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Der Rock der Propheten

Begonnen von Holger Haehle, 14.01.2017 07:23

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MAS

Zitat von: rock aktiv am 18.01.2017 00:07
Zitat von: MAS am 17.01.2017 23:28
Das ist schon so, solange es zumindest unsere Unterart gab. Neandertaler hatten viel höhere Stimmen, so dass ich es für sie nicht sagen kann, aber für den Homo sapiens sapiens ist es wohl schon immer so gewesen.
Und das wurde wie bewiesen?

Durch paläontologische Untersuchungen der Kehlköpf, wodurch man auf die Stimmhöhe schloss.
Ich sah mal einen Fernsehbericht darüber, aber hier gibt es auch einen Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologie-neandertaler-hatte-das-zeug-zum-singen-a-339450.html

LG, Micha

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

MAS

Zitat von: Holger Haehle am 18.01.2017 04:05
Zitat Hajo: Es ist problematisch, einzelne Vorschriften herauszupicken und anderen Menschen um die Ohren zu schlagen. Damit machen wir die Bibel unter Umständen zu einem Vehikel unserer eigenen Vorstellungen von der Welt.

Dieses Statement raubt mir den Atem!

Lieber Holger,

meinst Du das im Ernst? Und wenn ja: Warum raubt es Dir den Atem?

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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MAS

Zitat von: Holger Haehle am 18.01.2017 04:07
Zitat von: MAS am 17.01.2017 23:28
Zitat von: Holger Haehle am 17.01.2017 11:48
Und ich habe in Seminaren zur Mitarbeiterführung gelernt, dass eine tiefere Stimme und Körpergröße zur Autorität beitragen.

Das ist schon so, solange es zumindest unsere Unterart gab. Neandertaler hatten viel höhere Stimmen, so dass ich es für sie nicht sagen kann, aber für den Homo sapiens sapiens ist es wohl schon immer so gewesen. Da sind wir also nocht nicht drüber hinaus.

LG, Micha

Der Zeitung ,,Le Parisien" zufolge durfte fortan nur noch auf den französischen Präsidenten aufpassen, wer kleiner als 1,65 Meter war – die Körpergröße Sarkozys.

Und schon war er wieder da, der Spott über den kleinen Mann am Ruder der ,,Grande Nation": Der Boulevard erinnerte genüsslich an die flachen Schuhe, die seine Frau Carla Bruni zu tragen verdonnert sei, während Sarkozy selbst doch des Öfteren verdächtig hochhackig daherkomme.

Und hatte er nicht ein Jahr zuvor den deutlich größeren Barack Obama auf Zehenspitzen in Empfang genommen?


Napoleon war 1,68,49 m groß: http://www.swr.de/swr2/wissen/napoleons-koerpergroesse/-/id=661224/did=17784832/nid=661224/1darklp/

Ich habe aber auch bei der Bundewehr die Erfahrung gemacht, dass körperlich kleinere Vorgesetzten wahre Giftzwockel sien können. Sie machen durch Strenge wett, was ihnen an Größe fehlt.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Holger Haehle

Zitat von: MAS am 18.01.2017 07:39
Zitat von: Holger Haehle am 18.01.2017 04:05
Zitat Hajo: Es ist problematisch, einzelne Vorschriften herauszupicken und anderen Menschen um die Ohren zu schlagen. Damit machen wir die Bibel unter Umständen zu einem Vehikel unserer eigenen Vorstellungen von der Welt.

Dieses Statement raubt mir den Atem!

Lieber Holger,

meinst Du das im Ernst? Und wenn ja: Warum raubt es Dir den Atem?

LG, Micha

Hallo, es gibt so viel Quellen, die eine Rolle spielen. Wie ich lese, bezieht sich die Stelle im Deuteronomium auf (männliche) Priester der Astarte, die Gott verspottet haben, und die sich durch das Tragen von Frauenkleidern hervorhoben. Was ist, wenn man nicht alle relevanten Infos zusammenkriegt? Dann muss jede gute Absicht Gottes Wort korrekt weiterzugeben scheitern. Angesichts der vielen Glaubensgemeinschaften mit sehr unterschiedlichen "politischen" Linien, sehe ich in Hajos Worten, dass die Bibel unter Umständen zu einem Vehikel unserer eigenen Vorstellungen von der Welt wird, eine Warnung, die es mir noch schwerer macht zu entscheiden was ich glaube. Die ganzen Glaubensgemeinschaften können doch nicht alle recht haben. Da müssen doch viele falsch glauben. Das schockiert mich, dass es mir den Atem raubt. Ich suche wissenschaftliche Unterstützung von der theologischen Forschung und bin jetzt nicht mehr sicher, ob es mich weitergebracht hat.

kalotto

#34
Das bringt mich zur Annahme, dass nur, was in allen Religionen gleich ist, wahr ist und alles Weitere nur klimatologisch - politisch bedingtes Beiwerk, das zur Entstehungszeit der jeweiligen Religion dazu kam und durch Überlieferung, Übersetzung, "falsches Abschreiben" und Auslegung nach und nach verändert wurde. Vieles führte zu wüsten Glaubenskämpfen und Frieden ist immer noch nicht in Sicht. Jede Auslegungsart beschränkt und beeinflußt durch Regeln, wie man als Anhänger des jeweiligen Glaubens zu Leben, sich zu ernähren und zu kleiden habe.

Noja, ich such mir aus allem was aus ... ;)
LG, kalotto
Unisex=Einbahnstraße? Dann bin ich Geisterfahrer ;)
Er kam sich underdressed vor und nähte sich Röcke

Rockio

Zitat von: Holger Haehle am 18.01.2017 16:42
Dann muss jede gute Absicht Gottes Wort korrekt weiterzugeben scheitern.


Wieso sollte ein Gott überhaupt Absichten haben und wieso sollten die Absichten gut sein?

Was war Gottes Absicht mit der Tsunami vor ca. 10 Jahren? Da wurden rund  300.000 Menschen gekillt - alle möglichen Alter, Geschlechter und Religionen. So viele unschuldige Kinder, die elend ersoffen - und unschuldige Erwachsene.
Und Gott bzw. seine Kollegen-Götter und Göttinnen, deren viele Opfer der "eigenen" Religion beklagen müssen, haben das in all ihrer Allmacht geschehen lassen - wenn sie es nicht selbst bewirkt haben. Oder gibt es die Götter der unter den Betroffenen vertretenen Religionen allesamt nicht, und es waren die Götter der nicht darunter vertretenen Religionen (das wären dann aber auch keine feinen Leute!)?
Und wie erklärt man das, ohne das die Unsterblichen (?) als  grauenhaft unethisch handelnd dastehen?

Wer weiß überhaupt, was irgendein Gott gesagt haben soll? Warum sprechen die nicht so zu allen ihren Gläubigen, dass die Dinge eindeutig genug sind - müsste doch in der Götter Allmacht liegen, sich so auszudrücken, dass sie alle verstehen?


ZitatAngesichts der vielen Glaubensgemeinschaften mit sehr unterschiedlichen "politischen" Linien,

Wieso wohl hat – aus dem Blickwinkel  jeder Glaubensgemeinschaft aus gesehen – jeweils die Mehrheit aller Menschen ganz andere Götter? Demnach müsste die Mehrzahl aller Menschen irgendwann in einer der für anders- und nichtgläubige Menschen fürsorglich bereit gehaltenen Höllen einfahren.

Zitatsehe ich in Hajos Worten, dass die Bibel unter Umständen zu einem Vehikel unserer eigenen Vorstellungen von der Welt wird, eine Warnung, die es mir noch schwerer macht zu entscheiden was ich glaube.

Jeder historische Text, nicht nur die Bibel, besonders wenn sie über einen langen Zeitraum von Menschen verfasst wurden und auch uneinheitliche, gar gegensätzliche Dinge enthalten, werden zwangsläufig interpretiert (werden müssen). So wird jedes Buch  zum Vehikel eigener Vorstellungen aber auch von Vorstellungen, einer Gruppe von Menschen, die sich damit befasst.


ZitatDie ganzen Glaubensgemeinschaften können doch nicht alle recht haben.

Die ganzen? Also keine hat recht? Das halte ich allerdings auch für ziemlich wahrscheinlich angesichts der religiösen Vielfalt weltweit, bei der keine einzige Religion auch nur annähernd die Mehrheit der Gläubigen darstellt.


ZitatDa müssen doch viele falsch glauben.
Warum nicht alle? Denn keiner bringt je belastbare Nachweise für gerade seine Religion.


ZitatIch suche wissenschaftliche Unterstützung von der theologischen Forschung und bin jetzt nicht mehr sicher, ob es mich weitergebracht hat.
E gibt Teilbereiche der Theologie (historische Fächer), die wissenschaftlich gediegen arbeiten, aber als Ganzes muss man der Theologie als Fachvertretung ideologischer Interessen Misstrauen entgegenbringen.

androgyn

Zitat von: MAS am 18.01.2017 07:42
Napoleon war 1,68,49 m groß:

LG, Micha
Habe ich doch geschrieben. Auf die 45mm ist geschissen. oder was soll 1,68,49m sein?

androgyn

Zitat von: Rockio am 18.01.2017 18:47
Wieso wohl hat – aus dem Blickwinkel  jeder Glaubensgemeinschaft aus gesehen – jeweils die Mehrheit aller Menschen ganz andere Götter? Demnach müsste die Mehrzahl aller Menschen irgendwann in einer der für anders- und nichtgläubige Menschen fürsorglich bereit gehaltenen Höllen einfahren.
Wir reden hier nicht über Mathematik und Logik, sondern über Esoterik und Aberglaube.

androgyn

#38
Zitat von: Rockio am 18.01.2017 18:47

Wieso sollte ein Gott überhaupt Absichten haben und wieso sollten die Absichten gut sein?

Was war Gottes Absicht mit der Tsunami vor ca. 10 Jahren? Da wurden rund  300.000 Menschen gekillt - alle möglichen Alter, Geschlechter und Religionen. So viele unschuldige Kinder, die elend ersoffen - und unschuldige Erwachsene.
Und Gott bzw. seine Kollegen-Götter und Göttinnen, deren viele Opfer der "eigenen" Religion beklagen müssen, haben das in all ihrer Allmacht geschehen lassen - wenn sie es nicht selbst bewirkt haben. Oder gibt es die Götter der unter den Betroffenen vertretenen Religionen allesamt nicht, und es waren die Götter der nicht darunter vertretenen Religionen (das wären dann aber auch keine feinen Leute!)?
Und wie erklärt man das, ohne das die Unsterblichen (?) als  grauenhaft unethisch handelnd dastehen?

Wer weiß überhaupt, was irgendein Gott gesagt haben soll? Warum sprechen die nicht so zu allen ihren Gläubigen, dass die Dinge eindeutig genug sind - müsste doch in der Götter Allmacht liegen, sich so auszudrücken, dass sie alle verstehen?
Die Gläubigen begründen das damit, dass die Menschen nach dem Rauswurf von Adam und Eva aus dem Paradies, auf sich alleine gestellt sind und nur die Demut und der Glaube an Gott sie von der Sünde erlöst. Aber wie gesagt, mehr Aberglaube und Amenmärchen als Naturwissenschaft.

mikewellies

Zitat von: Rockio am 18.01.2017 18:47


Wieso sollte ein Gott überhaupt Absichten haben und wieso sollten die Absichten gut sein?

Was war Gottes Absicht mit der Tsunami vor ca. 10 Jahren? Da wurden rund  300.000 Menschen gekillt - alle möglichen Alter, Geschlechter und Religionen. So viele unschuldige Kinder, die elend ersoffen - und unschuldige Erwachsene.
Und Gott bzw. seine Kollegen-Götter und Göttinnen, deren viele Opfer der "eigenen" Religion beklagen müssen, haben das in all ihrer Allmacht geschehen lassen - wenn sie es nicht selbst bewirkt haben. Oder gibt es die Götter der unter den Betroffenen vertretenen Religionen allesamt nicht, und es waren die Götter der nicht darunter vertretenen Religionen (das wären dann aber auch keine feinen Leute!)?



...die klassische Theodizee-Frage....... http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/theodizee.php
In der Ruhe liegt die Kraft.....

Barefoot-Joe

Zitat von: Rockio am 18.01.2017 18:47
Was war Gottes Absicht mit der Tsunami vor ca. 10 Jahren? Da wurden rund  300.000 Menschen gekillt - alle möglichen Alter, Geschlechter und Religionen. So viele unschuldige Kinder, die elend ersoffen - und unschuldige Erwachsene.

George Carlin hat das auch mal schön thematisiert: https://youtu.be/8r-e2NDSTuE?list=PLxxEPhyW6EN4IJynpWvs7Wyz2ZAslOLMn
Ich bin ein Mensch mit Irritationshintergrund.

Normality is a paved road: it's comfortable to walk, but no flowers grow. - Vincent van Gogh

high4all

Zitat von: Rockio am 18.01.2017 18:47
Was war Gottes Absicht mit der Tsunami vor ca. 10 Jahren? Da wurden rund  300.000 Menschen gekillt - alle möglichen Alter, Geschlechter und Religionen. So viele unschuldige Kinder, die elend ersoffen - und unschuldige Erwachsene.

Man kann die Theodizee-Frage auch anders herum stellen:

Was ist Gottes Absicht, dass es vielen Menschen in Deutschland so gut geht?

Wieso greift er nicht ein, wenn jedes Jahr in Deuitschland rund 100.000 unschuldige Kinder ermordet (=abgetrieben) werden? Seit vielen Jahrzehnten schon.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

kalotto

. [/quote]

George Carlin hat das auch mal schön thematisiert: https://youtu.be/8r-e2NDSTuE?list=PLxxEPhyW6EN4IJynpWvs7Wyz2ZAslOLMn

[/quote]
Danke, Rockio, sowas rettet den Abend ;)
Unisex=Einbahnstraße? Dann bin ich Geisterfahrer ;)
Er kam sich underdressed vor und nähte sich Röcke

Rockio

Zitat von: mikewellies am 18.01.2017 19:46
Zitat von: Rockio am 18.01.2017 18:47
Wieso sollte ein Gott überhaupt Absichten haben und wieso sollten die Absichten gut sein?

Was war Gottes Absicht mit der Tsunami vor ca. 10 Jahren? Da wurden rund  300.000 Menschen gekillt - alle möglichen Alter, Geschlechter und Religionen. So viele unschuldige Kinder, die elend ersoffen - und unschuldige Erwachsene.
Und Gott bzw. seine Kollegen-Götter und Göttinnen, deren viele Opfer der "eigenen" Religion beklagen müssen, haben das in all ihrer Allmacht geschehen lassen - wenn sie es nicht selbst bewirkt haben. Oder gibt es die Götter der unter den Betroffenen vertretenen Religionen allesamt nicht, und es waren die Götter der nicht darunter vertretenen Religionen (das wären dann aber auch keine feinen Leute!)?



...die klassische Theodizee-Frage....... http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/theodizee.php
So ist es (auch ohne katholische Webseite ;) ).Und bis heute gibt es darauf m. E. von den Religionen keinerlei ethisch befriedigende Antwort.

Ein anderes Beispiel ist vielleicht erhellender. Eine reale Begebenheit:
In einer furchtbaren Diktatur ergreift einer ihrer Vertreter ein Baby und schleudert es so mit dem Kopf gegen die Wand, dass der Schädel spaltet (weitere Einzelheiten erspare ich uns).

Als ich dieses Beispiel einmal brachte, kam der Einwand, dass "Gott" dem Wachmann die Freiheit gegeben habe, selbst zu entscheiden das Böse zu tun oder nicht. Den erforderlichen Nachweis eines göttlichen Wirkens oder Willens mal dahingestellt –  das klang für mich zunächst mal als eine wenigstens theoretische Lösung des Theodizee-Problems. Es "löst" die furchtbare Tat natürlich nicht, in keiner Weise, aber der Wachmann könnte sich dann freien Willens entscheiden. Könnte er?

Erst später kam ich darauf wo der Haken ist:
Gott der Allmächtige, Allwissende, Allgütige, weiß aufgrund seines Allwissens , wie der Wachmann sich entscheiden wird. Und  hilft er weder dem Kind, noch dem Mann (ein guter Mensch zu werden). Entscheidet sich Gott aber, sein Allwissen aufgrund seiner Allmächtigkeit in so einem Fall auszuschalten und sich blind zu stellen, dann handelt er ethisch völlig unverantwortlich, denn er kann nicht davon ausgehen, dass der Wachmann als kleines menschliches, unvollkommenes Wesen sich zum richtigen Handeln entschließt. Damit ist Gott in jedem Fall mitschuldig am gewaltsamen Tod des Kindes und am ethischen Verfall des Wachmanns.

Seitdem scheint mir das Theodizee-Problem gelöst.

Rockio

#44
Zitat von: kalotto am 18.01.2017 21:15
George Carlin hat das auch mal schön thematisiert: https://youtu.be/8r-e2NDSTuE?list=PLxxEPhyW6EN4IJynpWvs7Wyz2ZAslOLMn

Danke, Rockio, sowas rettet den Abend ;)

Dank für den Dank oder Tack för tacket wie man hier sagt.
George Carlin war wunderbar. Ich habe ihn viel zu spät entdeckt, nach seinem vorzeitigen Tod, und vermisse ihn doch.
Danke!