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Zusammenfassung

Autor MAS
 - 09.05.2015 10:24
Zitat von: MAS am 07.05.2015 17:00
Zitat von: Dr.Heizer am 07.05.2015 14:09

Da hast Du genau das getan, was ich auch tun würde: Nch landestypischer Kleidung und Gepflogenheiten erkundigen, vieleicht einen landestypischen Rock kaufen und auch tragen. Ich würde es gerne tun. Gerade denke ich an die Asiaten, die in Münschen oft in Lederhosen rumlaufen. Damit bekunden sie schließlich auch Interesse an Land und Kultur - find ich ganz toll so, denn sofern sie englisch sprechen (tun bei weitem nicht alle), ist es bisher ganz nett gewesen, sich mit ihnen zu unterhalten. Sie sind sehr freundlich und noch mehr interessiert.
So werden wir doch auch in fremden Gegenden freundlich aufgenommen (ich habe es bisher nicht anders erlebt).

Das habe ich auch mal gemacht, mit zarten 21 Jahren, 1968 in Sri Lanka. Das Foto zeigt mich in meiner Unterkunft in Mount Lavinia.

LG, Michael

Hups, ich meinte 1986, nicht 1968! hat das keiner von Euch gemerkt? Auch Du nicht, Rock aktiv, der Du sonst alles auf Fehler untersuchst und kommentierst?

LG, Michael
Autor MAS
 - 07.05.2015 17:00
Zitat von: Dr.Heizer am 07.05.2015 14:09

Da hast Du genau das getan, was ich auch tun würde: Nch landestypischer Kleidung und Gepflogenheiten erkundigen, vieleicht einen landestypischen Rock kaufen und auch tragen. Ich würde es gerne tun. Gerade denke ich an die Asiaten, die in Münschen oft in Lederhosen rumlaufen. Damit bekunden sie schließlich auch Interesse an Land und Kultur - find ich ganz toll so, denn sofern sie englisch sprechen (tun bei weitem nicht alle), ist es bisher ganz nett gewesen, sich mit ihnen zu unterhalten. Sie sind sehr freundlich und noch mehr interessiert.
So werden wir doch auch in fremden Gegenden freundlich aufgenommen (ich habe es bisher nicht anders erlebt).

Das habe ich auch mal gemacht, mit zarten 21 Jahren, 1968 in Sri Lanka. Das Foto zeigt mich in meiner Unterkunft in Mount Lavinia.

LG, Michael
Autor Dr.Heizer
 - 07.05.2015 14:09
Zitat von: cephalus am 07.05.2015 13:19
Dazu passt auch die kleine Frage die mir gestellt wurde, als ich mich auf Rarotonga in einem kleinen Geschäft für einen, dort bei Männern üblichen, Wickelrock interessierte:

Lebst Du hier?

Rock ist normal für einen Mann, aner nicht an Touristen - dass ich kein Einheimischer bin sah man mir natürlich an - also muss der Typ wohl hier leben, wenn er einen Rock will  ;D

Da hast Du genau das getan, was ich auch tun würde: Nch landestypischer Kleidung und Gepflogenheiten erkundigen, vieleicht einen landestypischen Rock kaufen und auch tragen. Ich würde es gerne tun. Gerade denke ich an die Asiaten, die in Münschen oft in Lederhosen rumlaufen. Damit bekunden sie schließlich auch Interesse an Land und Kultur - find ich ganz toll so, denn sofern sie englisch sprechen (tun bei weitem nicht alle), ist es bisher ganz nett gewesen, sich mit ihnen zu unterhalten. Sie sind sehr freundlich und noch mehr interessiert.
So werden wir doch auch in fremden Gegenden freundlich aufgenommen (ich habe es bisher nicht anders erlebt).
Autor cephalus
 - 07.05.2015 13:19
Zitat von: MAS am 07.05.2015 12:51
ZitatEs liegt also nicht am Rock, sondern an dem, was das "Publikum mit dem Vergelichsbild im Kopf" von anderen erwartet hätte.

Genau: Es ist eine Selbstrefentialität der Bilder, die die Menschen in ihren Köpfen haben.
Assimilation statt Akkomodation.
Die eigenen Bilder zu ändern ist ja ach so anstrengend und verunsichernd.

Dazu passt auch die kleine Frage die mir gestellt wurde, als ich mich auf Rarotonga in einem kleinen Geschäft für einen, dort bei Männern üblichen, Wickelrock interessierte:

Lebst Du hier?

Rock ist normal für einen Mann, aner nicht an Touristen - dass ich kein Einheimischer bin sah man mir natürlich an - also muss der Typ wohl hier leben, wenn er einen Rock will  ;D
Autor MAS
 - 07.05.2015 12:51
ZitatEs liegt also nicht am Rock, sondern an dem, was das "Publikum mit dem Vergelichsbild im Kopf" von anderen erwartet hätte.

Genau: Es ist eine Selbstrefentialität der Bilder, die die Menschen in ihren Köpfen haben.
Assimilation statt Akkomodation.
Die eigenen Bilder zu ändern ist ja ach so anstrengend und verunsichernd.

LG, Michael
Autor Dr.Heizer
 - 07.05.2015 11:29
Zitat von: BerlinerKerl am 07.05.2015 10:40
Noch etwas nachgeschoben.

Ja, viele hier bauen sich eine Traumwelt auf.
Der Mainstream wird auch weiterhin Hosen tragen und
in einer Subkultur wird der Rock akzeptiert, es sei denn
man hat Ihn in seiner Umgebung soweit etabliert, dass man
auch als Mann darin akzeptiert wird.

Bei mir ist das so. In Berlin wird man teilweise belächelt, was mir egal ist
und in meiner direkten Umgebung bin ich als Mann im Rock akzeptiert.

Traumwelt ist bei manchen auch eine "Alptraumwelt", naja, es soll ja auch Menschen geben, die sich vor den Schlafengehen noch gern 2-3 Horrorfilme ansehen...

Sicher werden auch in 100 Jahren noch die Mehrheit der Männer und Frauen bei uns Hosen tagen. Das stört mich auch nicht.

In Berlin wird so vieles belächelt, wie in anderen Städten und Dörfern auch. Ich belächle auch mal ein Outfit, das ich nicht mag, doch dafür ändert sich für den Menschen, der es trägt nichts. Es fleißt vieleicht in mein Kabarettprogram  ein...

Ich lass die anderen doch auch gucken und lächeln, dann rennen sie mich kleinen Mann wenigstens nicht um, wenn ich ihnen auffalle im Getümmel! Braucht also nichts negatives zu sein, be- oder auch angelächelt zu werden.
Dort gehen auch welche in Hosen oder tragen Mützen, die belächelt werden. Es liegt also nicht am Rock, sondern an dem, was das "Publikum mit dem Vergelichsbild im Kopf" von anderen erwartet hätte. Wir sind nicht verpflichtet, diese Erwartung an ein bestimmtes Bild zu erfüllen. Das ist meine Realität und mit der kann ich, genau wie Du BerlinerKerl, gut leben, denn es beeinflusst mein Leben nicht, ob ich in deren Bild passe oder nicht. Denn es ist ihr Bild, welches bearbeite werden müsste, nicht unseres!
Autor BerlinerKerl
 - 07.05.2015 10:40
Noch etwas nachgeschoben.

Ja, viele hier bauen sich eine Traumwelt auf.
Der Mainstream wird auch weiterhin Hosen tragen und
in einer Subkultur wird der Rock akzeptiert, es sei denn
man hat Ihn in seiner Umgebung soweit etabliert, dass man
auch als Mann darin akzeptiert wird.

Bei mir ist das so. In Berlin wird man teilweise belächelt, was mir egal ist
und in meiner direkten Umgebung bin ich als Mann im Rock akzeptiert.
Autor BerlinerKerl
 - 07.05.2015 10:37
@ Rock aktiv
Zitat
"Das Problem war, dass ein bestimmtes Bild überliefert wurde. Der rothaarige, vollbärtige Mann, mit nackten Beinen und einer "Decke" mit Karomuster um den Leib. Zitatende

Wo hast du etwas von Fasching geschrieben.

Der Satz danach bezog sich nicht auf diesen, sondern das man sich als Schotte verkleidet hatte zu Fasching.
Autor androgyn
 - 06.05.2015 19:54
Zitat von: Dr.Heizer am 06.05.2015 13:56
Ah ja, der Kiltträger ist lächerlich zurechtgemacht? Finde ich nun wieder gar nicht. Einen Kilt als "karierte Decke" zu bezeichnen, ist nicht sonderlich "kulturvoll",
Wenn du gelesen hättest, wüsstest du, dass ich damit Fasching gemeint habe.

Zitat von: Dr.Heizer am 06.05.2015 13:56
einen Menschen wegen seiner Haar- oder Hautfarbe abwertend zu beurteilen, noch viel weniger  >:(
Ich werte niemanden ab. Du kannst aber nachlesen, dass Rothaarige nicht dem Schönheitsideal entsprechen. Es ging außerdem um die Zuordnung, welches Bild über Schotten transportiert wird. Mir kommt es oft vor, es will bewusst keiner was davon hören oder verstehen. Stattdessen wird sich ein Traumwelt aufgebaut.




Zitat von: rock aktiv am 05.05.2015 18:11

Nein? Was ist denn das bei Euch für eine Kultur so ohne Männer im Rock? Kultur der Hosenträger?  :o
Ja. Der  Mainstream trägt Hosen. Männer in Röcken sind nur in Subkulturen anzutreffen.
Nur dort wird es ohne Nachfrage akzeptiert.

Zitat von: Dr.Heizer am 06.05.2015 13:56
Bei uns sehe ich manchmal Männer im Kilt oder Rock, sogar bei kulturellen Veranstaltungen. Also haben wir hier wohl eine andere Kultur  ;D !
Es ist eine Subkultur. Diese "Welt" bleibt aber nicht-gleichgesinnten oder Uninteressenten meist  verborgen.

Zitat von: Dr.Heizer am 06.05.2015 13:56
Ich finde es wichtiger, dass sich jemand kleiden darf, wie er es gern hat und sich wohlfühlt. So wie eben Danny Shelton, der Star aus der NFL, um dessen Kleidung es hier eigentlich mal ging...
Interessant ist, dass das eben die meisten Männer nicht dürfen.
Autor Ben
 - 06.05.2015 19:51
Wenn der Respekt am eigenen Rocksaum endet, muss man sich über Widerstand weder echauffieren noch wundern...
Autor Dr.Heizer
 - 06.05.2015 13:56
Zitat von: rock aktiv am 05.05.2015 19:35
Bei Kilts ist das ähnlich. Früher waren sie bei uns nur als Schottenröcke bekannt. Früher konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, einen Kilt zu tragen. Röcke aber schon. Aber auch jetzt würde ich keine schottische Tracht anziehen mit Plaid, Mütze, und Brogues. Das Problem war, dass ein bestimmtes Bild überliefert wurde. Der rothaarige, vollbärtige Mann, mit nackten Beinen und einer "Decke" mit Karomuster um den Leib. Und Rothaarige mochte so gar niemand vom Äußerlichen her. Wenn jemand hierzulande Schottenrock trug, dann als Gag oder zum Fasching. Entsprechend lächerlich hat man sich dann noch mit gewissen Details zurecht gemacht.

Ah ja, der Kiltträger ist lächerlich zurechtgemacht? Finde ich nun wieder gar nicht. Einen Kilt als "karierte Decke" zu bezeichnen, ist nicht sonderlich "kulturvoll", einen Menschen wegen seiner Haar- oder Hautfarbe abwertend zu beurteilen, noch viel weniger  >:(

Zitat von: rock aktiv am 05.05.2015 18:11
In unserer Kultur tragen Männer keine Röcke.

Nein? Was ist denn das bei Euch für eine Kultur so ohne Männer im Rock? Kultur der Hosenträger?  :o
Bei uns sehe ich manchmal Männer im Kilt oder Rock, sogar bei kulturellen Veranstaltungen. Also haben wir hier wohl eine andere Kultur  ;D !

Ich freue mich über jemanden, der  die Kombination sehr gut oder auch vielleicht nicht so gut getroffen hat, nicht jedoch über denjenigen, der darüber lästert!
Ob jemand Kilt trägt mit traditionellem Zubehör oder einfach nur mit einem Hemd und Halbschuhen, ist mir persönlich nicht so wichtig. Ich finde es wichtiger, dass sich jemand kleiden darf, wie er es gern hat und sich wohlfühlt. So wie eben Danny Shelton, der Star aus der NFL, um dessen Kleidung es hier eigentlich mal ging...

Autor androgyn
 - 05.05.2015 19:35
Zitat von: DesigualHarry am 05.05.2015 18:41
Hallo!

Tracht im Sinne von Dirndl und Lederhose hat für mich inzwischen den eher Unangenehmen Beigeschmack von Bierzelt...
Bei Kilts ist das ähnlich. Früher waren sie bei uns nur als Schottenröcke bekannt. Früher konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, einen Kilt zu tragen. Röcke aber schon. Aber auch jetzt würde ich keine schottische Tracht anziehen mit Plaid, Mütze, und Brogues. Das Problem war, dass ein bestimmtes Bild überliefert wurde. Der rothaarige, vollbärtige Mann, mit nackten Beinen und einer "Decke" mit Karomuster um den Leib. Und Rothaarige mochte so gar niemand vom Äußerlichen her. Wenn jemand hierzulande Schottenrock trug, dann als Gag oder zum Fasching. Entsprechend lächerlich hat man sich dann noch mit gewissen Details zurecht gemacht.
Autor DesigualHarry
 - 05.05.2015 18:41
Hallo!

Tracht im Sinne von Dirndl und Lederhose hat für mich inzwischen den eher Unangenehmen Beigeschmack von Bierzelt... Da sehen für mich diese Lavalavas schon wesentlich ansprechender aus.
Autor androgyn
 - 05.05.2015 18:11
Zitat von: Dr.Heizer am 05.05.2015 11:45
Damit zeigt er auch anderen, dass es keine Rolle spielt, woher man kommt oder wie man sich kleidet: jeder kann etwas erreichen!
Für ihn spielt es aber sehr wohl eine Rolle, woher er kommt und warum er sich so kleidet.

Zitat von: Dr.Heizer am 05.05.2015 11:45
sondern darum, dass er einfach dazu steht, wo er herkommt, seine Wurzeln nicht vergisst und vielleicht es auch gerne tut.
In unserer Kultur tragen Männer keine Röcke. Das andere sind Subkulturen und dominieren schon gar nicht den Alltag.

Zitat von: Dr.Heizer am 05.05.2015 11:45
doch ich würde mich freuen, wenn es mehr Menschen gäbe, die sich so kleiden, wie er - die eben einfach zu dem stehen, was sie sind und wie sie sind - statt sich pausenlos zu verkleiden und zu verstellen!
Ich würde mich so nicht kleiden. Es ist Tracht. Ich würde auch keine bayrische Tracht tragen. Das was die Frauen hierzulande tragen ist Mode. Und Mode ist mit dem Bruch synchron weiblich geworden.
Autor Dr.Heizer
 - 05.05.2015 11:45
Zitat von: Ben am 05.05.2015 11:31
Zitat von: Luan am 04.05.2015 22:07
Ob das aber andere dazu animiert, sich auch so zu kleiden, wage ich zu bezeifeln. Vielleicht hat er ja in der NFL einen gewissen "Exoten-Status" und kann es sich daher dann "erlauben".
Zeigte sich ein schottischer Bundesligaprofi im Kilt, wäre das auch kein großes Ding. Es gäbe keinen Nachahmereffekt. Warum auch bei einer Tracht?

Es geht nicht darum, ob er es sich "erlauben kann", sondern darum, dass er einfach dazu steht, wo er herkommt, seine Wurzeln nicht vergisst und vielleicht es auch gerne tut. Damit zeigt er auch anderen, dass es keine Rolle spielt, woher man kommt oder wie man sich kleidet: jeder kann etwas erreichen!
Wie seine Fans sich kleiden ist mir egal, doch ich würde mich freuen, wenn es mehr Menschen gäbe, die sich so kleiden, wie er - die eben einfach zu dem stehen, was sie sind und wie sie sind - statt sich pausenlos zu verkleiden und zu verstellen!