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Zitat von: Saari am 10.10.2015 16:00
Soweit mir bekannt ist, wollte nach 1945 die Administration des damaligen österreichischen Reichsgebietes wieder die staatliche Vereinigung mit den anderen deutschen Gebieten (wie z.B.: spätere BRD und DDR).
Nur durch Intervention und Blockade der russischen Besatzungsmacht wurde das nicht möglich, denn sonst wären die Russen nicht bereit gewesen ihr österreichisches Besatzungsgebiet freizugeben und zu räumen.
Daher mußte sich damals die neue österreichische Regierung zwangsläufig verpflichten keine Wiedervereinigung mit Deutschland zu betreiben und ihr staatliches Außervorbleiben in ihre Verfassung aufzunehmen.
- Sollte ich mich irren, so bitte ich um Berichtigung! -
Zitat von: Ben am 09.10.2015 03:20Zitat von: MAS am 06.10.2015 23:58Mit Österreich klappt es ja auch ohne Probleme. Österreich war bis 1871 ein Teil Deutschlands, und stellte bis 1806 den deutschen Kaiser, bzw. den römischen deutscher Nation. Und haben wir irgendwelche Probleme miteinander, nur weil wir jetzt zwei Staaten haben, Deutschland und Österreich?So etwas kann auch nur jemand schreiben, der keinen Skisport (alpin/nordisch) guckt... *
* Da ich nicht auf ironisierende und pseudowitzige Smillies stehe, habe ich auf selbige verzichtet.

Zitat von: MAS am 06.10.2015 23:58Mit Österreich klappt es ja auch ohne Probleme. Österreich war bis 1871 ein Teil Deutschlands, und stellte bis 1806 den deutschen Kaiser, bzw. den römischen deutscher Nation. Und haben wir irgendwelche Probleme miteinander, nur weil wir jetzt zwei Staaten haben, Deutschland und Österreich?So etwas kann auch nur jemand schreiben, der keinen Skisport (alpin/nordisch) guckt... *
Zitat von: GregorM am 07.10.2015 17:11Zitat von: Dr.Heizer am 06.10.2015 18:17
Und so gibt es vieles, was mir heute gefällt, z.B. kann ich Rock tragen, ohne danach in einem ernsthaften Gespräch bei höheren Organen nach meinen Beweggründen und dem Einfluss des Klassenfeindes auf meine Entwicklung befragt zu werden.
Sehr gut formuliert, Marcel.
Gruß
Gregor
PS. Hätte sich die beiden deutschen Staaten nicht vereint, könnte man sich vorstellen, dass Russland wieder versuchen würde, Einfluss auf Ostdeutschland zu bekommen.
Zitat von: Dr.Heizer am 06.10.2015 18:17
Und so gibt es vieles, was mir heute gefällt, z.B. kann ich Rock tragen, ohne danach in einem ernsthaften Gespräch bei höheren Organen nach meinen Beweggründen und dem Einfluss des Klassenfeindes auf meine Entwicklung befragt zu werden.
Zitat von: BerlinerKerl am 07.10.2015 12:08
Die BRD hätte aber die DDR finanziell unterstützen müssen. Dazu war in der Zeit die BRD nicht in der Lage.
Wenn die DDR nicht schon pleite gewesen währe, würde dies die BRD 10 Jahre später gewesen sein.
Mit der Wiedervereinigung ist die Wirtschaft erst richtig angekurbelt worden.
Zitat von: BerlinerKerl am 07.10.2015 12:08
Die BRD hätte aber die DDR finanziell unterstützen müssen. Dazu war in der Zeit die BRD nicht in der Lage.
Wenn die DDR nicht schon pleite gewesen währe, würde dies die BRD 10 Jahre später gewesen sein.
Mit der Wiedervereinigung ist die Wirtschaft erst richtig angekurbelt worden.
Zitat von: Dr.Heizer am 06.10.2015 18:17
Ich bin nicht gegen die Vielfalt, sondern dafür. Dafür, dass viele - egal wer oder was sie sind oder woher sie kommen - gemeinsam etwas erreichen können als großes Ganzes. Dabei darf und soll natürlich jeder seine Individualität behalten, denn ein Bild ist erstgelungen, wenn es möglichst farbenfroh als harmonisches Ganzes entsteht und nicht nur als einfarbige, einheitlich übertünchte Leinwand, unter der es bröckelt und reißt.Zitat von: MAS am 06.10.2015 17:55
Den von Dir gelobten Gemeinsamkeitsgedanken müssen wir global ausdehnen ohne die regionale Vielfalt zu vereinheitlichen.
Das ist kein Widersrpuch, sondern korrekt. Individualität und Vielfalt erhalten, geneinsam mit diesen speziellen Eigenheiten und dem Können eines jeden Einzelnen gemeinsam etwas bewegen.
Wir sind Menschen, doch so sehr wir uns auch ähneln, so verschieden sind wir auch. Doch das kann ein Nutzen für die Gemeinschaft und somit wiederum für jeden Einzelnen sein. Das müssen wir einfach nur akzeptieren und uns ohne Neid und Missgunst achten, dann geht es voran auf diesem Planeten (einen anderen bekommen wir so schnell nicht).
Und nun mal was bewegen: Muss meine morgige Lieferung vorbereiten, damit mache ich zumindest ein paar Menschen glücklich - in Bayern und Sachsen. Gäbe es ein gemeinsamens Deutschland nicht, hätte ich diesen tollen Job nicht (was ich heute tue, wäre mir in der DDR nicht möglich gewesen). Und so gibt es vieles, was mir heute gefällt, z.B. kann ich Rock tragen, ohne danach in einem ernsthaften Gespräch bei höheren Organen nach meinen Beweggründen und dem Einfluss des Klassenfeindes auf meine Entwicklung befragt zu werden.
ZitatGäbe es ein gemeinsamens Deutschland nicht, hätte ich diesen tollen Job nicht (was ich heute tue, wäre mir in der DDR nicht möglich gewesen).würde ich so nicht unterschreiben. Ich habe mir damals gewünscht, die DDR würde eigenständig bleiben und aus den Fehlern der SED-Diktatur und den Fehlern der auf eine Martkdiktatur hinaus laufenden BRD gelernt haben, in Zukunft alles besser machen. Das war illusiorisch, denn die DDR-Bürger wollten die Einheit. Ist mir auch recht. Aber ein guter Job und freie Bewegung in ganz Deutschland wäre auch ohne Wiedervereinigung möglich gewesen. Mit Österreich klappt es ja auch ohne Probleme. Österreich war bis 1871 ein Teil Deutschlands, und stellte bis 1806 den deutschen Kaiser, bzw. den römischen deutscher Nation. Und haben wir irgendwelche Probleme miteinander, nur weil wir jetzt zwei Staaten haben, Deutschland und Österreich?
Zitat von: high4all am 06.10.2015 08:17
Das Wetter war einfach zu schön. Da verbringen viele Leute nicht den ganzen Tag vor der Glotze.
Zitat von: MAS am 06.10.2015 17:55
Den von Dir gelobten Gemeinsamkeitsgedanken müssen wir global ausdehnen ohne die regionale Vielfalt zu vereinheitlichen.

Zitat von: Dr.Heizer am 06.10.2015 16:59
Gut, dass auch mal daran erinnert wurde, wie nach dem Krieg alles begann und wie es heute ist. Ich jedenfalls bin froh, dass wir heute ein vereintes Land sind, denn die Wiedervereinigung hat gezeigt, wozu Menschen in der Lage sind: sie können etwas erreichen, wenn sie zusammenhalten!
Wir sollten einfach in der Lage sein, aus den fehlern der Vergangenheit zu lernen und nun unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten, denn keine Generation hatte es leicht, wir auch nicht und es ist eine Illusion, zu glauben, dass unsere Kinder und Enkel es einfacher haben werden. Sie werden genau so wie wir heute vor täglich neuen Herausforderungen und manchmal scheinbar Unlösbarem stehen.
Doch wir können heute zeigen, was möglich ist: gemeinsam lässt sich viel Leid ertragen und Glück teilen, es lassen sich Lösungen finden und Kraft mobilisieren, diese umzusetzen, wenn jeder mithilft.
Es wurde allerhand bewältigt in unserem Land, das sollte uns einfach mal bewusst sein: wir sind stark und leistungsfähig, doch nicht immer eint uns ein Gedanke. Viel zu oft wird gestritten um Details, statt einfach Lösungen umzusetzen. Es ist besser, etwas zu tun, was hinterher nur zu 90 Prozent gelingt und 10% nachzubessern, statt nichts zu tun und dann nachher schlau darüber zu debattieren, warum denn keiner etwas tat und man selbst nun doch wieder keine Lust/Zeit zum Anpacken hatte.
Wir können also unsere heutigen Probleme mit Blick auf die Zukunft lösen, wenn wir gemeinsam und besonnen handeln.