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Sicher oder nicht?

Begonnen von GregorM, 30.01.2016 01:34

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GregorM

Hallo alle,

im Herbst wird in Köln die Photokina-Messe stattfinden, und normalerweise buche ich Flug und Hotel im Februar, bevor die Preise steigen. Diesmal bin ich aber im Zweifel, ob es überhaupt eine gute Idee ist.

In 2014 bin ich in Köln, Düsseldorf und Essen fünf Tage lang ausnahmslos im Kilt und Rock unterwegs gewesen, tagsüber und bis spät in den Abend. Bin zum Beispiel im Opernhaus gewesen und spät mit dem Zug von Köln nach Düsseldorf gefahren. Und von Essen nach Düsseldorf. Total problemlos. 

Wie sieht es jetzt aus? Könnte ich morgen vielleicht einen kurzen Rock und eine Strumpfhose anziehen und abends durch die Straßen Kölns gehen und in den Hauptbahnhof hinein und weiter zum Bahnsteig hinauf und auf den Zug nach Düsseldorf warten, und mich dabei so sicher fühlen wie vor zwei Jahren? Oder müsste ich mehr aufpassen? Sollte ich vor Einwanderern fürchten, oder vor Gegnern der Einwanderer oder vor beiden? Und vorsichtshalber auf die Hose zurückgreifen?
   
Gruß
Gregor
Gruß
Gregor

Dieter

Zitat von: GregorM am 30.01.2016 01:34

Wie sieht es jetzt aus? Könnte ich morgen vielleicht einen kurzen Rock und eine Strumpfhose anziehen und abends durch die Straßen Kölns gehen und in den Hauptbahnhof hinein und weiter zum Bahnsteig hinauf und auf den Zug nach Düsseldorf warten, und mich dabei so sicher fühlen wie vor zwei Jahren?

Oder müsste ich mehr aufpassen?

Sollte ich vor Einwanderern fürchten, oder vor Gegnern der Einwanderer oder vor beiden?

Und vorsichtshalber auf die Hose zurückgreifen?
   
Gruß
Gregor


Um es kurz zu machen:
Sicher: aber klar
Mehr aufpassen: Nein
Fürchten: Nein
Hose: Nein

Ich komme aus der Gegend und sehe im Alltag keine Veränderung der Lage.

schöne Grüße

Dieter

MAS

Zitat von: Dieter am 30.01.2016 07:26
Zitat von: GregorM am 30.01.2016 01:34

Wie sieht es jetzt aus? Könnte ich morgen vielleicht einen kurzen Rock und eine Strumpfhose anziehen und abends durch die Straßen Kölns gehen und in den Hauptbahnhof hinein und weiter zum Bahnsteig hinauf und auf den Zug nach Düsseldorf warten, und mich dabei so sicher fühlen wie vor zwei Jahren?

Oder müsste ich mehr aufpassen?

Sollte ich vor Einwanderern fürchten, oder vor Gegnern der Einwanderer oder vor beiden?

Und vorsichtshalber auf die Hose zurückgreifen?
   
Gruß
Gregor


Um es kurz zu machen:
Sicher: aber klar
Mehr aufpassen: Nein
Fürchten: Nein
Hose: Nein

Ich komme aus der Gegend und sehe im Alltag keine Veränderung der Lage.

schöne Grüße

Dieter


Dem schließe ich mich an: Ich sehe keine besondere Gefahr in Köln. Ich bin selber oft im Rock quer durch NRW mit Umsteigen in Köln unterwegs. Habe noch nie ein Problem gehabt.

LG!
Michael
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

high4all

Lieber Gregor,
es wundert mich, dass Du in vorauseilendem Gehorsam eine Hose in Erwägung ziehst. Damit unterstellst Du Einwanderern und Einwanderergegnern unlautere oder böse Absichten. Ob solche Überlegungen für das Zusammenleben gut sind, bezweifele ich.

LG
Hajo
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

DesigualHarry

Hallo Gregor!

Mich überrascht deine Sorge.... Ich denke dass hast du absolut nicht nötig. :)

Für mich währe es die Optimale Bühne zu dem zu stehen was ich bin! 8) Gerade in solchen Situationen kann man unglaublich viel Selbstvertrauen und Selbstsicherheit gewinnen. Die Hose anziehen und mich den Gegebenheiten anpassen währe für mich nicht nur ein riesiger Rückschritt, sondern würde den "Gegnern der Individualität" wunderbar in die Karten spielen.

Liebe Grüße!

androgyn

Zitat von: high4all am 30.01.2016 08:44
Lieber Gregor,
es wundert mich, dass Du in vorauseilendem Gehorsam eine Hose in Erwägung ziehst. Damit unterstellst Du Einwanderern und Einwanderergegnern unlautere oder böse Absichten. Ob solche Überlegungen für das Zusammenleben gut sind, bezweifele ich.

LG
Hajo
Das hat mit vorauseilendem Gehorsam nichts zu tun, sondern mit gesundem Maß an Selbstschutz. Gregor geht es um seine Gesundheit. Ich wäre zumindest so aufmerksam wie sonst auch, bevor sich was zusammenbraut.

Sicher: Nicht weniger als vorher
Mehr aufpassen: Ein gesundes Maß
Fürchten: Nein, nur Gefahren solltest du aus dem Weg gehen.
Hose: Nein. Du trägst eh Kilt. Der ist akzeptiert.

high4all

Zitat von: rock aktiv glittergold am 30.01.2016 10:41
Zitat von: high4all am 30.01.2016 08:44
Lieber Gregor,
es wundert mich, dass Du in vorauseilendem Gehorsam eine Hose in Erwägung ziehst. Damit unterstellst Du Einwanderern und Einwanderergegnern unlautere oder böse Absichten. Ob solche Überlegungen für das Zusammenleben gut sind, bezweifele ich.

LG
Hajo
Das hat mit vorauseilendem Gehorsam nichts zu tun, sondern mit gesundem Maß an Selbstschutz. Gregor geht es um seine Gesundheit. Ich wäre zumindest so aufmerksam wie sonst auch, bevor sich was zusammenbraut.

Sicher: Nicht weniger als vorher
Mehr aufpassen: Ein gesundes Maß
Fürchten: Nein, nur Gefahren solltest du aus dem Weg gehen.
Hose: Nein. Du trägst eh Kilt. Der ist akzeptiert.
Wenn es um Selbstschutz geht, darfst Du auch nicht mehr auf die Straße, denn Du könntest Opfer eines Verkehrsunfalles werden.

2014 sind 392912 Personen im Straßenverkehr verunglückt, davon sind 3377 zu Tode gekommen.

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/Tabellen/UnfaelleVerunglueckte.html

Auch Bahnfahren ist nicht ganz ungefährlich:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/Tabellen/Eisenbahnunfaelle.html

Wie viele Menschen sind durch Flüchtlinge und Flüchtlingsgegner verletzt worden oder umgekommen?

Und wie viele sind durch Unfälle im Haushalt zu Schaden gekommen?

http://www.tz.de/leben/gesundheit/gefaehrlicher-haushalt-2240016.html

http://www.baua.de/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Unfaelle/Gesamtunfallgeschehen/Gesamtunfallgeschehen.html

Bleib zu Hause im Bett. Oder lieber doch nicht, denn die meisten Menschen sterben im Bett.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

androgyn

Das sind wieder mal richtig dumme Vergleiche.
Auf einen Verkehrsunfall hat man nicht immer zwingend Einfluss, außer nach Links und rechts vorher zu gucken.
Oder als Autofahrer, die Verkehrsregeln einzuhalten und für die Blödheit anderer mitzudenken.
Mit einem Rock in vorbelastete Gebiete zu gehen, hat dagegen schon etwas damit zu tun, dass man sich bewusst ist, wessen Gefährdungen man sich aussetzt.

high4all

Zitat von: rock aktiv glittergold am 30.01.2016 13:07
Mit einem Rock in vorbelastete Gebiete zu gehen, hat dagegen schon etwas damit zu tun, dass man sich bewusst ist, wessen Gefährdungen man sich aussetzt.
Zum Beispiel Deutschland?
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

GregorM

Zitat von: rock aktiv glittergold am 30.01.2016 10:41
Das hat mit vorauseilendem Gehorsam nichts zu tun, sondern mit gesundem Maß an Selbstschutz. Gregor geht es um seine Gesundheit. Ich wäre zumindest so aufmerksam wie sonst auch, bevor sich was zusammenbraut.

Sicher: Nicht weniger als vorher
Mehr aufpassen: Ein gesundes Maß
Fürchten: Nein, nur Gefahren solltest du aus dem Weg gehen.
Hose: Nein. Du trägst eh Kilt. Der ist akzeptiert.

Genau so ist für mich die Problemstellung.

Ich habe nicht die Absicht, eine Hose zu tragen, aber ich könnte mir fern von Städten, Ortschaften und Ländern halten, wo eine erhöhte Gefahr bestände.

Erfreulich deshalb hier zu lesen, dass Ihr einig seid, dass mit einer verringerten Sicherheit nicht zu rechnen sei.

Gruß
Gregor
Gruß
Gregor

androgyn

Zitat von: high4all am 30.01.2016 13:25
Zum Beispiel Deutschland?
Na klar. Geh mal in deinem Outfit durch Duisburg oder Marxloh. Ich kann auf ein Messer im Rücken liebend gern verzichten.

PS: Was mir nämlich auffällt ist, dass sich hier jeder seine Schutzräume sucht. Man geht zwar aus usw., aber immer dorthin, wo man weiß, das man auf gebildtete Menschen trifft. Keine Ahnung, ob das bewusst oder unbewusst passiert. Ich habe mich dabei auch schon erwischt. Letztens waren welche, die ich kenne, mit ein paar lesbischen Freundinnen in einer Discothek. Die wurden mit KZ-Liedern beim verlassen verabschiedet und einer der Freunde, die mit den Lesben unterwegs waren, bekam vor dem Eingang von einem "Flüchtlingsgegner" paar reingezimmert. Achja warum Flüchtlingsgegner? Die besagte lesbische Frau wurde wegen ihres Aussehen, (kurze Haare, maskuline Hosen) von einem dieser Gäste als Antifamitglied bezichtigt. Und dann gings los.

high4all

#11
Zitat von: rock aktiv glittergold am 30.01.2016 14:18
Zitat von: high4all am 30.01.2016 13:25
Zum Beispiel Deutschland?
Na klar. Geh mal in deinem Outfit durch Duisburg oder Marxloh. Ich kann auf ein Messer im Rücken liebend gern verzichten.

Wetten, dass nichts passiert. Duisburg ist nicht homogen und auch Marxloh nicht. Selbst Dresden nicht, weshalb ich Deine Schilderung der Ereignisse vor der Disco nicht verallgemeinere.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

androgyn

Die Wette kannst du gerne alleine eingehen. Marxloh ist weitgehendst homogen was NoG Areas betrifft.

MAS

Zitat von: rock aktiv glittergold am 30.01.2016 14:18
Zitat von: high4all am 30.01.2016 13:25
Zum Beispiel Deutschland?
Na klar. Geh mal in deinem Outfit durch Duisburg oder Marxloh. Ich kann auf ein Messer im Rücken liebend gern verzichten.

PS: Was mir nämlich auffällt ist, dass sich hier jeder seine Schutzräume sucht. Man geht zwar aus usw., aber immer dorthin, wo man weiß, das man auf gebildtete Menschen trifft. Keine Ahnung, ob das bewusst oder unbewusst passiert. Ich habe mich dabei auch schon erwischt. Letztens waren welche, die ich kenne, mit ein paar lesbischen Freundinnen in einer Discothek. Die wurden mit KZ-Liedern beim verlassen verabschiedet und einer der Freunde, die mit den Lesben unterwegs waren, bekam vor dem Eingang von einem "Flüchtlingsgegner" paar reingezimmert. Achja warum Flüchtlingsgegner? Die besagte lesbische Frau wurde wegen ihres Aussehen, (kurze Haare, maskuline Hosen) von einem dieser Gäste als Antifamitglied bezichtigt. Und dann gings los.

Also mir ist im Rock in Duisburg-Marxloh nicht passiert, als ich mal da war.

LG, Michael
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Jo 7353

Hallo Gregor,

als ich Sonntag Abend in die Kölner Philharmonie ging, war für mich die Frage Rock oder Kleid, aber nicht Rock oder Hose. Auch daß ich mit dem Zug anreiste, hat da nichts geändert. Ich kann keinen Unterschied zu dem vergangenen Jahr erkennen. Lediglich die Polizei zeigt etwas mehr Präsenz, aber ich denke, daß es da auch sehr um die psychologische Wirkung auf verängstigte Bürger geht. In den Medien wird ja gerne etwas übertrieben, weil Aufregung das Interesse steigert. Gerade weil die Ereignisse vom Jahreswechsel so ungewöhnlich waren, werden sie so breit diskutiert. Den quantitaviven Überrumplungseffekt, wird die Polizei sich nicht so leicht nochmals gefallen lassen. Die Photokina ist auch kein für Köln so großes Ereignis, daß sie sich für Provokationen anböte. Die große Veränderung, die geschehen ist, ist die Sicht auf die Flüchtlinge. Und wenn sich durch diese  tatsächlich was ändert, dann ist nicht zu erwarten, daß es so plötzlich passiert. Und was die andere Seite betrifft:  Selbst als ich kurz nach dem Ende der berüchtigten Hogesa-Demonstration mit dem Zug von Köln abfuhr, wurde ich mit meinem gut sichtbaren Rock noch nicht einmal verbal belästigt.

Aus meiner Sicht spricht nichts dafür daß es für Dich weniger sicher ist als bei Deinem letzten Besuch, und das völlig unabhängig von Rock oder Hose.

Gruß,
Jo
Der Rock ist kein Geschlechtsmerkmal.