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Zitat von: Barefoot-Joe am 21.08.2016 01:20
Hallo Michel,ZitatD.h. jedes Leben entsteht einerseits neu (ein anderer) andererseits abhängig von vorherigem (derselbe).
Ich verstehe das sehr gut, das passt problemlos zu meinem Weltbild. Die Begriffe mögen anders sein, aber im Wesentlichen sehe ich das genauso.ZitatErinnerungen an frühere eigene Leben findet man meines Wissens hauptsächlich in Kulturen, in denen Menschem durch Sozialisation darauf hin konditioniert sind, an Wiedergeburt derselben Person - was im voklsreligiösen Buddhismus ja auch so geglaubt wird - zu glauben.
Natürlich ist dort das Vorkommen höher, aber das liegt natürlich auch daran, dass solche Geschichten bei Kindern in unseren Kulturen von den Eltern üblicherweise als Unsinn oder Phantasie abgetan werden. Und da wir die Erinnerungen umso mehr verlieren, je mehr wir uns in die Realität integrieren, ist die Chance bei uns eher gering. Buchtipp: https://www.amazon.de/Fr%C3%BCher-gro%C3%9F-war-Reinkarnationserinnerungen-Kindern/dp/3894270241ZitatDas Leben mag ein Traum sein, aber dass es außerhalb dieses Traumes noch etwas bedeutsames gibt, ist nicht erwiesen, sondern eine Frage des Glaubens.
Nein, das ist keine Frage des Glaubens. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Studien gibt - wenn jemand Kontakt zu einem Verstorbenen aufnimmt und von ihm Informationen erhält, die der Betreffende auf keinen Fall wissen konnte und wenn sich diese Informationen als richtig erweisen, dann ist das schon mal ein sehr starkes Indiz. Ebenso, wenn mehrere Menschen sich gleichzeitig mit einem Verstorbenen treffen, danach ihre Erfahrungen niederschreiben und sich beim Vergleich untereinander herausstellt, dass alle die exakt gleiche Erfahrung gemacht haben.
Es ist natürlich für diejenigen eine Frage des Glaubens, die keine entsprechenden Erfahrungen gemacht haben - sie haben keine Wahl, als zu glauben. Auf der anderen Seite hindert sie ja aber auch niemand daran, entsprechende Erfahrungen zu machen - außer sie sich selbst.Man kann die Bereiche jenseits der physischen Existenz ja besuchen - wir machen das alle jede Nacht ein paar Mal.
ZitatWenn aber wir Menschen nichts anderes haben als unseren Traum, dann bedeutet, uns den Traum zu nehmen, uns alles zu nehmen.
Ja. Aber das ist nicht nachgewiesen und so kann man auch das nur glauben. Ob es richtig oder falsch ist, kann man nur durch eigene Erfahrungen herausfinden. Für mich hat es sich als falsch herausgestellt.ZitatWiederum buddhistisch gesehen ist Samsara eine Art Apltraum, während Nirvana das Verwehen dieses Alptraumes ist.
Ja, ich kenne das Konzept und das ist der negative Teil, der mir am Buddhismus so gar nicht gefällt. Es ist schlicht falsch. Das Leben ist kein Alptraum, sondern wir sind freiwillig hier. Es gibt am Anfang eine Phase der Abhängigkeit, in der man immer wieder schnell zurückkehrt, weil das Abenteuer "Mensch" so genial und spannend ist und diese Phase könnte man als den Alptraum ansehen. Nach diversen Leben erkennt man das irgendwann und aus der Abhängigkeit wird eine bewußte und freie Entscheidung. Und irgendwann, wenn man alles erfahren hat, kehrt man zu seinem Ursprung zurück - das ist dann vermutlich das, was der Buddhismus als Nirvana bezeichnet.ZitatMit dem Vertrauen/Glauben können dann aber entsprechende Erfahrungen kommen, die die Richtigkeit des Vertrauens/Glaubens zu bestätigen scheinen. Diesen Erfahrungen kann man nur wiederum vertrauen/ihnen glauben, oder es sein lassen.
Ein Glaubenssystem erzeugt einen Filter, der eigene Erfahrungen begrenzt und verzerrt. So etwas ist im Grunde nur nachteilig, da wäre eine "offen für alles" Einstellung schon erfolgversprechender.ZitatWas aber wichtiger ist, als das, was ich bisher schrieb: Es macht einen ethischen Unterschied, ob man mit der Meinung, das Leben werde überbewertet über das eigene Leben und den eigenen Tod entscheidet oder über Leben und Tod eines anderen Wesens, das sich nicht wehren kann. Zu sagen, das Leben werde überbewertet und dann einen anderen zu töten, ist einfach zu zynisch. So zynisch, wie es in der buddhistischen und hinduistischen Geschichte leider auch vorkam.
Da stimme ich zu.
Das mit der Überbewertung muss ich vielleicht noch einmal erläutern: Das ist vergleichbar mit Leuten, die in einem Kinofilm sitzen und die Welt draußen vergessen haben. Für sie ist der Film alles und natürlich "wissen" sie, dass ihr Leben zu Ende ist, wenn der Film zu Ende ist oder jemand den Saal verlassen muss. Dass es außerhalb des Saales eine viel größere Welt mit viel mehr Möglichkeiten gibt, haben sie vergessen. Wüßten sie es noch, hätte der Film einen ganz anderen Stellenwert und keiner würde sich grämen, wenn jemand den Film vorzeitig verläßt. Man würde nur bedauern, dass er ihn nicht zu Ende erleben konnte.ZitatPS: Du bist der erste, der mich mit "Michel", statt "Michael" ansprach. Eigentlich sind mir beide Namensformen gleich lieb, aber ich spiele ein wenig mit "Michel", weil es mir irgendwie frecher vorkommt, so wie der aus Lönneberga, auch wenn der eigentlich "Emil" heißt.
Ich spreche die Leute immer mit dem Namen an, mit dem sie ihre Beiträge unterschreiben, weil ich davon ausgehe, dass das ihre gewünschte Anrede ist.
Zitat von: JJSW am 21.08.2016 13:21Tja Jürgen,
Müssen Männer, wenn sie Röcke tragen zu Zicken werden?
Gruß
Jürgen
Zitat von: high4all am 21.08.2016 11:00Das ist doch längst geschehen. Dr. Heizer ist z.B. so ein Spezi, der ungern in die Tiefe geht und schwere Kost ist hier auch nicht gern gesehen.
Lieber Michael,
es wäre schade, wenn das Forum zu einem oberflächlichen Modeforum verkommt, in dem alle tiefergehenden Theman gebannt sind.
Nur über Rocklängen, Stoffmuster, die neuesten Modetrends und das Wetter (falls das noch erlaubt ist) zu schreiben, dürfte die Zahl der Beiträge bei strenger Auslegung um 90% reduzieren.
Zitat von: high4all am 21.08.2016 11:00Naa...wieso aufällige Kleidung? Als Pendant müsste es ein Gechäftsanzugsverbot geben, weil er der weiblichen Burka ähnelt. Fehlt nur die Sturmmaske.
Von Teilen der Politik wird ein Burka-Verbot gefordert, weil das Kleidungsstück die Integration behindert und sich die Burka-Trägerin durch ihre Kleidung aus der Gesellschaft ausgrenzt.
Vielleicht kommt irgendeine Partei auf die Idee, Männern das Tragen von Röcken zu verbieten, weil der Träger sich durch den Rock von der Gesellschaft ausgrenzt und nicht integrierbar ist?
Oder andere auffällige Kleidung?
Zitat von: high4all am 21.08.2016 11:00Die bitte ich zu ändern, weil sie Nicht-Christen diskriminiert. So nach dem Motto, wer nicht an den heiligen Schafshirten glaubt, kommt in die Hölle. Damit stillisirst du dich zu einen besseren Menschen gegenüber den anderen hoch. So ähnlich wie für Viele die Botschaft der Trägerin eines Kopftuchs ist, dass sie ehrbarer und rein ist als eine Frau, die ihr Haar offen trägt.
Und meine Signatur ändere ich auch nicht, obwohl das ein religiöses Thema ist.
Zitat von: high4all am 21.08.2016 11:00Bilder sagen manchnmal mehr als 1000 Worte oder wie war das?
P.S. Wer wissen will, wie ein seichtes Modeforum aussieht, kann sich ja mal bei heelscity.com umschauen. Viele Bilder und wenig Text.

Zitat von: cephalus am 21.08.2016 11:37
Hallo,
ich sehe nicht die Themen wie Religion usw. als Problem an, sondern dass sie in viele Threads einstreuen und, dass oft nicht in einer freundlichen offenen Form diskutiert wird.
Oft wirkt die Diskussion auf mich aggressiv, grenzwertig beleidigend und von einem rechthaberischen Unterton begleitet.
Vielleicht wäre es möglich wenn entsprechende Themen wie Religion, Gender oder Politik aufkommen in einen entsprechenden Thread zu wechseln, einen Link zu setzen und das Ursprungsthema davon frei zu halten?
Über den Diskussionston brauche ich wohl kein Wort verlieren?!
Zitat von: MAS am 21.08.2016 09:40Lieber Michael,
Keine Politik, keine Religion, keine Wissenschaft, keine Philosophie, nur noch Mode, Kleidung, Klamotten und andere belanglose Themen.
LG,
Michel

Zitat von: MAS am 19.08.2016 17:29
Und welche Lebensbereich sollen wir noch alle hier ausschließen, lieber Gregor?
Mit Hajo habe ich mich über das Laufen ausgetauscht, Karli schreibt über Eisenbahnreisen (seine Berichte möchte ich nicht missen!), usw.
Weißt Du, ich habe mehrere E-Mail-Verteiler über (inter)religiöse Themen und auch einen über Folk-Musik, und die überschneiden sich auch immer wieder. So kam ein Leserbrief zum vorletzten interrel. Rundbrief von einem Mitglied meines folkigen-Rundbrief-Verteilers. Also noch ein Spezial-Forum über Religion brauche ich nicht, das könnte ich auch gar nicht mehr leisten.
Manchmal ergeben sich einfach Themen, man fängt mit dem Rock an und kommt auf anderes.
Zitat
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Zitat
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ZitatD.h. jedes Leben entsteht einerseits neu (ein anderer) andererseits abhängig von vorherigem (derselbe).
ZitatErinnerungen an frühere eigene Leben findet man meines Wissens hauptsächlich in Kulturen, in denen Menschem durch Sozialisation darauf hin konditioniert sind, an Wiedergeburt derselben Person - was im voklsreligiösen Buddhismus ja auch so geglaubt wird - zu glauben.
ZitatDas Leben mag ein Traum sein, aber dass es außerhalb dieses Traumes noch etwas bedeutsames gibt, ist nicht erwiesen, sondern eine Frage des Glaubens.
Man kann die Bereiche jenseits der physischen Existenz ja besuchen - wir machen das alle jede Nacht ein paar Mal. ZitatWenn aber wir Menschen nichts anderes haben als unseren Traum, dann bedeutet, uns den Traum zu nehmen, uns alles zu nehmen.
ZitatWiederum buddhistisch gesehen ist Samsara eine Art Apltraum, während Nirvana das Verwehen dieses Alptraumes ist.
ZitatMit dem Vertrauen/Glauben können dann aber entsprechende Erfahrungen kommen, die die Richtigkeit des Vertrauens/Glaubens zu bestätigen scheinen. Diesen Erfahrungen kann man nur wiederum vertrauen/ihnen glauben, oder es sein lassen.
ZitatWas aber wichtiger ist, als das, was ich bisher schrieb: Es macht einen ethischen Unterschied, ob man mit der Meinung, das Leben werde überbewertet über das eigene Leben und den eigenen Tod entscheidet oder über Leben und Tod eines anderen Wesens, das sich nicht wehren kann. Zu sagen, das Leben werde überbewertet und dann einen anderen zu töten, ist einfach zu zynisch. So zynisch, wie es in der buddhistischen und hinduistischen Geschichte leider auch vorkam.
ZitatPS: Du bist der erste, der mich mit "Michel", statt "Michael" ansprach. Eigentlich sind mir beide Namensformen gleich lieb, aber ich spiele ein wenig mit "Michel", weil es mir irgendwie frecher vorkommt, so wie der aus Lönneberga, auch wenn der eigentlich "Emil" heißt.
