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Zitat von: Mann im Rock am 23.01.2017 18:58In Gesamtdeutschland schon viel früher eine derartige Nacktheitsbewegung im Schwange. Mindestens in den 1920er Jahren, aber ich meine mich zu erinnern, dass bereits Anfang des Jahrhunderts solche FKK-Kulturen blühten und nciht nur im Kreis von Künstlern wie der "Brücke".
Ein Beispiel ist die FKK-Kultur, die es in der DDR gab. Eine Freizügigkeit, die es in einer solchen Form im Westen gar nicht gab wegen Prüderie. Aber dann kam im Westen die sexuelle Revolution und plötzlich war man ja viel fortgeschrittener und weiter entwickelt als die DDR.
Zitat von: MAS am 23.01.2017 16:59
Rockios Einwand mit der biologischen Grundlage stimmt aber auch. Nur erstreckt sich diese weniger auf Fragen wie Rock oder Hose, rosa oder blau, kurze oder lange Haare, sondern eher auf den Goldenen Schnitt.
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48Aha, der Hahn übt also nur seine Geschlechterrolle ein, wenn er auf seine Hennen aufpasst und überwiegend wegen Raubvögeln zum Himmel schaut und bei Gefahr kräht, um die Hennen zu warnen, weil die biologisch mehr Energie aufnehmen müssen und mit fressen beschäftigt sind. Oder wenn der Hahn sich eher einen Marder stellt als eine Henne. Oder zwei Hähne sich bekämpfen (Hennen nicht), ist alles variabel und dem Zeitgeist unterlegen? äh...?
Das besondere an den sozialen Geschlechterrollen ist, dass sie gelernt und eingeübt werden müssen (im Prinzip wie eine Theaterrolle) und somit variabel adaptierbar sind gemäß den Anforderungen der jeweiligen Epoche und des Zeitgeists.
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48Im Orient trugen Frauen schon seit Gedenken Hosen.
Hosen waren mal nur für Männer gemacht. Undenkbar, dass Frauen die jemals tragen.
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48Wo sind die Hosen ab dem 19.Jhd ästhetisch? Es ist schwer zu glauben, dass die Hose sich nur wegen einem Patriarchsgrund so hartnäckig hält, wenn man bedenkt, wie negativ Männlichkeit heutzutage besetzt ist. Die Hose wäre doch das erste Indiz dafür, um das Bild des Unterdrückers und Frauenschlägers zu erfüllen. Als Rockträger würde man sich dagegen sichtbar von solchen Vorwürfen distanzieren (können).
Hosen waren im Patriarchat das Herrschaftssymbol und Alleinstellungsmerkmal der Männer. Dieser gesellschaftspolitische Anspruch hat sich auch in der allgemeinen Ästhetik niedergeschlagen.
Zitat von: MAS am 23.01.2017 08:55Wie Rockio schon richtig sagte, spielen Attraktivitätsmerkmale eine große Rolle. Lange Beine haben sich als Attraktivitätsmerkmale herausgebildet, weil sie von Schnelligkeit und einem schnellen Läufer zeugen. Menschen mit langen Beinen konnten sich früher schneller in Sicherheit bringen. Das war ein Überlebensvorteil.Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48
Wir finden schön, was wir schön finden wollen
Ich würde sagen: Wir finden schön, was uns durch unsere Sozialisation als schön beigebracht wurde.
Allerdings muss die Sozialisation ja nicht abgeschlossen sein.
LG, Micha
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 16:38Trends sind aber nur von kurzer Dauer. Danach fängt man wieder von vorne an, sich neu zu erfinden. Das ist der Unterschied zu angstammmter Kleidung, die sich evolutionär aus den geschlechtlichen Begebenheiten und Interessen/Neigungen herausgebildet haben könnte/hat. Zu Loveparadezeiten waren Männerröcke auch trend. Mit dem Ende der Technowelle waren auch die Männerröcke weg.
Danke, dass Gregor noch mal betont, wie flüchtig und variabel Mode sein kann. Was mal war, ist unter Umständen für die Zukunft ohne Bedeutung. Die Meinungen sind so vielfältig, das sich kein gemeinsamer Nenner finden wird. Aber wenn die Grenzen so austauschbar sind, dann ist das Überschreiten der Grenzen doch naheliegend. Das ,,Plündern" im Kleiderschrank des Partners oder ein Skirt sharing sind doch eine Versuchung wert. Gerade wir hier im Forum machen das bereits. Wenn wir unsere Röcke in der Damenabteilung kaufen, betreiben wir Genderbending bzw. Genderstreaming. Vielleicht lohnt sich das zu einem Trend zu entwickeln.
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48
Wir finden schön, was wir schön finden wollen
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 16:38
Micha hat sicher recht mit der Sozialisation, und dass die von Zeit und Ort abhängig unsere Umwelt in Prägungen überführt über die wir nicht frei entscheiden. Ich hoffe jedoch, das Freiheitsgrade bleiben, bzw. das wir sie uns verteidigen.
Danke, dass Gregor noch mal betont, wie flüchtig und variabel Mode sein kann. Was mal war, ist unter Umständen für die Zukunft ohne Bedeutung. Die Meinungen sind so vielfältig, das sich kein gemeinsamer Nenner finden wird. Aber wenn die Grenzen so austauschbar sind, dann ist das Überschreiten der Grenzen doch naheliegend. Das ,,Plündern" im Kleiderschrank des Partners oder ein Skirt sharing sind doch eine Versuchung wert. Gerade wir hier im Forum machen das bereits. Wenn wir unsere Röcke in der Damenabteilung kaufen, betreiben wir Genderbending bzw. Genderstreaming. Vielleicht lohnt sich das zu einem Trend zu entwickeln.
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48
Wir finden schön, was wir schön finden wollen
Zitat von: MAS am 23.01.2017 08:55Sicher spielt Sozialisation eine große Rolle.Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48
Wir finden schön, was wir schön finden wollen
Ich würde sagen: Wir finden schön, was uns durch unsere Sozialisation als schön beigebracht wurde.
Allerdings muss die Sozialisation ja nicht abgeschlossen sein.
LG, Micha
Zitat von: Holger Haehle am 23.01.2017 06:48
Wir finden schön, was wir schön finden wollen
ZitatEin Rock mit Petticoats und anderen Unterröcken, so meine Oma, umschmeichelt Frauenbeine und schafft ein Volumen, das natürliche Weiblichkeit unterstreicht. In Hosen sähen Frauen wie ein gerupftes Huhn aus. Dieses Meinungsbild hat sich heute komplett umgekehrt. Meine Tochter fühlt sich in Skinny Jeans sogar im weiblichen Sinne sexy. Wer hat Recht?
ZitatWir finden schön, was wir schön finden wollen