir verkompliziert die meisten nach ihrem Alltagsdenken denken und handeln.
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 19:05Wie willst du diejnigen erreichen? Die Ursachen sind aus einem unausgesprochenen gegenseitigen Einvernehmnis entstanden. Vielen ist das gar nicht bewusst.
Die Ursache trägt aber jeder selber in sich!!! Und man muss sich darüber einmal klar werden!!! Lediglich die Angst verhindert dies!!!
Zitat von: rock aktiv am 11.01.2015 18:44
Dazu müssen zuerst die Ursachen, die ein unkreatives kleiden der Männer verursacht beseitigt werden. Und dazu gehört leider nicht (nur), dass man farbige Hemden und Sakkos trägt.
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 18:28Du kannst es auch vereinfachen. Männer machen sich nicht zum Objekt sondern projezieren das in ihr Auto, Haus, Vermögen oder in die Ehefrau.
Was den sog. Herrenausstatter angeht, da hab ich allerdings wirklich den Eindruck, dass der Mann als Gegenstand gesehen wird, den man einkleiden muss, der keine Wünsche haben darf - während Frau in der "Damenboutique" sich nach ihren Wünschen austoben kann, abgesehen davon, dass das Sortiment des "Herrenausstatters" sich auch in der "Damenboutique" nahezu vollständig, und leicht verändert befindet. Also Frau kann sich eigentlich vollständig nach ihren Wünschen austoben. Aber ist "Den-ersten-Schritt-machen-müssen" auch nicht eine Art Vergegenständlichung? Bedeutet das nicht auch, passiv sein, sich unterordnen?
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 18:28bei uns in der Firma haben wir ein Klo mit drei Kabinen. 2 Klos und ein Pinkelbecken.
Was Toiletten angeht, frag ich mich wirklich, wozu das nutze ist...und die Symbolik finde ich total daneben. Trennt ihr zu Hause auch die Toiletten auf? Wenn dann, sollte man Kabinen schaffen, die geschlossen sind, wo der Toilettengänger wirklich ungestört ist. Ganz unabhängig davon, was man zwischen den Beinen hat, und was man anhat.
Ich weiß ehrlich gesagt oft nicht, wo ich hingehen soll, wenn nicht M/H oder F/D draufsteht, sondern nur ein Symbol...
Gruß, Asterix
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 18:36Weil ich in verschiedenen Ketten und modehäuser nachgefragt habe.
Warum sollst Du das wissen, wenn Du nicht gefragt hast?
Zitat von: Asterix am 11.01.2015 18:36Dazu müssen zuerst die Ursachen, die ein unkreatives kleiden der Männer verursacht beseitigt werden. Und dazu gehört leider nicht (nur), dass man farbige Hemden und Sakkos trägt.
aber ohne Nachfrage wird natürlich sowieso nix passieren. Und solange Männer sich mehrheitlich so unkreativ kleiden, wird auch nichts Nennenswertes passieren...
Gruß, Asterix
Zitat von: rock aktiv am 11.01.2015 17:35
Es geht nun mal sehr viel über Sprache. Warum heißt es denn Herrenaustatter und nicht Herrenboutigue?
Warum gibt es es keine Damenaustatter*innen und warum wird in der Damenmode von Mode gesprochen? Das unterliegt alles dem historischen Wandel und in erster Linie unserer Sprache.
ZitatWarum sollst Du das wissen, wenn Du nicht gefragt hast? Das ist kein Automatismus! Insofern gebe ich Dr. Heizer Recht, auch wenn sich die Kreativität bei der Kleidung für die Zielgruppe "Mann" wohl nicht auf Röcke oder Kleider ausdehnt - da gebe ich rock aktiv wieder ein Stück weit Recht...mal sehen, was kommt. Aber ohne Nachfrage wird natürlich sowieso nix passieren. Und solange Männer sich mehrheitlich so unkreativ kleiden, wird auch nichts Nennenswertes passieren...
Versuch's ruhig. Ich kann dir aber sagen, was für Antworten kommen.
Zitat von: rock aktiv am 11.01.2015 16:21
Darin liegt der Kern. Männer werden versachlicht und subjektiviert, wollen nicht als Objekt gesehen werden - Daher rührt auch die Angst "mit dem Arsch an der Wand entlang gehen" wenn von Schwulen die Rede ist. Aber dass sie als Mann bei einer Frau meist den ersten Schritt machen müssen, ist vielen auch nicht recht. Dann wollen sie wieder objektiviert sein. - Herrenschneider sind in der Tat nicht wirklich kreativ und modisch veranlagt. Ein Wechsel zum Bestatter kann überfließend sein
ZitatDas ist schon amüsant wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn wir das Alltagsdenken und Stereotypsierung ablegen. Geht es euch genauso? Mir geht es bei Toiletten so. Wir haben auf Arbeit für die Trennung der Kabinen, typographische Symbole Frau = Rock und Mann = Hose an den Türen. Wenn ich darüber nachdenke ist es wirklich verwirrend und unsinnig bis bescheuert, wenn nicht gar diskriminierend. Typographische Gendersymbole wüden der Einfachheit eindeutig sein.
Zitat von: Dr.Heizer am 11.01.2015 18:09Verarschen kann ich mich auch selber.
Es würde mich also stark wundern, wenn die keine Kilts oder Röcke im Programm haben, bei der Vielfalt.
Zitat von: rock aktiv am 11.01.2015 17:35Zitat von: Dr.Heizer am 11.01.2015 17:08Es geht nun mal sehr viel über Sprache. Warum heißt es denn Herrenaustatter und nicht Herrenboutigue?
Hurra! Ihr habt Euer Haßwort gefunden "Herrenausstatter". Glückwunsch an die, die es so eng sehen, dass dort keine Kreativität möglich ist.
Warum gibt es es keine Damenaustatter*innen und warum wird in der Damenmode von Mode gesprochen? Das unterliegt alles dem historischen Wandel und in erster Linie unserer Sprache.Zitat von: Dr.Heizer am 11.01.2015 17:08Versuch's ruhig. Ich kann dir aber sagen, was für Antworten kommen.
Aber hier geht es ja um Röcke und Kilts. Werde das nächste Mal fragen, welche Klits und Röcke dort zu haben sind und davon hier berichten, denn danach hatte ich bei meinem letzten Besuch im Frühjahr 2014 nicht geschaut.
.Zitat von: Dr.Heizer am 11.01.2015 17:08Es geht nun mal sehr viel über Sprache. Warum heißt es denn Herrenaustatter und nicht Herrenboutigue?
Hurra! Ihr habt Euer Haßwort gefunden "Herrenausstatter". Glückwunsch an die, die es so eng sehen, dass dort keine Kreativität möglich ist.
Zitat von: Dr.Heizer am 11.01.2015 17:08Versuch's ruhig. Ich kann dir aber sagen, was für Antworten kommen.
Aber hier geht es ja um Röcke und Kilts. Werde das nächste Mal fragen, welche Klits und Röcke dort zu haben sind und davon hier berichten, denn danach hatte ich bei meinem letzten Besuch im Frühjahr 2014 nicht geschaut.
Zitat von: Dr.Heizer am 11.01.2015 17:08Eigentlich nicht. Es wird nur das verkauft, was auch am meisten gekauft wird. Und das ist funktionales und pragmatisches, was man zu allem kombinieren und zu jeder Gelegenheit tragen kann. Der Anzug ist das Paradebeispiel, der früher als Allzweckskleidung für Arbeit und Freizeit für den Mann diente.
Ich finde es jedenfalls gut, dass man mittlerweile auch bei Discountern mal etwas bekommen kann, was sonst nicht zum üblichen Sortiment gehört. Das ist doch der Beweis, dass deren Sortimentspolitik und Werbung funktioniert, auch in D.