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Zusammenfassung

Autor GregorM
 - 04.06.2016 16:06
Röcke trage ich immer noch.

Am 12. April startete dieses Thema, und der verlinkte Artikel handelt um eine Frau, die ihr Geschlecht zum männlichen gewechselt hat. Nun ist sie ein Mann, der noch gerne Röcke trägt und findet, dass Männer Röcke tragen sollten. Er tut das noch selbst.

Ja, genau wie alle hier meinen und sagen. Und gut so. Also noch einer, der aber vermutlich nie von diesem Forum gehört hat, und falls er ,,vorbei kommen" sollte, würde er vermutlich schnellstens wieder verschwinden. Denn so kompliziert wie es hier vorkommt, hat er es sich vermutlich nie vorgestellt, viel schwieriger angeblich, als was er durchgegangen haben muss, bevor er ein er wurde.   

Hier begannen nach zwei oder drei Tagen die Diskussionen über Gender, und wie nun die Definitionen zu definieren seien. Danach haben sich ein paar Mitglieder heftig gestritten, und nach einer Belehrung über die Bedeutung vom Substativ Aggression bzw. dem Adjektiv/Adverb aggressiv sind wir - nach sieben Wochen und vorläufig 131 Antworten noch nicht am Ende.

Wie schwierig ist es, einen Rock zu kaufen, ihn anzuziehen und zu tragen? Hören und lesen wir seit Jahren nicht, wie unkompliziert es ist? Seid doch endlich Manns genug, hört mit der nutzlosen, kontraproduktiven Theorie auf und bringt eure Röcke unters Volk.

Einen Rock zu tragen ist doch keine Wissenschaft, keine Doktorarbeit, sondern eine, für einen Mann, einfache Handlung, und sollte irgendeiner es doch ein bisschen schwierig fühlen, hilft ihm mit Garantie keine Theorie weiter.   

Gruß
Gregor 
Autor Asterix
 - 04.06.2016 14:30
Zitat von: rock aktiv am 04.06.2016 13:12



"Verteidigen ist männlich" sagt Fr. Kelle. Sie bezeichnet ebenfalls kulturelle Erwartungshaltungen, was männlich ist.


Frau Kelle oder Frau Schunke sind natürlich da fein raus. Sie sind Frauen, und im Notfall müssen sie ihr Leben nicht riskieren (falls sie denn nicht angegriffen werden). Männer sollen aber bitte hübsch den Kopf hinhalten (und sich evtl abschlachten lassen).

Dass die Mehrheit der Gewaltopfer Männer sind, kommt diesen Leuten wohl auch nicht in den Sinn...
Autor androgyn
 - 04.06.2016 13:12
Zitat von: Ce_Jäger am 30.05.2016 08:52
mag sich jeder eine eigene Meinung darüber bilden, anderer Meinungen einfach mit "dahingeschwurbelt" abtun ist irgendwie langweilig...

gruss
Ce
Was ist an anatomischen Plüschpuppen denn jetzt unmoralisch, nicht kindrgerecht oder pornographisch?
Barbie und Ken haben keine Genitalien, das ist viel unrealistischer. Nach dem Argument müssten kleine Jungen erst recht sich die Frage stellen, warum habe ich dort unten was? Das stimmt doch was nicht, Ken hat auch keinen Pippi. Oder verbieten Eltern ihren Kindern an sich herunterzusehen und ihr Ding anzufassen? Das könnte zu einer frühen Sexualisierung führen. Eltern von männlichen Babys wissen genau, dass sich ihre Söhne schon in den ersten Tagen unten rumspielen. Und es gab auch schon zu meiner Zeit frühreife Mädchen und Jungen, die mit 12 sich durch die Schule gepoppt haben. Für die wäre Aufklärung nicht unwichtig gewsen. Und warum hat die männliche Plüschpuppe überhaupt Hosen an? Ich denke Gendermainstreaming dreht die Geschlechter ad absurdum? Der Plüschpuppe einen Rock oder ein Kleid anzuziehen, würde der Sache mehr zutragen, damit das Verständnis zum Tragen kommt, was sich unter dem Rock befindet egal ist. An einer geschlechtneutralen Puppe hätte dies keinen Effekt.

An dich und Jo.
An der Kritik von Gendermainstreaming sind besonders Leute Birgit Kelle beteiligt. Diese will aber die alten Männer zurück haben. http://www.focus.de/politik/experten/bkelle/gastkommentar-von-birgit-kelle-ja-wir-wollen-helden-maenner-sollen-ihre-frauen-mit-der-faust-verteidigen_id_5561612.html Die, die sich um Frauen prügeln und ihr Leben opfern. Das, was ihr oder zumindest Jo ablehnt. Männer in Kleidern sind für diese Menschen Ausdruck der westlichen Dekadenz und Verweichlichung. Du hast recht, man kommt nicht drumherum, sein Geschlecht als negativ zu bewerten oder als Männer ein unwerteres Leben nachzusagen. Lebenswerten Menschen setzt man keiner Gefahr aus.

"Verteidigen ist männlich" sagt Fr. Kelle. Sie bezeichnet ebenfalls kulturelle Erwartungshaltungen, was männlich ist.
Autor MAS
 - 04.06.2016 09:24
Ja, Harry, Wörter trasportieren auch Gefühle bzw. rufen welche hervor.

So löst das Wort "Aggression" bei Dir anscheinende selbige aus!  ;D

LG!
Michael
Autor DesigualHarry
 - 04.06.2016 06:13
Hallo!

Ja....jetzt kommen wir halt wieder in den Bereich wo die Wissenschaft Beweise sehen will, wenn man solche Möglichkeiten erwähnt, und sich sehr schnell vor der großen Masse lächerlich macht....

Man mag gar nicht glauben was so ein Wort alles an Informationen mit sich bringt: Ein bestimmtes Gefühl, eine bestimmte Schwingungsfrequenz, eine schöne Melodie oder gar keine Melodie...schöne Erinnerungen, weniger schöne Erinnerungen....

Das Wort aggressiv steht für mich ganz deutlich auf einer Ebene, wo ich lieber nicht bin. Aggressiv an eine Sache herangehen bedeutet immer dass man Aggressivität zurückbekommt...  Mir fällt es sehr oft auf, dass Leute aggressiv sind, sie selber aber gar nicht erkennen dass alles um sie herum aggressiv ist.

Das Wort Anregung  bedeutet für mich die schönen Dinge des Leben erleben. Anregung ist ein sehr schöner Zustand der Aktivität. Erreichbar nur mit lieblicher Hinwendung und sehr viel Selbstbewusstsein.

Ich kann im Übrigen aggressiv aktiv sein. Kann aber auch lieblich aktiv sein. Bei der Wortkombination aggressiv lieblich merke ich aber sofort dass da was nicht stimmt....Das sind 2 Töne die in diesem Zusammenhang Dissonanz erzeugen.

Eindeutig z.b. ist auch der Satz um beim Thema zu bleiben: Angeregt vom schönen Tragegefühl eines Rockes trage ich gerne Röcke. Wechselt man Angeregt durch Erregt bekommt der Satz plötzlich eine Bedeutung die ganze Herrscharen von Psychologen und Ehefrauen auf den Plan rufen ....  ;D

Autor MAS
 - 03.06.2016 22:36
Zitat von: DesigualHarry am 03.06.2016 20:45
Hallo Michael!

selbst die Aggression in Form einer Erregung ist für mich nichts positives. Ein erregter Zustand ist immer etwas bedrohlicheres. Während ein Angeregter Zustand doch eine viel positivere Wirkung hat.

Angeregt von Technik z.b. möchte ich das Computerbroblem lösen. Oder
Angeregt von  ihrer zauberhafter Schönheit beginne ich mit der Frau dort drüben zu flirten....

Lieber Harry,

jetzt müssen wir aufpassen, keine Buchstabenklauberei zu betreiben. Die Wörter so fein auseinanderzuhalten muss kommnuniziert werden. Du hast Dir eine Wortverwendung angewöhnt, die viele, auch ich, so nicht haben.

Buddhistisch beeinflusst, wie ich bin, sehe ich weder in "erregt" noch in "angeregt" etwas nur Positives. Aber das ist dann wiede ein anderer Wortgebrauch.

LG, Michael
Autor androgyn
 - 03.06.2016 21:00
Zitat von: DesigualHarry am 03.06.2016 20:45
Angeregt von  ihrer zauberhafter Schönheit beginne ich mit der Frau dort drüben zu flirten....
Dann bist du in einem aggressiven Zustand. Setz für aggressiv aktiv ein. Aggression wird erst durch bestimmte Voraussetzungen zur Gewalt. Z.b. wenn die Frau es falsch auffasst und dir das Getränk überschüttet.
Autor DesigualHarry
 - 03.06.2016 20:45
Hallo Michael!

selbst die Aggression in Form einer Erregung ist für mich nichts positives. Ein erregter Zustand ist immer etwas bedrohlicheres. Während ein Angeregter Zustand doch eine viel positivere Wirkung hat.

Angeregt von Technik z.b. möchte ich das Computerbroblem lösen. Oder
Angeregt von  ihrer zauberhafter Schönheit beginne ich mit der Frau dort drüben zu flirten....
Autor MAS
 - 03.06.2016 20:13
Zitat von: DesigualHarry am 03.06.2016 19:03
Hallo!

Habt ihr den Wikipedia Artikel über Aggression überhaupt gelesen? Ich gehe doch nicht im Normalen aggressiv an die Lösung eines z.b. Computerproblems. Oder noch viel weniger aggressiv in ein Date... Ihr könnt das ja gerne tun, mir persönlich liegt aber etwas am anderen.

So ist das eben, Harry, wenn man sich an eine bestimmte Bedeutung eines Wortes gewöhnt hat und diese auch noch umgangsprachlich von der Mehrheit geteilt wird, sind andere mögliche Bedeutungen einem oft nicht plausibel.

Aber in dem Wikipedia-Artikel steht auch:
ZitatDie negative Bewertung von Aggression, die (nur oder überwiegend) die destruktiven Seiten betont, wird nicht generell geteilt.[7] Innerhalb der Psychotherapie betrachtet die Gestalttherapie Aggression als eine Form der Erregung, die z. B. dazu dient, Hindernisse zu beseitigen, oder Neues aus der Umwelt für den Organismus assimilierbar zu machen. Destruktiv oder zu Gewalt wird die Aggression erst unter bestimmten äußeren oder inneren Bedingungen.[8]

LG!
Michael
Autor DesigualHarry
 - 03.06.2016 19:03
Hallo!

Habt ihr den Wikipedia Artikel über Aggression überhaupt gelesen? Ich gehe doch nicht im Normalen aggressiv an die Lösung eines z.b. Computerproblems. Oder noch viel weniger aggressiv in ein Date... Ihr könnt das ja gerne tun, mir persönlich liegt aber etwas am anderen.
Autor androgyn
 - 03.06.2016 16:09
Zitat von: DesigualHarry am 03.06.2016 15:37
Hallo Michael!

Also dass was ich unter Aggression oder aggressiv verstehe ist nie etwas positives. Auch dass was ich jetzt darüber gelesen habe ist überwiegend ein schlechtes handeln von Menschen. Aggressiv an etwas herangehen ist immer mit etwas bösartigerem gemeint, als z.b. Lieblich an etwas herangehen...ö

Aber gut möglich dass heutzutage aggressiv etwas positives meint, dann ist aber auch der Zustand dieser Gesellschaft nicht weiter verwunderlich.... :'(
Nein. Die Definition kommt aus dem Latein und ist schon hunderte Jahre alt.
http://www.latein-deutsch-woerterbuch.de/verb/agere.html Wo liest du ein schlechtes handeln von Menschen heraus?

Zitat von: MAS am 03.06.2016 09:32
"Aggression" kommt von "agere" = "handeln". Unter "aggresiv" kann man also auch "handelnd" verstehen, im Gegensatz zu "abwartend", "passiv bleibend".
Michael hat es genauer beschrieben als ich, weil ich nicht erst nach der richtigen Bedeutung nachgeschaut habe.
Aggression wird auch in Verbindung zum Flirtverhalten verwendet. Was nichts anderes bezeichnet, als dass der Mann auf die Frau zugehen muss ( (lat. aggredi ,,herangehen", ,,angreifen", ,,heranschreiten" ,,sich nähern") während die Frau im Gegensatz passiv bleibt und abwartet was passiert. Das Wort Angreifen ist in unserer Kultur nur negativ belegt. Das scheint dein "Denkproblem" zu sein.
Autor MAS
 - 03.06.2016 16:06
Zitat von: DesigualHarry am 03.06.2016 15:37
Hallo Michael!

Also dass was ich unter Aggression oder aggressiv verstehe ist nie etwas positives. Auch dass was ich jetzt darüber gelesen habe ist überwiegend ein schlechtes handeln von Menschen. Aggressiv an etwas herangehen ist immer mit etwas bösartigerem gemeint, als z.b. Lieblich an etwas herangehen...ö

Aber gut möglich dass heutzutage aggressiv etwas positives meint, dann ist aber auch der Zustand dieser Gesellschaft nicht weiter verwunderlich.... :'(

Trotzdem liebe Grüße und Sonnenschein  :)


Lies das hier mal: https://de.wikipedia.org/wiki/Aggression

Danke für den Sonnenscheingruß! Kein Wolkenbruch wäre indes schon gut genug in diesen Tagen!

Ich wünsche Dir das Wetter, dass Du Dir auch wünschst!  :)

LG, Michael
Autor DesigualHarry
 - 03.06.2016 15:37
Hallo Michael!

Also dass was ich unter Aggression oder aggressiv verstehe ist nie etwas positives. Auch dass was ich jetzt darüber gelesen habe ist überwiegend ein schlechtes handeln von Menschen. Aggressiv an etwas herangehen ist immer mit etwas bösartigerem gemeint, als z.b. Lieblich an etwas herangehen...ö

Aber gut möglich dass heutzutage aggressiv etwas positives meint, dann ist aber auch der Zustand dieser Gesellschaft nicht weiter verwunderlich.... :'(

Trotzdem liebe Grüße und Sonnenschein  :)
Autor MAS
 - 03.06.2016 09:32
Gude Nico,

eine schön differenzierte Darstellung!

Mein Schwiegervater liest übrigens Gebrauchsanweisungen und baut gerne alles auseinander und wieder zusammen. Ich bin eher so sozialisert, dass, wenn was kaputt war, mein Bruder es repariert hat, woduch ich ein recht untechnischer Mensch wurde.


Und Harry,

"Aggression" kommt von "agere" = "handeln". Unter "aggresiv" kann man also auch "handelnd" verstehen, im Gegensatz zu "abwartend", "passiv bleibend". Aber sicher hat sich das semantische Feld des Wortes immer wieder mal verändert und erweitert.

Wörte haben eben keine vom die benutzenden Menschen unabhängige Wirkichkeit, sondern sind Codes, die mit Sinn belegt werden, und dieser Sinn kann sich wandeln und tut es oft auch. Und so ist es auch mit anderen Symbolen, z.B. Kleidungsstücken.


Und Jo,

das ist, glaube ich, das, womit Du, Jo, Probleme hast: Du vermutest eine vom Menschen unbhängige Wirklichkeit auch in den kulturellen Dingen. Der kulturelle Männlichkeitsbegriff ist nicht gänzlich unabhängig vom biologischen, aber auch nicht eindeutig an ihn gekoppelt. So kann eben ein Rock oder eine Farbe oder eine Verhaltensweise als männlich belegt werden und wird es oft auch. Diese Belegung ist wie bei Wortbedeutungen aber nicht ein für alle Mal und interkulturell festgelegt, sondern ändert sich von Zeit zu Zeit und von Ort zu Ort, jenachdem, wie wir Menschen damit umgehen. Trotzdem sind sie wirkich, denn sie wirken ja auf die Menschen ein.

Wenn Du nur die Biologie gelten lässt, vertrittst Du eben einen naturalistischen Standpunkt. Das kannst Du tun und gucken, wie weit Du damit kommst. Mein Standpunkt ist konstruktivistisch, und ich muss auch sehen, wie weit ich damit komme. Ich probiere auch immer wieder andere Standpunkte und Perspektiven aus und stelle auch fest, dass sie sich sogar komplementär ergänzen können.  

LG, Michael
Autor DesigualHarry
 - 03.06.2016 06:31
Hallo!

Aggressiv an die Dinge rangehen? Nein nicht mit mir... Wohlüberlegt, wissend, dankend, fließend, aus Freude, horizonterweiternd, gelassen oder lernend sind Beispiele wie ich an die Dinge Rangehe.

Sängerin ist im übrigen tatsächlich ein Frauenberuf.... ;D Bei Männern nennt man sowas glaub ich Sänger....