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In welcher Stadt bin ich hier im Rock?

Begonnen von JJSW, 08.09.2015 18:44

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Skirtedman

Zugegeben, das hier muss man glaubich echt kennen, um zu wissen,
wo ich hier nun bin im Kleid!







In welcher Stadt bin ich hier im Kleid?
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

MAS

Das sieht mir nach einer archäologischen Ausgrabungsstätte aus. Ich war da aber noch nicht.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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JoHa


MAS

Heitersheim: https://www.schwarzwald-geniessen.de/eip/media/orte/schwarzwaldort_84_pic2_big.jpg
Ich würde es anhand dessen nicht erkennen. Aber vielleicht gibt es da noch mehr Gebäude.

Ich dachte aber auch sofort an eine Römervilla, fand aber kein Bild, das so ein Gebäude wie bei Wolfgang zeigt:
https://www.ecosia.org/images?q=r%C3%B6mervilla
https://www.ecosia.org/images?q=r%C3%B6mervilla%20ausgrabung

Salve!
Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Skirtedman

Nein, Heitersheim ist es nicht.

Wenngleich es eine Gegend ist, die sehr von "-heimen" geprägt ist. Obgleich es in näherer Ortsbestimmung eine "-au" ist.

Der Städtename aber reicht zur Rätsellösung. Der weist weder Au noch Heim auf. Und in seiner Einsilbigkeit ist er letztlich auch noch unendlich banal, wenn man die Beiträge unseres Skirtedman Revue passieren lässt.

Aber eine archäologische Ausgrabungsstätte ist schon mal richtig, um die es sich handelt. Es ist aber nicht Rom, auch nicht Griechenland, wenngleich die Griechen es waren, die dem letzten Wort des vollständig korrekten Namens der gesuchten Stadt nicht nur das H, sondern das ganze Wort beschert haben.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

chris-s

Ich gestehe Google ge(miss)braucht zu haben und tippe auf Määnz-Weisenau
http://www.gbv-weisenau.de/index.php?id=109
Ist das erlaubt?

MAS

Zitat von: chris-s am 02.07.2023 22:23
Ich gestehe Google ge(miss)braucht zu haben und tippe auf Määnz-Weisenau
http://www.gbv-weisenau.de/index.php?id=109
Ist das erlaubt?

In "Weisenau" kommt aber "au" vor, und das soll es doch nicht.

LG, Micha
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chris-s

Zitat von: MAS am 02.07.2023 22:35

In "Weisenau" kommt aber "au" vor, und das soll es doch nicht.

LG, Micha

"Obgleich es in näherer Ortsbestimmung eine "-au" ist.' - passt doch!

Skirtedman

#2843
Hallo chris-s!

Eigentlich kann ich einen herzlichen Glückwunsch für die Vermutung aussprechen.

Da die Lösung "Mainz am Rhein" lautet, ist der letzte Namensteil griechischer Herkunft. Die Römer hatten bereits das griechische h in der Schreibung beibehalten (wie in tabernae rhenanae abzulesen; Rheinzabern). In der Tat handelt es sich bei meinem Rätselbild um den Stadtteil Weisenau, der z.B. von Hechtsheim und Laubenheim und noch ganz vielen anderen "-heim"en umgeben ist.

Das hast Du also goldrichtig analysiert - und Mainz im Falle von mir ist eigentlich eine recht banale Rätselstadt. Da muss man aber erst einmal draufkommen...  ;)

Ich könnte jetzt gemein sein und noch mal an die Knobelrunde die Folgefrage stellen:
Wo genau habe ich mich da abgelichtet?

Dass es sich um etwas archäologisches handelt, hat Micha richtig gedeutet. Die Frage ist, was genau wurde hier von den Archäologen ausgegraben?

Vielleicht weiß es wer. Oder Ihr könnt es Euch denken? Auch Einheimische können mitraten.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

MAS

#2844
Lieber Wolfgang,

aber warum schreibst Du

ZitatDer Städtename aber reicht zur Rätsellösung. Der weist weder Au noch Heim auf.]Der Städtename aber reicht zur Rätsellösung. Der weist weder Au noch Heim auf.
wenn es doch Mainz-Weisenau ist? Ach so, Du meinst "Weisenau" gehört nicht zum Städenamen, sondern zum Satdtteilnamen. Na ja, so kann man geneigte Rätsler auch in die Irre führen. Aber da ich von Mainz-Weisenau auch noch nie was gehört habe, hätte ich es so auch nicht herausgefunden. Zumal die Bilder, die ich anschließend davon fand, auch nicht das Gebäude zeigen, vor dem Du da stehtst auf Deinem Foto. Oder die Perspektive ist so anders, dass es so anders aussieht.

LG, Micha
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Skirtedman

Gut, dass Du Deine Frage selbst beantworten konntest.

Da wir nun aber auch den Stadtteil kennen, steht nur noch die Folgefrage im Raum,
welcher Art diese Ausgrabungsstätte ist. Also: was wurde da ausgegraben?

Die genaue Lage, oder gar die offizielle Bezeichnung, ist nicht wichtig.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

MAS

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Skirtedman

#2847
Ja, richtig, ein Gräberfeld.

Und zwar ist da nicht nur was verbuddelt worden, sondern sind - je nach Reichtum der Familie - auch oberirdische Aufbauten errichtet worden. So, wie man das auch heute noch von wohlhabenden Familiendynastien moderner Friedhöfe kennt.

Diese römischen Grabdenkmäler entstanden oft - wie hier im heutigen Weisenau - links und rechts der großen Ausfallstraßen außerhalb der Siedlungen (ab einer gewissen Bannmeile). Und das durchaus mehrreihig.

Hier war es nicht nur - wie in einem Deiner Links beschrieben - die Straße zu einem nahen Römerlager, sondern diese Straße war auch die einst wichtige Rheintalstraße nach Basel bzw. Augusta Raurica in der Nähe des heutigen Kaiseraugst (CH).

Spätestens nach Tagesetappen gab es auf dieser Strecke Herbergen und Relaisstationen, sogenannte Tabernae (zu Deutsch: Tavernen). Nach dieser ersten Tagesetappe südlich von Mainz lag auch Tabernae Rhenanae, das von mir erwähnte Rheinzabern. Dieses Rheinzabern war eine Zeitlang eine wichtige Produktionsstelle von Terra Sigillata, dessen Geschirr weithin transportiert wurden.

Aber auch hier an der Ausfallstraße aus Mainz, beim Gräberfeld gab es Brennöfen, z.T. um die Grabbeigaben vor Ort herzustellen.

Die wichtige Ausfallstraße war später nicht mehr so wichtig, weil die Römer ja die Grenze zu den germanischen Stämmen verschob. Anfangs war die Grenze der Rhein. Später vertrieben sie ja die Chatten, um noch eine rechte Rheintalstraße zu haben, um schneller von Mainz nach Augsburg bzw. umgedreht ;) zu kommen.

Die Chatten - eigentlich ein keltischer Stamm - werden mit dem Reibelaut wie in Dach ausgesprochen. Auf sie geht der heutige Gebietsname "Hessen" zurück. Wir wissen ja, dass die Buchstaben t und s  (und ähnliche Laute) ziemlich austauschbar sind. In unserer Endung -tion wird das ja heute noch immer deutlich. Oder bei "wat/dat" bzw. "was/das" usw. Und das heute gebräuchliche lateinische "Hassia" ist keine Erfindung der Römer, sondern wurde erst deutlich später von irgendwelchen Bewanderten (Gelehrten) latinisiert.

Summa summarum: Prima, summa cum laude, Micha, gut recherchiert!

Achja, und die Grabdenkmäler, diese Aufbauten auf diesem Gräberfeld, die wurden nicht mehr ausgebuddelt; das hatten nach den Römern Generationen später die Leute als willkommenes Baumaterial für neue Gebäude wiederverwendet.

P.S.: Wer wissen will, wo genau man sich das anschauen kann, findet eine genau Beschreibung in Michas zweitem Link:
via selpulcrum moguntiaci
Es liegt ein bisschen versteckt in einer kleinen Bürostadt.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

MAS

Und hast Du das auch verstanden: Datis enepis potus Mogontiacum?

Eigentlich heißt es: Datis enepis potus Colonia.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Ludwig Wilhem

#2849
Hallo, ein herzliches Dankeschön für die tollen Infos über Mainz. Ich war gestern bei einer Führung und machte folgendes Bild wo?
Das zweite Bild zeigt die Natur am Rande der Stadt.
LG Ludwig
Ich trage Röcke oder Kleider gerne, denn es sind Kleidungsstücke für uns alle.