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Zitat von: Zwurg am 16.01.2017 18:32
... und angeblich soll es die Zeugungsfähigkeit des Mannes fördern wenn der Penis und die Hoden frei hängen können.
Ich persönlich fände das etwas unangenehm und im Winter zu kalt.
Zitat von: Zwurg am 16.01.2017 18:32ich würde behaupten, aus (un)ästhetischen Gründen.
Wir tragen Hosen nur noch aus kulturellen Gründen.
Zitat von: Zwurg am 16.01.2017 18:32
Beinlinge und Lendenschurz kannten auch die Indianer Nordamerikas, und meines Wissens wurden eng anliegende Beinlinge bis ins 14. Jahrhundert auch hier in Europa getragen.
Das hatte natürlich den Vorteil dass man sehr schnell seine Notdurft verrichten konnte und angeblich soll es die Zeugungsfähigkeit des Mannes fördern wenn der Penis und die Hoden frei hängen können.
Ich persönlich fände das etwas unangenehm und im Winter zu kalt.
Man kann von daher sagen das Beinlinge vielleicht die Vorläufer der Strumpfhosen waren.
Das Reitervolk der Skythen war angeblich das erste Hosenträger Volk.
Eigentlich sind aus diesem Grund Hosen heutzutage überflüssig, den wir reiten meist nur noch selten und die meisten arbeiten sitzend im Büro.
Wir tragen Hosen nur noch aus kulturellen Gründen.
Zitat von: Holger Haehle am 15.01.2017 16:46Für die Generation vielleicht nicht.
Die Strapse, die meine Oma an ihrem lachsfarbenen Korsett befestigte, waren total unerotisch.
Zitat von: Holger Haehle am 15.01.2017 03:15Beinlinge sind für mich aber keine Strapse. Das eine ist für mich eher praktischer Nutzen und das andere eher auf Erotik.
Nein, der Ötzi wurde nicht mit Hosen sondern mit Beinlingen gefunden. Das Obduktionsergebnis sagt das klipp und klar. Man kann das auch als Laie auf den Aufnahmen im Ötzi-Museum erkennen.
ZitatJa. Es entlarvt aber auch die Motivationen.
Ein Comic ist keine historisch korrekte Wiedergabe. Nichts desto trotz ist der Halvar geeignet zu zeigen, dass er als martialischer Wikingerhäuptling in einem für Wikinger üblichen Longshirt eine sehr männliche Figur macht.
Zitat von: Holger Haehle am 15.01.2017 03:15Warum nur für Kilts und nicht auch für die Heerpauke?
Auch Heerpauken waren mal Mode. Da hast du recht. Du siehst also, dass eine Menge mal cool und angesagt war. Wir müssen also nicht einen Standard zum Maß aller Dinge erklären, wenn es viele gab. Da fordere ich Gleichberechtigung auch für Kilt und anderes.


ZitatAuch in der Steinzeit wurde Kleidung schön geschnitten und schön verziert von Leuten, die das besonders gut konnten. Solche Leute werden als Designer bezeichnet.naja...ich denke mal eher, dass da der praktiche Nutzen und Schutz vor Witterung ausschlaggebender gewesen ist als in einer steinzeitlichen Haute Couture rumzulaufen.
ZitatIch dachte das Feigenblatt?
Als erstes Kleidungsstück gilt der Gürtel aus einer umschlungenen Liane bzw. einem verknoteten Lederstreifen. Der diente als Halterung für Angelhaken und Pfeile. Später wurde der Gürtel zum Lendenschurz entwickelt und noch später zu Beinlingen.
ZitatNa, dann müssen Lea und ihre Mutter vielleicht auch mal zum Arzt.hä?

Zitat von: rock aktiv am 14.01.2017 19:59Zitat von: MAS am 14.01.2017 19:55Wer das nicht erkennt, gehört zum Arzt. So, ich war jetzt auch mal frech.
Das Lustige ist ja, dass viele Wicki-Gucker sich nicht sicher waren, ob Wicki nicht vielleicht ein Mädchen sei, wegen seiner Tunika und seiner langen Haare.

Zitat von: MAS am 14.01.2017 19:55Wer das nicht erkennt, gehört zum Arzt. So, ich war jetzt auch mal frech.
Das Lustige ist ja, dass viele Wicki-Gucker sich nicht sicher waren, ob Wicki nicht vielleicht ein Mädchen sei, wegen seiner Tunika und seiner langen Haare.
Zitat von: Holger Haehle am 14.01.2017 06:36Dann zieh doch ein langes Hemd an. Die meisten Männerhemden sind so lang, dass sie bis über den Po gehen.
Nicos Bedenken gegen Longshirts für Männer, weil es nach verlorener Hose aussieht bzw. weil sie wegen breiterer Männerschultern zu weit um die Hüften fallen, teile ich nicht.
Zitat von: Holger Haehle am 14.01.2017 06:36Aha...Designer in der Steinzeit. Es wird immer abstruser.
Solche technischen Probleme haben kreative Designer und Schneider bereits in der Steinzeit gelöst.
Zitat von: Holger Haehle am 14.01.2017 06:36Und weiter? Im 16. Jahrhundert galten Männer in Heerpauken und Wams als adrett gekleidet. Heute gilt ein Mann im Anzug als adrett gekleidet und würde in Heerpauke und Harnisch deplatziert vorkommen. Die alten Griechen trugen früher ihre Tuniken wie die Römer. Weil es sich anbot, damit die Rüstung nicht auf der Haut scheuert. Heute tragen Männer ihr Sakko als eine Art "Rüstung", die sie vor der Umwelt schützt. Im jJhr 2140 ziehen die Menschen vielleicht irgendwelche organischen Nanosachen an, die sich verändert und selber repariert und würden unsere jetzige Mode als obsolet bezeichnen.
Tuniken als antike Longshirtvariante, haben bereits die alten Griechen adrett gekleidet.
Zitat von: Holger Haehle am 14.01.2017 06:36Jetzt trug Ötzi auf einmal Strapsstrümpfe und nen Lendschurz, obwohl er komischerweise mit einer Hose gfunden wurde? Naja, die Beinlinge sind eher als Hose zu sehen als an Strapse, nur weil das Mitelteil fehlte. Das war seit Jahrhunderten eine ungelöste Aufgabe die sich über mehrer Epochen erstreckte und eine kurze Zeit mit Schamkapseln gelöst wurde.
Seit dem Ötzi wissen wir, dass sich die keltische Hose aus den Beinlingen der Steinzeitmänner entwickelt hat. Ein Lendenschurz und eine Art Longshirt dienten da bereits dazu, das offene Geschlechtsteil zu verdecken.
Zitat von: Holger Haehle am 14.01.2017 06:36Toll. Eine Zeichentrickfigur als "wissenschaftliche" Grundlage. Die Wikinger sahen nicht so aus, wie es uns Hollywood vorspielt. Die Wikinger trugen, wenn lange Kettenhemden, die sie noch unter ihren Rüstungen trugen und keine Longshirts von Bonprix,. Das war alles eher einem praktischen Nutzen geschuldet als modischen Zwecken. Moderne Männer müssen nicht mehr mit Harnisch und Pluderhosen rumlaufen, daher stellt sich für die meisten Menschen auch nicht die Frage, warum Männer heute keine Tuniken mehr anziehen (wollen).
Diese Gewohnheit setzte sich auch bei der geschlossenen Hose der Germanen und Wikinger fort, aus wahrscheinlich moralischen Gründen. Selbst der dicke Halvar von Flake macht in seinem Longshirt eine überzeugende, männermäßige Figur.



