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Zitat von: MAS am 27.11.2015 11:26Nee, diese bezeichnen sich als non-binary-gender. Asexualität ist, wenn man kein Interesse an Sex hat. Das ist eine sexuelle Orientierung. Interessant dabei ist, dass bei vielen diese Angst vor Asexualität mitspielt, wenn sie aus den Rollen ausbrechen würden, weil sie denken, nicht mehr sexuell auf das andere Geschlecht zu wirken und damit ihr lebenlang alleine bleiben.Zitat von: rock aktiv glittergold am 27.11.2015 10:42
asexuell ist aber keine Genderidentität.
Doch, damit sind bezeichnen sich die, die sich als weder männlich noch weiblich und auch nicht an Sex interessiert empfinden.
LG, Michael
Zitat von: rock aktiv glittergold am 27.11.2015 10:42
asexuell ist aber keine Genderidentität.
Zitat von: rock aktiv glittergold am 27.11.2015 10:29
Achso. Nein. Transgender wird in Abgrenzung zur Transsexulität verwendet, die keine kosmetischen Eingriffe, außer Kleidung oder anderes Accessiore benutzen. Transgender heißt soviel wie Geschlechtsübergehende. Bei einer Transsexualität wird eine Geschlechtsangleichung vorgenommen und damit auch die verbundene Geschlechterrolle. Transgender müssen sich nicht unbedingt wie das andere Geschlecht verhalten.
Zitat von: rock aktiv glittergold am 27.11.2015 09:27Zitat von: MAS am 27.11.2015 08:46Ich verstehe dich gerade nicht.
Sie sagen, es gebe ja niemanden, der sich umoperieren lasse, ohne auch die andersgeschlechtliche gesellschaftliche Rolle einzunehmen.
LG, Michael
Zitat von: MAS am 27.11.2015 08:46Ich verstehe dich gerade nicht.
Sie sagen, es gebe ja niemanden, der sich umoperieren lasse, ohne auch die andersgeschlechtliche gesellschaftliche Rolle einzunehmen.
LG, Michael
Zitat von: Asterix am 06.11.2015 00:35Lili hatte sich in der 3. OP im Dresdner Frauenklinkikum, -das erste für Transsexuelle Menschen - eweibliche Ovarien einpflanzen lassen. Damals ging man noch von einer Vollständigkeit des Frauseins aus um als Frau leben zu können. Eher wäre er auch in keine Frauenklinik gekommen. Das unterscheidet sich von einer Umoperierung und einer geschlechtsangleichenden Operation.
Meinst Du, weil sich Einar / Lili eine Gebärmutter einbauen lassen wollte? Ich hab keinen blassen Schimmer, was diese Person genau wollte, hab mich nicht intensiv mit ihr auseinandergesetzt.
Zitat von: Asterix am 06.11.2015 00:35Lili war eine der wenigen echten Transsexuellen die komplett als Frau leben wollte. Er war schon als Kind mehr Mädchen, kaum Bartwuchs. Die Akten sind im krieg zerstört worden, aber nach einigen Aussagen sollte er auch weibliche Merkmale besessen haben. Nach der ersten OP veränderte sich sein ganzer Habitus und seine Stimme die Gesichtszüge wurden weiblicher und von dem Personal wurde sie als Frau wahrgenommen, was bei Transgendern ohne Hormonzufuhr fast nie der Fall ist.
Zweite Frage: Was ist für dich ein "echter" Transsexueller? Bitte eigene Worte
Zitat von: Asterix am 06.11.2015 00:35Transgender dient der Abgrenzung der echten Transsexualität. Oberbegriff für alles abweichende ist Queer (dt. schräg, komisch, seltsam)
Im Übrigen gibt es für mich auch manchmal Momente, in denen ich mir vorstelle, Mutter zu sein...nur ich verstehe, es geht einfach nicht. Als "transsexuell" sehe ich mich deswegen nicht. Und man muss auch konstatieren, dass "Transsexualität" letztlich auf dem "Transgender-"Konzept basiert, der Rolle "Frau" so nah wie möglich zu sein.
Zitat von: Asterix am 06.11.2015 00:35Lili wollte es. Kurt Warnekros war von der Idee nicht überzeugt, willigte dann später aber ein.
Früher, das wird sich wohl Llili gedacht haben, es funktioniert - aber das hat Lili wohl mit dem Leben bezahlt, weil die Operateure sie wohl als "Versuchskaninchen" benutzt haben, zumindest ist das gerade mein Gedanke. Die damalige Medizin war noch nicht so ausgereift wie heute.
Zitat von: rock aktiv glitterrocksonnenmondscheinblütengoldstaubregen am 05.11.2015 18:41
Hallo Asterix,
Lili Elbe war eine der seltenen echte Transsexuellen (Nicht transgender). Lili wollte Mutter werden und das war ihr Todesurteil. Es gibt ein Tagebuch über sie. Musst mal im Buchhandel nachschauen.

Zitat
Irgendwie muss man die Dingen benennen, damit sie sichtbar werden. Der heteronormative und sexuelle Cis-Mann macht sich keine Gedanken über seine Orientierung und seine Umstände. Darum erkennt er auch keine Einschränkugen und kann es nicht nachvollziehen.
Zitat von: Asterix am 05.11.2015 18:13Hallo Asterix,
Nun ja, "Trans" im Sinne davon, dass sie jenseits der damaligen Männerrolle sich verhielt...und leider sich rumschnippeln ließ oder musste. In wikipedia steht letztlich geschrieben, dass das tödlichen Ausgang für sie/ihn hatte...
Zitat von: Asterix am 05.11.2015 18:13Transgender ist der Oberbegriff für Menschen, die sich nicht der angestammten Rolle verhalten oder daraus ausbrechen. Dabei werden Bezeichnungen immer wieder neu festgelegt, trans, genderqueer, gendernonconform usw. All diese Begriffe distanzieren sich aber von Transsexualität. DragQueens die man häufiger sieht, sind keine Transsexuellen.
In diesem Sinne bin ich auch "trans-gender", bloß hab ich keinen Bock irgendwelche Hormone zu nehmen oder rumschnippeln an mir zu lassen. Ich brauch auch keinen "weiblich klingenden" Namen. Ich bin ich, und ein Mann, der gerne solche Kleidung trägt und sich dadurch teilweise "frauentypisch" verhält...
Zitat von: Asterix am 05.11.2015 18:13Witzigerweiße hatte der Regisseur genau unter diesen Kriterien den Schauspieler ausgesucht, in der Hoffnung da könnte noch mehr feminines verborgen sein um in der Rolle aufzugehen. Das Interview muss ich mal suchen.
Ich finde gut, dass der Film zeigt, wie man heute noch über Menschen denkt, die nicht in die Geschlechtsrollenkategorie passen, und man sie förmlich drängt, "trans" sein zu müssen usw. Das Zitat aus dem "Mirror" ließ mich auch nachdenklich werden: "Eddie to get in touch with his feminine side". Nachdenklich macht mich auch, dass ein Mann, der seine weiche, kreative Seite entdeckt, quasi "Frau" sein muss.
Zitat von: Asterix am 05.11.2015 18:13Wenn du mit Menschen über kreative Kleidung redest, verweißen sie dich darauf, dass du auch bei den Herren kreatives finden könntest und keinen Sin darin sehen, Frauenklamotten zu tragen. Der eigentliche Gedanke ist, dass sie sich unbewusst einen "fetten Sack" mit Glatze und Bierbauch im Kleid vorstellen bei dem das Brusthaar hervorquillt oder sich etwas unter Kleid aufbaut,
so könnte es sein, dass ich mich hätte operieren lassen, in der Annahme, meinen Körper notgedrungen verändern zu müssen, um kreative Kleidung tragen zu dürfen. Männern wird oft diese kreative Seite einfach wegsozialisiert.
Zitat von: Asterix am 05.11.2015 18:13Irgendwie muss man die Dingen benennen, damit sie sichtbar werden. Der heteronormative und sexuelle Cis-Mann macht sich keine Gedanken über seine Orientierung und seine Umstände. Darum erkennt er auch keine Einschränkugen und kann es nicht nachvollziehen.
Und taucht sie wieder auf, dann ist sie auf einmal eine "weibliche" Seite, und Mann ist auf einmal nicht mehr "Mann"...und leider erliegen noch heute sehr viele andere Menschen diesem Irrtum...