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Im Rock auf der Arbeit

Begonnen von MAS, 03.11.2022 16:29

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cephalus

#360
Zitat von: hirti am 28.02.2023 07:37
Hallo Kollegen!

Wie unschwer zu erraten habe ich's natürlich wieder getan. Heute bin ich im gleichen Rock wie beim letzten Mal im Büro gewesen, allerdings mit anderem Oberteil.

So schnell hätte ich nicht damit gerechnet  ;)
Gefällt mir dieses Mal besser, weil es nicht ganz so konservativ wirkt. Wenn dann noch die Strumpfhose dünner werden wird, ist alles perfekt ;D

Echt erfreulich,  dass es so gut gelaufen ist, scheint ja wirklic kein Problem zu sein. Wobei so Begriffe wie "Rockerl" doch etwas auf die Ratlosigkeit und Unsicherheit der Kollegen hindeuten.

Skirtedman

Ja, Cephalus (Deinen letzten Satz betreffend) :

Wobei so manche Kollegenreaktion, wie sie hier beschrieben ist, natürlich auch durchaus negativ gedeutet werden könnte.

Aber ein Mensch, der sich bewusst etwas angreifbar gibt, sollte vor solchen negativen Interpretationen eher gefeit sein und in der Lage sein, drüber zu stehen bzw. sie in positivem Lichte zu betrachten.

Manche mögen das als Selbstbelügen ("Selbstbetrug" habe ich hier schon gelesen) bezeichnen. Andere mögen das als etwas bezeichnen, was man einfach mal wegstecken muss, um nicht ewig auf der selben Stelle zu treten.

Prima, Hirti!
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Uckermärker

#362
Hallo Hirti, dein Outfit ist absolut Top!!!
Wer da mault, dem ist nicht mehr zu helfen!

Von einigen, ja auch älteren Frauen habe ich ebenfalls öfter so etwas gehört wie: "Oh, ein Röckchen" - als ob man ein kleines Mädchen ist ...

Wahrscheinlich waren für sie damals die Hosen die Erlösung aus der Rock "Sklaverei". Und sie können noch nicht so richtig glauben, dass wir freiwillig und mit Genuss Röcke tragen.

Jüngere Frauen finden es dagegen eher sehr inspirierend.

Mir drängt sich sowieso immer mehr der Gedanke auf, dass es genau anders herum ist: Röcke für Männer - Hosen für Frauen.
Gegen den Strom schwimmen & Anderssein wagen hält lebendig! Nur Mut!

Stadtneurotiker

Zitat von: hirti am 28.02.2023 07:37Wie unschwer zu erraten habe ich's natürlich wieder getan. Heute bin ich im gleichen Rock wie beim letzten Mal im Büro gewesen, allerdings mit anderem Oberteil.
Schnieke! Bzw. fesch!

Zitat von: hirti am 28.02.2023 07:37Kollege der zu lockeren Sprüchen neigt:
"Wo is der Dudelsack?"
(Es folgte eine kleine Plauderei über Dudelsäcke :-) )
Da habe ich die Antwort von Ferdi übernommen: "Unter meinem Rock."
Lieb doch, wen Du willst! Und trag doch, was Dir gefällt!

MAS

Zitat von: Stadtneurotiker am 28.02.2023 16:26
Zitat von: hirti am 28.02.2023 07:37Kollege der zu lockeren Sprüchen neigt:
"Wo is der Dudelsack?"
(Es folgte eine kleine Plauderei über Dudelsäcke :-) )
Da habe ich die Antwort von Ferdi übernommen: "Unter meinem Rock."

Mich hat mal ein anderer Deutscher in einem Bus in der Bretagne gefragt, ob ich Dudelsack spiele. Ich meinte, das nicht, aber Tin Whistle, holte sie aus der Tasche und spielte dem ganzen Bus ein paar bretonische Stücke vor. Erst später kam mir der Gedanke, er hat mich wegen meines Rocks danach gefragt. ;D

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

JJSW

Immer wieder interessant, hier zu lesen, wenn jemand sich das erste Mal im Rock zur Arbeit wagt.
Da erinnere ich mich daran, wie es bei mir begonnen hat.

Interessant, auch mal wieder die Reaktionen darauf nachzulesen.

Das erste Mal im Kleid löste dann einige Reaktionen aus, die ich erst nach einiger Zeit mitbekommen habe. Da wurde doch getratscht.

Aber einfach weitergemacht ("Jetzt erst recht"), und bald war auch die Tratscherei passé.

Wenn ich dann zum Herbst wieder Hosen auf der Arbeit trage und dann am letztem Arbeitstag kurz vor Weihnachten doch nochmal im Rock auftauche, löst das auch Reaktionen aus.

Jetzt wirds Zeit, das es Frühling wird. Ende April, Anfang Mai werde ich wohl die neue Rocksaison auf der Arbeit starten.

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Erwin

Wenn ich auf ein Konzert oder ein Festival gehe, trage ich immer einen Rock. Oder in einem Kleid... Gestern war ich nach der Arbeit auf einem Konzert. Ich hatte bereits gesagt, dass ich in einem Rock dorthin gehen würde. Also beschloss ich, den ganzen Rock mitten am Tag anzuziehen. Absolut in Ordnung. Und tatsächlich waren die Reaktionen beiläufiger und sie interessierten sich mehr dafür, welche Band ich sehen würde, als oh, du trägst einen Rock. Dann bin ich einfach wieder arbeiten gegangen.
Jeder Mensch ist einzigartig und doch sehen wir alle gleich aus. Wir sind alle menschliche Wesen. Wozu also die Unterscheidung zwischen uns und ihnen?

Skirtedman

Cool!

In meinem Werdegang brauchte ich auch manchmal so Situationen, wo ich mir sagte: "Da muss ich jetzt durch" trotz aller Skrupel vorher. Situationen, wo irgendwann der Punkt erreicht war: "Jetzt gibts kein Zurück!" - gerade was das Arbeitsumfeld anging.

Und es ging immer gut!
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

hirti

#368
@Erwin!
Dir gratuliere ich wenn es geschafft hast, auch zum ersten Mal im Rock in die Arbeit zu gehen.
Bestimmt war dein Nervenkitzel genau so groß wie bei mir (und vermutlich jedem anderen der diesen Schritt gewagt hat)

@JJSW
interessant und schön zu lesen, dein Bericht von DEINEM ersten Mal in der Arbeit!
Ich habe ihn bestimmt damals gelesen, aber nach 6 Jahren habe ich mich nicht mehr daran erinnert.

@cephalus & skirtedman
Dem Begriff "Rockerl" muss man jetzt keine größere Bedeutung beimessen.
Für andere Menschen ist ein Rock ja nicht sowas wichtiges und heiliges für unsereinen, da kommen eben auch weniger anbetende Begriffe zum Einsatz. Die beiden Kollegen die den Begriff verwendet haben kenne ich seit 25 Jahren und beide sind mir wohlgesonnen und außerdem keine Charaktäre die andere verarschen.
Meine Friseurin verwendet übrigens grundsätzlich das Wort "Kittl" für Rock. Bei uns in Österreich durchaus üblich, aber normalerweise recht abwertend gemeint.

Gestern ist mir wieder bewusst geworden wie unterschiedlich doch Kleidung bei der Arbeit bei Frauen sein kann und wie unterschiedlich damit auch zu verstehen ist dass ein Mann das tragen könnte was eine Frau in dieser Position tragen würde.

Ich war beruflich in einem guten Hotel.
Beim Frühstück traf ich auf eine jüngere Frau in ihrem Business Outfit. Es war ein schwarzes Kostüm aus Rock, Blazer und Pumps. Klingt soweit nicht spektakulär.
Aber sie war feminin gebaut und der Rock so eng dass er einen Hammer Hintern formte und der Blazer so gut geschnitten dass Mann beim Blick auf Oberweite unweigerlich große Augen bekam. Unterstützt wurde das ganze noch durch hohe Pumps mit schmalem Absatz.
Bei uns in der Firma würde nie keinesfalls never ever eine Frau so etwas tragen. Und damit bin ich mit knielangem Rock und transparenter FSH eigentlich schon sexier unterwegs als alle Frauen in unserer Firma das je sind.

Erwin

Ich hatte keine große Aufregung. Ich hatte etwas mehr Überraschung erwartet. Aber das gab es wirklich nicht.

Meine Kleiderwahl ist immer sehr feminin. Und in meinem letzten Bericht, den ich Ihnen geschickt habe, sah man deutlich, dass ich einen Rock trug. Obwohl die Bilder kleiner waren.

In der Vergangenheit habe ich das Firmengelände meines Arbeitgebers oft im Rock verlassen.
Jeder Mensch ist einzigartig und doch sehen wir alle gleich aus. Wir sind alle menschliche Wesen. Wozu also die Unterscheidung zwischen uns und ihnen?

hirti

#370
Hallo!

Hier habe ich mein Leder-Kostüm gezeigt in dem ich mich mit meiner Schwester getroffen habe:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=7675.msg172955#msg172955

Dabei kam mehrmals die Antwort von euch dass ich doch dieses Outfit auch ins Büro tragen könnte.

Darüber zerbreche ich mir auch selber schon den Kopf, seit ich's getragen habe. Auf der einen Seite reizt mich dieses Outfit sehr für die Arbeit.
Auf der anderen Seite frage ich mich schon ob ich (so schnell) einen so großen Schritt gehen kann? Kiltartiger knielanger Rock mit blickdichter FSH ist noch sichere Zone und eher unaufdringlich. Aber wenn ich selber einer Kollegin gegenübersitzen würde, die so ein Lederkostüm trägt, tät das meine Konzentrationsfähigkeit schon merklich beeinflussen. Will heißen, für mich ist das schon sexy.
Die Länge meines Lederrockes ist am Bild perfekt züchtig. Da stehe ich aber auch. Wenn man sitzt, dann schiebt sich sich so ein Rock ganz schön nach oben und Mann präsentiert am Schreibtischsessel plötzlich seinen halben Oberschenkel in transparenter FSH.

Dem entgegenhalten könnte man natürlich dass ich mit dieser Überlegung eigentlich nie Röcke tragen dürfte, die über dem Knie enden. Vielleicht grüble ich aber auch zu viel weil ich momentan alle Wege in der Abteilung mit dem Schreibtischsessel fahre - also bei jedem Kollegen sitze mit dem ich spreche. (=> Rocklängenpoblem).
Man könnt' ja auch bei Besprechungen stehen...?

viele Überlegungen...

Erwin

Zitat von: hirti am 07.03.2023 08:12
Hallo!

Hier habe ich mein Leder-Kostüm gezeigt in dem ich mich mit meiner Schwester getroffen habe:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=7675.msg172955#msg172955

Dabei kam mehrmals die Antwort von euch dass ich doch dieses Outfit auch ins Büro tragen könnte.

Darüber zerbreche ich mir auch selber schon den Kopf, seit ich's getragen habe. Auf der einen Seite reizt mich dieses Outfit sehr für die Arbeit.
Auf der anderen Seite frage ich mich schon ob ich (so schnell) einen so großen Schritt gehen kann? Kiltartiger knielanger Rock mit blickdichter FSH ist noch sichere Zone und eher unaufdringlich. Aber wenn ich selber einer Kollegin gegenübersitzen würde, die so ein Lederkostüm trägt, tät das meine Konzentrationsfähigkeit schon merklich beeinflussen. Will heißen, für mich ist das schon sexy.
Die Länge meines Lederrockes ist am Bild perfekt züchtig. Da stehe ich aber auch. Wenn man sitzt, dann schiebt sich sich so ein Rock ganz schön nach oben und Mann präsentiert am Schreibtischsessel plötzlich seinen halben Oberschenkel in transparenter FSH.

Dem entgegenhalten könnte man natürlich dass ich mit dieser Überlegung eigentlich nie Röcke tragen dürfte, die über dem Knie enden. Vielleicht grüble ich aber auch zu viel weil ich momentan alle Wege in der Abteilung mit dem Schreibtischsessel fahre - also bei jedem Kollegen sitze mit dem ich spreche. (=> Rocklängenpoblem).
Man könnt' ja auch bei Besprechungen stehen...?

viele Überlegungen...

Dieser Rock mit Jacke sieht eigentlich ziemlich ordentlich aus. Ich finde es nicht wirklich sexy. Vielleicht suchen Sie einen oder mehrere Röcke in dieser Länge, die zu Ihrer Jacke passen. Machen Sie daraus eine Bürokombination. Vielleicht verschiedene Farben.
Jeder Mensch ist einzigartig und doch sehen wir alle gleich aus. Wir sind alle menschliche Wesen. Wozu also die Unterscheidung zwischen uns und ihnen?

Uckermärker

Ich finde das passt. Es sieht sehr geradlinig aus - das hätte auch Steve Jobs tragen können - ein Outfit, dass Kreativität ausdrückt und die Fähigkeit symbolisiert eingefahrene Wege zu verlassen und Neues zu wagen - Werte, die gerade im Business immer wichtiger werden.

Ich denke die klassischen Herrenschuhe setzen hier den richtigen Akzent.

Spitze Hochglanz Damenschuhe würden das Outfit komplett drehen.

VG Jens
Gegen den Strom schwimmen & Anderssein wagen hält lebendig! Nur Mut!

cephalus

Hallo Hirti,
auf den Fotos ist der Unterschied zwischen Arbeits- und "Schwesternoutfit" nicht wirklich markant. Wie du es beschreibst ist er deutlich größer.  Und vor allem femininer.
Sexy wie Du es empfindest, würde ich nicht zwingend sagen, das liegt im Auge des Betrachters.

Ich denke Du solltest nichts überstürzen und ganz langsam den Rock etablieren,  alle ein bis drei Wochen mal im Rock erscheinen, bis es eben normal ist, dass der Hirti eben gelegentlich Rock trägt. Erst dann würde ich weiter gehen.
Aber gut,  du hast grundsätzlich eine offensiver und schnellere Herangehensweise als ich.

Ich selbst würde, ausser zu besonderen Anlässen, auch keinen Rockt tragen, der mich in meiner Tätigkeit einschränkt, behindert  oder meine Aufmerksamkeit bindet. So klingt es aber, wenn du darüber nachdenkst  die Position für Gespräche mit Kollegen zu ändern - was prinzipiell natürlich kein Problem darstellt.

Uckermärker

#374
Ich mag auch einen Rock, in dem ich mich frei und ungehindert bewegen kann. Das ist mir auf der Arbeit am liebsten. Wenn ich an den Rock gar nicht mehr denke, außer wenn einer mich gezielt mustert, dann passt es richtig.

In der ersten Zeit, war ich den ganzen Tag wie in Hochspannung - bis sich jetzt mein Körper an das Tragegefühl gewöhnt hat (jetzt ist mir das Tragen von Hosen ungewohnt...)

Dein "Schwesternoutfit" hirti finde ich echt toll, besonders der gelbe Pullover ist der Bringer.

Praktisch sind wir Fashion-Explorer - Mode-Entdecker. Wir präsentieren unserer Umgebung immer wieder Outfits, die sie so an einem Mann noch nicht gesehen haben.
"So" wie Steve Jobs damals das iPhone präsentierte, was keiner so vorher kannte - wir nur mit viel weniger Aufmerksamkeit und er hätte sich wahrscheinlich nie getraut das in einem Rock zu tun - überhaupt je einen zu tragen. Im Rollkragen Pullover und schlichtem geraden Rock wäre er wahrscheinlich über sich hinaus gewachsen ...

Gegen den Strom schwimmen & Anderssein wagen hält lebendig! Nur Mut!

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