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Rocktragen fällt kaum auf

Begonnen von Hugo1957, 09.05.2013 11:19

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cryptoman

Ich schätze, das ist der Fall, dar crossdressende Männer zumindest in eine Schublade passen. Wenn du in einem Utility-Kilt deinen Mann stehst, bist du weder Fisch noch Fleisch und wirfst eher Fragen auf. Beim Tartan-Kilt wirst du mit einem Schotten verwechselt oder mit einem Spaßvogel, der gerne flitzen möchte. Crossdressende Damen werden erst gar nicht als solche wahrgenommen, dar man dem "dekorativen" Geschlecht jegliche Extravaganzen offenbar zugesteht. Komische Welt.  ;)
Radelfreudiger Rockextremist

GregorM

#31
Jeder, der vom Durchschnitt abweicht, fällt irgendwie auf. Das gehört zwangsläufig mit dem Anderssein zusammen.

Wenn ich ein sehr altes Auto – das heißt aus meiner Kindheit – sehe, dann gucke ich es nach. Weil es außergewöhnlich ist, ein solches Prachtstück zu sehen.  Wenn ich einen Mann im Ferrari oder ähnliches erblicke, ist es dasselbe, weil so teure Autos in unserem steuergeplagten Land reine Seltenheiten sind. In Monaco fallen sie mit Garantie nicht auf, das wäre eher mit einem Skoda Citigo der Fall.

Wenn ich mit meiner D800 mit schwerem und klobigem Teleobjektiv herumgehe, falle ich auch auf. Die, die mit ihren Smartphone Fotos mehr als zufrieden sind, halten mich wohl für verrückt, während diejenigen, die vielleicht selbst von einem solchen Ding träumen, sich andere Vorstellungen darüber machen. Und ihnen ist übrigens die Kamera auffälliger, kommt es vor, als dass ich vielleicht noch dazu einen Kilt anhabe.

Meine Erfahrung ist es, dass man bei den Leuten am meisten auffällt, denen das auffällige Objekt nicht total fremd ist, wogegen die, die es ablehnen bzw. nicht verstehen, es zwar bemerken, aber es auch sofort wieder vergessen.  

Der Mann im Kilt, den ich in Würzburg letzte Woche erblickte, fiel, soweit ich sehen konnte, nicht besonders auf. Der Grund dazu, dass ICH ihn bemerkte, war vermutlich alleine, dass ich auch selbst im Schottenrock gehe.

Gruß
Gregor

PS. Wir müssen erkennen, dass wir anderen nicht so wichtig oder interessant sind, wie wir es uns selbst vorstellen.
Gruß
Gregor

DesigualHarry

Hallo!

So wie Gregor seh ich das auch so... Als ich letzte Woche in Wien war, konnte ich fast die ganze Zeit unbemerkt meine Dinge erledigen. Fast deshalb weil ich von mehreren Leuten direkt ausgesproche Komplimente erhalten haben. Alle davon hatten selber mit Mode und Stil zu tun. So erhielt ich sowohl von einem Verkäufer bei Peek & Cloppenburg, als auch von einer Verkäuferin bei Desigual Komplimente für meinen Stil.

Dieter

Ich war heute mit meiner Frau in Köln in der Stadt - Hemd, schwarzer einfarbiger Kilt, schwarze Vans, also ganz normal gekleidet:
Aufmerksamkeitswert: minimal
Bemerkungen: negative - keine, positive - eine, im Kleiderladen, wo meine Frau gerade Sachen anprobierte, meine die Verkäuferin: Endlich mal jemand mit Mut, die meisten sind immer so konservativ gekleidet.

Geht doch ...

Gruß

Dieter

Andi

Hallo Dieter

Ich finde ich es ganz große Klasse dass Deine Frau das mit macht, denn das ist ja leider nicht so selbstverständlich :)
Ich glaube aber auch, dass in Köln eine große Akzeptanz in Kleiderangelegenheiten herrscht, da das Publikum doch sehr gemischt ist.
Ich selber bin auch schon in Köln Shoppen gewesen, mit meiner Frau, und auch ich habe so gut wie keine Bemerkungen wegen meines Rockes mitbekommen.

Lieben Gruß
Andi

cryptoman

ZitatMeine Erfahrung ist es, dass man bei den Leuten am meisten auffällt, denen das auffällige Objekt nicht total fremd ist, wogegen die, die es ablehnen bzw. nicht verstehen, es zwar bemerken, aber es auch sofort wieder vergessen. 

Das lässt sich nicht eindeutig trennen. Den kichernden Frauenzimmern dürfte das Objekt nicht total fremd sein, dennoch herrscht ein großes Unverständnis vor, weil sie einen Kilt nicht vom Damenrock unterscheiden können oder das Ensemble ihnen nicht gefällt. ;D
Radelfreudiger Rockextremist

GregorM

#36
Zitat von: cryptoman am 04.09.2013 02:03
Den kichernden Frauenzimmern dürfte das Objekt nicht total fremd sein, dennoch herrscht ein großes Unverständnis vor, weil sie einen Kilt nicht vom Damenrock unterscheiden können oder das Ensemble ihnen nicht gefällt.

"Frauenzimmer", die den Unterschied zwischen einem Kilt und einem Damenrock nicht wissen, und die noch dazu kichern, falls ihnen die Bekleidung anderer Leute nicht gefällt. Aber wo leben doch solche? Derartige Frauen (oder Männer) gibt es in meinem Umfeld, wo es sich auch befindet, nicht.  

Gruß
Gregor

PS. Beim Kilt verstehe ich einen traditionellen Kilt, welcher übrigens Frauen nicht stehen würde. Aber wenn ich in anderen Rocktypen unterwegs bin, kichern auch keine.  
Gruß
Gregor

Remoulade

Eine Verkäuferin hat mir in einem Geschäft schon mal ein Kompliment gemacht. Und meine Chefin sieht mich sowieso lieber im Rock ...

GregorM

Zitat von: Remoulade am 05.01.2014 17:41
Und meine Chefin sieht mich sowieso lieber im Rock ...

Dann würde ich mich in deiner Falle fast dazu gezwungen fühlen, fast alle Arbeitstage im Rock zu gehen  ;).

Gruß
Gregor
Gruß
Gregor

Saari

#39
Remoulade schrieb: "... Und meine Chefin sieht mich sowieso lieber im Rock ..."

In diesem Fall täte ich ihr den Gefallen und trüge auch zur Arbeit, nicht nur in der Freizeit, einen Rock.

Das hätte den Vorteil, Du könntest dann alle Deine bisherigen Hosen entsorgen und nicht mehr die Qual der Wahl haben, was zieh ich heute an: Hose oder Rock.
Saari

steffish

meinr Freundin sieht mich auch gerne im Rock, was bei mir dazu führt das ich beides Rock oder Hose je nach Laune anziehen kann. Es ist gar nicht so unangenehm auch mal ne Hosen zu tragen wenn man das nicht unbedingt muss wenns aber einfach praktischer ist