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Andere Länder - bessere Sitten

Begonnen von Ferdi, 17.08.2006 00:54

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Ferdi

Hallo!

In einem Forum, in dem normalerweise den Männern, die was anderes als ´ne Hose, einen Anzug oder Socken tragen, permanent eingeredet wird, dass sie sich auf die Couch eines Weißkittels mit Hämmerchen in der Hand legen müßten,  habe ich diesen schönen Beitrag gefunden. Der ist es mir wert, ausnahmsweise einen Link auf dieses Psycho-Forum zu legen. Denn ich finde ihn wirklich schön, zeigt er doch auf, wer wirklich auf die Couch der Bekloppenden gehört.

Schönen Gruss,
Ferdi
Freiheit heißt, sich von anderen unterscheiden zu dürfen.

antares

Hi Ferdi,

wirklich ein netter Artikel, hab ihn genossen.

Danke und Gruß

antares

PS: Hast Du eigentlich meine PM neulich bekommen?
Die Welt ist so, wie wir sie sehen. Wäre sie anders, wären wir nicht da, um sie beobachten zu können.
(Anthropisches Prinzip)

triks

Hallo Ferdi,

Deinen Beitrag und den referenzierten Text kann ich nicht recht in Beziehung bringen. Ich habe mir auch die andere Geschichten des Authors angetan und halte sie allesamt für Fiktion. Und wieso Psycho-Forum? Da diskutieren Leute über ihren Fetisch und nicht über Psychologie.

Ich bin nicht gegen Strumpfhosen eingestellt. Trage im Winter selber welche. Nur ist es für mich kein Fetisch sondern Alternative zur langen Unterhose. Das ist alles. Ich habe keine Ahnung, was Psychologen dazu meinen. Da ich kein Problem damit habe, gibt es für mich auch keinen Grund, darüber mit einem Psychologen zu reden. Ich würde auch nicht über lange Unterhosen mit einem Psychologen reden.

hirti

#3
Zitat von: Ferdi am 17.08.2006 00:54
...Psycho-Forum...

Hallo!

Wieso hamma eigentlich dieses Forum nimmer lieb?
Waren das nicht irgendwann auch mal Freunde? Und warum wurden sie zu Feinden? Ich habe zwar schon früher mal mitbekommen dass da etwas war, aber was, dafür habe ich nie eine Erklärung gefunden. Hat wer eine für mich?

Gruß von hirti

JuergenB

Hallo hirti,

nachdem mir dort jegliche andere als sexuelle Motivation abgesprochen wurde, habe ich mich dort jedenfalls zurückgezogen. Als Begründung wurde von der Betreiberin der Seite genannt, das könne gar nicht anders sein wenn ein Mann sowas trägt. Menschen mit so beschränktem Horizont sind nicht meine Gesprächspartner.

Gruß
Jürgen

Ferdi

Hallo hirti!

Jürgen hat schon alles Wesentliche genannt. Hinzu kommt noch, dass das Forum von einem Online-Shop betrieben wird und nicht von einer Privatperson. Für die Verkaufspromotion eines Shops arbeite ich aber nicht umsonst.

Das Forum dort ist keineswegs mein Feind, wie Du schreibst. Die können meinetwegen machen was sie wollen, wir lassen sie in Ruhe und umgekehrt auch. Aber als ein Forum, das den Männern dort die Angst vor der alternativen Kleidung nehmen soll, kann ich das nicht sehen. Ganz im Gegenteil, es herrscht dort eine Atmosphäre, die solche Ã,,ngste auch noch verstärkt.

Die mir persönlich bekannte Betreiberin hat mich vor einigen Jahren gebeten, doch das dortige Unterforum "Herrenröcke" als Board-Moderator zu übernehmen. Das habe ich abgelehnt. Als ich dann auch noch gebeten habe, den Link auf meine Homepage aus der Linkliste zu nehmen und KtV dieselbe Bitte für maennerrock.de und das Parsimony-Forum  äußerte, da ging der Tornado erst richtig los. Das hättest Du mal erleben sollen. Wir wollten einfach vermeiden, dass uns das Finanzamt eines Tages mal die höfliche Frage stellt, wie hoch denn unsere Einnahmen aus dem dortigen Engagement seien.

Gruss,
Ferdi
Freiheit heißt, sich von anderen unterscheiden zu dürfen.

JuergenB

Zitat von: Picture am 18.02.2007 13:01
Aber eines habe ich damals gelernt: werden solche Fragen sofort mit sexuellem assoziiert, handelt es sich zumeist um konservative Geister. Das mag an der konfessionellen Erziehung liegen. An den daraus resultierenden Ã,,ngsten. Diese Menschen mühen sich sehr, einen anderen Eindruck nach außen zu tragen, achten sehr auf die Signale, die sie setzen, haben zumeist wenig Spielerisches.

Hallo Picture,

da habe ich noch eine andere These: Jede/r unterstellt dem anderen das, was er / sie selber machen würde. Wenn also jemand ausschließlich die sexuelle Motivation für ein bestimmtes Kleidungsstück sieht, wird diese Person dieses Kleidungsstück auch ausschließlich sexuell motiviert  dieses Kleidungsstück tragen.

Nein, schlimm finde ich das nicht. Kurios ist nur, daß eine Frau wie J. offensichtlich aus dieser Motivation diese Kleidung trägt, beim anderen Geschlecht diese Motivation aber negativ findet. Sorry, aber wie soll Fortpflanzung funktionieren, wenn Sexualität nur für ein Geschlecht da ist?

Gruß
Jürgen

nasenbaer

#7
Zitat von: Jürgen64 am 18.02.2007 13:16
Kurios ist nur, daß eine Frau wie J. offensichtlich aus dieser Motivation diese Kleidung trägt, beim anderen Geschlecht diese Motivation aber negativ findet.

Vielleicht spielt da auch wieder Gewohnheit bzw. fehlende Gewohnheit eine Rolle?

Frauen präsentieren sich mehr oder weniger gewöhnlich von ihrer erotischen/reizvollen Seite. Männer sind daran gewöhnt, weil sie davon ständig umgeben sind, unabhängig davon ob sie das möchten.

Umgekehrt sind Männer üblicherweise eben die "Beobachter" und nicht die "Akteuere". Frauen sind die "Akteure" und als solche nicht gewohnt mit sexuellen Reizen von Männern konfrontiert zu werden. Dementsprechend sind sie es nicht gewohnt mit dem umzugehen, was sie dann erleben und fühlen, wenn sie sich selbst sexuellen Reizen des anderen Geschlechts ausgesetzt sehen.

Nur mal so als These...
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)

nasenbaer

#8
Zitat von: Picture am 18.02.2007 18:51
Sicherlich verlaufen sich viele erstmal in Fetischismus oder Transsexualtität, weil es dazwischen wenig für den Mann gibt.

Eigentlich gibt es sehr viele Varianten, auch für Männer, nur vergleichsweise wenige "Schubladen" bzw. Begriffe für teilweise noch immer recht unbekannte Alternativen.

Es gibt einen schönen Text zum Thema Transvestitismus:

Eine philosophische Betrachtung - Gedanken zum Transvestitismus


Die These darin, daß Transvestitismus ein gesellschaftliches Korrektiv für ein viel zu eng gefasstes Männerbild sei, gefällt mir sehr gut.

Auch daß es Transvestitismus nur durch eine geschlechtsspezifische Kleiderordnung geben kann, ist eine interessante Feststellung. Anderenfalls müsste sich ja auch kein Mann (vermeintlich) dafür rechtfertigen, daß er einen Rock trägt.

Transvestitismus kann also auch als Begriff für jegliches "Ausbrechen" aus traditionellen Rollenvorstellungen gesehen werden und damit als Überbegriff für alles was es außer Fetischismus und Transsexualität noch so gibt.
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)