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Die Sache mit den Röcken - "wie eine Frau"

Begonnen von husti, 25.10.2016 15:58

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husti

ich habe gerade diesen interessanten Artikel gefunden:
http://wemakethecake.com/die-sache-mit-den-roecken/

Eine Frau, die jahrelang nur Hosen getragen hat, findet sich nicht mehr damit ab, nur schlecht sitzende Hosen zu tragen, sondern beginnt Röcke zu tragen...
In dem Artikel besinnt sie sich an mehreren Stellen an Ihre Weiblichkeit und fühlt sich "wie eine Frau".

Generell sehe ich in Ihren Schilderungen und Gedanken einige Parallelen zu den Eintragungen in unseren Forum...

high4all

Immerhin hat sie auch wahrgenommen, dass es Männer gibt, die Röcke tragen:

ZitatIn unserer westlich geprägten Welt werden sowohl Röcke als auch Kleider als weibliche Kleidungsstücke begriffen. Männer, die einen Rock tragen, sind Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

MAS

Ich habe da mal diesen Kommentar reingeschrieben:

"Hallo Miriam!
Ich bin einer der Männer, die angeblich die Ausnahme bestätigen, indem sie Röcke tragen. Ja, das ist eine Ausnahme, aber ich bestätige sie nicht, sondern arbeite daran, dass es normal wird.
Die Frage mit der Stärke und Schwäche eines Menschen ist ja nicht so einfach zu beantworten. Ist denn nicht auch so, dass man Stärke braucht, um Schwäche zuzugeben? Oder, wie einmal ein amerikanischer Rockträger es formulierte: 'I takes balls to wear a skirt.' Ich fühle mich im Rock letztlich sogar stärker, als wenn ich mich in Hosen vor den Blicken der Menschen verstecke nach dem Motto: 'Nur nicht auffallen.' Meine Röcke sind zwar eher dezent, aber immerhin, als ich letzten meinte, mit meiner grünen Regenjacke etwas Farbtupfer in das schwarz-grau-blaue Einerlei auf deutschen Straßen zu bringen, meinte eine Bekannte: 'Deine Jacke ist nicht der Aufreger.' Der sei also eher der kurze Jeansrock, die Leggings und die Stiefeletten, obwohl diese Kleidungsstücke blau und schwarz sind.
Fühle ich mich weiblich im Rock? Manchmal ein bisschen. Aber schwach fühle ich mich nicht. Nicht schwächer als in Hosen, eher stärker.
LG, Micha"

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

androgyn

Die läuft ja wie ein Junge rum :o Skandal.
Zitat von: MAS am 26.10.2016 00:37
Ich habe da mal diesen Kommentar reingeschrieben:
Wo denn?

high4all

Zitat von: rock aktiv am 26.10.2016 00:41
Die läuft ja wie ein Junge rum :o Skandal.
Zitat von: MAS am 26.10.2016 00:37
Ich habe da mal diesen Kommentar reingeschrieben:
Wo denn?
Auch nich gefunden.

Vielleicht wird der Kommentar erst kontrolliert/gefiltert/zensiert?
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

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GregorM

Wenn ich einen Rock trage, fühle ich mich nicht wie eine Frau oder weiblich, sondern als einen Mann, der sich anders kleidet.

Gruß
Gregor
Gruß
Gregor

MAS

Kommentare werden dort moderiert.

LG, Micha
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Dr.Heizer

Zitat von: GregorM am 26.10.2016 02:22
Wenn ich einen Rock trage, fühle ich mich nicht wie eine Frau oder weiblich, sondern als einen Mann, der sich anders kleidet.

Gruß
Gregor


Ganz Deiner Meinung, Gregor. Wir kleiden uns nur anders, als es den hier üblichen Sehgewohnheiten entspricht. Doch damit sind wir kein Aufreger, sondern werden eher als nahbarer, potentieller Gesprächspartner wahrgenommen, welcher noch dazu symathisch ist. Und vielleicht sind wir dem einen oder anderen Menschen auch Gedankenanstoß? Also nicht negativ, sondern positiv.  :)
Viele Grüße aus dem Vogtland, Dr.Heizer

MAS

Also beeinflusst von meinen anerzogenen Sehgewohnheiten kann ich mich im Rock auch mal etwas weiblich fühlen, was ich gar nicht als unangenehm empfinde.

Ich muss mich nicht unbedingt immer männlich fühlen.

Vor allem aber fühle ich mich im Rock menschlich, frei, stark, emanzipiert.

LG, Micha
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Barefoot-Joe

Zitat von: GregorM am 26.10.2016 02:22
Wenn ich einen Rock trage, fühle ich mich nicht wie eine Frau oder weiblich, sondern als einen Mann, der sich anders kleidet.

Hmm. Ich bin im Rock immer noch derselbe...

Nur, das sich im Rock mein weiblicher Anteil freut, dass er sich ausdrücken darf, während der männliche Teil so lange an der Bar steht, ein Bier trinkt und sich darüber freut, dass der weibliche Teil seinen Spaß hat. ;)
Ich bin ein Mensch mit Irritationshintergrund.

Normality is a paved road: it's comfortable to walk, but no flowers grow. - Vincent van Gogh

MAS

Zitat von: Barefoot-Joe am 27.10.2016 22:42
Zitat von: GregorM am 26.10.2016 02:22
Wenn ich einen Rock trage, fühle ich mich nicht wie eine Frau oder weiblich, sondern als einen Mann, der sich anders kleidet.

Hmm. Ich bin im Rock immer noch derselbe...

Nur, das sich im Rock mein weiblicher Anteil freut, dass er sich ausdrücken darf, während der männliche Teil so lange an der Bar steht, ein Bier trinkt und sich darüber freut, dass der weibliche Teil seinen Spaß hat. ;)


Eine lustige Formulierung, Joe. Ja, das passt.

LG, Micha
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steffish

Zitat von: Barefoot-Joe am 27.10.2016 22:42
Zitat von: GregorM am 26.10.2016 02:22
Wenn ich einen Rock trage, fühle ich mich nicht wie eine Frau oder weiblich, sondern als einen Mann, der sich anders kleidet.

Hmm. Ich bin im Rock immer noch derselbe...

Nur, das sich im Rock mein weiblicher Anteil freut, dass er sich ausdrücken darf, während der männliche Teil so lange an der Bar steht, ein Bier trinkt und sich darüber freut, dass der weibliche Teil seinen Spaß hat. ;)

wo kann ich unterschreiben wenn ich das genauso sehe ?  :) ;D ;)

Jo 7353

Die Frau im verlinkten Artikel führt tatsächlich gut mit Argumenten, die gleichermaßen auch für Männer gelten, aus, weshalb es rationaler ist, Röcke zu tragen aus. Indirekt läßt sie auch die Irrationalität der Ablehnung der Röcke, welche ebenfalls noch mehr für Männer gilt, erkennen.
Sie lehnte Röcke ab, weil sie Emotionen und Machtlosigkeit ablehnte. Was haben Röcke denn mit Emotionen oder Machtlosigkeit zu tun? Genaugenommen nichts - höchstens daß beim Raufen im Kindergarten Röcke ungeeigneter sind als Hosen. Röcke zu tragen ist, wie gerade festgestellt, in vielen Aspekten sogar rationaler, als Hosen zu tragen. Da läßt sich leichter ein Zusammenhang zwischen Gefühlen und Macht  aufzeigen, denn Gefühle machen verletzlich, und Verletzlichkeit gefährdet die Macht.
Der Zusammenhang den sie benennt ist, daß das alles dem Weiblichen zugeordnet wird. Dabei hat jeder gesunde Mensch Emotionen, genauso, wie jeder gesunde Mensch Beine hat. Der einzige Geschlechtsunterschied ist, daß die von Frauen aus einem Vorurteil heraus freundlicher bewertet werden, und Frauen sie mehr zeigen dürfen. Wenn man so will, kann man also die Feststellung, daß ich Beine habe, als Entdeckung einer weiblichen Seite von mir bezeichnen. Ich habe viele derart weiblicher Seiten. Ich bevorzuge aber die Alternative, sowas nicht als weiblich zu bezeichnen, und mich folglich als einfach männlich anzusehen, wobei Eigenschaften, die möglicherweise tatsächlich naturbedingt bei Frauen stärker ausgeprägt sind als bei Männern, an mir meine Männlichkeit nicht beeinträchtigen. Selbst diese sehe ich nicht als weibliche Seite an.
Klar kann man das als rein sprachliche Konvention ansehen, aber das bewahrt vor Denkblockaden, wie zum Beispiel, nicht festzustellen, daß, Röcke zu tragen, in vielen Aspekten vernünftiger ist, als Hosen zu tragen.
Dann kann man aber entdecken, daß die Weiblichkeitsverachtung, die auch Feministen betreiben, in Wirklichkeit Menschlichkeitsverachtung ist, denn was tatsächlich verachtet wird, nämlich Gefühle, weil sie die Machtausübung durch Gewalt gefährden, ist etwas allgemein menschliches.

Gruß,
Jo
Der Rock ist kein Geschlechtsmerkmal.

high4all

Zitat von: Jo 7353 am 07.11.2016 07:53
Dann kann man aber entdecken, daß die Weiblichkeitsverachtung, die auch Feministen betreiben, in Wirklichkeit Menschlichkeitsverachtung ist, denn was tatsächlich verachtet wird, nämlich Gefühle, weil sie die Machtausübung durch Gewalt gefährden, ist etwas allgemein menschliches.

Gruß,
Jo
Gehe völlig d'accord.

LG
Hajo
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

MAS

Zitat von: high4all am 07.11.2016 08:48
Zitat von: Jo 7353 am 07.11.2016 07:53
Dann kann man aber entdecken, daß die Weiblichkeitsverachtung, die auch Feministen betreiben, in Wirklichkeit Menschlichkeitsverachtung ist, denn was tatsächlich verachtet wird, nämlich Gefühle, weil sie die Machtausübung durch Gewalt gefährden, ist etwas allgemein menschliches.

Gruß,
Jo
Gehe völlig d'accord.

LG
Hajo


Lieber Joe,

meinst Du mit "Feministen" "alle Feministen" oder "manche Feministen" oder noch was anderes?

Und benutzt Du die männliche Form im Sinne einer geschlechtsneutralen, die Männer und Frauen zusammenfasst, oder meinst Dut tatsächlich männliche Feministen und eben keine Feministinnen?

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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