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Wahlhelfer im Rock

Begonnen von Gatito, 14.06.2004 23:11

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Gatito

Vereinzelt hat man bestimmt mitbekommen, dass letzten Sontag Europawahlen waren. Ich konnte es mir nicht verkneifen, dort im Menintime-Rock aufzutauchen.

Leider ist der Schnappschuß nichts geworden. Zu berichten gibt es leider nichts, noch nicht einwahl die obligatorischen Blicke oder Sprüche. Nichts, nada, rien!

Lapidar gesagt, so als ob es ganz normal ist. Und der Rock war nicht zu übersehen, da ich zeitweise auch am Eingang zum Wahlraum die Ausweise und Wahlkarten überprüuft habe.

Die Wahlbeteiligung war gering, aber es haben mich wirklich Menschen gesehen!  ;D

adios, Gatito
Vielleicht müssen wir erst das loslassen was wir waren um das zu werden was wir sein werden. Carrie Bradshaw

chunky

Hi Gatito,
diese Reaktion ist für mich Normal. Seit ich Röcke trage und rumlaufe. Sagt auch niemand etwas, ein paar Blicke und das war es auch schon.
Vereinzelt bleibt der ein oder andere stehen und Mustert neugierig aber auch nicht mehr.

Vermutlich wird es einfach akzeptiert !?

Gruß
Chunky

cephalus

#2
Hallo Chunky,
ich galaube nicht, dass man aus dem Ausbleiben einer Reaktion auf Akzeptanz schließen kann. Ich glaube es bedeutet nicht mehr wie keine Reaktion, Ratlosigkeit, wertfeies Sehen von etwas Neuem.
Eine kritische Beurteilung kommt erst später, oder sogar viel später.

Cephalus

chunky

@cephalus
Hi, ja "wertfeies Sehen von etwas Neuem" kann es auch ein stück weit sein.
Bei "Ratlosigkeit" würde die Gesichtsmimmik etwas anders aussehen, als die Gesichter die ich sah, oder die meine Frau sah.

Wünsch noch ein schönen Tag.
cu

Ferdi

Hi cephalus und chunky!

"Akzeptanz" - ist das nicht unwichtig? Hauptsache man lässt Euch in Ruhe. Manchen gefällt's halt, anderen nicht. Also mir ist das schnurzegal ob irgendjemand, den ich nicht kenne, meine Kleidung akzeptiert oder nicht. Hauptsache er lässt mich in Ruhe und quatscht mich nicht schief von der Seite an.

Die meisten zerbrechen sich viel zu sehr den Kopf darüber, was wildfremde Menschen, von denen sie nichts wollen und zu denen sie in gar keiner Beziehung stehen, denken. Mich geht das überhaupt nichts an, das interessiert mich einfach nicht.

Ich war zwar kein Wahlhelfer, bin aber bei relativ schönem Wetter im Jeansminirock zum Wahllokal gegangen, wie immer bei Wahlen. Kein Problem, nicht das geringste.

Schöne Grüsse,
Ferdi
Freiheit heißt, sich von anderen unterscheiden zu dürfen.

cephalus

Hi Ferdi,
natürlich hast du Recht, bleibt aber leider die Tatsache, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, dem angeboren oder antrainiert ist, sich um die Meinung der anderen zu kümmern.  
Dieses Verhalten ist für eine funktionierende Sozialstruktur absolut erforderlich, wenn auch nicht in allen Bereichen.
Manche Leute tun sich relativ leicht, dieses Verhaltensmuster für manche Bereiche auszuschalten, dazu gehörst vermutlich Du, andere, wie z.B. ich, schaffen es faktisch nicht, zumindest nicht im hier relevanten Bereich.
Auch das ist einfach eine Tatsache, die wohl ebenso akzeptiert werden muß wie der Rock am Mann per se.

Cephalus

chunky

Hallo Ferdi,
klar ist es wurscht, ob mich jemand so akzeptiert :)
Ich muss mein Leben leben, und nicht die anderen mein Leben. Aber viel mehr spass macht es doch, wenn man "nicht" schräg angequatscht wird. Sondern viel mehr akzeptiert wird. Grund sei einfach jetzt mal in die Ecke gestellt.

Ich bin auch in Würzburg und Schweinfurt in Rock rumgelaufen ;)

Da lümmere ich mich nicht um die anderen, was die Meinen. Aber trotzdem schmeichelt es, wenn jemand einen  Stillschweigend zu zwingernd beim vorbei laufen.

cu

Ferdi

Zitat von: cephalus am 16.06.2004 23:21

natürlich hast du Recht, bleibt aber leider die Tatsache, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, dem angeboren oder antrainiert ist, sich um die Meinung der anderen zu kümmern.  
Dieses Verhalten ist für eine funktionierende Sozialstruktur absolut erforderlich, wenn auch nicht in allen Bereichen.


Hi cephalus!

Natürlich ist der Mensch von Natur aus ein soziales Wesen und er würde auch ohne seine Mitmenschen seelischen Schaden nehmen. Es ist ja auch nicht so, dass ich jetzt pausenlos mit den anderen in Konflikt bin. Ganz im Gegenteil, ich werde von den allermeisten anerkannt, es beeindruckt, dass ich mich ganz natürlich bewege und dass ich zu meiner Kleidung stehe und dass ich das aus tiefster Überzeugung tue. Ich bin auch stolz auf meine schöne Kleidung, das sieht man mir an. Mir geht es nur um die Fälle, wo man unqualifiziert angepöbelt wird. Die ignoriere ich einfach. Das kommt aber sehr sehr selten vor, im letzten Jahr ist mir das nicht ein einziges Mal passiert. Gefragt, das Gespräch gesucht, wird öfter, das dann aber in einem höflichen Ton, der es mir leicht macht, die Fragen ebenso höflich zu beantworten. Aber eines ist unverhandelbar: Wir haben das Recht, uns so zu kleiden wie es uns gefällt, ob anderen das passt oder nicht passt, das ist egal und spielt keine Rolle. Reden kann man über alles, aber beeinflussen oder fremdbestimmen lasse ich mich nicht.

Schöne Grüsse,
Ferdi
Freiheit heißt, sich von anderen unterscheiden zu dürfen.

Ferdi

Zitat von: chunky am 17.06.2004 19:01

Ich muss mein Leben leben, und nicht die anderen mein Leben. Aber viel mehr spass macht es doch, wenn man "nicht" schräg angequatscht wird. Sondern viel mehr akzeptiert wird. Grund sei einfach jetzt mal in die Ecke gestellt.

Ich bin auch in Würzburg und Schweinfurt in Rock rumgelaufen ;)

Da lümmere ich mich nicht um die anderen, was die Meinen. Aber trotzdem schmeichelt es, wenn jemand einen  Stillschweigend zu zwingernd beim vorbei laufen.


Natürlich macht das Spass und es befriedigt und tut einem gut, wenn man Komplimente bekommt. Es kommt nur darauf an, dass man sich das ganze nicht vermiesen lässt. Denn das wollen die Pöbler letztendlich, insgeheim sind sie neidisch und ärgern sich über sich selbst, dass sie das nicht auch bringen. Es sind ja ausschliesslich Männer, die so reagieren. Aber JürgenB sagte einmal so treffend: "Neid ist das ehrlichste Kompliment". So sollte man sowas sehen. Neid der rocklosen Klasse.

Schöne Grüsse,
Ferdi
Freiheit heißt, sich von anderen unterscheiden zu dürfen.

paetar.rossi

Seit über 3 Jahren trage ich den Rock und FSH dazu. Wenn ich draußen bin, gucke ich mir auch die Leute an und stelle fest, daß diese sehr unterschiedlich sind und das jeder über jeden etwas sagen kann. Die Frage ist, was ist schön und wie präsentiere ich es. Vor kurzem war ich in dem Rewe einkaufen, wo ich immer einkaufen gehe. Da ich direkt nach der Arbeit dahín gegangen bin hatte ich eine Hose an. Da kam auch der Komentar, och das ist aber ungewohnt sie in der Hose zu sehen. Erwartet der Mensch nicht immer Lob und Komplimente bzw hört er es gerne. Wer nicht der lügt.
Wenn ich auf Komplimente warte,  muß ich das anziehen was die Gesellschaft von mir erwartet. Aber was erwartet die Gesellschaft. Jeder hat was positives und auch was negatives zu sagen. Jeder soll das anziehen was er selbst schön findet. Viele Fragen viele Antworten Wer die Wahl hat hat die Qual. Ich finde das was die anderen sagen sollte vernünftig und vor allen Dingen ehrlich sein. Wir sollten den Menschen so akzeptieren wie er ist.
Mein Leben soll mir gefallen und nicht mein Leben den Anderen. Das Leben ist so kurz und jeder sollte sich lieben und sich wohl fühlen

chunky

Hallo
@Ferdi ich habe nichts mehr anzufügen ;)
@paetar.rossi Ja der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich präge mir die Menschen durch  Kleidung, Bewegung, Frisur (Farbe) u.sw. ein, und ich etwas anderes ist als man es zuletzt gesehen hat, frage ich nach (Kompliment, oder auch Verbesserungen). Da ich auch eine Zeitlang Friseur gelernt habe.

Wir sollten den Menschen so akzeptieren wie er ist. Das sind auch meine Gedanken und Worte.

cu

chunky

Hallo
@Ferdi ich habe nichts mehr anzufügen ;)
@paetar.rossi Ja der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich präge mir die Menschen durch  Kleidung, Bewegung, Frisur (Farbe) u.sw. ein, und ich etwas anderes ist als man es zuletzt gesehen hat, frage ich nach (Kompliment, oder auch Verbesserungen). Da ich auch eine Zeitlang Friseur gelernt habe.

Wir sollten den Menschen so akzeptieren wie er ist. Das sind auch meine Gedanken und Worte.

cu