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Zitat von: rock aktiv am 02.09.2016 20:04
Hallo Holger,Zitat von: Holger Haehle am 02.09.2016 18:11Das werden die wenigsten als Kleid bezeichnen. Und schon gar nicht in dem Sinne, wie es Frauen tragen. Bei Kleid hat sofort jeder Mann ein bestimmte Bild im Kopf. Unsere Pfaffen tragen auch Priestergewände und trotzdem kommt niemand darauf, dass hier Männer Kleider tragen. Außer beim Mönch noch. Mir sagte das mal einer zu mir "Nur als Mönch kannst du Kleider tragen." Ich habe vor kurzen im Fernsehen gesehen, wie ein kleiner Junge zum Papst vorrante und an sein weißes Priestergewand hoch hebte und drunter kroch. Der Moderator hat dazu nicht Kleid gesagt, sondern Kutte. So unterschiedlich werden gleiche Bekleidungsstücke genannt, wenn sie von einem Geschlecht getragen werden. An einer Frau wäre es ein biederes Kleid. Und wenn man Männer fragen würde, ob sie nun eine Kutte anziehen würden, hätten sie ein ganz anderes Bld vor Augen und würden es auch verneinen.
Abb. 01: Ich im Kleid eines Chin. Beamten im Unteren DienstZitat von: Holger Haehle am 02.09.2016 18:11Und? Merkst du was, wenn du Mode verstehen kannst? Männer sind das "arbeitende Geschlecht" dadurch hält sich die Hose. Die Frau wird vom Mann ausgeführt. Das sind zwar veraltete Rollen, aber trotzdem stecken die noch in uns drin und wir verbinden es auch damit. Ein Klassisches Beispiel wäre, wenn Frau und Mann im Brautkleid heiraten. Hast du dir schon mal Fotobeispiele von lesbischen Brautpaaren angesehen? Darauf tragen beide einen Anzug. Vielleicht etwas unterschiedlich aber zumindest Hose mit Krawatte oder Fliege. Das schwule Ehepaar wird dagegen weiterhin im klassischen Anzug abgebildet, statt im Brautkelid. So tief sitzt die deine richtig erkannte Ablehnung von Weiblichkeit bei Männern. Ich habe schon mal erwähnt, dass Männer an das Heim gebunden werden müssten, wenn sie Röcke tragen sollen und anderes Zeug was die zum arbeiten beunfähigt. Den Durchbruch der Hose hatten Frauen mit dem 1.WK, da sie die Arbeiten der Männer übernehmen mussten und Röcke an den Maschinen unprakisch gewesen sind.
In der Mittel- und Oberschicht blieben sie bis etwa ins 16. Jahrhundert tabu. Hosen trugen nur die Arbeiter und Bauern. Die Beamten bis hin zum Kaiser trugen weiterhin lange blaue Kleider bis zum Ende der Qing-Dynastie im Jahre 1911.Zitat von: Holger Haehle am 02.09.2016 18:11Eine Teilmenge, die hier gerne mal unter den Tisch gekehrt wird, wie Männer nun mal ticken.
Was aber hinderte hier die Männer? Eine feminine Konnotation des Rocks durch die Revolution, wie in Frankreich, gab es nicht. Der Rock war den Kommunisten ausschließlich ein Anti-Symbol für das alte unterdrückende Herrschaftssystem.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben mit der Revolution und dem Breeching. Es war bis ins 19, Jhd. üblich, dass man Buben oft in ärmlichen Schichten in Kleiderähnliche lange Hemden gesteckt hat. Bei den gutbetuchten waren es aufgeputze Kleider.![]()
Die Jungs bekamen dann ab dem 8. Lebensjahr oder älter ihre erste Hose und blieben interesannterweise bei den Hosen. Es ist also nicht so, dass sie bis zum 7. Lebensjahr das Tragegefühl von Röcken und Kleidern nicht kennenlernen durften.
Zitat von: Holger Haehle am 02.09.2016 18:11Das werden die wenigsten als Kleid bezeichnen. Und schon gar nicht in dem Sinne, wie es Frauen tragen. Bei Kleid hat sofort jeder Mann ein bestimmte Bild im Kopf. Unsere Pfaffen tragen auch Priestergewände und trotzdem kommt niemand darauf, dass hier Männer Kleider tragen. Außer beim Mönch noch. Mir sagte das mal einer zu mir "Nur als Mönch kannst du Kleider tragen." Ich habe vor kurzen im Fernsehen gesehen, wie ein kleiner Junge zum Papst vorrante und an sein weißes Priestergewand hoch hebte und drunter kroch. Der Moderator hat dazu nicht Kleid gesagt, sondern Kutte. So unterschiedlich werden gleiche Bekleidungsstücke genannt, wenn sie von einem Geschlecht getragen werden. An einer Frau wäre es ein biederes Kleid. Und wenn man Männer fragen würde, ob sie nun eine Kutte anziehen würden, hätten sie ein ganz anderes Bld vor Augen und würden es auch verneinen.
Abb. 01: Ich im Kleid eines Chin. Beamten im Unteren Dienst
Zitat von: Holger Haehle am 02.09.2016 18:11Und? Merkst du was, wenn du Mode verstehen kannst? Männer sind das "arbeitende Geschlecht" dadurch hält sich die Hose. Die Frau wird vom Mann ausgeführt. Das sind zwar veraltete Rollen, aber trotzdem stecken die noch in uns drin und wir verbinden es auch damit. Ein Klassisches Beispiel wäre, wenn Frau und Mann im Brautkleid heiraten. Hast du dir schon mal Fotobeispiele von lesbischen Brautpaaren angesehen? Darauf tragen beide einen Anzug. Vielleicht etwas unterschiedlich aber zumindest Hose mit Krawatte oder Fliege. Das schwule Ehepaar wird dagegen weiterhin im klassischen Anzug abgebildet, statt im Brautkelid. So tief sitzt die deine richtig erkannte Ablehnung von Weiblichkeit bei Männern. Ich habe schon mal erwähnt, dass Männer an das Heim gebunden werden müssten, wenn sie Röcke tragen sollen und anderes Zeug was die zum arbeiten beunfähigt. Den Durchbruch der Hose hatten Frauen mit dem 1.WK, da sie die Arbeiten der Männer übernehmen mussten und Röcke an den Maschinen unprakisch gewesen sind.
In der Mittel- und Oberschicht blieben sie bis etwa ins 16. Jahrhundert tabu. Hosen trugen nur die Arbeiter und Bauern. Die Beamten bis hin zum Kaiser trugen weiterhin lange blaue Kleider bis zum Ende der Qing-Dynastie im Jahre 1911.
Zitat von: Holger Haehle am 02.09.2016 18:11Eine Teilmenge, die hier gerne mal unter den Tisch gekehrt wird, wie Männer nun mal ticken.
Was aber hinderte hier die Männer? Eine feminine Konnotation des Rocks durch die Revolution, wie in Frankreich, gab es nicht. Der Rock war den Kommunisten ausschließlich ein Anti-Symbol für das alte unterdrückende Herrschaftssystem.



